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Flottilla-Lektionen: Türkische Unterstützung bei Zusammenstoß mit IHH-Konvoi in Ägypten

21. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 21. Juli 2010

Immer noch nicht überzeugt, dass die Gewalttätigkeit der Türken an Bord der Mavi Marmara medial vorbereitet war?

Nehmen Sie diesen Vergleich des Flottillen-Zwischenfalles und andererseits George Galloways Helfern während der Aktion Lifeline 3 aid, als Mitglieder seiner Viva Palestine-Aktion im Januar 2010 mit ägyptischen Sicherheitskräften wegen der Beschränkungen humanitärer Hilfe auf dem Landwege zusammenstießen.

Ein ägyptischer Soldat wurde getötet, etwa 50 Aktivisten verletzt und Galloway auf unehrenhafte Weise ausgewiesen. Aber die Beteiligung von IHH und die tatkräftige türkische Unterstützung erschien auf keinem Medien-Radar.

Das Intelligence and Terrorism Information Center (Malam) untersuchte die Vorfälle in Ägypten und kam zu dem Resultat, dass die dort ausgeübte Gewalt weit schlimmer war als wir wahrgenommen hatten und lediglich als Warm-Up für die Mavi Marmara-Aktion diente. Einige der Malam-Ergebnisse:

* 250 Türken begleiteten den Konvoi, etwa die Hälfte der Gesamtteilnehmer, und viele von ihnen waren bekannte Aktivisten der IHH, die von Bulent Yildirim angeführt wurde.

* In beiden Fällen war die türkische Logistik tonangebend. Die türkische Regierung spielte eine wichtige Rolle bei Lifeline 3 aid, obwohl der Konvoi unter Federführung von Viva Palestine losgeschickt worden war. Sie war bei der Bereitstellung des Konvois intensiv beteiligt, und die Organisatoren waren Gäste des türkischen Parlaments. Selbst hohe türkische Regierungsstellen intervenierten bei den ägyptischen Behörden wegen der Hilfslieferung.

* Die ägyptischen Einreisebeschränkungen führten zu Konfrontationen zwischen den Sicherheitskräften und den Mitgliedern des Konvois, darunter auch den von Bulent Yildirim angeführten IHH-Aktivisten. Nach Aussage Yildirims wurden dabei 7 ägyptische Soldaten von den Aktivisten festgehalten. Kurze Zeit später wurden drei verwundete Soldaten freigelassen und die restlichen vier als Verhandlungsmasse behalten. Während der Konfrontationen wurden 50 Aktivisten verletzt, fünf von ihnen schwer….

* IHH und Hamas lernten aus den Lektionen des Lifeline 3 aid-Konvois und der scharfen ägyptischen Reaktion. Die Hauptlektion bestand darin, dass man zukünftig Konfrontationen mit Ägypten vermeiden und den Fokus der Aufmerksamkeit praktisch und für die Medien auf Israel verschieben sollte.

Der an der Grenze bei den Zusammenstößen getötete ägyptische Soldat könnte von einem Hamas-Scharfschützen getroffen worden sein. Falls das wirklich der Fall war, handelte die israelische Marine klug, als sie die Mavi Marmara-Flottille in internationalen Gewässern abfing. Haaretz berichtete, dass die Marine aus operationstechnischen Gründen nicht abwarten konnte, bis der Konvoi in israelisches Hoheitsgewässer eindrang:

„Die Marine bekundete ihr Bedauern darüber, dass sie ’nicht in der Lage ist, die Flottille zu stoppen, wenn die Schiffe sich innerhalb der 20-Meilen-Grenze vor der israelischen Küste befinden‘, sagte ein für die Operation Verantwortlicher. ‚Die IDF fürchtete, dass ihre Marine nicht ausreichend Zeit für einen adäquaten Abschluss der Operation hat. Die Armee wollte die Schiffe nach und nach in einem relativ großen Abstand vor der Küste aufbringen.’“

Und wer weiß schon, welche Tricks die Hamas versucht hätte, falls die Schiffe nahe genug an Gazas Küste gekommen wären?

Nebenbei bemerkt: Auch Amira Hass merkt an, dass die Hamas Galloways Gruppe nicht gut behandelt hat.

Lesen Sie bitte Malams vollständigen Bericht.

Geheimdiensteinschätzung zur libanesischen Flottille

23. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2010

Das Intelligence and Terrorism Information Center (Malam) nahm eine Bewertung der beiden libanesischen Schiffe vor, die die nächste Gaza-Flottille bilden. Drei von Malams Schlüsselfunden sagen einiges aus über die Verstrickung der Hisbollah, die „Aktivisten“ an Bord und die unverantwortliche Haltung der libanesischen Regierung.

• Verantwortlich für die Verschickung der Schiffe sind libanesische Aktivisten niederen Ranges, die in der libanesischen Innenpolitik keine besondere Rolle spielen. Einige von ihnen gehören der (pro-syrischen) March 8 Alliance an, die Syrien und die Hisbollah unterstützt. Die beiden Gruppen hinter der Operation sind einzelne nicht organisierte Journalisten und Free Palestine Movement – zwei eher kleine Organisationen. Nach unserer Einschätzung wurden der Kauf der Schiffe und die Organisation der Flotte mit Unterstützung Syriens und der Hisbollah durchgeführt. Keiner will seine wahre Identität preisgeben.

Iman Tawil Sa’ad – ägyptischer Abstammung und verheiratet mit einem Libanesen, der die linksextreme und stark antisemitische Nasseristen-Organisation [benannt nach Nasser (bd)] in Sidon anführt. In einem Interview mit Al-Jazeera TV sagte sie: „wir gehen (nach Gaza) und ehrlich gesagt haben wir drei Optionen… […] entweder Märtyrertod, Inhaftierung, oder so Allah will, werden wir siegen und in Gaza eintreffen.“

Zum Abspielen des Videos bitte einfach nur auf die Abbildung klicken.

• Die libanesische Regierung möchte wegen der auslaufenen Schiffe keine Konfrontation riskieren und versucht deshalb, das Problem auf Zypern abzuwälzen (UNIFIL-Kräfte warnten die Regierung, dass die Erteilung einer Erlaubnis für die Schiffe die UNO-Resolution 1710 des Sicherheitsrates verletze). Die libanesische Regierung lehnte unter Verwendung verschiedener Ausreden das Ansinnen der Schiffe ab, in Tripolis vor Anker zu gehen (im nördlichen Libanon). Allein am 21. Juni gab der libanesische Transportminister Ghazi Al-Aridi seine Erlaubnis für die Abfahrt der beiden Schiffe von Tripolis nach Zypern. (Al-Nahar, 21. Juni 2010). Er sagte, dass die Fortsetzung der Fahrt von nun an von Zyperns Okay abhängig wäre. (Al-Nishra, 20. Juni 2010) zu lassen.

Lesen Sie bitte den vollständigen Malam-Report.