Posted tagged ‘Folter’

Abu Ghraib: Kanadischer Radiosender will Israel mit reinziehen

28. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 28. Januar 2010

Ein Montrealer Radioprogramm schenkt bizarren Anschuldungen Glauben, dass Israel an Menschenrechtsverletzungen im Iraker Gefängnis Abu Ghraib beteiligt gewesen sein soll.

Alles dazu im neuen Kommuniqué von HonestReporting Canada: Montreal Radio Blames Israel for Abu Ghraib

Eiertanz-Berichterstattung über palästinensische Gefängnisse

6. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 6 Januar 2010

Gestern veröffentlichte AP eine vielversprechende Story, in der berichtet wird, dass in den Knästen der West Bank weit weniger gefoltert werde als bisher.

Heute nahm Khaled Abu Toameh (Jerusalem Post) Kontakt mit Hamas-Figuren in der West Bank auf, die ihm erzählten, dass die PA unvermindert Gefängnisinsassen weiterfoltern ließe.

Ich leide wegen gefolterter Hamas-Terroristen oder deren Sympathisanten nicht an Schlafstörungen. Aber in diesem Fall bin ich geneigt, der Hamas zu glauben. Ein bestimmter JPost-Schnipsel gab den Ausschlag:

Anfang dieser Woche organisierte die PA eine Besichtigungstour für Reporter in einem ihrer Gefängnisse in Nablus, wo Hamas-Inhaftierte zitiert werden, dass keine Folterung mehr stattfinde.

Wenn es zu Besichtigungstouren in palästinensischen Gefängnissen kommt, zahlt es sich aus, sehr, sehr skeptisch zu sein.

Hier nur ein Beispiel: 2008 wollte die PA Gerüchten entgegenwirken, dass zwei Terroristen, die zwei israelischer Wanderer ermordet hatten, aus einem Hebroner Gefängnis entwichen wären. Also interviewte ein israelisches Fernsehteam auf Einladung der PA Ali Dandanes und Amar Taha hinter Gittern.

Aber YNet News berichtete am Tag danach, dass den beiden Freigang gewährt worden war und sie fürs Interview in den Knast gebeten wurden, als die PA die Fluchtgerüchte nicht mehr unterdrücken konnte.

Dazu passend: Reuters Gefängnisposse.

Medienschikane einmal anders

1. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 1. Juli 2009

Der palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh fragt sich, warum die Mainstream-Medien nicht daran interessiert sind, über Unterdrückung und Folter von Kollegen zu berichten, wenn die Täter Funktionäre der Palästinensischen Autonomiebehörde sind.

Im Juni wurde ein Team von Al-Jazeera, das über Tod eines Palästinensers berichten wollte, der augenscheinlich gefoltert worden war, an einem PA-Checkpoint aufgehalten, das Videoband wurde konfisziert und gelöscht. Toameh sagt, warum Sie davon keine Kenntnis erhielten:

Man kann sich gut vorstellen, wie die Reaktion der internationalen Medien ausgefallen wäre, wenn die TV-Crew von israelischen Sicherheitskräften festgehalten worden wäre. Antiisraelische Gruppen und Personen hätten den Vorfall als weiteren Beleg für die „brutalen Methoden der Besatzer“ gegen die Freiheit der Medien gewertet….

Doch ziehen es Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, die in Israel und in den PA-Gebieten arbeiten, entweder vor, die Geschichte zu ignorieren oder sie haben nie davon gehört, weil sie keinen antiisraelischen Bezug aufweist.

Man kann sich auch gut vorstellen, wie die Medien und Menschenrechtsorganisationen reagiert hätten, wenn ein Palästinenser in einem israelischen Gefängnis nach angeblicher Folter gestorben wäre.

Wenigstens verurteilten Reporter ohne Grenzen den Vorfall.

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Foltermethoden der Hamas genauer beleuchtet

15. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 15. März 2009

Kompliment an Reporter Jason Koutsoukis vom Sydney Morning Herald, der den Fall des Fatah-Unterstützers Hamza Als-Shoubaki unter die Lupe nahm:

Vor drei Wochen wurde Hamzas gemarterter Körper aufgebahrt im Shifa-Krankenhaus von Gaza gefunden – mit zwei Einschüssen im Kopf. Nach Art der Zweige und Blätter zu schließen, die an Hamzas Hose und an der Innenseite der Jacke gefunden wurden, geht seine Familie davon aus, dass er in einem Zitrushain irgendwo außerhalb von Gaza Stadt ermordet worden war.

Ohne Gerichtsverhandlung und ohne Anklageverfahren hingerichtet, war Hamza beschuldigt worden, mit der PA-Regierung des Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas, dessen Fatah die Kontrolle in der Westbank hat, zusammengearbeitet zu haben.

Als entschiedener Unterstützer der Fatah war Hamza fast täglich in Telefonkontakt mit seinem Bruder, einem hochrangigen Beamten in der Regierung der PA in Ramallah. Sein Schicksal ist ein abschreckendes Beispiel für den Terror, dem politische Abweichler ausgesetzt sind, die unter dem Hamas-Regime leben [müssen], das in Gaza seit Mai 2007 herrscht.

Umso bewundernswerter, dass Shoubakis Familie mutig dem Reporter über die Geschichte berichtete. Lesen Sie bitte den vollständigen Beitrag.

Dazu passend: Unser Sohn ist unschuldig [In Englisch].

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NGO: Foltervorwürfe gegen Hamas und Fatah bekräftigt

30. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 30. Juli 2008

Nachtrag zu Montag:

Zwei NGO-Berichte über Folterungen palästinensischer Häftlinge durch Hamas und Fatah sind nun online.

Sehen Sie bei Human Rights Watch und Al Haq nach.

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