Posted tagged ‘Harrys Place’

The Guardian: Bekennender Israel-Hasser

12. Juni 2012

HonestReporting Media BackSpin, 12. Juni 2012

In Summe brachten die im Jahr 2011 im Guardian veröffentlichten Nachrichten und Kommentare der Zeitung den Dishonest Reporting Award ein. Das britische Blatt hat seinen Vorsprung für eine wiederholte Nominierung in diesem Jahr ausgebaut – und wir schreiben erst Juni.

Wie sehr doch der Guardian verkommen ist! Sein Live-Blog zu Gaza kommt mit einem Beitrag von Nader Elkhuzun daher. Problematisch ist nicht so sehr die im Post dargebrachte Huldigung für die Hamas (weil logisch und voraussehbar, [bd]), sondern die Akzeptanz des Blattes für einen Mann, der, wie bei Harry’s Place nachzulesen ist, offen dazu aufrief, „einen Zionisten zu ermorden“ und in poetischer Manier ein „Blutbad“ beschwor.

Elkhuzundar befindet sich beim Guardian in bester Gesellschaft. Das Gaza-Paket enthielt einen Gastkommentar von Ismail Hanija, dem Hamas-Platzhirsch in Gaza.

Das also sind die durchgeknallten Typen, denen der Guardian Legitimität verleiht, indem er ihnen eine Plattform gibt. All dies ist von enormer Bedeutung, weil der Guardian eine der meistgelesenen Online-Zeitungen weltweit ist und starken Einfluss auf die einflussreichste britische Intelligenz ausübt: Politiker, Journalisten und Akademiker.

Unschwer nachzuvollziehen, dass der Gaza-Live-Blog der sprichwörtlich überlaufende Tropfen ist, der die Haltung von Medien-Watchdogs gegenüber dem Guardian bestimmt. HonestReporting-Redakteur Simon Plosker äußerte in einem Gastbeitrag für Times of Israel ungewöhnlich scharfe Kritik an dem Blatt. Nachdem er ein Beispiel nach dem anderen angeführt hatte, zog Plosker folgendes Resümee:

Obwohl ich während meiner Arbeit für HonestReporting im Laufe der Jahre viele unangenehme Dinge in den Medien wahrnehmen musste, achtete ich immer darauf, auf Nummer Sicher zu gehen, bevor ich irgendwelche Medien als erklärte Feinde Israels kritisierte.

Der Guardian jedoch verdient, als moderne Ausgabe des „Der Stürmer“ bezeichnet zu werden.

Warum ist die britische Journalistengewerkschaft so sauer auf Beep?

23. August 2010

HonestReporting Media BackSpin, 23. August 2010

Warum verschickt die britische Journalistengewerkschaft Gift-und-Galle-E-mails wegen der BBC an ihre Mitglieder?

A) Gehalt und Rente

B) Gesundheitsfürsorgeleistungen

C) Sicherheit am Arbeitsplatz

D) Panoramas kürzlich gesendetem Beitrag über die Vorgänge auf der Mavi Marmara.

Raten Sie mal.

Antizionistische Lobby drängt Beep zu Artikelumschreibung

23. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 23. Dezember 2009

Harry’s Place kritisiert die BBC scharf dafür, dass sie sich zur Änderung dieser Geschichte einschüchtern ließ.

Sie wüssten es nicht, wenn Sie es jetzt lesen würden, aber die antisemitische Stimmung war schlimmer, als Beeb das nun glauben machen will. Jonathan Hoffman bloggte die Erklärung der BBC. Das Video für die Hintergrundinformation steuerte Pesach Benson (HR) bei.

Nach der Veröffentlichung stellte sich schnell heraus, dass mehr hinter dem Treffen steckte als das, was das Video und Herr Hoffmans Anschuldigungen hergeben. Als das offenkundig wurde, berichtigte man die Story, um die unterschiedlichen Standpunkte derjenigen zu reflektieren, die an dem Treffen teilgenommen haben.

Schade, dass die ursprüngliche Geschichte nicht mehr Standpunkte wiedergibt und der betreffende Journalist nicht darauf aufmerksam gemacht worden ist, sich in Zukunft entsprechend sorgfältig zu verhalten.

Glauben Sie wirklich, dass Peter Oborne, der HonestReporting beschuldigt hatte, die BBC einzuschüchtern, hier Nachforschungen angestellt hätte?

Guardian: Nur ein Formfehler?

23. August 2009

HonestReporting Media BackSpin, 23. August 2009

Der Guardian reagierte auf HonestReportings letztes Kommuniqué und berichtigte Slavoj Zizeks Kommentar, der einige hässliche Vergleiche zwischen Israel und Nazi-Deutschland enthielt. Eine Fußnote am Seitenende weist nun darauf hin:

Dieser Artikel wurde am 20. August 2009 berichtigt. Die Online-Version verwendete ursprünglich „palästinenserfrei“, während die Druckversion “ Palestinian-free“ verwendete. Diese Korrektur sollte in die Online-Ausgabe übernommen werden, was hiermit geschehen ist.

