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So entsetzlich, es wird euch zum Weinen bringen!

23. Mai 2014

Simon Plosker, HonestReporting.com, 19. Mai 2014 (Übersetzung: Cora)

Peter Goers

Man kann die hasserfüllte Propaganda des Ausflugs einer Reise der australischen „Freunde Palästinas“ nur erahnen, die einen Kommentar des Radiomoderators Peter Goers in der Adelaide Sunday Mail zum Ergebnis hatte. In Goers‘ Text ist derart viel übertrieben worden, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Goers Anfang gibt einem eine Ahnung von dem, was folgt.

Jesus weinte. In Palästina weinte Jesus und ich auch. Ich weine um die Palästinenser, die unter der israelischen Apartheid leben.

Von da an weint Goers so viel, dass der ganze Artikel zu einem Ausraster in Schriftform wird. Während man auf den Vorwurf der Apartheid noch etwas erwidern kann (hier mehr über die Apartheidsstaat-Lüge), ist das meiste, was nun folgt eine Mischung von unbewiesenen Behauptungen und absoluten Lügen. Einige Beispiele:

Ich weine über jeden der 720 Kilometer der barbarischen Mauer in Israel …

Statt einer „barbarischen Mauer“ sind 97% der Barriere vielmehr ein Drahtzaun. Und ganz nebenbei: Was ist an der israelischen Verteidigung gegen palästinensischen Terrorismus und Selbstmordattentate barbarisch?

Ich weine um die vielen Israelis, die den 1400 Jahre alten Felsendom, die Al Aksa Moschee und die christlichen Kirchen in diesem Land, aus dem die Propheten kamen, zerstören wollen.

Wie viele Israelis wollen heilige islamische oder christliche Stätten zerstören? Anders als die Palästinenser respektieren die Israelis die Unantastbarkeit der heiligen Stätten anderer Religionen und diese werden vom israelischen Recht geschützt. Aber das ist nur eine von vielen bizarren Anschuldigungen, die keine Basis in der Realität haben.

Palästinenser bekommen nur 20% Strom und Wasser und bezahlen sechmal wie Israelis so viel für die unregelmäßige Lieferung.

Eine weitere eigenwillige Statistik ohne Beleg zur Untermauerung. Seit dem Oslo-Abkommen hat der Wasserverbrauch zugenommen (hier mehr zum Thema Wasser), fließt Strom für die Palästinenser nur eine Stunde täglich und in halber Stärke fließt (wohl kaum eine „unregelmäßige Lieferung“), weil die palästinensische Jerusalem District Electric Company $154 Schulden hat und Israel deswegen auf die gerade erfolgte Aussöhnung zwischen Fatah und Hamas reagierte.

Jesus war ein Palästinenser, der unter einer anderen Besatzung geboren wurde.

Eine lächerliche Verdrehung der Geschichte. Jesus war natürlich Jude, der römischen Besatzung lebte.

Ich weine um die tyrannischen, kriegerischen Israelis. Die Juden – einst so unterdrückt, nun so unterdrückerisch.

Nicht Israelis – „Juden“! Gemäß Goers verhalten sich die Opfer der Nazis genauso wie ihre Unterdrücker.

Ich weine um die Palästinenser, die sechs Anrufe tätigen müssen um einen Krankenwagen zu bekommen. Die Israelis machen nur einen.

Ist es tatsächlich Israels Schuld wenn der palästinensische Rote Halbmond nicht so effizient arbeitet wie der Magen David Adom?

Ich weine um die 1004 palästinensischen Kinder die im letzten Jahr eingesperrt, gefoltert, missbraucht und entführt wurden.

Israel der Folter und des Kindesmissbrauchs zu beschuldigen ist ganz schlicht eine Verleumdung. Israel foltert und entführt keine palästinensischen Kinder. Der tatsächliche Kindesmissbrauch ist die Vergiftung der jungen Herzen, die dazu führt, dass palästinensische Kinder an Gewalt und Terror teilnehmen.

Abgesehen von dem Genannten, bietet Goers nichts anderes als einen absolut einseitigen und verzerrten Kommentar, frei von jeglichem Verständnis oder Bereitschaft auch die israelische Seite zu sehen. Das Ergebnis ist erstaunlich ignorant und beleidigend.

Lest es und weint.

