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Medien-Spickzettel vom 24.10.2011

25. Oktober 2011

HonestReporting Media BackSpin, 25. Oktober 2011

Alles, was Sie zur Medienberichterstattung über Israel wissen sollten.

• Die ägyptische Journalistin Shahira Amin (Abb. rechts)  erklärt in einem offenen Brief an Israel ihr Interview mit Gilad Shalit. Meiner Meinung nach ist das Nonsens.

Wie ich das Interview sah: Auf der einen Seite eine Reporterin, die selten ohne dick aufgetragenes Make-up auf Sendung geht; zum anderen ein kleiner Imbiss für Shalit, ein aufgehalstes Mikrofon und grelles Scheinwerferlicht für einen hageren, unterernährten und gezeichneten Fremden in einem fremden Land, der buchstäblich zum ersten Mal nach fünf Jahren das Tageslicht sieht.

Das ist anbiedernd, unsensibel und unmoralisch. Sie können sich bestimmt noch weitere in Frage kommende Adjektive vorstellen….

• Tzipi Livni tanzt aus der Reihe, wenn sie den  Gefangenenaustausch kritisiert. Dazu The Independent (Donald Macintyre):

Frau Livni verwies auf die in der Bevölkerung emotional aufgeheizte Forderung nach Stabsunteroffizier Shalits Freilassung, wenn sie sagte, dass die israelische Öffentlichkeit „in die Gilad Shalit-Reality-Show gezogen worden“ sei und damit die Regierung zur Entscheidung für den Austausch „gedrängt“ habe.

Lesen Sie mehr dazu und zu anderen Beiträgen in der internationalen Presse [In Englisch].

Was stimmt bei dieser Schlagzeile nicht?

18. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 18. März 2010

Reporter Donald Macintyre war in Ramat Shlomo. Sehen Sie nach, ob Sie den Fehler in der Headline des Independent ausfindig machen können:

Ramat Shlomo ist keine Stadt. Es ist eines von vielen Jerusalemer Stadtvierteln – nicht anders als Ramat Eshkol, Givat Shaul, Rehavia oder Emek Refaim.

Diese Google-Karte sollte genügen, die Auffassung zu widerlegen, Ramat Shlomo sei eine Stadt (Auf der Karte rot eingekreist). Ich bedauere nur, dass man hier nicht mehr von der Stadt sehen kann, weil man dann mehr von der tatsächlichen Größe Jerusalems wahrnimmt. (Zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken).

Vier sehr empfehlenswerte Artikel zum Goldstone Report

5. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 4. Februar 2010

Heute erschien eine Anzahl wichtiger Artikel zu den Themen Gaza/Goldstone. Es ist einfacher, in einem einzigen Beitrag darauf hinzuweisen.

1. Asa Kasher mit einer ausgezeichneten, detaillierten Untersuchung zu den moralischen Aspekten des Gaza-Krieges. Er hat ein Händchen für Fragen zur Ethik in der Kriegsführung und deren plausible Organisation, ohne dass er wichtige Details auslässt.

Kasher fiel mir zuerst mit seinem Azure-Beitrag zu Internationalem Recht und der Operation Gegossenes Blei auf.

2. Jonathan Dahohah Halevi analysiert die Hamas-Antwort auf den Goldstone Report. Kurz zusammengefasst: die Hamas-Position, dass das ganze Heilige Land – vom Jordan bis zum Mittelmeer – als Rechtfertigung dafür herhalten soll, über Jahre hinweg Tausende Raketen auf israelische Ortschaften abzuschießen.

3. Robin Shepherd entlarvt die so genannte „Enthüllung“ des Independent und den dazugehörigen Leitartikel.

Donald Macintyre berichtete, dass „das die IDF die Kriegsführungsregeln in Gaza [umschrieb]“, basierend auf einer anonymen Quelle [eines Offiziellen] in einer Yedioth-Geschichte, die verständlicherweise niemals veröffentlicht wurde. Indy meint dann, dass Israel von der Kahan-Kommission, die Nachforschungen zum Blutbad in Sabra und Shatila angestellt hatte, lernen sollte. Shepherd schreibt dazu:

Es gab jedoch jede Menge antiisraelischer Dämonisierung, um Israels Militär direkt und voll zu beschuldigen und den Eindruck zu erwecken, dass es entweder selbst für das Morden verantwortlich war oder es koordiniert hatte.

Dies ist exakt das Spielchen, das der Independent bevorzugt. Seine Redaktion ist sich im Klaren darüber, dass nur die wenigsten seiner Leser wissen, wie die Details über das, was in Sabra und Shatila stattfand, aussehen. Der Rest der Leserschaft wird mit dem Gefühl der Gewissheit allein gelassen, Israel hätte im Jahr 1982 ein schreckliches Blutbad angerichtet, so wie es ein schreckliches Gemetzel angerichtet habe während der Operation ’Gegossenes Blei’ im letzten Jahr.

4. Die Jewish Chronicle nahm sich selbst auf die Schippe: Tzipi Livni plant in einigen Wochen eine Reise nach Großbritannien, um „die Erörterung eines Haftbefehls wegen angeblicher Kriegsverbrechen auszutesten.“ Dies lässt einen weiteren Medienrummel erwarten.

Rufmord des Independent

5. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 5. März 2009

Die Jerusalem Post geht schier an die Decke wegen einer neuen Titelstory des Independent über Israels „Todesschwadronen“. Der britische Reporter Donald MacIntyre liefert zudem nicht die vollständige Geschichte zum Tod von Jamal Abdel Razak im Jahr 2000:

Aber Razak war nicht nur „militant“. Er war ein hochrangiger Tanzim-Agent, der in Israel inhaftiert worden war (1992-1997); und als er entlassen wurde, plante er etliche Bombenanschläge.

Im Gegensatz zu der von MacIntyre angeführten Schlussfolgerung waren alle vier Getöteten Fatah-Mitglieder. Die Gruppe veröffentlichte eine Erklärung, in der sie „die Ermordung vier ihrer Mitglieder….“ verurteilte und ankündigte, dass das „Blut ihrer Söhne gerächt werden würde.

Manche mögen sich fragen, warum wir an einer weiteren britischen Attacke gegen Israel Anstoß nehmen, die schon lange darauf fixiert ist, Israel zu delegitimieren.

Weil wegen der Durchdringung britischer Medien und akademischer Kreise durch antiisraelische Haltungen die wirklich unabhängigen Leser das Recht haben, mehr über die Umstände zu erfahren, die zu Jamal Abdel Razaks Tod geführt hatten und dass es in Israel keine „Todesschwadronen“ gibt.

Der wahre Hammer ist, dass Indy Rufmord an der IDF betreibt.

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