Eine akzeptierte Änderung, auch wenn sie nur sehr geringfügiger Natur ist. Wie Harry’s Place richtig herausstellt, ist der Absatz, in dem die Formulierung „palästinenserfrei“ auftauchte, schon verleumderisch genug. Hier Zizek im Original:

Palästinenser verwenden häufig das problematische Klischee vom Gazastreifen als „größtem Konzentrationslager der Welt“. Im letzten Jahr jedoch kam diese Einschätzung der Wahrheit gefährlich nahe. Dies ist die grundlegende Wirklichkeit, die alle abstrakten „Gebete für Frieden“ obszön und heuchlerisch erscheinen lässt. Der Staat Israel ist offensichtlich an einem langsamen, unsichtbaren Prozess beteiligt, ignoriert von den Medien; eines Tages wird die Welt aufwachen und feststellen, dass es keine palästinensische West Bank mehr gibt, dass das Land palästinenserfrei ist und wir diesen Fakt anerkennen müssen. Die geografische Karte der palästinensischen West Bank sieht jetzt schon aus wie ein zersplitterter Archipel.

Worauf Harry’s Place Bezug nimmt:

Zizek zufolge befindet sich das „problematische Klischee“ der Palästinenser in Gaza, „dem größten Konzentrationslager in der Welt, gefährlich nahe an der Wahrheit“. Israel, so wird vorausgesetzt, wird zum neuen Nazi-Deutschland, und die Palästinenser werden zu den neuen Juden. Außerdem ist diese moralische und historische Perversion der Holocaustsymbolik nicht mehr als ein „problematisches Klischee“, das nun langsam Wirklichkeit wird….

Es gibt weit mehr als nur ein „problematisches Klischee“ in Zizeks Artikel und seiner Veröffentlichung durch Guardian und Comment is Free. Um einen der ungeheuerlichsten Teile darin hat man sich zu spät gekümmert, aber mit wie vielen weiteren „problematische Klischees“ aus seinem Saustall wird uns der Guardian weiterhin bewerfen?

Weltgrößtes Gefängnis

23. Juni 2009

HonestReporting Media BackSpin, 23. Juni 2009

Reporter ohne Grenzen (via Harry’s Place) nennt Iran das „weltgrößte Gefängnis für Journalisten.“

Der Iran ist das gleiche Land, das Lauren Booth auf seiner Gehaltsliste hat, eine Journalistin, die weiterhin behauptet, dass Gaza das weltgrößte  Gefängnis sei. Zweifelhaften Ruhm erlangte Booth, als sie im letzten Jahr zum Gazastreifen segelte und in eitler Manier ihre Anschuldigungen zu beweisen versuchte. Dieser so genannte „Journalismus“ brachte ihr durch HonestReporting eine Auszeichnung als unehrlichste Reporterin 2008 ein.

Mir ist noch nicht aufgefallen, dass sie die Freiheitsbewegung im Iran anführt oder unterstützt.

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UCU bringt Harrys Place zum Schweigen

27. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 27. August 2008

Soeben erfahren: Harry’s Place ist nicht mehr online. Engage teilt mit, dass Harry’s Place mit Jenna Delich, Dozentin am Sheffield College, und der britischen UCU (University and College Union [Gewerkschaft]) aneinander geraten ist. Die UCU vertritt Hochschuldozenten, davon einige, die viel Wind machten, als sie in der Vergangenheit zum Boykott israelischer Wissenschaftler aufgerufen hatten.

Harry’s Place veröffentlichte kürzlich, dass Delich – die weiterhin diesen Boykott fordert – auf der UCU-Aktivistenseite einen Link zu David Dukes Webseite setzte. (Hier kein Link. Duke verdient nicht, dass Backspin ihm auch noch Klicks beschert). Engage gibt Auskunft:

Jenna Delichs E-Mails auf der Aktivistenliste waren schon zweimal Gegenstand formeller Beschwerden bei der Gewerkschaft. Ein UCU-Verfahren urteilte, dass die Beweise nicht überzeugend genug gewesen wären. Und nun bringt die UCU Links auf David Dukes Webseite im Namen von Delich in Umlauf.

Engage führt weiter aus, wie der Blog kalt gestellt wurde:

Dies folgt dem von der UCU in Umlauf gebrachten Anraten auf der Aktivistenliste von Mike Cushman, einem offiziellen Initiator des Boykottaufrufs (BRICUP) innerhalb der Gewerkschaft. Er erzählte Jenna Delich von seinem Verdacht, Harry’s Place hätte sie „möglicherweise verleumdet“, und riet ihr, „den Provider von hurryupharry zu kontaktieren”. Man kann sich unschwer vorstellen, dass er auf diese Weise Harry’s Place mundtot machen wollte.

Dank RSS Feeds war Amused Cynicism in der Lage, Harrys letzten Beitrag einzustellen.

Mehr zum Background der UCU-Kontroverse kann man in der Jerusalem Post nachlesen.

Ich bin zuversichtlich, dass Harry’s Place bald wieder online ist. Die moralische Verblendung der UCU wird nur für sie selbst zu einer unangenehmen Angelegenheit, weil jetzt die jüdischen Studenten näher zusammenrücken. So viel nur zu dem Gerücht, dass pro-israelische Gruppen abweichende Meinungen zum Schweigen bringen.

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Gib Al-Jazeera die Schuld

7. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 7. Juli 2008

Warum droht die Gruppe British Muslim Initiative mit rechtlichen Schritten gegen Harrys Place?

Und warum nur hat Al-Jazeera seine Übersetzung der Bemerkungen eines Hamas-Bevollmächtigten mitten während der Kontroverse verändert?

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