Die Haaretz gibt ihre politische Agenda zu

15. Mai 2014

Simon Plonsker, HonestReporting.com, 13. Mail 2014 (übersetzt von Cora)

Der Besitzer der Haaretz, Amos Schocken hat einen offenen Brief geschrieben, der nur an die Online-Abonnenten gerichtet ist. Das ist nicht erstaunlich wenn man bedenkt, dass ihre Verbreitung auf dem israelischen Markt für Druckerzeugnisse nach einer Marktuntersuchung aus der 2. Hälfte des Jahres 2013 bei gerade mal 6.1% liegt.

Um es kurz zu sagen, die Ansichten der Haaretz sind völlig unrepräsentativ für die Mehrheit der israelischen Gesellschaft und Politik insgesamt. Zur Zeit wird die Haaretz vor allem von Ausländern beachtet, die in ihr ein Äquivalent zur New York Times sehen (daher verwundert es nicht, dass Haaretz ihr Ansehen mit einer Partnerschaft mit der N.Y. Times als Herausgeber ihrer internationalen Ausgabe geschmückt hat).

Schocken drängt die Leser auf Haaretz-online zu abonnieren. Im Unterschied zu einer Erklärung zum journalistischen Auftrag, wirbt er so für seine Zeitung:

Wenn Sie das tun, werden Sie ein Partner im fortgesetzten Bemühen, Israel als liberale, konstitutionelle Demokratie zu gestalten, die die Werte des Pluralismus, der Bürger- und Menschenrechte hochhält. Sie werden zum Partner in der aktiven Unterstützung der Zweistaaten-Lösung und dem Recht palästinensischer Selbstbestimmung, was Israel erlauben würde sich von der Last der territorialen Besetzung und der Kontrolle eines anderen Volkes zu befreien.

Außerdem behauptet Schocken:

Um es einfach zu sagen: Wenn Nachrichten aus Israel kommen, dann kommen sie hauptsächlich über die Haaretz und wenn Ansichten eine Kontroverse, eine Debatte und Reflektionen durch die nahöstliche oder jüdische Welt auslösen, dann kamen sie entweder direkt von der Haaretz oder leben sich dort in Op-Eds, Kommentaren oder Blogs aus.

Damit hat er Recht. Trotz ihrer geringen Auflage ist die Haaretz die Zeitung der Wahl für ausländische Journalisten, Kommentatoren und Politiker, die die gleichen Pläne verfolgen wie die, die Schocken darstellt. Während daran selber nichts falsch ist, hat die Haaretz ihre meinungsbildende Mission auf eine völlig neue Stufe gebracht, insbesondere durch die Reichweite ihrer englischen Webseite, die benutzt wird, ihre Meinung weit über Israels Grenzen hinaus zu verbreiten. Die Haaretz hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sich mehr um ihr ausländisches Publikum kümmert als auf das einheimische israelische. Unfähig irgendeinen signifikanten Einfluss auf die innenpolitischen Dinge ausüben zu können, nutzt Haaretz ihre englischsprachige Internetseite und die Druckausgabe, um Druck von außen auf Israel aufzubauen.

Man verweist auf Haaretz als glaubwürdige Quelle und viele negative Geschichten in den internationalen Medien entstammen ursprünglich einer Haaretz-Story. Doch Schocken selbst hat zugegeben, dass Haaretz alles ist, nur nicht objektiv. Und wie weit ist Haaretz bereit zu gehen, um ihre politische Agenda voranzutreiben? Es scheint nur noch wenige rote Linien gibt, wenn man die hasserfüllten Artikel des Haaretz-Starkolumnisten Gideon Levy betrachtet, der 2012 wegen der Manipulation einer Meinungumfrage Dishonest Reporter Award (Preis für den unehrlichsten Reporter) bekam, mit der „bewiesen“ wurde, dass Israel ein Apartheidstaat sei. Oder die Korrespondentin Amira Hass, die dreist palästinensisches Steine werfen verteidigte, auch wenn das israelische Tote zur Folge haben kann.

Schockens erklärter Auftrag ist auch in den Dingen beachtenswert, die er auslässt. Während er fröhlich so positive Begriffe wie „liberal“, „Pluralismus“ und „Bürger- und Menschenrechte“ einfließen lässt – was ist mit „jüdisch“? Das spricht Bände über ein Medium, das allzu oft wirkt, als wäre es von der Identität Israels als ein jüdischer und demokratischer Staat peinlich berührt.

