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International Solidarity Movement entlarvt

12. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 12. Januar 2011

Malam* mit einer sehr guten Untersuchung zu International Solidarity Movement (ISM). Sie zog einige Schlussfolgerungen, von denen ich diese hier als meist bedeutend einschätze:

Das Konzept der „Gewaltlosigkeit“ im Gegensatz zur ISM-Rechtfertigung des bewaffneten Kampfes der Palästinenser: ’In ihren internen Dokumenten, auf ihrer Webseite und in Erklärungen, die von ihren hochrangigen Figuren und Aktivisten abgegeben werden, betont die ISM immer wieder, dass sie der Gewaltlosigkeit den Vorrang gibt. Die Medien bezeichnen ihre Aktivisten häufig als „Friedensaktivisten“. Auch wenn ISM-Aktivisten nicht direkt an Terroristenangriffen gegen Israel beteiligt sind, haben führende Vertreter sowohl in Handbüchern als auch in Stellungnahmen den bewaffneten Kampf der Palästinenser gerechtfertigt, selbst dann, als (während der zweiten Intifada) die meisten palästinensischen Selbstmordanschläge ausgeführt worden waren. Eine Analyse der ISM-Aktionen vor Ort zeigte zudem, dass ISM-Aktivisten einem Kämpfer des palästinensischen Islamic Jihad, der an Selbstmordanschlägen, Feueranschlägen und Bombenlegen beteiligt war, Unterschlupf gewährten. Sie [die ISM]) behinderte auch Antiterror-Maßnahmen der IDF, darunter die Sprengung eines Labors, in dem Bomben für Selbstmordanschläge hergestellt wurden.

Ein kleiner Teil aus diesem ergiebigen Report wird ihm nicht gerecht. Lesen Sie deshalb den Beitrag bitte vollständig [In Englisch].

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*Kurzinfo zu Malam hier.

Rachel Corrie für Anfänger

24. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 24. Februar 2010

Rachel Corries Eltern reichten eine Zivilklage gegen das israelische Verteidigungsministerium ein. Die Verhandlung soll am 10. März in Haifa beginnen.

Corrie, eine 23-jährige US-Staatsangehörige, war mit der International Solidarity Movement (ISM)  als menschlicher Schutzschild nach Gaza gekommen, um gegen IDF-Operationen zu demonstrieren, bei denen Schmuggeltunnel ausgehoben wurden. Sie starb im März 2003, als sie unbeabsichtigt von einen Armee-Bulldozer erfasst wurde.

Ihr Tod war eine Tragödie. Für die palästinensische Sache war sie als lebende Aktivistin eindeutig nützlicher denn als blonde „Märtyrerin“.

Rachel Corrie ging nach Gaza, weil sie ein menschlicher Schutzschild sein wollte. Dass Rachel unglücklicherweise als genau jener menschliche Schutzschild starb, der sie sein wollte, wird durch die Klage ihrer Eltern bestritten. Wenn ich Palästinenser wäre, würde ich sogar behaupten, dass dies ihrem Andenken schadet.

Einen Aspekt hätte ich bei diesem Prozess gerne aufgedeckt gesehen: Wusste Rachel Corrie wirklich was sie tat? Wenn sich herausstellen würde, dass dem nicht so war, sollten Corries Angehörige eher erwägen, eine Klage gegen ISM einzureichen.

Tristan Anderson: Opfer der Medien?

15. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 15. März 2009

Ich frage mich, ob die Initiatoren der regelmäßig stattfindenden Demonstrationen von International Solidarity Movement (ISM) am Sicherheitszaun Tristan Anderson* mitgeteilt haben, dass ihre Gewalt nur für den Medienkonsum und billige Schnappschüsse inszeniert wird.

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*Tristan Anderson war bisher hauptsächlich in Kalifornien als so genannter Tree-Sitter in Erscheinung getreten – als jemand, der hoch in den Baumkronen sein Quartier aufschlägt, um zu verhindern, dass Fällungen stattfinden (Siehe Hyperlink).