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Theorie von der weltweiten Verschwörung der Zionisten bröckelt

15. November 2011

HonestReporting Media BackSpin, 15. November 2011

Einen schweren Dämpfer erhielt die Theorie von der zionistischen Verschwörung, als Syrien die Arabische Liga zum Werkzeug eben dieser Theorie erklärte. Zur Schadensbegrenzung ließ ich meine Beziehungen zu ein paar Mitverschwörern in der Times of London mit diesem Leitartikel spielen:

Die syrische Antwort war fast schon von geistiger Umnachtung geprägt angesichts der Tatsache, dass die staatliche Nachrichtenagentur umgehend die Liga als „zionistisches Werkzeug“ verurteilte. Mitgliedsstaaten wie Ägypten, Saudi Arabien und die Palästinensische Autonomiebehörde wurden alles Mögliche geheißen, aber kaum dies.

Und die Theorie von der zionistischen Medienverschwörung musste einen weiteren Schlag hinnehmen: Jordanier, die sich mit Syrien solidarisierten, veranstalteten eine Sitzblockade in den Büros von Al Jazeera and Al Arabiya (via Elder of Ziyon)

….um ihrer Verurteilung der irreführenden Kampagne dieser gegen Syrien berichtenden Fernsehsender Ausdruck zu verleihen, die sich zum Ziel gesetzt hatten, im Auftrag der USA eine zionistische Verschwörung gegen die arabische Nation anzuzetteln.

Die Theorie von der weltweiten Verschwörung der Zionisten schwächelt zurzeit ziemlich. Jeder, der die Arabischen Liga lobt, ist automatisch ein Speichellecker Israels.

Ich bin mir nicht sicher, ob irgendwelche Unterstützungsformeln der Mainstream-Medien  für die Arabische Liga unabhängige, rationale Gedanken oder schlicht Anstachelung seitens anderer israelischer Tentakel repräsentieren. Hier aber ein Gruß zu den neuesten und imaginären Mitverschwörern: The Australian, David Ignatius, und Robert Fisk*.

(Bild via Flickr/jaynemoo)

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*Info (Anmerkung von mir [bd]): Robert Fisk ist seit Jahren einer der profiliertesten Tatsachenverdreher zu Berichten über Israel/Nahost.

Mittlerweile hat sich im englischsprachigen Journalismus das Verb „fisken“ etabliert, was so viel bedeutet wie „fälschen, tricksen“.

Medien-Spickzettel 7. November 2011

7. November 2011

HonestReporting Media BackSpin, 7. November 2011

Alles, was Sie zur Medienberichterstattung über Israel wissen sollten.

Zur Dringlichkeit des iranischen Nuklearprogramms

Bis der IAEA-Bericht im Laufe dieser Woche veröffentlicht wird können wir nur Fragen stellen.

Dan Williams (Reuters) fragt: Hat der Iran den Begin-Doktrin ein Ende gesetzt?

• Amir Taheri fragt: Könnte den Mullahs zurzeit ein Angriff sogar gelegen kommen?

• Tim Marshall (Sky News) fragt: Irans Bombe: zu 90% fertig?

• Uzi Rubin fragt: Stellt die Shahab-3 Rakete wirklich einen Grund zur Besorgnis dar?

• Lesen Sie in der Washington Post über  die Helfershelfer beim iranischen Nuklearprogramm

AP: Die Staaten am Persischen Golf stimmen Israels Warnungen insgeheim zu.

Das Russell-Tribunal zu Palästina

• Das südafrikanische Schablonendenken ist gesund und munter wie eh und je, was sich daran zeigt, wie die Personen, die im selbstgerechten Russell Tribunal aktiv sind, nun auf Richter Richard Goldstone einprügeln. Er hatte die Stirn zu sagen, dass es in Israel keine Apartheid gibt. (Hat tip: Elder of Ziyon).

• Die Durban Daily News Features lässt zum Thema Russell Tribunal David Saks und Nurit Peled-Elhanan in ihren jeweiligen Gastbeiträgen gegeneinander antreten.

Weitere Beiträge bitte hier lesen. [In Englisch]

Vogue, arabische Lobby und Medienmanipulation

8. August 2011

HonestReporting Media BackSpin, 8. August 2011

Vogues kriecherische Reinwaschung Bashar Assads im vergangenen März war so peinlich, dass die Modezeitschrift den Artikel löschte.

Aber es kommt noch schlimmer. Es stellte sich heraus, dass das Porträt von Brown Lloyd James entworfen worden war, einer auf Syriens Gehaltsliste stehender PR-Agentur. The Hill (via Elder of Ziyon) schreibt:

Im November 2010 schloss Brown Lloyd James (BLJ) mit dem Präsidenten der Arabischen Republik Syrien einen mit 5.000 Dollar monatlich dotierten Vertrag ab, in dem festgelegt wurde, dass das Hochglanzmagazin mit Interviews und Fotos für ein leuchtendes Porträt der Assad-Familie sorgen sollte…..

Die Agentur „stellte den Kontakt zwischen dem Büro der First Lady und der Vogue-Redaktion zwecks Terminierung von Interviews und Foto-Shootings her“, so die Aufzeichnungen des Justizministeriums. Brown Lloyd James vereinbarte zudem eine Verlängerung des Vertrages für weitere  25.000 Dollar, habe aber nach Auskunft der Agentur nun seine Arbeit für Syrien.

Wir freuen uns auf eine dauerhafte und für beide Seiten vorteilhafte Beziehung“, schrieb die Agentur damals in ihren Vertrag mit der syrischen Regierung….

