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Medien-Spickzettel vom 3. November 2011

4. November 2011

HonestReporting Media BackSpin, 4. November 2011

Alles, was man zur Medienberichterstattung über Israel wissen sollte.

Großes Rätselraten über einen möglichen Angriff auf den Iran überschattete das Streben nach palästinensischer Eigenstaatlichkeit und die Meldungen zur neuen Gaza-Flottille.

Zum iranischen Nuklearprogramm

• Der Guardian machte sich (wieder einmal) ziemlich wichtig, als er berichtete, dass die IAEA iranische Nuklear-Tests aufgedeckt habe, die allein dazu dienten, eine Nuklearwaffe herzustellen. Seine Ergebnisse werden nächste Woche veröffentlicht*:

Der Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der neueste in einer Reihe von vierteljährlich erscheinenden Bulletins über die Aktivitäten des Iran; aber dieser wird ein noch nie dagewesenes Maß an Details zu im Iran durchgeführten Forschungen und Experimenten in den letzten Jahren enthalten, die Vermutungen westlicher Offiziellen zufolge nur für den Aufbau und die Entwicklung eines nuklearen Sprengkopfes dienen können. „Das wird eine Wende im iranischen Atomprogramm bedeuten“, sagte ein westlicher Offizieller voraus. „Moskau oder Peking werden sich schwer tun, diese Bedeutung herunterzuspielen.“

• Der Daily Telegraph erhellt, was im nächsten IAEA-Bericht zu lesen sein wird.

• Im Guardian wird auch berichtet, dass Großbritannien seine Krisenpläne für eine Aktion gegen iranische Atomanlagen vorantreibt.

• Wie kann es zu diametral anders formulierten Schlagzeilen bezüglich ein und derselben Umfrage kommen?



• Ein Leitartikel im Independent regt sich [dämlicherweise, aber alles andere als überraschend bei der seit gefühlt ewigen Zeiten antisemitischen Independent-Agenda (bd)] über Israels Raketentests auf:

So oder so: Die Tatsache, dass ein Angriff auf den Iran wieder in der Luft liegt, auch wenn anderswo der Optimismus des arabischen Frühlings vorherrscht, spiegelt Israel erhöhtes Bewusstsein für Verwundbarkeit wider. Und es wirft ein schlechtes Licht auf die israelischen Führer, dass sie bisher nicht in der Lage waren, auf die historischen Veränderungen zu reagieren, die um sie herum entstanden. Es ist nicht allein den Palästinensern zuzuschreiben, dass der Friedensprozess im Nahen Osten seit einem Jahr als erstarrt gilt.

Na ja, dieses überflüssige Geschwätz muss man nicht groß kommentieren, oder? (bd)

Alle weiteren Artikel bitte hier abrufen (In Englisch).

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*Das ist er aber früh dran, der Guardian: Auf der Webseite Free Iran Now! wird das Thema schon seit 2009 erörtert. Einfach mal die Beiträge ab diesem Zeitpunkt durchsuchen.

Leseempehlungen

17. Juni 2009

HonestReporting Media BackSpin, 17. Juni 2009

IAEA-Chef erklärt, dass der Iran nach Atomwaffen strebt. „Sie wollen an ihre Nachbarn und den Rest der Welt die Botschaft schicken,  dass sie nicht mit sich spaßen lassen“, sagt Mohamed El-Baradei.

Hacker haben es auf Webseiten der iranischen Regierung abgesehen. Hierzulande nicht unbedingt beklagenswert, aber Attacken auf die Dienste könnten die Informationswege des Landes verstopfen.

Gazaner strömen in religiös geführte Camps der Hamas. Kinder bleiben trotzdem Kinder.

Die konservative Vergangenheit des Herausforderers Mousavi. „Speziell er genehmigte Teherans Einkauf der Zentrifugenausstattung auf dem Nuklearschwarzmarkt, der vom pakistanischen Wissenschaftler A.Q. Khan betrieben wurde….“

Olmerts Klagelied. Im ersten Interview seit seinem Abtritt bestätigt der ehemalige Premier, dass es wegen der Siedlungen mit den USA Übereinkünfte gegeben hat.

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