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„Smoking Gun“-Fotos von der Mavi Marmara?

2. Juni 2011

Peach Benson, HonestReporting Media Backspin, 2. Juni 2011

Hier finden wir eine neue Bedeutung für „Smoking Gun“-Fotos. Die israelische Marine hat Fotos in die Hand bekommen, die auf der Mavi Marmara von IHH-„Menschenrechtsaktivisten“ mit Waffen in den Händen gemacht wurden. YNetNews berichtet:

Kürzlich von der Marine erworbene Fotos zeigen eine Waffe, die von der Schulter eines der IHH-Mitglieder hängt. Ein weiteres Foto zeigt eine Schusswaffe. Es ist bisher nicht klar, wer die Fotos machte. Eines der Bilder soll die Knesset-Abgeordnete Hanin Zoabi zeigen, die an der Flottille teilnahm, wie sie direkt neben einem bewaffneten Aktivisten steht…

Quellen bei der Marine konnten nicht erklären, warum man die Fotos erst vor kurzem erhielt.

„Ein Foto von Schusswaffen tragenden Aktivisten ist hundert Zeugenaussagen von Kombattanten wert“, sagte ein Militär. „Das ist ein PR-Aktivposten von höchstem Wert.“

Es ist kein Geheimnis, dass diese Leute auf Waffen und Kameras stehen. Letztes Jahr trugen Türken eines anderen Free Gaza-Konvois, der den Strip auf dem Landweg erreichte, zusammen mit ihren Kumpeln vom Islamischen Jihad dick auf. Souvenirfotos wie dieses waren ziemlich peinlich.

Ich würde diese neuen Mavi Marmara-Fotos wirklich gerne sehen und herausfinden, woher sie kommen. Wenn sie echt sind, dann würde ihre Veröffentlichung ein Loch in die Glaubwürdigkeit der IHH schlagen, zu einem Thema der Wahlen am 12. Juni in der Türkei werden und hoffentlich Israel helfen, die nächste Flottille zu abzuwenden.

5 Gründe dafür, warum die Gaza-Flottille trotz Öffnung des Grenzüberganges durch Ägypten in See stechen wird

27. Mai 2011

HonestReporting Media BackSpin, 27. Mai 2011

Nach der Ankündigung Ägyptens, ab diesem Wochenende den Grenzübergang bei Rafah permanent zu öffnen, sollte man eigentlich meinen, dass die in der Türkei organisierte Gaza-Flottille überflüssig geworden wäre, weil die Palästinenser dann in der Lage sein werden, ungehindert aus- und ein zu reisen und genug Waren einzukaufen.

Falsch gedacht.

Hier 5 Gründe dafür, warum die Flottille dennoch starten wird.

5.  Zu viele frauenfeindliche arabische Männer und naive weibliche Teilnehmerinnen aus dem Ausland haben sich mit Anzahlungen für den Trip im Singles-Boot  eingeschrieben.

4.  Junge Aktivisten, die humanitäre Hilfskonvois nach Syrien, Kuba und Nordkorea planen, „brauchen praktische Erfahrungen, und Palästina klingt cool und gefährlich, weil es als Kriegsgebiet bezeichnet werden kann, auch wenn es in Wirklichkeit sicher ist und all den Komfort bietet, den die internationalen Besucher benötigen.

3.  Shopping!

2. Als Ergebnis des Übereinkommens zwischen Hamas und Fatah wird gemäßigt-technokratischen Flottillen-Teilnehmern mit palästinensischer Ehrenbürgerschaft die Mitgliedschaft im Kabinett der nationalen palästinensischen Einheit in Aussicht gestellt; sie werden von mildtätiger UNRWA-Unterstützung leben und ein persönliches „Recht“ auf Rückkehr beanspruchen können.

1.  Nach Bankrotterklärung und Übertritt zum Islam kann Lauren Booth sich nicht mehr neu erfinden.

Selektive Empörung wegen provozierender Fotos

26. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 26. Oktober 2010

Wenn ich an Friedens- und Menschenrechtsaktivisten denke, dann an Bilder wie dieses, das mit dem Peace Corps und anderen wohlmeinenden Organisationen in Zusammenhang gebracht wird.

Leider denke ich dabei auch an so genannte „Menschenrechtsaktivisten“ aus der Türkei, die diesen Status zusammen mit ihren Freunden des Islamischen Jihad in Gaza völlig überzogen für sich reklamieren – angesichts Bildern wie dieser, wie man sie heute bei YNet News sehen kann.

Eigentlich hätte ich meine Lektion schon vor einigen Jahren lernen sollen, als „Aktivisten“ von International Solidarity Movement (ISM) für ein ähnliches Foto wie dieses posiert hatten.