Hier zum Beispiel ein von Brown Lloyd James aufgenommenes Foto der syrischen First Family.


Assads Taten zählen mehr als seine warmen und kuscheligen Foto-Shootings. Eine Schlagzeilen/Bildunterschrift-Kombination in der gestrigen Ausgabe der Sunday Times (Paywall: Kostenpflichtige Registrierung fürs Archiv notwendig [bd]) legt die Barbarei in Syrien offen:

Babies werden getötet als Assads Panzer die Stadt erwürgen

Unter den bisher etwa 400 Todesopfern der Niederschlagung des Aufstandes in Hama zählen Säuglinge in ihren Brutkästen

Brown Lloyd James besaß auch einen Vertrag mit Libyen in Höhe von 1,2 Millionen Dollar. Dazu Mark Borkowski: Zur selben Zeit, als blutrünstige Tyrannen wie Assad und Gaddafi bereit waren, eimerweise Geld für PR auszugeben, waren die Regimes schon so radioaktiv verseucht, dass keine Agentur mehr für sie arbeiten konnte, ohne selbst Teil der Geschichte zu werden.

Seltsam, aber ich sehe nirgends Sympathisanten Walt und Mearsheimers, die lautstark die arabische Lobby und deren Medienverschwörungen anprangern.

Wer zum Kuckuck besitzt das Mandat für eine Wiederansiedlung der Flüchtlinge? (Teil 2)

19. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 19. November 2010

Elder of Ziyons Video geht das Thema ähnlich an wie ich, als ich fragte: Wer zum Kuckuck besitzt das Mandat für eine Wiederansiedlung der Flüchtlinge?

Ich wage die Behauptung, dass die palästinensischen Flüchtlinge von Israel besser behandelt werden als von Fatah, Hamas, den benachbarten arabischen Staaten und der UNO….

Hamas-Eingeständnis zu Verlusten im Gazakrieg

2. November 2010

HonestReporting Media BackSpin, 2. November 2010

Die Hamas räumte ein, dass 200-300 ihrer Kämpfer während der Operation Gegossenes Blei getötet wurden. Dazu Haaretz:

Hamas-Innenminister Fathi Hamad, der einem Interview in der arabischsprachigen Londoner Zeitung Al-Hayat zufolge richtig zitiert wurde, sagte, dass die so genannten „Polizeikräfte“, die während des ersten Tages der Militäraktion getötet worden waren, in Wirklichkeit Hamas-Kämpfer waren und weitere 150 „Sicherheitskräfte“ ums Leben kamen.

Das ist bemerkenswert, weil während und nach dem Krieg die Hamas die Zahl der Getöteten inflationär hochgetrieben und den Unterschied zwischen zivilen und „militärischen“ Todesopfern verwischt hatte. Und Anfang dieses Jahres erklärte der Sprecher des Hamas-Innenministeriums, Ehab al-Ghossain, dem Time-Magazin gegenüber, dass es keine Unterscheidung zwischen „Zivilpolizei“ und dem „Widerstand“ gebe.

Viele Blogger – Elder of Ziyon detaillierter als sonst irgendjemand – verwarfen den Goldstone-Report der UNO über tote Hamas-Kämpfer als ebenso unangemessen dargestellt wie die Angaben über getötete Zivilisten.

Was die Presse betrifft, wird zunehmend deutlich, dass das einzig Unverhältnismäßige in diesem Krieg die Schlagzeilen waren.

***
UPDATE:
Ich sehe eben, dass die Jerusalem Post eine deutlichere Aufschlüsselung der Hamas-Verluste anführt, wie von Hamad selbst angegeben:

Indem er die Zahlen der im Krieg Getöteten ansprach, bestätigte Hamad erstmals enorme Verluste des militärischen Flügels der Hamas. Er sagte: „Am ersten Tag des Krieges nahm Israel Polizeireviere ins Visier und 250 Märtyrer der Hamas und angeschlossener Gruppen kamen um.“ Er fügte hinzu, dass „[außerdem] etwa 200 bis 300 Leute der Kassam-Brigaden und 150 Sicherheitskräfte getötet“ wurden.

Fazit: 250 Hamasniks starben am ersten Tag, gefolgt von 200-300 der Kassam-Brigaden, dazu 150 Sicherheitskräfte, also insgesamt 600-700. Das stimmt in ganzer Linie mit den Angaben der IDF überein.

Nachrichtenagenturen: Das Beste vom Besten

3. Juli 2010

HonestReporting Media BackSpin, 3. Juli 2010

Elder of Ziyon mit einem Faible für den Vergleich von Reuters– mit Getty-Fotos sowie deren Untertitelungen, aufgenommen beim Begräbnis von Bassam Badwan. Wir fügen ein Beispiel von AP hinzu, weil das auch nicht besser ist als jenes von Reuters.

Associated Press:

Palästinensische Trauernde tragen den Leichnam Bassam Badwans, eines Militanten der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), anlässlich seines Begräbnisses aus seinem Elternhaus in Gaza-Stadt, Dienstag, den 29. Juni 2010. Badwan wurde am Montag bei einem israelischen Luftangriff auf Gaza getötet. (AP/Khalil Hamra)

Reuters:

Palästinenser tragen den Leichnam des Militanten Bassam Badwan anlässlich seines Begräbnisses in der Gaza-Stadt, 29. Juni 2010. Ein israelischer Luftangriff auf den Gazastreifen am Montag tötete mindestens einen palästinensischen Militanten (Badwan) und verwundete zwei weitere Menschen, so die Sanitäter. Eine israelische Armeesprecherin sagte, dass ein Militärflugzeug „auf einen Palästinenser feuerte, der Soldaten mit einer Panzerfaust beschossen“ hatte, die in Israel einschlug. (REUTERS/Mohammed Salem)

AFP/Getty Images, die den wichtigeren Kontext ausließ.