Schockens Appell zeigt, dass sich die Haaretz nicht um eine objektive und genaue Darstellung bemüht, sondern alles für einen politischen Feldzug und Kampagnen-Agenda tut. Daher wäre es für die Auslandsmedien Pflicht, Haaretz eher als eine politische Partei denn primäre Nachrichtenquelle zu betrachten. Noch mehr als die Haaretz aber sollten sich die ausländischen Reporter vom Werben für ihre eigenen Meinungen enthalten, wenn sie über Israel berichten. Sich hinter der Haaretz zu verstecken um tendenziöse Artikel zu verbreiten ist inakzeptabel.

Während die Haaretz ein Produkt der lebendigen Demokratie und Pressefreiheit in Israel ist, spielt diese Zeitung doch eine gewichtige Rolle bei der Dämonisierung Israels. Amos Schockens offener Brief bestätigt leider, dass die Haaretz alles dabei ist, nur kein unbeabsichtigter Komplize.

New York Times gibt Kolumne an antiisraelischen Verschwörungstheoretiker

28. Oktober 2013

Simon Plosker, HonestReporting.com, 27. Oktober 2013

Die New York Times hat eine Ausweitung der Kommentarangebote ihres Editorial Departments angekündigt, die mit der Wiedergeburt der International New York Times durch die International Herald Tribune zusammenfiel. Zu den Kommentaroren auf der Liste gehört der ägyptische Atuor Alaa Al-Aswany.

Ein Blick auf einige der Kommentare Al-Aswanys werfen ernste Fragen zu seiner Eignung als Kommentarschreiber für ein Medium auf, das sich als selbst als führende Zeitung betrachtet.

1. Verschwörungstheoretiker

Im August 2011 schrieb Al-Aswany einen höchst bedenklichen Text, in dem er fragte, wie Ägypten auf die „israelische Aggression“ reagieren sollte. Die ägyptische Revolution war nach der Absetzung von Präsident Mubarak voll im Gang und Al-Aswany fand ein offensichtliches Ziel, das er für die Unruhe und Gewalt in seinem Land verantwortlich machen konnte. Nach Angaben Al-Aswanys ist Israel für die gezielte Destabilisierung Ägyptens und – teilweise – der Halbinsel Sinai verantwortlich:

In dieser Phase, glaube ich, dass Israel gewalttätig intervenieren musste, um die Revolution zu sabotieren. Es begann mit dem plötzlichen Auftauchen verdächtiger und schwer bewaffneter Gruppen, die anfingen Polizeiwachen anzugreifen und die staatliche Kontrolle des Sinai zu untergraben. Das Ziel war Beweise für einen Zusammenbruch der Sicherheit im Sinai zu liefern, der die bald folgende israelische Aggression rechtfertigen würde. Israelische Streitkräfte drangen auf ägyptisches Territorium vor und töten oder verwundeten mehrere ägyptische Offiziere und einfache Soldaten. Die Ziele des israelischen Angriffs waren mehrere: die neuen Herrscher Ägyptens austesten, sie aus dem Gleichgewicht zu bringen, den Eindruck zu erwecken, dass sie das Land nicht schützen können und den Übergang zur Demokratie zu vereiteln. Das Ziel könnte auch sein Ägypten in eine unverantwortliche militärische Konfrontation zu ziehen, die die Revolution komplett ungeschehen machen würde (so wie Gamal Abdel Nasser 1967 in den Konflikt gezogen wurde).

Der „Akt der Aggressino“, auf den Al-Aswany verweist, war nichts Derartiges. Stattdessen war es Israel, das zum Opfer eines grenzüberschreitenden Terroranschlags wurde, bei dem ägyptische Soldaten versehentlich getötet wurden, als israelische Soldaten in den Sinai fliehende Terroristen verfolgten. Israel entschuldigte sich dafür.

Trotz alledem behauptet Al-Aswany, der Vorfall sei ein israelischer Akt der Aggression. Er fährt mit der Frage fort, wie Ägypten darauf reagieren sollte und schlägt vor den israelischen Botschafter auszuweisen, alle Vereinbarungen zwischen Ägypten und Israel zu überdenken oder aufzuheben und den Friedensvertrag zu ergänzen. Am verstörendsten ist jedoch das, was eine Forderung nach militärischer Auseinandersetzung zu sein scheint.

