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Sky News: Wo bleibt die Empörung?

27. August 2009

HonestReporting Media BackSpin, 27. August 2009

Must read: Tim Marshall von Sky News fragt sich: „Wo bleibt die Empörung nach der Hinrichtung von Mitgliedern der Jund Ansar Allah durch die Hamas?“

Dreißig Palästinenser getötet. Frauen und Kinder mitten im Kreuzfeuer. Raketen auf eine Moschee abgefeuert. Muslimische Gefangene kaltblütig „hingerichtet“. Ein Blutbad. Medien nicht zugelassen. Kennen wir das nicht irgendwoher? In der Tat. Internationale Empörung und Demonstrationen in den Straßen Londons? Nothing.

Und warum? Die Antwort ist leicht. Palästinenser waren von Palästinensern getötet worden und die ausbleibende Reaktion lässt darauf schließen, dass in diesem Fall ihre Leben nichts wert waren; aber wenn sie von Israelis getötet worden wären, hätte es einen Aufschrei gegeben….

Nachdem sie das Gebäude eingenommen hatten umstellten sie die Überlebenden. Videoaufnahmen mit einem Mobiltelefon zeigen offensichtlich Hamas-Milizen, die etliche Menschen „hinrichten“.

Es handelt sich hier nicht um einen unstrittigen Beweis, aber Reporter vor Ort bestätigen diese Bilder, und das Video wurde sicher nach der Erstürmung der Moschee aufgenommen. Audiomaterial belegt zudem, wie Hamas-Kommandeure die Tötungen anordnen.

Ich setzte „hingerichtet“ deshalb in An- und Abführungszeichen, weil der Begriff auch im gesetzlichen Raum Anwendung findet. Aber im Rahmen der Hamas-Handlungen sollte es eigentlich durch „ermordet“ ersetzt werden.

Und wo bleibt der Aufschrei nach diesen Morden, wo die Protestmärsche, Petitionen, Boykottaufrufe und die endlosen Verschwörungtheorien eines Krieges gegen die Muslime? Ich spüre nur den Windhauch, der über die frisch ausgehobenen Gräber weht, weil es die Menschen nicht juckt, wenn Israelis nicht beteiligt sind.

Manche Journalisten wie Orly Halpern denken nicht, dass es ein „Massaker“ war:

„Kann ein Kampf zwischen offiziellen Sicherheitskräften und einer illegalen bewaffneten Gruppe, die ein neues politisches Regime ausgerufen hat, um die demokratisch gewählte Regierung zu ersetzen, als „wahlloses Töten“ oder Gemetzel“ bezeichnet werden?

Die Hamas zeigte ihre Verachtung für die Demokratie, als sie im Juni 2007 in einem blutigen Putsch Gaza überrannte und seitdem permanent ihre Verachtung für menschliches leben demonstriert. Also sind „wahlloses Töten“ und „Gemetzel“ angemessene Umschreibungen.

Lesen Sie Marshalls j’accuse, sehen Sie sich das Video online an und ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse.

Dazu passend: Wer krallt sich die Jungfrauen?

NGO’s schweigen, wenn die Hamas Hinrichtungen zustimmt

25. Dezember 2008

HonestReporting Media BackSpin, 25. Dezember 2008

YNet News nimmt Bezug auf einen arabischen Medienbericht, in dem es heißt, dass die Hamas der Aufnahme von „Auspeitschen, Verstümmelungen und Hinrichtungen als Standardstrafmaßnahmen“ in das Strafgesetzbuch von Gaza zugestimmt hat. Wie kam Gazas rechtmäßig gewählte Führung zu diesem Gesetzesvorhaben?

Dem Bericht zufolge passierte das Gesetz die zweite Lesung im Gazaner Parlament ohne Gegenstimme der drei Abgeordneten – den einzigen, die anwesend waren.

Die Apologeten der Hamas unter den Menschenrechtlern haben da wohl einigen Erklärungsnotstand.

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