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Warum durch eine unbequeme Wahrheit die gute Stimmung verderben?

19. März 2013

HonestReporting Media BackSpin, 19. März

Der Guardian drückte wieder einmal auf die Tränendüse, als er den offenen Brief eines palästinensischen Jungen an Präsident Obama veröffentlichte – und das auch noch auf der Nachrichtenseite.

Ich hoffe, dass die Welt endlich ihre Stimme gegen die Unterdrückung erheben wird, der wir (und alle Palästinenser) in unserem Viertel ausgesetzt sind, und dass Sie und Andere nicht weiterhin schweigen, wenn man uns unsere Häuser nimmt, unsere Kinder einsperrt und verletzt sowie unsere Zukunft gefährdet.

Das Blatt druckte dies zusammen mit einem 25-minütigen Video von Just Vision über das  schwere Leben eines Jungen in Sheikh Jarrah, einem Viertel in Ostjerusalem, bekannt für hochpreisige Konsulats-Immobilien und naive palästinensische Propaganda in Bezug auf Häuserräumungen und Abrisse. Man erfährt, dass Mohammed El-Kurd und seine Familie im Jahr 2008 aus ihrem Haus zwangsgeräumt wurden.

Was hatte zur Zwangsräumung geführt? War die Familie wirklich Eigentümerin der betreffenden Immobilie? Was war Grundlage für die jüdischen Ansprüche? Hatten sie die Miete nicht bezahlt? Waren sie in Wirklichkeit Hausbesetzer? Lief die israelische Bürokratie Amok?

Der Guardian fixiert sich unverhältnismäßig stark auf israelische Zwangsräumungen und Abrissmaßnahmen in Ostjerusalem. Hintergrundinformationen über die Familie Al-Kurd waren deshalb nicht schwer zu bekommen. Und tatsächlich berichtete Guardian-Reporter Rory McCarthy über die Zwangsräumung von 2008. Und nachdem er sich durch Aussage gegen Aussage gewühlt hatte, schrieb McCarthy schwarz auf weiß:

Rabbi Arik Ascherman von der israelischen Gruppe ’Rabbiner für Menschenrechte’ bestätigte, dass das Land der Familie Al-Kurd vor 1948 Juden gehört haben dürfte…

In Mohammeds irreführendem Brief wird dies nicht erwähnt, ebenso wenig vom Guardian. Es wäre schon ein Riesending gewesen, wenn es in der Comment is Free (CiF)*-Jauchegrube angesprochen worden wäre. Dort geht sonst ja auch alles durch.

Die Platzierung auf der Nachrichtenseite – seltsam genug diese Vorgehensweise – veränderte die Standards journalistischer Transparenz. Es oblag dem Guardian, einen oder zwei Sätze zum Hintergrund der Situation um die Familie Al-Kurd hinzuzufügen, und eine Erklärung dafür, warum der Brief in den Rang einer Nachricht erhoben wurde.

Aber wenn man Redakteur beim Guardian ist und Unterschiede zwischen Nachricht, Meinung und Propaganda verwischt, warum will man dann am Vorabend des Präsidenten-Besuches durch eine unbequeme Wahrheit die gute Stimmung verderben?

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*Comment is Free (CiF) ist eine Kommentar-Rubrik beim Guardian, in der es von [linken] antisemitischen Leserzuschriften nur so strotzt (bd).

Arabischer Knesset-Abgeordneter ruft im Guardian zu Sanktionen auf

5. November 2012

HonestReporting Media BackSpin, 5. November 2012

(Abbildung rechts: Jamal Zahalka)

Geht man nach der Überschrift eines Artikels beim Guardian-Blog Comment is FreeEs ist Zeit für Sanktionen gegen Israel – wird die Fusion der rechtskonservativen Parteien Extremismus und Rassismus gegen die Palästinenser befördern. Sanktionen sind die einzige Antwort.“

Der Autor behauptet:

Da die Gefahr des Rassismus nicht allein auf seiner Gefühlskälte, sondern auf seiner Macht und seinem Einfluss beruht, deutet diese Koalition inmitten der Regierung auf einen starken Anstieg von Rassismus und einen dramatischen  Demokratieverlust hin.

