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Gilad Shalit: Sky News schreibt Geschichte um

12. Oktober 2011

HonestReporting Media BackSpin, 12. Oktober 2011

Wenige Stunden nach der dramatischen Ankündigung, dass ein Gefangenentausch ausgehandelt worden war, um Gilad Shalit nach Hause zu bringen, ist es noch zu früh, sich ein Urteil über die Berichterstattung in den Medien zu machen.

Die Fakten und Geschichten hinter jeder Berichterstattung sind wichtig – und vor allem dann, wenn es um alle Aspekte des Nahostkonfliktes geht. Fünf Jahre nach Shalits Entführung sieht es wohl so aus, dass einige Journalisten vergessen haben, was genau im Juni 2006 passiert war.

Sky News schreibt:

Israel und die Hamas haben einen Deal vereinbart, der die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit ermöglicht – fünf Jahre, nachdem er in Gaza gefangen genommen wurde.

Shalit befand sich nicht in Gaza, wo seit dem israelischen Abzug im August 2005 keine Israelis mehr wohnten. Er wurde auf israelischem Hoheitsgebiet entführt, nachdem palästinensische Terroristen einen Tunnel zum israelischen Territorium gegraben und dort einen Armeeposten angegriffen hatten.

Auch wenn einige sagen, dass es hier um einen vernachlässigbaren Aspekt ginge, handelt es sich bei dieser Ungenauigkeit nicht einfach nur um schlechten Journalismus.

Hier geht es um einen weiteren Versuch, Geschichte umzuschreiben, der es für die Feinde Israels leichter macht, Shalits Entführung und 5 Jahre in Gefangenschaft der Hamas zu rechtfertigen.


UPDATE


Anerkennung an Sky News nicht nur für die Berichtigung der Geschichte, sondern auch für die Hinzufügung einer Grafik sowie Folgendes:

Stabsunteroffizier Shalit (25), wurde im Juni 2006 nahe Kerem Shalom in Israel entführt und offensichtlich seit diesem Zeitpunkt in Gaza gefangen gehalten.

Der Artikel spricht jedoch nicht alle Details des gewaltsamen Zwischenfalls an, die Shalits Entführung ursächlich vorausgingen: der springende Punkt ist, dass es Hamas-Terroristen waren, die den Anschlag mit dem Ziel planten, einen israelischen Soldaten zu entführen.

Guardian-Korrespondentin hat weiterhin keinen blassen Schimmer

24. August 2011

HonestReporting Media BackSpin, 24. August 2011

Harriet Sherwood (The Guardian) demonstriert weiterhin ihre krasse Unkenntnis über die Region, aus der sie berichten soll. Im Mai erwischten wir sie dabei, wie sie fälschlicherweise die Knesset und andere staatliche Einrichtungen auf palästinensischem Boden verortete.

Zuvor schon war Sherwood von HonestReporting kritisiert worden, weil sie auf die Westmauer als heiligste Stätte des Judentums verwiesen hatte und gleichzeitig das palästinensische Narrativ hinausposaunte, der Tempelberg wäre hauptsächlich ein heiliger Ort für die Muslime.

Und dies trotz der unwiderlegbaren Tatsache, dass der Tempelberg die heiligste Stätte des Judentums ist.

Offenbar hat Sherwood aus ihren Fehlern nicht gelernt. In einem Artikel über Veranstaltungen des US-Moderators Glenn Beck in Jerusalem schreibt Sherwood:

Um seiner Botschaft mehr Nachdruck zu verleihen wird die Kundgebung im Schatten der Altstadt stattfinden nahe der Westmauer, dem heiligsten Ort im Judentum, und dem Haram al-Sharif, von Juden auch als Tempelberg bezeichnet, der von den Muslimen verehrt wird.

Wir sprechen den Muslimen nicht die Beziehung zu ihren heiligen Stätten ab. Sherwood verdreht aber nicht nur die Fakten, sondern geht mit einem falschen historischen Narrativ hausieren, das die jüdischen Wurzeln in Jerusalem abstreitet und delegitimiert.

Studieren Sie hier unsere vorangegangene Aufdeckung von Sherwoods unwahrer Darstellung und warum im Judentum der Tempelberg als heiligster Ort gilt.