Jetzt ist es unsere Pflicht die Streitkräfte bei ihrer Konfrontation mit Israel zu unterstützen.

Er schließt:

Die Massendemonstrationen, die schallenden Gesänge, die Sit-ins und die Entfernung und das Verbrennen der israelischen Flagge, die sich auf dem Balkon der israelischen Botschaft befand – all das ist spontanes und authentisches Handeln, das die berechtigte Volkswut spiegelt, aber meiner Meinung nach bleibt das hinter der richtigen Reaktion auf israelische Aggression zurück. Die richtige Antwort auf israelische Aggression wird sich ergeben, wenn man dafür sorgt, dass sie fehlschlägt und das wird nur durch eine Machtübergabe an eine gewählte Regierung geschehen, damit die Streitkräfte sich ihrem Kampfauftrag widmen können und Ägypten sich auf den Weg in die Zukunft machen können, die sie verdienen.

Es gibt nach Ansicht Al-Aswanysnur einen „Kampfauftrag“ – sich Israel entgegenzustellen. Dies trotz eines Friedensvertrags und fortgesetzter militärische Kooperation zwischen Israel und Ägypten, die seine Beschuldigung Israel destabilisiere den Sinai als den heillosen Müll bestätigt, die sie ist.

In der New Republic untersucht auch Eric Trager Al-Aswanys Geschichte der Verschwörungstheorien:

Er gehört vielmehr zu Ägyptens erfolgreichsten Verschwörungstheoretikern und nutzt oft sein sehr öffentliche Plattform, um einige der beliebtesten ägyptischen Engstirnigkeiten zu verstärken – und er tut dies typischerweise, wenn er auf Arabisch spricht oder twittert, weshalb die westliche Press oft diesen Aspekt seiner öffentlichen Persönlichkeit übersieht. Aswany sagte z.B. im ägyptischen Fernsehen, dass eine „massive zionistische Organisation Amerika beherrscht“, weshalb „Obama nicht in der Lage ist gegen Israels Wünsche anzugehen“.

Trager schreibt außerdem:

Und er glaubt, dass die westlichen Medien ebenfalls unter den Zauber der Zionisten stehen. „Ein einfaches Experiment“, twitterte er im Juli. „Gehen Sie auf die Internetseite irgendeiner globalen Zeitung und lesen Sie deren Berichterstattung zu Ägypten; sie werden feststellen, dass die meisten der Autoren, die Israel verteidigen, jetzt zumeist die Bruderschaft verteidigen.“ In der Tat: In Aswanys verdrehter Weltsicht muss bei Washingtons Verdruss mit der Art, wie Morsi abgesetzt wurde und die westliche Berichterstattung zur steigenden Zahl der Todesopfer auf der Seite der Bruderschaft zu allererst an Israel gedacht werden. Und derart pro-Bruderschaft zu sein – wie Aswany es definiert – muss ein zionistischer Standpunkt sein.

Alaa Al Aswany

2. Leugnung des arabischen Antisemitismus

In einem Kurzvideo gibt Al-Aswany seine Ansichten zum Antisemitismus wieder:

Da hatten wir [Ägypten] also unsere sehr, sehr große, positive Erfahrung mit Juden, mit Juden und unser Problem waren nicht die Juden. Das Problem war Israel, sehen Sie? Und es ist sehr gefährlich, diese beiden Konzepte zu verwechseln. Ich würde sagen, dass einige Leute in Israel sich sehr wohl dabei fühlen durcheinanderzubringen, die bieden Konzepte in dem Sinne zu mischen, dass, wer einer Politik Israels gegenüber kritisch ist, der dann entsprechend gegen die Juden ist und das ist furchtbar falsch, furchtbar falsch, sehen Sie, denn ich bin, das glaube ich, ich bin dem saudischen Regime gegenüber sehr kritisch eingestellt und ich glaube, dass das ein sehr schlimmes Regime ist, doch das bedeutet nicht, dass ich gegen alle Araber oder alle Muslime bin. Ich glaube also, dass wir niemals, niemals in der gesamten arabischen Geschichte wirklich ein Problem mit den Juden hatten oder sie diskriminierten.