Und:

Wer auch immer einen gerechten Frieden will, um sich anbahnende Kriege zu verhindern, wer immer den durch die Besatzung begangenen Verbrechen ein Ende setzen will, wer immer Rassismus bekämpfen will, muss die Verhängung von Sanktionen unterstützen.

Bemerkenswert an diesem Gastbeitrag sind nicht allein die Rassismus-Vorwürfe gegen Israel, die so etwas wie ein Grundnahrungsmittel für den Guardian sind, sondern die blanke Heuchelei hinter dem Boykott-Aufruf des Autors.

Der Autor ist nichts weniger als ein Knesset-Abgeordneter für die Balad-Partei. Jamal Zahalka scheint, obwohl gewählter Vertreter der Araber im israelischen Parlament, die Wahlergebnisse am 22. Januar 2013 nicht abwarten zu können. Allein der Zusammenschluss der Parteien Likud und Yisrael Beitenu ist für ihn schon Anlass genug,  etwa übers Knie zu brechen und prohibitive Maßnahmen gegen Israel zu fordern.

Als ob er eine Ausrede nötig gehabt hätte.

Wo bist du geblieben, Yasser Arafat?

30. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 30. Januar 2011

PaliLeaks-Fallout: Guardian-Kolumnist Seumas Milne vermisst Arafat sehr:

Es ist eine Zerfallsstudie dessen, was in Yasser Arafats Glanzzeit eine authentische Bewegung der nationalen Befreiung war.

Eine authentische Bewegung der nationalen Befreiung?

Yasser Arafat perfektionierte den Terrorismus, organisierte die ersten Flugzeugentführungen weltweit, baute sowohl in Jordanien als auch im Libanon einen  Gangsterstaat im Staat auf, und das alles, bevor er in die West Bank zurückkehrte, um dort schließlich die Flammen der Gewalt anzufachen.

Überrascht es Sie, dass Milne sich sehnsüchtig fragt: Wo bist du geblieben, Yasser Arafat? Harry’s Place kritisiert Milne, den ehemaligen Redakteur von Comment is Free (CiF), scharf dafür, dass er das Kommentarforum des Guardian zum antisemitischen und antiamerikanischen Schweinestall gemacht hat:

Milnes größter Beitrag zu den Kommentarseiten des Guardian bestand darin, sie als Plattform für die Projekte ’RESPECT’ und ’Stop the War Coalition’ zu instrumentalisieren, einer rot-grün-braunen Allianz, bestehend aus Stalinisten, Trotzkisten und Islamisten mit Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Offensichtlich betrachtete Milne seine Ernennung zum Comment-Redakteur als Gelegenheit, die abscheuliche Politik dieser Ausrichtung zu fördern.

Ob Milne die Berliner Mauer, die israelische Sicherheitsbarriere oder die Chinesische Mauer unterstützt – eines sollte klar sein:

Das Töten von Zivilisten zählt nicht zur nationalen Befreiung. Es ist Terror.

Neve Gordons „Ethnische Säuberung“

28. Juli 2010

HonestReporting Kommuniqué, 28. Juli 2010

Der Abriss einer nicht genehmigten Beduinensiedlung im Negev zieht wieder ausländische Medien an, die wild darauf aus sind, die Story ihrer einseitigen Agenda anzupassen.

Sie soll alle Elemente enthalten, auf die sie spekulieren:  Massenvertreibung, begleitet von Häuserabriss, große israelische Polizeipräsenz, Potential für Konfrontation und – noch besser -, dass jene, die davon betroffen sind, zur arabischen Minderheit in Israel gehören.

Das sind die Zutaten, die CNN, BBC, AFP und die LA Times brauchen, um den Abriss einer nicht genehmigten Siedlung zu „dokumentieren“.

In der Tat sind ungeachtet der Richtigkeit oder Unangemessenheit des Themas solche Szenen niemals angenehm und beinhalten auch einen gewissen Grad an menschlichen Härten. Die Auslandsmedien jedoch, die sich vorwiegend auf Behauptungen von NGO’s stützen, bringen es fertig, eine komplexe Geschichte in sehr simplen Schwarzweißtönen zu schildern.

