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Fauxtography-Files: Mainstream-Medien schreien Foul

21. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 21. Juli 2010

Anfang dieser Woche wurden zwei palästinensische Fotografen durch die IDF verwundet: die Foreign Press Association (im Folgenden mit ihrem Kürzel FPA genannt) griff den Zwischenfall auf, um über das Wesen freier Berichterstattung zu sinnieren.

Jetzt postete ein anderer Auslandsfotograf dieses Video zum Thema. Es belegt, dass Fauxtography weiterhin fröhliche Urständ feiert.

Einiges an diesem Video beschäftigt mich doch ziemlich.

Fil Kalers, britischer Fotoreporter, der dieses Video drehte, ist weithin als Sympathisant der palästinensischen Sache bekannt. Hier einige Arbeitsproben. Allein dies wirft schon etliche Fragen bezüglich der Objektivität seines Videos auf.

Überrascht es Sie, dass ein Fotograf wie er den Vorzug für arrangierte Fotos bekam? Für mich sieht es so aus, als ob hier mehr Fotografen als Demonstranten mit ehrlichem Glauben beteiligt sind, selbst wenn man Kinder als legitime Protestler miteinbezieht.

Dieses Video widerspricht den Fotos, die von den Nachrichtenagenturen verbreitet wurden. Es zeigt offensichtlich Fotografen, die sich klar vor den Augen der Soldaten bewegen, und es widerlegt den FPA-Vorwurf, Soldaten hätten „auf das Gesicht eines klar erkenntlichen Pressefotografen eingeschlagen, der für eine akkreditierte und bekannte Nachrichtenagentur arbeitet“.

Die einzigen verletzten Fotografen konnte ich wahrnehmen bei Videoposition (2:15); sitzend fotografierend mit einem verwundeten rechten Bein, und einen anderen bei (3:15), von dem ich annehme, dass er durch eine Blendgranate einen Schock erlitten hatte.

Alles andere macht deutlich, dass jeder Fotograf, der angeblich vor den Augen seiner Kollegen ins Gesicht geschlagen worden sein könnte, als Star der israelischen Pressezensur durchgegangen wäre.

So sehen eben die Risiken aus, derer sich Journalisten stolz rühmen, wenn sie sich im Kampfgebiet befinden. Schließlich FPA’s Stellungnahme zu israelischen Pressebeschränkungen bezüglich Gaza, als die Operation Gegossenes Blei anlief:

Die Behauptung, dies geschehe „im Interesse unserer Sicherheit“, ist offensichtlich lächerlich.

(Richtig, die FPA-Behauptung; [Bernd D.] war lächerlich. Reporter sind erwachsene Menschen. Den wahren Grund für die Medienbeschränkungen können Sie hier noch einmal nachlesen).

Auf welche Bilder sind die Nachrichtenagenturen also erpicht? Bilder wie 1, 2, 3 und 4. Sie unterschlagen die Rolle der Kinder, einer minimalen Zahl wirklicher Demonstranten. Die Hälfte der Fotos hebt die Opferrolle armer Journalisten hervor, die meine Sympathie nach Studium des Videos verloren haben.

Der beste Moment im Film wurde in keiner der von mir beobachteten Berichterstattungen aufgegriffen. Bei (4:00) fragt ein Soldat einen der Demonstranten, warum er Kinder für seinen Protest mitschleppe.

Wenn doch nur die Mainstream-Medien so eine Frage stellen würden!

Dazu passend: Und Sie dachten, diese Vuvuzelas wären nervig

MSM um Israels Image besorgt

27. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 27. November 2008

Seit wann machen sich die Medien Sorgen um Israels Image in der Welt? In seinem Bericht über die juristischen Anstrengungen der MSM, in den Gazastreifen zu kommen, schreibt McClatchy News– Korrespondent Dion Nissenbaum:

Diese Woche, nachdem er ein Protestschreiben eingereicht hatten, brachte der Auslandspresseverband (FPA; dem McClatchy Newspapers auch angehört) die Angelegenheit vor Israels Obersten Gerichtshof und forderte die Richter auf, die Sperre zu kippen.

“Dieser Stromausfall im Gazastreifen schadet Israels Image in den Augen der Weltöffentlichkeit“, begründet FPA die Petition.

Soccer Dads Reaktion trifft den Nagel auf dem Kopf:

Ich verstehe, dass es für Israel Gründe gibt, den Gazastreifen für Reporter zu öffnen, aber diese falsche Sorge einer Nachrichtenagentur um Israels Image wirkt auf mich wie grenzenlose Heuchelei.

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