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Tempelberg-Einmaleins

25. November 2011

HonestReporting Media BackSpin, 25. November 2011

Wird wieder mal Zeit für Nachhilfe zum Thema.

Der Tempelberg – Stätte des ersten und zweiten jüdischen Tempels – ist der heiligste Ort für die Juden. Punkt.

Die Westmauer, eine um den Berg gebaute Stützmauer, ist die Stelle, die am nächsten zum Ort des Tempels liegt, der sich Juden nähern können, ohne folgende Themen anzuschneiden:

a) Fragen der Religion zu ritueller Reinheit oder
b) politische Themen, die mit der Teilhabe der Muslime an der Stätte zu tun haben.

Archäologen entdeckten in einem Ritualbad (hebräisch: Mikwe [bd]) unter dem Postament der Westmauer Münzen, die darauf hinweisen, dass die Mauer nicht von Herodes gebaut worden war, wie allgemein angenommen.

Also illustrierte die Daily Mail ihre Geschichte mit Bildern von Münzen und der Westmauer, aber in einer schludrigen und unstimmigen Darstellung beschrieb sie in zwei Bildunterschriften die Westmauer als „heiligste Stätte des Judentums“, während sie eben diese in einer dritten Bildunterschrift als „heiligste Gebetsstätte“ auswies. (Ich werde keinen Heckmeck zu einer Auseinandersetzung über die „heiligste Gebetsstätte“ anzetteln).

Im besten Fall handelt es sich hier um eine schlechte Aufbereitung von Informationen, die der palästinensischen Leugnung jüdischer Bindungen zum Tempelberg in die Karten spielen.



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P.S.: Dank an meinen Freund Heplev für die Mitarbeit!

Zusammenstöße auf dem Tempelberg: Zwei Medien-Mythen

26. Oktober 2009

HonestReporting Media Backspin, 26. Oktober 2009

Mythos: Der Rundgang Ariel Sharons verursachte die letzte Intifada, wie es die heutige Londoner Times nahe legt.

Fakt: Die Tour war ein Vorwand für einen gewalttätigen Aufstand, der im Vorhinein geplant wurde. Der Kommunikationsminister der PA, Imad Al-FAjuji, bestätigte das. MEMRI übersetzte Falujis Äußerungen, die er während eines Besuchs des Flüchtlingslagers Ain Al-Hilweh im Libanon tätigte:

Wer auch immer glaubt, dass die Intifada ausbrach, weil der verachtete Sharon die Al-Aqsa-Moschee besuchte, liegt falsch, selbst wenn dieser Besuch der Tropfen war, der für das palästinensische Volk das Fass zum Überlaufen brachte. Diese Intifada war im Vorhinein geplant worden, seit Präsident Arafats Rückkehr von den Verhandlungen in Camp David, wo er Präsident Clinton zeigte, wo es lang geht.

Mythos: Es ist überhaupt nicht klar, dass der Tempel am Ort des Tempelbergs stand. Wie der Daily Telegraph schreibt, handelt es sich um den Ort, wo „in der Antike zwei jüdische Tempel gebaut worden sein sollen“.

Fakt: Der Tempelberg ist der Ort, wo Salomon und Herodes jeweils den ersten und zweiten* Tempel bauten. Josephus gibt wieder, dass die Römer die Westmauer (eine Umfassungsmauer am Fuß des Tempelbergs) intakt ließen, damit zukünftige Generationen in der Lage sein würden zu sehen, wie beeindruckend geschützt der zweite Tempel war.

Die jüdischen Verbindungen zum Tempelberg auszulöschen ist politisch motivierter Geschichtsrevisionismus. Ein wütender Daniel Levin stellte vor kurzem heraus:

Der Oberste Gerichtshof Israels hat erklärt, dass die Waqf-Verwaltung die Archäologie-Gesetze in 35 Fällen verletzte, indem mehr als zwanzigtausend Tonnen archäologisch reichhaltigen Bodens entfernt und im angrenzenden Kidron-Tal ausgekippt wurden. Wegen der sensiblen internationalen Rechtsansichten zum Tempelberg können weder die UNESCO-Beamten noch israelische Archäologen eine archäologische Überwachung durchsetzen. Die Waqf reguliert sorgfältig den Zugang von Nichtmuslimen wie Manchu-Priester, die die Verbotene Stadt bewachen. Christen und Juden dürfen nur täglich vier Stunden hinauf und nicht muslimisches Gebet ist auf der heiligen Stätte verboten…

Traurigerweise besteht die Antwort der Medien auf diese Pandemie physischen Revisionismus auf dem Tempelberg in Schweigen. Das Komitee für das UNO-Welterbe hat die Waqf nicht unter Druck gesetzt die Überwachung des Baus von unterirdischen Moscheen unter dem Tempelberg zu verbieten.

Es ist keine Frage des Glaubens, dass zwei Tempel auf dem Tempelberg standen.

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* Anmerkung d.Ü.: Der zweite Tempel wurde nach dem Babylonischen Exil errichtet. Herodes der Große renovierte ihn und baute dabei die Umfassungsmauer für das Plateau, deren Reste wir heute als „Klagemauer“ besuchen können.