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B’Tselem nimmt Kriegsverbrechensvorwürfe zurück

2. August 2009

HonestReporting Media BackSpin, 2. August 2009

Fünf Jahre ist es her, seit ein Luftangriff der IDF auf einen Fußballplatz in Gaza Proteststürme bei der FIFA und Kriegsverbrechensvorwürfe durch B’Tselem auslöste.

Warum der Angriff? Der Platz wurde von der Hamas als Ausbildungslager genutzt, wie die Hamas selbst bestätigte. Aber erst jetzt nimmt B’Tselem seine Vorwürfe gegen Israel zurück. Arutz-7 berichtet:

Die erste Version der B’Tselem-Geschichte lautet, dass die IDF am 7. September 2004 bei einem Luftangriff 14 („nicht an Kampfhandlungen beteiligte“) palästinensische Araber aus der PA getötet habe. Angeblich wurden arabische Zivilisten getötet, während sie harmlosen kulturellen Tätigkeiten nachgingen. Die Namen der Getöteten fanden Eingang in B’Tselems Dankenbank, in der Araber aufgelistet werden, die von der IDF getötet wurden.

Nun, fast fünf Jahre später, berichtet B’Tselem, dass die Araber „an Kampfhandlungen beteiligt waren“ teilnahmen und in einem „Hamas-Ausbildungslager stationiert waren.“

Dahoah-Halevy merkt an, dass noch am selben Tag des Angriffs die Hamas selbst eine offizielle Verlautbarung herausgab, in der sie angab, dass das bombardierte Ziel ein Ausbildungslager war und die 14 getöteten Araber Mitglieder der Al-Kassam-Brigade der Hamas waren.

Andererseits hat B’Tselem keine offizielle Entschuldigung veröffentlicht oder erklärt, warum die Organisation fast fünf Jahre brauchte, um die Geschichte zu korrigieren.

Ein weiterer Makel, den NGO-Monitor als Halo-Effekt bezeichnet:

Der Beweis zeigt, dass viele Journalisten NGO-Berichte ohne Prüfung der Fakten nachdrucken. Dieses Phänomen ist als „Halo-Effekt“ bekannt und verletzt sowohl das Prinzip der journalistischen Ethik, die Skepsis und unabhängige Überprüfung erforderlicht macht, als auch die Norm, wenn man sich auf andere Quellen und regierungsamtliche Stellungnahmen bezieht. Aber wenn „hochgeschätzte Menschenrechtsorganisationen“ wie Amnesty International oder Human Rights Watch (HRW) eine Erklärung abgeben, neigen Journalisten dazu, Verfälschungen zu ignorieren und sie als Tatsache nachzuplappern.

Eine neue Harvard-Studie zur Berichterstattung im Libanonkrieg 2006 zeigt, dass die meisten Medien weltweit fortfuhren, die Behauptungen HRW’s zu Qana zitieren, selbst nachdem HRW gezwungen worden war, ihre Irrtümer einzugestehen. Es gibt zuhauf weitere Beispiele, nicht nur mit Bezug auf Israel, wie z.B. Kolumbien, Irak oder wo auch immer NGO’s auf „Augenzeugen“ vertrauen und über keine unabhängigen Kapazitäten verfügen.