Es gab niemals in der gesamten arabischen Geschichte Diskriminierung von Juden? Die Jewish Virtual Library erklärt, dass lange vor der Gründung des modernen israelischen Staates Juden dort diskriminiert wurden, wo sie Muslimen in einem Zustand des Dhimmitums unterworfen waren.

Er fährt fort:

Zu verschiedenen Zeiten waren Juden in muslimischen Ländern in der Lage in relativem Frieden zu leben und kulturell sowie wirtschaftlich Erfolg zu haben. Die Position der Juden war jedoch nie sicher und Veränderungen im politischen oder sozialen Klima führten oft zu Verfolgung, Gewalt und Tod. Juden wurden von ihren muslimischen Nachbarn allgemein mit Verachtung betrachtet; zur friedlichen Koexistenz zwischen den beiden Gruppen gehörte die Unterordnung und Erniedrigung der Juden.

Die JVL führt Beispiele der Gewalt gegen Juden im Verlauf der Jahrhunderte bis heute auf:

Die Lage der Juden in arabischen Ländern erreichte im 19. Jahrhundert einen Tiefpunkt. Juden im größten Teil Nordafrikas (einschließlich Algerien, Tunesien, Ägypten, Libyen und Marokko) wurden gezwungen in Ghettos zu leben. In Marokko, das die größte jüdische Gemeinde der Diaspora in der islamischen Welt hatte, mussten Juden barfuß gehen oder Schuhe aus Stroh tragen, wenn sie außerhalb des Ghettos waren. Selbst muslimische Kinder machten bei der Erniedrigung der Juden mit, indem sie Steine nach ihnen warfen oder sie auf andere Weise schikanierten. Die Regelmäßigkeit antijüdischer Gewalt nahm zu und viele Juden wurden aufgrund von Anklagen des Abfalls vom Glauben hingerichtet. Vorwürfe ritueller Morde gegen Juden wurden im ottomanischen Reich alltäglich.

Das war vor dem Massenexodus der Juden aus arabischen Ländern als Ergebnis gewalttätiger arabischer Reaktion auf die Gründung Israels 1948. Wenn, wie Al-Aswany behauptet, es möglich ist  zwischen Juden und Zionismus zu unterscheiden, dann ist die Reaktion seiner arabischen Brüder, die ihre jüdische Bevölkerung vertrieb, konkreter Beleg dafür, dass die arabische Welt nicht fähig war eine solche Unterscheidung zu treffen.

Alle Beweise deuten darauf hin, dass Al-Aswanys Sinnieren zu Antisemitismus unsinnig ist.

3. Unterstützung für den Boykott Israels

Im Oktober 2010 veröffentlichte die New York Times in ihrem Bereich Kunst Folgendes:

Alaa Al-Aswany, arabischsprachaiger Bestseller-Romanautor, hat Einspruch dagegen erhoben, dass einer seiner Romane ins Hebräische übersetzt wird. Er protestiert damit gegen normalisierte Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten, berichtete Agence France-Presse.

Al-Aswany sagte AFP:

Meine Haltung hat sich bezüglich der Normalisierung mit Israel nicht geändert. Ich lehne sie komplett ab.

* * *

Zu Al-Aswanys Verschwörungstheorien erklärt Eric Trager:

In den Vereinigten Staaten ist diese Art paranoide Zirkel-Argumentation auf Randblogs üblich. Es ist alternativ aber nicht die Art Analyse, die jemandem eine Kolumne in einer der führenden Zeitungen der Nation einbringt.

In der Tat. Warum hat sich dann die New York Times entschieden Alaa Al-Aswany mit einer eigenen Kolumne zu ehren? Sind alle neuen internationalen Kolumnisten der Zeitung gleich extrem?

HonestReportings Vorstandsvorsitzender Joe Hyams kommentiert:

Die New York Times hat in der Vergangenheit dem völkermörderischen Extremismus der Hamas-Führung eine Plattform geboten. Alaa al-Aswany mag zwar kein Terrorist sein, doch es ist ein beunruhigendes Zeichen der Richtung, die die Times eingeschlagen aht, dass jemand, der solch randständige Verschwörungstheorien verficht, einen bezahlte Position und eine Plattform zur Verbreitung dieser Ansichten gewährt bekommt. Die Times sollte ihre Haltung ernsthaft überdenken.