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Die Logik der zersplitterten Uhr von Palmers Neinsagern

5. September 2011

HonestReporting Media BackSpin, 5. September 2011

So wie eine defekte Uhr einmal am Tag richtig steht, kann man mit Sicherheit sagen, dass die Vereinten Nationen alle heiligen Zeiten einmal Israel Recht geben werden. Da ich den Leitartikel des Guardian zum Palmer-Report gelesen hatte, können Sie nachvollziehen, dass die Redaktion vergeblich versucht hatte, eine kaputte Uhr so aufzuziehen, dass sie der Wahrnehmung des Guardian entspricht:

Die Ergebnisse des Palmer-Ausschusses richteten sich gegen jede Aussage des UN-Generalsekretärs zu Gaza, den Goldstone-Bericht und einen Bericht des UN-Menschenrechtsrats im September. Wenn, wie Palmer herausgefunden hat, die Blockade nach internationalem Recht korrekt wäre, dann die Besatzung auch. Dies muss vor Gericht angefochten werden.

Jennifer Rubin erklärt, warum türkische und palästinensische Apologeten, die sich so wie der Guardian gebärden, durch den Palmer-Report ihre Argumentationskraft verlieren dürften:

Nicht nur ist dies eine implizite Absage an die Prämissen des Goldstone-Reports, der, was die Operation ’Gegossenes Blei’ die Israelis als Aggressoren und die Gazaner als Opfer portraitierte, sondern es ist auch ein starkes Argument gegen die Ausrufung eines eigenen Staat durch die Palästinenser. Die Regierung des neuen Staates wird mitgeführt von Terroristen, die im Flottilla-Report als wirklich Kriegsführende gegen Israel aufgeführt werden.

(Bild mit freundlicher Genehmigung von Flickr/magnoid)

Leseempfehlungen, 15. Februar 2011

16. Februar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 15. Februar 2011

NATO als Israels Rettung?

Was Israel betrifft, herrscht nun eine allgemeine Übereinstimmung, dass wegen der gegenwärtigen oder andauernden Abwesenheit Ägyptens als regionalem strategischem Partner eine akute Notwendigkeit besteht, die NATO-Kooperation mit Israel auszuweiten. Die NATO und die USA sollten jetzt alle Anstrengungen unternehmen, den Streit zwischen Israel und der Türkei zu beenden.

• Das Wall Street Journal befasst sich mit den moderaten und militanten Strömungen innerhalb der Muslimbruderschaft.*

• Die Green Movement des Iran wieder auf den Straßen. Jennifer Rubin** geht davon aus, dass Uncle Sam einen unverhofften zweiten Schuss für einen Regimewechsel hat.

• Zwei Stücke zum ägyptischen Antisemitismus: Mubarak verdammen oder Geschichte sprechen lassen?

• Aus Redaktions-Annalen ein Klassiker. Al-Ahram entschuldigt sich für seine pro-Mubarak-Berichterstattung:

„[Nun] Heute….bezeugen wir ganz klar wir die überfällige Entschuldigung an das edle ägyptischen Volk für jede Befangenheit, die wir zugunsten des korrupten Regimes [zeigten], und wir geloben, dass wir von nun uns an immer an den legitimen Interessen des Volkes orientieren werden und Al-Ahram das Gewissen der Nation bleiben wird.

„Wir sind stolz auf das reine [geheiligte; (bd)] Blut, das durch die Mächte der Reaktion und Unterdrückung [vergossen wurde], und wir bitten die Familien der Märtyrer um Vergebung. Keines unserer Opfer kann auch nur einen einzigen Tropfen [des Märtyrer-] Bluts ersetzen. Die einzigen Worte des Trostes (die wir den Familien spenden können), sind, dass [die Märtyrer] ihr Leben opferten, dass diese Nation stolz bleiben konnte und in Würde leben kann.“

USA organisiert Auslandshilfe für Stabilisierung Ägyptens.

• Jordanische Stammesführer sagen, dass Königin Rania korrupt ist. Die ehemaligen First Ladies von Tunesien und Ägypten machen den Anfang.

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*Auch das Wall Street Journal kann sich irren…[bd]…

**Bei aller Sympathie für Jennifer Rubins Take: Obama ist außenpolitisch eine glatte 000 vor und hinter dem Komma [bd].