Pressefotografen mischen sich unter palästinensische Trauernde, die den Leichnam des Militanten Bassam Badwan von der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) anlässlich seiner Beerdingung in Gaza-Stadt am 29. Juni 2010 tragen, nachdem er von israelischen Soldaten erschossen worden war. (SAID KHATIB/AFP/Getty Images)

Es sieht ganz danach aus, als seien mehr Fotografen als Trauernde zugegen: Elder of Ziyon fügt hinzu, dass einige der ausgestreckten Arme von den Journalisten zu stammen scheinen!

Medienverteter der Hisbollah zu Gast bei World Editors Forum

16. April 2010

HonestReporting Media BackSpin, 16. April 2010

Zur diesmal (wie immer alljährlich) im Juni stattfindenden Versammlung des World Editors Forum ([kurz: WEF]; Hattip: Elder of Ziyon, via Forbes Biz Blog) gehört auch ein Mittagessen mit Hassan Fadlallah. Der Beiruter Parlamentsabgeordnete steht nicht nur dem Medienausschuss der Volksvertretung vor, sondern ist auch Nachrichtenchef beim Hisbollah-Sender Al-Manar.

Wie ist ein Forum zu bewerten, das einem Top-Propagandisten der Hisbollah einen Persilschein ausstellt? Fadlallahs Meinung zu Jihad-Journalismus ist weithin bekannt. Hier Ausschnitte eines Interviews, das Jeffrey Goldberg im Jahr 2002 mit Fadlallah geführt hatte:

Ich begann mit der Bitte an ihn, einen Vergleich zwischen Al Manar und Al Jazeera, dem bekanntesten arabischen Satellitenkanal, zu ziehen. „Neutralität wie die von Al Jazeera* ist für uns kein Thema“, sagte Fadlallah. „Wir berichten nur über das Opfer, nicht aber über den Aggressor. CNN ist das Nachrichtennetzwerk der Zionisten. Al Jazeera verhält sich neutral, Al Manar vertritt die Position der Palästinenser….“

Er sagte, Al Manars Gegenposition zur Neutralität bedeute, dass, anders als bei Al Jazeera, sein Sender niemals Interviews oder Stellungnahmen israelischer Offizieller ausstrahlen würde. „Wir haben kein Interesse an einem Interview mit Sharon“, sagte Fadlallah. „Wir möchten an ihn ran, um ihn zu töten.“

Erwarten Sie also nicht, dass Nachrichtenleute Erkundigungen über Fadlallahs Ansichten zu aktuellen Themen wie Stellenstreichungen in Nachrichtenredaktionen, Paywalls oder Programmausstrahlung für mobile Empfangsgeräte einholen.

Noch problematischer ist jedoch, dass Al-Manar zwar als Terrorgruppe eingestuft wird, aber vom WEF das Siegel der Legitimität verliehen bekommt.

Ein Leitartikel in der Washington Times verdeutlicht, warum die Ausstrahlungen von Al-Manar nicht durch das Recht auf Redefreiheit abgedeckt sind. Die gleiche Logik trifft auf das WEF-Meeting mit Fadlallah zu:

[Der Sender (bd)] Al Manar hatte damit spekuliert, der Einstufung als terroristische Entität zu entgehen, indem er seine Verbindung zur Hisbollah als Versuch hinstellte, ihn seiner Rechte bezüglich des ersten Zusatzartikels der Vereinigten Staaten (auch bekannt als First Amendment Rights [bd]) zu berauben. Wie aber das Finanzministerium klar herausstellte, geht es nicht um Al Manars Funktion als Fernsehsender, sondern um dessen Unterstützung der Hisbollah-Aktivitäten, also um die einer Organisation, die mehr Amerikaner getötet hat als jede andere Terrorgruppe außer Al-Qaida.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen tarnt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

Übrigens findet das Meeting des World Editors Forum diesmal in Beirut statt, was jegliche Chance ausschließt, dass ein israelisches Nachrichtenteam darüber berichten kann.

Noch Fragen?

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* Das halte ich für ein sehr merkwürdiges Gerücht (bd).

Hier ein Beispiel, wie großartig es mit der Neutralität von Al-Jazeera bestellt ist. Man könnte noch mehr aufzählen. Dank an Heplev für den Tipp zu Al-Qaradawi, der hier in Aktion zu sehen ist. Dies hier ist auch recht erhellend.

Gaza-Journalismus: Hamas-Zensur verhindert Objektivität

29. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 29. März 2010

Eine Delegation palästinensischer Journalisten aus Gaza und dem Westjordanland traf sich in Tel Aviv mit ihren israelischen Kollegen. Die Jerusalem Post war dabei, als verschiedene Themen besprochen wurden, darunter die Behinderung der Medien durch die Hamas.

Lana Shaheen, palästinensische Fernsehmoderatorin, gewährte Einblick:

Außerdem sagt Shaheen, dass sie mit scharfer Zensur seitens der Hamas zu kämpfen hat, was sie aus dem Gazastreifen berichten darf und was nicht. Solche Beschränkungen machen es nahezu unmöglich, ein komplett objektives Bild von der Situation vor den Grund zu vermitteln.