Der notorische Antizionist Neve Gordon schreibt in der berüchtigten Comment is Free-Rubrik des Guardian und schert sich (wie immer) natürlich nicht um den Kontext dieser Geschichte: Er dreht noch zusätzlich am antiisraelischen Rad, wenn er bemerkt, dass er

plötzlich verstand, wie weit der Staat zu gehen bereit ist, sein Ziel der Judaisierung des Negev zu vollenden; was ich sah, war letztendlich ein Akt ethnischer Säuberung.

Das vollständige HonestReporting-Kommuniqué bitte hier weiterlesen [In Englisch].

Die Israel-Obsession des Guardian

14. Juni 2010

HonestReporting Media BackSpin, 14. Juni 2010

CiF Watch analysierte Flotillen-Artikel in der Comment is Free (CiF)-Rubrik des Guardian. Spoiler Alert: CiF zerbrach jede Menge Federkiele und vergoss viel Tinte, um Israel schlechtzumachen.

Neben dem nie versiegenden Nachschub an News Stories veröffentlichte der Guardian zwischen 31. Mai und 9. Juni 2010 37 Beiträge, Leitartikel und Karikaturen, die meisten davon  antiisraelisch in ihrem Grundton.

Hier das Tortendiagramm von CiF-Watch:

Kein Mindestmaß an Ausgewogenheit. Ein weiterer Beweis dafür, dass Comment is Free lediglich ein Ort ist, an dem sich Israel-Basher austoben dürfen.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag [In Englisch]

Wer ist Goldstone, dass er über Israel urteilen darf?

6. Mai 2010

HonestReporting Media BackSpin, 6. Mai 2010

Die hebräischsprachige Ausgabe von Yediot Ahronoth berichtet, dass Richter Richard Goldstone 28 schwarze Südafrikaner in den sicheren Tod schickte, als sie während der Apartheid-Ära vor ihm im Gerichtssaal erscheinen mussten.

Und nun, da Yediot und die Blogosphäre Fragen aufwerfen, „was Goldstone eigentlich dazu berechtigt, mit seinem einseitigen Bericht über den Gazakrieg Israel zu verurteilen“, gießt der Jurist mit seiner Replik weiteres Öl ins Feuer.

Zunächst zu Yediots Nachforschungen, die in der morgigen Printausgabe (Freitag) komplett veröffentlicht werden. Jerusalem Central (via Israel Matzav) mit Details vorab:

Yediots Ermittlungen zufolge bestätigte Goldstone die Todesurteile an mindestens 28 angeklagten Schwarzen, die Einspruch gegen ihre Strafen eingelegt hatten (die meisten wegen Mord), und er bekräftigte seine Beihilfe für die Todesurteile in seinen Entscheidungen so, wie er es im Falle eines jungen schwarzen Mannes, der wegen der Erschießung eines weißen Restaurantbesitzers zum Tode verurteilt worden war, schriftlich begründete: „Die Todesstrafe muss den Forderungen der Allgemeinheit genügen, dass Vergeltung für Verbrechen geübt wird, die die Menschen mit Fug und Recht als grauenhaft ansehen“.

Goldstone „erklärte, dass der Galgen die einzige abschreckende Bestrafung in solchen Fällen gewesen ist“, und er schrieb: „Zorn ist ein relevanter Faktor bei der Auferlegung einer angemessenen Strafe“.

Wow! Ein international prominenter Jurist sagt, dass Zorn ein „relevanter Faktor“ bei der Entscheidung für eine angemessene Bestrafung ist? Oh, das klingt wirklich unangemessen, oder nicht? Wenn ein israelischer Richter so eine Behauptung von sich gäbe, könnten Sie sich dann nicht lebhaft vorstellen, welche Empörung dies beim UN-Menschenrechtsrat oder bei Human Rights Watch auslösen würde?

