Posted tagged ‘David Harris’

Medien-Spickzettel 16.11.11

17. November 2011

HonestReporting Media BackSpin, 16. November 2011

Alles, was Sie zur Berichterstattung über Israel und den Nahen Osten wissen sollten.

Heute Beiträge über menschliche Schutzschilde, die sich um eine iranische Atomanlage scharen, ein politischer Abgesang zu Salam Fayyad und zu Scheich Nasrallah, der angesichts des arabischen Frühlings durchdreht.

Verpassen Sie nicht unsere (fast) täglichen Medien-Spickzettel, indem sie einfach nur jeden Tag BackSpin anklicken. Das englische Original von Pesach Benson hier.

Zur Bedrohung durch das iranische Nuklearprogramm

• Hunderte Iraner haben sich bei einer iranischen Urananreicherungsanlage in Isfahan versammelt, um als menschliche Schutzschilde zu fungieren.

• Ausrufezeichen für Teheran: Die US-Air Force übernahm die Lieferung einer 30.000 Pfund-Bombe, bekannt als Massive Ordnance Penetrator. Bloomberg News traf es richtig, wenn sie schrieb, dass „die Bombe Ziele bis 200 Fuß unter der Erde erreichen kann, bevor sie explodiert“. Was für ein Understatement eines Sprechers der US-Air Force!

Die Lieferung „wird sich den gegebenen Erfordernissen anpassen“, sagte er.

• David Harris: Armer, missverstandener Iran!

• Die Mullahs erhalten ihre Version aufrecht, dass die Explosion auf der Bid-Ganeh-Raketenbasis letzten Sonntag durch militärische Forschung verursacht worden sei. Wenn ja, wer war dann das Genie, das hinter Forschung und Entwicklung stand? Wile E. Coyote?

Zum Friedensprozess

• Laut Presseberichten will Salam Fayyad (PA) sein Amt als Organ der palästinensischen Einheitsregierung niederlegen. Tony Karon (Time) schreibt jetzt schon einen Abgesang in dieser Laudatio:

Fayyads Aufgabe bestand darin, den Aufbau einer autoritären West Bank-Verwaltung zu organisieren, die in der Lage sein sollte, Dienstleistungen und öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und auch Israels Sicherheitsinteressen zu berücksichtigen. Trotz seiner beeindruckenden administrativen Fähigkeiten begründete sich Fayyads Amtszeit auf die Unterdrückung der palästinensischen Demokratie.

• Den pro-palästinensischen Freedom Riders zahlenmäßig weit überlegene Journalisten, die auf  illegalem Weg versuchten, nach Jerusalem zu gelangen.

Hier geht’s weiter – auch mit weiteren Lesetipps.

Gedanken zur Verurteilung Katsavs

3. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 3. Januar 2011

Sholto Byrnes vom New Statesman verblüfft mit seinem Beitrag zu Moshe Katsavs Verurteilung:

Die Verurteilung des achten israelischen Präsidenten Moshe Katsav letzte Woche wegen Vergewaltigung wird in der heutigen Ausgabe der Jerusalem Post als „Schandfleck für Israels Ruf und den seiner Bürger“ bezeichnet. Wenn man aber den ersten Schock angesichts der schlimmen Vorstellung, dass eine so hochgestellte und geehrte Persönlichkeit ein solches Verbrechen verüben konnte, einigermaßen verdaut hat, kann man zu dem entgegengesetzten Schluss kommen, so wie es David Harris in der Huffington Post schreibt:

„Wie viele andere Länder in Nahost oder sonstwo hätten einen Ex-Präsidenten überführt und verurteilt? Dies war eben letzte Woche im Fall Moshe Katsav so – mit der Botschaft, dass niemand über dem Gesetz steht, dazu in einem Prozess, dem – man merke – ein israelischer Richter arabischer Abstammung vorstand.“

Es ist ein frappierender Fall: schlimm für die Geschädigten, klar. Es ist aber auch ein Fall, der ein recht außergewöhnlich hohes Niveau von Verantwortlichkeit zeigt. Könnte man sich ernsthaft vorstellen, dass Ähnliches auch in Frankreich oder in den USA vor Gericht kommen würde? Käme es nicht zu irgendwelchen Absprachen hinter den Kulissen, um dem  Establishment die Schamesröte zu ersparen?

Diskutieren wir nicht über Eurozentrismus oder Relativismus hier. Wir legen an Israel andere Standards an, und wir sollten dabei bleiben. Wenn Israel diesen Standards entspricht und sie sogar übertrifft, dann verdient das unseren Applaus. Gleich wie schlimm die Umstände dieses Falles sind: für die Welt liefert er ein Beispiel, wie ein Staat klar und deutlich machen kann, dass niemand, auch nicht der höchste Repräsentant, davor gefeit ist, vom Gericht zur Verantwortung gezogen zu werden.

Lesen Sie bitte den vollständigen Beitrag [In Englisch].

Huffington Post: Antisemitismus-Profile

17. Januar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 17. Januar 2010

Ein Artikel im FrontPageMagazine beschäftigt sich mit Antisemitismus und antiisraelischen Vorurteilen bei der Huffington Post. Einige Ergebnisse:

* Die Huffington Post hat alle unsere Kommentare zu ihren Nachrichten vormoderiert

* Die schlimmsten Verletzungen der Kommentarregeln werden von einer Gruppe radikaler Linker begangen, die sich jeden Tag 8 bis 10 Stunden dort rumtreibt.

* Auch wenn viele der bei ’HuffPost’ versammelten radikalen Linken verschiedene Formen antiisraelischer Propaganda betreiben, stammen die bösartigsten antisemitischen Hassausbrüche, Verleumdungen und Verschwörungstheorien von einer Minorität dieser User.

* ’HuffPost’ zensiert und schließt regelmäßig User aus, die gegen die eingenisteten radikalen Linken argumentieren, obwohl sie die Kommentarregeln der Seite nicht verletzen.

Beitrag bitte vollständig lesen [In Englisch].

Vielleicht hat David Harris, der sich bei der ’HuffPost’ des Öfteren für Israel einsetzt, herausgefunden, wie man es mit den Radikalen auf der Webseite aufnimmt.

Nachdem ein Beitrag über Israels Luftsicherheitsbehörde hässliche Leserbriefe hervorgerufen hatte, hängte Harris sich mit einem neuen Post an, in dem er direkt auf seine Kritiker reagierte.