Shaheen sagte, dass die Hamas „gewissermaßen“ bestimmt, über was sie berichten dürfe. Sie brachte das Beispiel eines bei der BBC angestellten Freundes, der einen Bericht über die ziemlich weit verbreitete Herstellung selbst angebauten Weines in Gaza produzierte, „und am folgenden Tag erhielten wir die Stellungnahme eines Hamas-Sprechers, dass sie [die Reporter] den Feind unterstützen und das unmoralisch sei.“

Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen BBC-Bericht über palästinensische Weinbauern gesehen zu haben, aber Elder of Ziyon fand diese AFP-Geschichte.

Shaheens Mut ist bemerkenswert. 2007 erhielt sie eine Drohbotschaft von einer der zahllosen Islamistengruppen im Gazastreifen: Lass es bleiben oder rechne mit deinem Tod.

Wie viele der palästinensischen Stringer, auf deren Berichterstattung aus Gaza die westlichen Nachrichtenagenturen vertrauen, sind ähnlich geradlinig angesichts des Druckes der Hamas?

Die Kamera lügt nicht, aber wie sieht es mit der Bildunterschrift aus?

11. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 11. Februar 2010

Ein Israeli und ein Palästinenser im Handgemenge bei Ausschreitungen – direkt vor den Objektiven von AP– und Reuters-Fotografen. Wie aber Elder of Ziyon herausstellt, unterscheiden sich die Bildunterschriften erheblich. Der Israeli hat den Palästinenser im Schwitzkasten.

Reuters:


Ein israelischer Undercover-Polizist (rechts) ringt mit einem palästinensischen Jugendlichen, der des Steinewerfens verdächtigt wird; er versucht, ihn während der Unruhen am 9. Februar 2010 im Flüchtlingslager Shuafat nahe Jerusalem festzunehmen. Zwischen palästinensischen Steinewerfern und der israelischen Polizei kam es zu Zusammenstößen, als diese ins Flüchtlingslager eindrang, wie ein Reuters-Mitarbeiter am Dienstag angab. (REUTERS/Ammar Awad)

Und hier AP:


Ein palästinensischer Aufrührer versucht, bei Unruhen im Flüchtlingslager Shuafat am 9. Februar 2010 in Ostjerusalem, einem israelischen Polizeibeamten in Zivil die Waffe zu entwenden.
Zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften war es zu Zusammenstößen gekommen, nachdem eine Festnahmeaktion am Tag zuvor Unruhen ausgelöst hatte. (AP-Foto/Bernat Armangue)

Die Bildunterschriften bei Daylife enthielten keine Fotografennamen. Ich nahm sie von Yahoo-Links (1 und 2).

Genau genommen widersprechen sich die beiden Untertitel nicht. Kompliment diesmal aber an Bernat Armangue, der sich die Mühe machte, den Kontext näher zu beschreiben.

Elder of Ziyon zeigt mit seinen Bildern aus Shuafat, warum Steinewerfen alles andere als harmlos ist.

Goldstone in den Wolken

28. Oktober 2009

HonestReporting Media BackSpin, 28. Oktober 2009

Elder of Ziyon ließ Schlussfolgerungen und Empfehlungen des Goldstone-Reports über das Programm Wordle laufen, das eine „Wortwolke“ mit den 250 am häufigsten verwendeten Begriffen im Text generierte. Je öfter ein Wort auftaucht, desto größer wird es dargestellt. Sie werden feststellen, dass „Hamas“, ein Schlüsselwort, dessen Vorkommen Sie in solch einem Bericht zu Recht häufig erwarten könnten, in dieser Wolke nicht auftaucht. (Klicken Sie bitte auf die Grafik, um sie zu vergrößern).

Wie Jonathan Dahoah Halevi ausführte:

Die de facto-Hamas-Regierung und ihre Führer werden kein einziges Mal als Verantwortliche für Terror und Raketenbeschuss benannt. Stattdessen müssen nebulöse „palästinensische bewaffnete Gruppierungen“ herhalten. Dieser Tonfall wiederholt sich bei den wenigen Verweisen auf palästinensischen Terror….

Das Problem der verdeckten Verantwortung der Hamas für Kriegsverbrechen zeigt, wie viele andere im Report aufgestellten Behauptungen, dass er ein Meisterwerk der Täuschung und Manipulation darstellt, dessen einzige Absicht darin besteht, Israel wegen Kriegsverbrechen an den Pranger zu stellen und die Hamas rein zu waschen.

UPDATE, 28. Oktober: Elder hat doch noch „Hamas“ gefunden und kommentiert es so: „Hamas“ taucht auf, aber sehr, sehr klein. Orientieren Sie sich rechts oben am Wort „Attacks“. (Ich musste die Anzahl der zu findenden Wörter von 150 auf 250 erhöhen, um es aufzuspüren).

In Zahlen: Getötete Mitglieder der Gaza-Polizei

15. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 15. September 2009

Sollen die palästinensischen Polizisten, die während „Operation gegossenes Blei“ getötet wurden, als Zivilisten oder Kämpfer eingestuft werden? JCPA ging der Sache nach.

Insgesamt 343 palästinensische Sicherheitskräfte wurden während des Gaza-Krieges getötet.

286 palästinensische Sicherheitskräfte kamen ums Leben, die als Mitglieder einer Terrororganisation identifiziert wurden.

27 palästinensische Sicherheitskräfte wurden während des Krieges getötet, als sie sich Kampfeinsätze vorbereiteten.

89 Palästinenser insgesamt wurden am 27. Dezember 2008 getötet, als sie eine Ausbildungseinheit im Polizeihauptquartier von Gaza durchführten.

60 der während des Angriffes getöteten palästinensischen Polizisten waren Hamas-Leute.