Ohne Eden Abergil entschuldigen zu wollen: Sind die IHH-Fotos irgendwie weniger empörend?

Glauben Sie, dass irgendwelche Palästinenser oder Türken die neuen Fotos brandmarken würden?

Warten Sie erst gar nicht darauf….

Flottilla-Lektionen: Türkische Unterstützung bei Zusammenstoß mit IHH-Konvoi in Ägypten

21. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 21. Juli 2010

Immer noch nicht überzeugt, dass die Gewalttätigkeit der Türken an Bord der Mavi Marmara medial vorbereitet war?

Nehmen Sie diesen Vergleich des Flottillen-Zwischenfalles und andererseits George Galloways Helfern während der Aktion Lifeline 3 aid, als Mitglieder seiner Viva Palestine-Aktion im Januar 2010 mit ägyptischen Sicherheitskräften wegen der Beschränkungen humanitärer Hilfe auf dem Landwege zusammenstießen.

Ein ägyptischer Soldat wurde getötet, etwa 50 Aktivisten verletzt und Galloway auf unehrenhafte Weise ausgewiesen. Aber die Beteiligung von IHH und die tatkräftige türkische Unterstützung erschien auf keinem Medien-Radar.

Das Intelligence and Terrorism Information Center (Malam) untersuchte die Vorfälle in Ägypten und kam zu dem Resultat, dass die dort ausgeübte Gewalt weit schlimmer war als wir wahrgenommen hatten und lediglich als Warm-Up für die Mavi Marmara-Aktion diente. Einige der Malam-Ergebnisse:

* 250 Türken begleiteten den Konvoi, etwa die Hälfte der Gesamtteilnehmer, und viele von ihnen waren bekannte Aktivisten der IHH, die von Bulent Yildirim angeführt wurde.

* In beiden Fällen war die türkische Logistik tonangebend. Die türkische Regierung spielte eine wichtige Rolle bei Lifeline 3 aid, obwohl der Konvoi unter Federführung von Viva Palestine losgeschickt worden war. Sie war bei der Bereitstellung des Konvois intensiv beteiligt, und die Organisatoren waren Gäste des türkischen Parlaments. Selbst hohe türkische Regierungsstellen intervenierten bei den ägyptischen Behörden wegen der Hilfslieferung.

* Die ägyptischen Einreisebeschränkungen führten zu Konfrontationen zwischen den Sicherheitskräften und den Mitgliedern des Konvois, darunter auch den von Bulent Yildirim angeführten IHH-Aktivisten. Nach Aussage Yildirims wurden dabei 7 ägyptische Soldaten von den Aktivisten festgehalten. Kurze Zeit später wurden drei verwundete Soldaten freigelassen und die restlichen vier als Verhandlungsmasse behalten. Während der Konfrontationen wurden 50 Aktivisten verletzt, fünf von ihnen schwer….

* IHH und Hamas lernten aus den Lektionen des Lifeline 3 aid-Konvois und der scharfen ägyptischen Reaktion. Die Hauptlektion bestand darin, dass man zukünftig Konfrontationen mit Ägypten vermeiden und den Fokus der Aufmerksamkeit praktisch und für die Medien auf Israel verschieben sollte.

Der an der Grenze bei den Zusammenstößen getötete ägyptische Soldat könnte von einem Hamas-Scharfschützen getroffen worden sein. Falls das wirklich der Fall war, handelte die israelische Marine klug, als sie die Mavi Marmara-Flottille in internationalen Gewässern abfing. Haaretz berichtete, dass die Marine aus operationstechnischen Gründen nicht abwarten konnte, bis der Konvoi in israelisches Hoheitsgewässer eindrang:

„Die Marine bekundete ihr Bedauern darüber, dass sie ’nicht in der Lage ist, die Flottille zu stoppen, wenn die Schiffe sich innerhalb der 20-Meilen-Grenze vor der israelischen Küste befinden‘, sagte ein für die Operation Verantwortlicher. ‚Die IDF fürchtete, dass ihre Marine nicht ausreichend Zeit für einen adäquaten Abschluss der Operation hat. Die Armee wollte die Schiffe nach und nach in einem relativ großen Abstand vor der Küste aufbringen.’“

Und wer weiß schon, welche Tricks die Hamas versucht hätte, falls die Schiffe nahe genug an Gazas Küste gekommen wären?

Nebenbei bemerkt: Auch Amira Hass merkt an, dass die Hamas Galloways Gruppe nicht gut behandelt hat.

Lesen Sie bitte Malams vollständigen Bericht.