Goldstone antwortete im Gespräch mit Haaretz, dass er nur ein braver Junge gewesen sei, der sich an die Vorschriften gehalten habe:

„Damals ging das Gesetz davon aus, dass bei  strafverschärfenden Umständen die Todesstrafe obligatorisch sei“, so Goldstone. „Mein Bedauern bezüglich der Vorgänge damals gilt genauso wie heute und meine Haltung dazu hat sich nicht geändert. Es war [für mich] unangenehm, an einem Prozess mit Todesstrafe beteiligt zu sein – damals wie heute. Und ich war immer gegen dieses Strafmaß. Aber als ich mein Richteramt annahm war ich dem Amtseid verpflichtet.“

Das stinkt ganz gewaltig nach Heuchelei. Erst gestern schaltete Goldstone in der Comment is Free-Rubrik* (CiF) des Guardian auf stur:

“Meiner Meinung nach würde ich heucheln, wenn ich mich weiterhin gegen Verletzungen des Internationalen Rechts und für die Straffreiheit bei Kriegsverbrechen weltweit ausspräche, gleichzeitig aber den Mund hielte, wenn es um Israel ginge, nur weil ich Jude bin.“

Entschiedener Widerspruch!

Goldstones Heuchelei bestand in der aktiven Teilnahme – und das auch noch sehr penibel – in einem Prozess, der in sehr unfairer Weise Schwarze zum Tode verurteilte, und darüber hinaus darin, dass er scheinheilig Israel dafür verurteilte, dass es sich gegen 8 Jahre Raketenbeschuss wehrte.

Yediots morgen (vollständig) erscheinender Bericht wird die Leser sicher nachdenklich stimmen. Bleiben Sie also bitte dran.

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*Hinweis [bd]: bei CiF treiben jede Menge übler Antisemiten ihr Unwesen. Und der Guardian denkt nicht im Traum daran, diese Rubrik endlich auszumisten. Warum sollte er auch, passt es doch in sein Konzept.

Aufräumen bei Comment is Free

6. April 2010

HonestReporting Media BackSpin, 6. April 2010

Katharine Viner soll zukünftig die Rubrik Comment is Free (CiF) beim Guardian übernehmen. Bei CiF Watch ist man aus verschiedenen Gründen besorgt, auch wegen der Tatsache, dass Viner als Co-Authorin bei der umstrittenen Eloge „My Name is Rachel Corrie“ mitgewirkt hatte.

Kurz bevor sich BackSpin wegen Passover verabschiedet hatte, war Matt Seaton, der Redakteur von Comment is Free, von Haaretz interviewed worden. Es war eine enttäuschende Lobeshymne, in der die Kloake des Antisemitismus und Israel-Bashings, die bei CiF normal ist, nicht angesprochen wurde.

Zeitungen sind mit dafür verantwortlich, wenn auf ihren Leserbriefseiten zu Hass aufgestachelt wird. Die Ausbalancierung zwischen Redefreiheit und Moderation Tausender Kommentare ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.

Das sollte hier nicht verschwiegen werden, aber qualitativ bessere Zeitungen denken mehr darüber nach, wie sie den Dreck aus den Leserbriefen herausfiltern.

Eric Zorn von der Chicago Tribune machte kürzlich von sich reden, als er vorschlug, was er „pseudonymity“, also Deckname nannte (ein permanenter Sreen-Name, verbunden mit einem Profil und etwas Hintergrundinfo).

Ombudsmann Andrew Alexander von der Washington Post favorisiert ein abgestuftes System, das die Kommentare seriöser Leser von anderen mit irrelevanten Inhalten, anonymer Benutzerkennung und Beschimpfungen trennt. Beide Methoden haben etwas für sich.

Genau genommen sind Leserbriefe nicht wirklich frei. Pesach Benson (HonestReporting) investiert z.B jeden Tag eine gewisse Zeit für Media BackSpin, um die Kommentare durchzusehen. Wir wissen ja, was dabei so alles anfällt….

Quintessenz: Über Web 2.0 lässt sich leicht reden. Wie Zorn und Alexander betonen, sollte nicht jeder Kommentar durchgelassen werden. Wird Viner bei CiF aufräumen oder dort noch mehr polarisieren?

Bleiben Sie dran….

Bunglawala und das Schuldzuweisungsspiel

15. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 15. März 2009

Inayat Bunglawala, regelmäßig Kommentarschreiber in der Guardian-Rubrik Comment is Free, und Berater der britischen Regierung in Muslimfragen, wurde inhaftiert, weil er allem Anschein nach auf einen anderen Mann in seinem Haus eingestochen hatte.