Palästinensischen Behauptungen zufolge wurden während des Gaza-Krieges keine eigenen Leute durch „Friendly Fire“ getötet.

Mehr zu den Zahlen bei Elder of Ziyon. Und The New Republic befragt palästinensische und israelische Rechercheure zu den stark divergierenden Zahlen, was die zivilen Verluste betrifft.

Was geht bei Human Rights Watch ab?

9. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 9. September 2009

Mere Rhetoric sorgte für viel Aufregung mit der Enthüllung, dass Human Rights Watch-Rechercheur Marc Garlasco eifriger Sammler von Nazi-Devotionalien ist und ein 400 Seiten umfassendes Buch und mehr zum das Thema geschrieben hat.

Ich will Garlasco nicht persönlich angreifen – das Sammeln solcher Stücke ist im angelsächsischen Sprachraum nicht illegal. Aber ich bin doch sehr erstaunt über diese Unstimmigkeit: Garlasco arbeitet für eine Menschenrechtsorganisation, die mit einer Geschichte verzerrender Anschuldigungen gegen Israel aufwartet. Kürzlich trat zutage, dass Joe Stork, Garlascos Kollege bei HRW,  ein radikaler Marxist ist, der sein persönliches Hühnchen mit dem jüdischen Staat rupfen will. Was für eine Organisation ist das?

Die schlechte Publicity zwang HRW, mit einem Brief zu reagieren, den Sie bei Elder of Ziyon lesen können. Die Organisation möchte ihren Halo-Effekt um jeden Preis konservieren.

Omar Silawi: Journalist and Hamas-Terrorist

17. Juni 2009

HonestReporting Media BackSpin, 17. Juni 2009

Elder of Ziyon gräbt die Geschichte von Omar Silawi aus. Während der Zeit, in der Silawi für den Hamas-Sender Al-Aqsa TV hinter der Kamera stand, schoss er für die Mujahidin der Al-Qassam Brigaden etliche Granaten nach Israel ab und baute Sprengsätze. Er wurde getötet, als er dabei war, Beschuss durch die IDF zu filmen.

Das Palestinian Center for Human Rights (PCHR) und die Nachrichtenmedien, die ihm (vorbehaltlos) vertrauen, zählen ihn zu den “Zivilisten“, die während des Gazakrieges getötet worden waren. Der Fall Silawi liefert ein beredtes Beispiel dafür, wie die Palästinenser den Unterschied zwischen Zivilisten und Kämpfern verwischen.

Letzten Monat sprach The New Republic mit Khalil Shaheen vom PCHR und Jonathan Dahoah Halevi, einem pensionierten israelischen Geheimdienstoffizier, über die Diskrepanz zwischen den israelischen und palästinensischen Zahlen zu den Todesopfern:

Viele der Unterschiede zwischen den Zahlen der PCHR und IDF scheinen definitorisch bedingt zu sein. Die IDF hat wiederholt festgestellt, dass jedes Mitglied der Hamas-Sicherheitskräfte – bewaffnet oder unbewaffnet – zu bekämpfen ist. Shaheen fasst die Definition eines unbeteiligten Zivilisten noch enger: „Nach dem Internationalen Humanitären Recht werden alle Bewaffneten als Militante eingestuft und alle Unbewaffneten [sind Zivilisten]“, so Shaheen. Wenn also die Person zum Zeitpunkt des Todes bewaffnet war – was Shaheen oder seine Mitarbeiter vor Ort feststellen, wenn sie die Leichname nach Eintreffen im Krankenhaus untersuchen – wird sie als Militanter gelten. Wenn die Person nicht bewaffnet ist, gleichen seine Leute mit Familienmitgliedern, Nachbarn, politischen Parteien und bewaffneten Palästinensergruppen ab, ob der Getötete Militanter oder Zivilist gewesen ist. Sie sehen auch Pressemitteilungen durch, die von den bewaffneten Palästinensern herausgegeben werden. „[Die IDF] kann sagen, was sie will“, so Shaheen. „Das sind die Fakten vor Ort.“

Aber selbst Tatsachen können subjektiv sein. So wirft z.B. Halevi Shaheen vor, dass dessen Organisation den Kleriker Nizar Rayan als Zivilist deklarierte. Shaheen gibt an, dass Rayan bei einem israelischen Luftangriff auf sein Haus getötet wurde. Überall im Gazastreifen hängen Jihadisten-Poster von Rayan an den Fassaden und dennoch sagt Shaheen, dass „ich [ihn] nicht als Militanten oder Kämpfer einstufen kann.“ Rayan sei unbewaffnet gewesen, zusammen mit seinen Frauen und Kindern, als er getötet wurde, so Shaheen. „Ich kann ihn in diesen Fall nicht als Militanten gelten lassen, weil er nicht offensiv als Kämpfer teilnahm. Er war immer Zivilist, ging in die Moschee, betete und ging wieder nach Hause.“

Denken Sie daran, dass Silawi bei Al-Aqsa TV angestellt war, was bedeutet, dass sein „ziviler“ Gehaltsscheck von der Hamas ausgestellt wurde. Anfang dieses Jahres wurde der Sender in Frankreich verboten, nachdem Aufsichtsbehörden festgestellt hatten, dass die Sendungen gegen europäisches Gesetz verstoßen, das „Anstiftung zu Hass oder Gewalt aufgrund der Rassenzugehörigkeit, Religion und Nationalität verbietet“.

Den vollständigen Beitrag der New Republic und mehr zur unterschiedlichen Darstellung der Zahlen können Sie hier [in Englisch] lesen. Und bei NGO-Monitor ausführliche Info zu PCHR.

