Posted tagged ‘Irak’

Stellen Sie sich die Schlagzeilen vor….

27. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 27. Juli 2009

Ohne Vorwarnung stoppte der Iran alle Stromlieferungen in den Irak.

Stellen sie sich die Hochspannungsschlagzeilen vor, wenn Israel das getan hätte.

Anonyme Quellen zur Aufnahme von Flüchtlingen

11. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 11. Juli 2009

Christian Science Monitor berichtete, dass die USA 1.350 palästinensische Flüchtlinge aufnehmen will, die zur Flucht aus dem Irak gezwungen worden waren. Seltsamerweise dreht die Headline das so hin, als würde dies „Israels Zorn erregen“. Die Quelle für diese Idee ist anonym (was mich auch tierisch auf die Palme bringt). Der Monitor schreibt:

Die USA weigern sich deshalb, den Begriff „Palästinenser“ zu gebrauchen, weil sie „nicht wollen, dass das  Flüchtlingsprogramm Gegenstand ihrer Beziehungen zu Israel wird“, so ein  Diplomat in der Region, der anonym bleiben will, weil ihm der Kontakt zur Presse untersagt worden ist. Aber diese Palästinenser, so fügt er hinzu, werden als irakische Flüchtlinge eingestuft.

Bemerkenswert daran ist, dass es über das Büro des UN-Flüchtlingskommissars (UNHCR) geht und nicht über UNRWA.

Natan Sharansky erläutert den Unterschied:

Anstatt daran zu arbeiten, die Not der Flüchtlinge zu mindern, haben die Vereinten Nationen mit der UNWRA eine komplett eigene Agentur etabliert, die diesen Zustand aufrechterhält. Für den Rest der  Flüchtlinge weltweit arbeitet die UN unermüdlich, um deren Bedingungen zu verbessern, sie an anderen Plätzen neu anzusiedeln und ihnen zu helfen, ihr Leben schnellstmöglich wieder eigenverantwortlich zu führen. Mit den Palästinensern macht die UN genau das Gegenteil, indem sie den Urenkeln derer, die 1948 geflohen waren, weiterhin Flüchtlingsstatus zubilligt. Sie unternimmt nichts, um die Lager abzubauen und tritt als Vermittler für die Ziele der Terroristen auf, die Zivilgesellschaft vollständig zum Stillstand zu bringen. Nirgendwo sonst erhalten Terroristen so viel Unterstützung durch die Freie Welt.

Wenn, dann verdient ein Präzedenzfall, der ohne Zutun der UNRWA geschah, israelische Anerkennung. Die UNRWA und arabische Regierungen haben keinen Palästinensern geholfen. Der Libanon z.B. schließt Palästinenser von 70 Berufsfeldern aus, und (Wunder über Wunder) beschränkt rigoros das natürliche Wachstum der UNRWA-geführten Flüchtlingslager.

Dank UNHCR und nicht UNRWA leben heute etwa 350.000 Menschen palästinensischer Abfalls als integrierte Gemeinschaft in Chile – und das nicht in Lagern.

Die oben angesprochenen 1.350 verdanken ihr Glück der Tatsache, dass sie sich im Irak befanden, als die US-Soldaten einrückten. Die anderen 1,3 Millionen, die in 58 UNRWA-Lagern im Libanon, Jordanien, Syrien, der West Bank und Gaza verstreut sind, haben dieses Glück nicht.

Hisbollah: Globales Jihad-Franchising

3. August 2008

honestreporting Media Backspin, 3. August 2008

Gestern haben Koalitionstruppen im östlichen Bagdad eine Hisbollah-Zelle auffliegen lassen. Angaben der Jerusalem Post zufolge filmten Agenten Angriffe auf Koalitionstruppen:

Die Videos wurden dazu verwendet, finanzielle Mittel und Ressourcen für weitere Angriffe gegen die Koalition und die irakischen Streitkräfte freizusetzen….

Dies ist nicht das erste Mal, dass Agenten der Hisbollah im Irak gefangen genommen wurden. Im Juli 2007 nahmen Koalitionstruppen in Basra Ali Mussa Daqduq fest, einen hochrangigen Hisbollah-Funktionär und Sprengstoffexperten, der Berichten zufolge Kampfeinheiten ausbildete und selbst an mehreren tödlichen Anschlägen gegen US-Truppen beteiligt war.

Dazu passend: Moqtada Sadr bestätigt Hisbollah-Training

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6 Argumente gegen die Einstaatenlösung

29. Juli 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 28. Juli 2008

Professor Saree Makdisi geht weiterhin mit der Einstaatenlösung hausieren:

Fragt sich nur, wie lange diese Negation noch weitergehen soll, und wie lange es dauern wird, bis ein Staat, der sich darauf gründet, von seinem Gegenteil abgelöst wird, einem positiv bestimmten, authentisch demokratischen, säkularen und multikulturellen Staat, der einzigen Art, die jüdische Israelis und muslimische und christliche Palästinenser gleichermaßen eine von Diskriminierung, Besatzung, Angst und Gewalt befreien Zukunft bieten kann.

Das Bild, das Makdisi malt, ist zu schön um wahr zu sein.

Letztes Jahr schlug ich Fünf Argumente gegen die Einstaatenlösung vor. Der sechste Grund fiel mir jetzt ein. (Einige Links sind aktualisiert.)

1. Es ist keine Schande, ein Konzept für jüdische Menschen in einem jüdischen Staat zu haben.

2. Die Einstaatenlösung verneint palästinensische nationale Bestrebungen ebenso wie jüdische nationale Bestrebungen.

3. Juden und Araber teilen weder Sprache, Geschichte, Religion, Kultur oder Werte, die erforderlich sind, um Anstrengungen für einen binationalen Staat zu genügen. Ein typisches Beispiel: Ohne einen Machthaber, der mit eiserner Faust regierte, löste sich Jugoslawien entlang seiner ethnischen Grenzen auf und der Begriff „Balkanisierung“ wurde Teil der Lexika weltweit.

4. Selbst können die Araber keine Geschichte erfolgreicher multiethnischer Staaten vorweisen. Der Libanon taumelt am Rand einesBürgerkrieges. Im Irak geht die sektiererische Gewalt weiter (Aufteilung des Staates nicht ausgeschlossen). Und christliche Araber fliehen in Scharen aus dem Nahen/Mittleren Osten. Was soll den Israelis Vertrauen einflößen?

5. Das südafrikanische Beispiel ist untauglich. Neben den vielen Unterschieden zwischen den zwei Regionen weist Benny Pogrund darauf hin, dass in Südafrika Schwarze und Weiße eine Führung hatten, die zusammenhielt und ihrer jeweiligen Wählerschaft die Teilung der Macht sowie wirtschaftliche Interdependenz vermitteln konnte. Im Fall der Israelis und Palästinenser ist das nicht so.

6. Wie kann Israel überhaupt mit den Westbank-Palästinensern über eine Einstaatenlösung verhandeln, als würde Hamastan – das die PA jetzt zur „Rebellen-Region“ ernennen könnte – gar nicht existieren?