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12 Selbstmordanschläge übersehen

7. Juni 2009

HonestReporting Media BackSpin, 7. Juni 2009

In einer Zusammenfassung der Reaktionen auf die Obama-Rede zitiert der NY Times-Blog Opinionator eine glatte Lüge vom Blog des ägyptischen Journalisten Jano Charbel, der geschrieben hatte:

Der US-Präsident hob die historische Beziehung zwischen den USA und Israel hervor und verurteilte die „Gewalt“ von Palästinensern, „die Raketen auf schlafende Kinder abfeuerten“, und die Bombenattentate auf Busse mit unschuldigen Zivilisten und alten Passagieren.“ Es muss daran erinnert werden, dass der letzte Selbstmordanschlag von Palästinensern im November 2004 verübt wurde und ihre primitiven selbstgebauten Raketen normalerweise keine israelischen Zivilisten töten.

Der scharfsichtige Elder of Ziyon weist 12 Selbstmordanschläge in den vier Jahren ab November 2004 nach und trifft schließlich den Nagel auf dem Kopf:

Eigentlich verdient ein lügender ägyptischer Blogger und Terrorunterstützer nicht viel Aufmerksamkeit, aber wenn die NY Times ihn unkritisch zitiert und seine Behauptungen als wahr übernimmt, werden die Leser dies glauben.

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Das Problem der Todeszahlen

30. April 2009

HonestReporting Media BackSpin, 30. April 2009

Seit Ende des Gaza-Krieges werden die Verlustzahlen (pdf-Format) des Palestinian Center for Human Rights von den Mainstream-Medien wie ein Evangelium gehandelt, oder zumindest als Gegengewicht zu den israelischen Ergebnissen.

Während die Frage, wie viele Menschen tatsächlich getötet wurden, noch umstritten ist, bleibt eine weitere Frage offen: Wie viele der während der Operation Gegossenes Blei getöteten Palästinenser waren wirklich Zivilisten?

Elder of Ziyon studierte die PCHR-Ergebnisse und verglich die dort aufgelisteten Namen mit erhältlichen Informationen auf allgemein zugänglichen Webseiten. (Lesen Sie dazu bitte Elder of Ziyons folgende Aktualisierungen 1, 2, 3, 4 und 5). Er stellte fest, dass mindestens 459 der PCHR-„Zivilisten“ in Wirklichkeit Kämpfer waren.

Nun kommt eine kürzlich vom Institute for Counter-Terrorism veröffentlichte Untersuchung zu dem Ergebnis, dass das PCHR 314 palästinensische Kämpfer als so genannte Zivilisten falsch einstufte.

Man könnte eigentlich annehmen, dass eine Geschichte von solch grundlegender Bedeutung, wie „wer wirklich starb“, die westlichen Journalisten mehr interessieren würde.

Warum treten sie dann ihre Verantwortung an Blogger, Think Tanks und NGOs ab?

Die lächelnden Strippenzieher der Hisbollah

6. April 2009

HonestReporting Media BackSpin, 5. April 2009

Naharnet greift (via Elder of Ziyon) die Betrachtung der britischen Presse durch einen Sprecher der Hisbollah auf. Nach seinem Besuch in Großbritannien bemerkte Hussein-Hajj Hassan, libanesischer Parlamentsabgeordneter und Hisbollah-Loyalist:

„Die öffentliche Meinung hat sich sogar dahingehend gedreht, dass sie unsere Sache unterstützt; selbst die [britische] Presse spiegelt das klar wider. Und das ist deutlich zu merken.“ Hassan rief zu einer Beseitigung des üblichen Bildes auf, das durch „die Zionisten und [einige] arabische Medien im Libanon und in Palästina“ verbreitet werden würde.

Pat Oliphant kann man der Liste der Medien zuordnen, die auf der anderen Seite des Atlantiks mit der Hisbollah sympathisieren. Barry Rubin zufolge stellten die libanesischen Islamisten Oliphants Karikatur unübersehbar auf ihrer Webseite ein.

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Haaretz, IDF und die Doppelmoral weltweit

24. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 24. März 2009

Letzte Woche „deckte Haaretz auf“, dass die IDF während der Militäroperation „Gegossenes Blei“ „Zivilsten tötete, Vandalismus betrieb und laxe Einsatzvorschriften hatte“. Nach der Durchsicht des Beitrages war unschwer abzusehen, dass Reaktionen wie diese nicht lange ausbleiben würden.

Aber der Haaretz-Bericht wird den Anforderungen nicht gerecht, und mehrere Kommentatoren haben scharfsinnig die weltweit praktizierte Doppelmoral registriert, die wieder einmal gegen Israel in Stellung gebracht wird.

Melanie Phillips weist darauf hin, dass der Haaretz-Report auf kitschigem Hörensagen-Journalismus basiert:

Es gibt exakt zwei Anschuldigungen wegen grundlosen Tötens palästinensischer Zivilisten unter den angeblich ausdrücklichen Befehlen, so vorzugehen. In einem Fall handelte es sich, wie selbst Haaretz klarstellte, um eine versehentliche Tötung, als zwei Frauen den Evakuierungsweg, den ihnen die israelischen Soldaten gewiesen hatten, missverstanden hatten und deshalb ins Schussfeld eines Scharfschützen geraten waren. Außerdem gab der Soldat, der dies sagte, zu, dass er den Vorfall nicht mitbekommen hatte; er war nicht einmal in Gaza zu diesem Zeitpunkt – berichtete also rein über Gerüchte und vom Hörensagen.

Die zweite Anschuldigung basiert auf einem angeblich realen Vorfall, in dem eine ältere Frau auf eine IDF-Einheit zuging und ein Offizier befahl, auf sie zu schießen, weil sie den Sicherheitsabstand unterschritt und eine Selbstmordattentäterin hätte sein können. Der Soldat, der sich auf diese Geschichte bezieht, sagte nicht, ob die Frau in dieser Geschichte wirklich erschossen worden war. In der Tat sieht es wieder nach reinem Hörensagen aus, wenn er sagt: „aufgrund der Beschreibung des Vorgangs“….

Und Herb Keinon beschuldigt Dani Zamir, der das „Eingeständnis“ transkribiert und übersetzt hatte, seine eigenen Pläne zu verfolgen, wie es auch im Buch Refusnik, Israel’s Soldiers of Conscience aus dem Jahr 2004 zum Ausdruck kommt. Darin kommt auch Zamir zu Wort:

„Folglich ist die Zusammenarbeit mit einem Regime oder einer Regierung, die mich mittels Befehlen dazu zwingen, Teil eines antidemokratischen Apparates zu sein, der zu Selbstzerstörung, Zersetzung und nationalem Zerfall führt, zusammen mit der völligen Verneinung seiner eigenen Werte illegitim, ungerecht und unmoralisch. Und das wird so bleiben….“

Keinons Antwort:

Die Aussagen der Soldaten, die er der Öffentlichkeit präsentiert, scheinen – was für ein Zufall – seine Anschauungen zu bekräftigen.

Wenn sie den weltweit zunehmenden Trend ansprechen, dass ein Esel den anderen Langohr nennt, bringen Blogger zwei wichtige Aspekte über die offenkundige Doppelmoral, die daraus erwächst. Dazu Z-Word:

Wahrscheinlich ist nach Ansicht vieler Kommentatoren den Juden nur dann gestattet, einen Staat und eine Armee zu haben, wenn dieser Staat und diese Armee ethische Standards befolgen, die weit höher sind als die, die man von anderen Staaten erwartet, ihren eigenen eingeschlossen. Jegliches Versagen, diesen Standards zu entsprechen, wird als Beweis für die offenkundige Illegitimität der zionistischen Gesellschaft herangezogen.

Und Elder of Ziyon spricht aus, warum die Welt im Unrecht ist, wenn sie Israel Standards als Argument gegen den Staat verwendet:

Man kann feststellen, dass Israel gelegentlich hinter seinen selbst auferlegten moralischen Standards zurückbleibt, aber es ist ziemlich heuchlerisch, Israel anhand dieser Tatsache zu verurteilen. Allein Israel hat das Recht – und in der Tat auch die Verpflichtung – über seine eigenen Leute auf der Grundlage eines höheren Moralcodex zu urteilen.

Wenn andere das tun, basiert es nicht auf Moral, sondern auf Neid. Wenn man beginnt, bei Israel weit über das hinaus, was von anderen erwartet wird, zu urteilen, schlägt das schnell in eine Dämonisierungs-Attitüde um, besonders dann, wenn diese Standards willkürlich hoch angesetzt werden – selbst über Israels eigene Ansprüche hinaus. Allzu oft wird Israel in Relation zum Idealzustand beurteilt, während dies bei anderen Staaten lediglich im Verhältnis zum Status Quo oder ihrem Verhalten in der Vergangenheit geschieht.

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IDF gibt Zahlen der Todesopfer in Gaza heraus

16. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 16. Februar 2009

Sie besagen, dass die Welt von der Hamas getäuscht wurde.

Die Jerusalem Post konnte einen ersten Blick in den 200 Seiten umfassenden Bericht der IDF werfen, der die Identität und den Status der Palästinenser auflistet, die während der Militäroperation „Gegossenes Blei“ getötet worden waren. Die Post sprach mit Oberst Moshe Levi, dem Leiter der Gaza Coordination and Liaison Administration (CLA), verantwortlich für die Ermittlung der Zahlen:

Während das palästinensische Zentrum für Menschenrechte, deren Verlustzahlen weithin zitiert wurden, es so darstellt, dass 895 Zivilisten im Gazastreifen während der Kämpfe getötet wurden, also eine Zahl, die mehr als zwei Drittel aller Getöteten umfasst, zeigen die von der IDF stammenden und in der Jerusalem Post am Sonntag veröffentlichten Zahlen, dass die Todesrate unter den Zivilisten nicht höher lag als ein Drittel aller Getöteten….

Indem er seine Untersuchungen auf die offizielle palästinensische Zahl von 1.338 Getöteten stützte, erklärte Levi, dass die CLA bis jetzt mehr als 1.200 umgekommene Palästinenser identifiziert habe. Der 200 Seiten starke Bericht enthält ihre Namen, ihre von der PA vergebenen Identitätsausweise und schildert die Umstände, die zu ihrem Tod geführt haben und benennt, wo angebracht, die Terrorgruppe, der sie angehörten.

Die CLA führte aus, dass abschließend 580 dieser 1.200 Getöteten der Mitgliedschaft bei Hamas und anderen Terrorgruppen beschuldigt worden waren.

Weitere 300 der 1.200 – Frauen, Kinder im Alter von 15 und darunter und Männer über 65 – waren als Zivilisten eingestuft worden, so die CLA.

Unter den Frauen befanden sich jedoch auch Terroristinnen, darunter mindestens zwei, die versuchten, sich unter den Givati- und Fallschirmjägerbrigaden in die Luft zu jagen. Auch die Frauen und Kinder Nizar Rayyans, eines Hamas-Kommandanten, wurden als Zivilisten eingestuft. Rayyan hatte seiner Familie verboten, das Haus zu verlassen, selbst nachdem er von Israel gewarnt worden war, dass man sein Haus bombardieren würde.

Die noch verbleibenden zu untersuchenden 320 Getöteten sind alle männlichen Geschlechts; die IDF ist noch dabei, die Identifikationsarbeiten abzuschließen, geht aber von zwei Drittel Terroristen aus.

Die CLA übermittelte der Post die Namen einiger Getöteter, die von den Palästinensern als „Ärzte“ deklariert worden waren, sich aber als Hamas-Kämpfer entpuppten….

In einer eigenen Kolumne zitiert Post-Chefredakteur David Horovitz Oberst Levis’ Erklärung, warum die Armee so lange brauchte, ihre Zahlen herauszugeben:

CLA-Leiter Oberst Moshe Levi bestätigte am Sonntag, dass alle diese Informationen – was die spezifischen Vorfälle bei der UNO-Schule und die Gesamtbestimmung der Getöteten betrifft – heute vermutlich weithin ignoriert werden würden, da sie spät nach Beendigung der Kämpfen zur Verfügung gestellt wurden. Aber Levi erklärte, dass die IDF nicht darauf eingestellt war, Informationen herauszugeben, bevor sie nicht von deren Exaktheit überzeugt war, ungeachtet wie schmerzlich das für Israels Image wäre, und ungeachtet des fortwährenden politischen Druckes, der durch die Verspätung erzeugt wurde und dem Wetteifern um halbwahre Tatsachen und Zahlen.

Bei seiner Lektüre der Jerusalem Post stieß mich Elder of Ziyon auf den nächsten Punkt, nämlich, dass die Berichterstattung über den Vorfall bei der UNO-Schule noch irreführender war als wir wahrnahmen:

Die gesamte ursprünglich berichtete Episode war eine Lüge: Israel beschoss die Schule nicht; keine 40 und mehr Zivilisten starben (wie ich damals anmerkte, es habe durch Panzerbeschuss viele Tote gegeben), und die meisten davon waren in Wirklichkeit Terroristen.

Die Berichterstattung in Corriere Della Sera, Globe & Mail, Der Spiegel, BBC, The Age und Jerusalem Post zeigt, dass die Wahrheit über Gaza letztendlich ans Licht kommt.

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Die 3 “Kriegstreiber“ des Evening Standard

11. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 11. Februar 2009

Vicious Babushka hat gut aufgepasst heute mit diesem Screenshot von der Webseite des Evening Standard. Das Blatt hat die Headline mittlerweile [tapfer, tapfer!] geändert.

Via Elder of Ziyon.

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Der Nachkriegs-Rechtsstreit

3. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 3. Februar 2009

Eine Titelstory des Jerusalem Report mit exzellentem Blick auf die Fragen zum Internationalen Recht und der Operation „Gegossenes Blei“. Dieser Auszug gibt Aufschluss über die Vorgehensweise der IDF:

„Nach einer schnellen Zangenbewegung fanden sich Hamas-Kämpfer plötzlich von allen Seiten umzingelt“, so Almog, heute Direktor von Aleh Negev, einer Rehabilitationseinrichtung für geistig Behinderte in Süden Israels, gegenüber The Report. „Die IDF-Soldaten bewegten sich dann vorwärts hinter einer unbemannten Aufklärungsdrohne, die die Hamas-Kräfte ausspähte, gezielte Feuerleitinformationen aus der Luft funkte und schweres Geschützfeuer auf die Hamas lenkte. So konnte die IDF schon vor dem Häuserkampf Dutzende Hamas-Kämpfer ausschalten. Viele der Toten waren Kompanie- oder Bataillonsführer. Sie gingen ihren Leuten nicht voran sondern wurden einzeln ausgesucht und getroffen. Durch diese taktisch gezielten Tötungen wurde die Befehlskette empfindlich gestört. Wenn die Armee nicht in dieser Weise vorgegangen wäre hätten wir Dutzend Verluste erlitten.“

Es gab auch andere taktische Überraschungsmomente, so war zum Beispiel die IDF in der Lage, über Gaza ein ausgeklügeltes elektronisches Störsystem zu legen. Israelis in der näheren Umgebung konnten z.B. ihre Fahrzeuge nicht mit der Fernsteuerung öffnen; Hamas-Kämpfer waren nicht imstande, die Sprengfallen in den Häusern und andere Explosivstoffe aus der Entfernung zur Detonation zu bringen.

Hätte die IDF weniger Feuerkraft eingesetzt, so Almog, wären ihre Verluste wesentlich höher gewesen und hätten die abschreckende Wirkung der Operation unterminiert….

Israels Hauptargument in seiner Begründung für die Verluste bei den zivilen Palästinensern lautet, dass die militärischen Aktionen der Hamas völlig in die zivile Infrastruktur eingebettet waren. In einem Interview mit The Jerusalem Report stellte Isaac Herzog, Sozialminister und Mitglied des Kriegskabinetts, heraus, dass sogar Qassam-Raketen aus den Häusern verschossen worden waren. „Sie feuerten von Hausdächern, Schulen, aus Geschäften. Die Moscheen waren gefüllt mit Waffen, Munition, Sprengstoffen und Raketen. Nachdem die Moschee von Jabalya getroffen worden war kam es in ihr über Minuten hinweg zu vielen Explosionen. Sie war vielleicht eines der größten Waffenlager in Nahost, in dem zahlreiche Raketen iranischer Bauart lagerten“, sagt Herzog.

(Hat tip: Elder of Ziyon)

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