Dreimal können Sie raten, wen das britische Muslim Public Affairs Committee (siehe Soccer Dad) für den Zwischenfall verantwortlich macht:

Zionisten innerhalb der Regierung und in den Medien manipulieren diese großen britischen Institutionen, um sicherzustellen, dass sie mit ihrer neuen Agenda durchkommen, das Rückgrat der Muslimgruppen zu brechen, die sich gegen Israel wehren.

Notiz für MPAC-UK: Unsere Fangarme sind momentan in einem erbarmungswürdigen Zustand.

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Antwort auf Amnesty

25. Februar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 25. Februar 2009

Amnesty Internationals neuester Bericht, der Israel Kriegsverbrechen beschuldigt und ein Waffenembargo fordert, sorgte diese Woche für großes Medienecho, besonders in Großbritannien. Israel reagierte mit einer eigenen Medienaktion.

Erst veröffentlichte das Außenministerium eine offizielle Stellungnahme, in der Amnestys Schlüsse zurückgewiesen werden und daran erinnert wurde, dass die Hamas eine Terrorgruppe ist und als solche behandelt werden muss. Dann begab sich der israelische Regierungsbeamte Uri Dromi in die Höhle des Löwen, als er Israels Aktionen in der Guardian-Rubrik Comment is Free verteidigte. Dromi merkt an, dass Amnestys Hauptvorwürfe, Israels habe Phosphor- und Streumunition eingesetzt, nicht treffen, weil keine Verletzung Internationalen Rechts vorlag. Er erwähnt auch die Bemühungen Israels, palästinensische Zivilisten nicht zu gefährden.

Erkläre mal Amnesty oder den Weltmedien, dass Israel beim Versuch, nur Hamas-Kämpfer zu treffen, außergewöhnliche Schritte unternahm, um Zivilisten nicht zu verletzen. Abermillionen Flugblätter wurden über Gaza abgeworfen, auf denen die Einwohner aufgefordert wurden, bestimmte Bereiche zu verlassen, bevor sie angegriffen werden würden. Bestimmte Bewohner wurden telefonisch gewarnt, ihre Häuser zu verlassen, weil von dort aus Hamas-Kämpfer ihre Aktionen starteten und sie deshalb zu militärischen Zielen wurden. (Ja, Sie lesen richtig: Sie rufen ihren Feind an und drängen ihn inständig, diesen Ort zu verlassen, weil er dann nicht verletzt wird). Nicht zuletzt nachdem alle diese warnenden Maßnahmen erschöpft waren schoss die IDF einen Warnschuss auf die Häuser ab, um den Bewohnern genug Zeit zu geben, unverletzt zu entkommen. Dann erst wurde das Haus direkt anvisiert.

Dromi weist auch darauf hin, dass Israel eigene Untersuchungen zu all den erhobenen Vorwürfen in die Wege geleitet hat. Erwartungsgemäß stellte Amnesty sicher, dass sein Bericht erschien, bevor die offizielle Version herausgegeben wird.

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Studie über Antisemitismus bei „Comment Is Free“

30. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 29. Juli 2008

Der Vorabdruck eines detaillierten Berichtes über antisemitische Kommentare im Guardian-Forum Comment is Free (CiF) wurde jetzt auf Zionism On the Web (pdf-Format) eingestellt.

Jonathan Hoffman, Autor der 57 Seiten umfassenden Studie, hat seine Ergebnisse einem britischen Parlamentsausschuss und dem Büro des amerikanischen Außenministeriums übermittelt, das antisemitische Vorkommnisse beobachtet.

Einige Highlights aus Hoffmans Studie:

• Die Mehrzahl der von CiF autorisierten Schreiber bezeichneten den jüdischen Charakter Israels als unerwünscht oder unbedeutend.

• Die schiere Masse antizionistischer Kommentare fördert antisemitische Beiträge.

• Leidtragenden von Antisemitismus bei CiF wird die Beweislast aufgebürdet, wenn sie Zuschriften und Kommentare beobachten.

• Das Ausmaß an Antisemitismus bei CiF handelt den Standards des Guardian zuwider.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht (pdf Format)

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Jüdische Flüchtlinge? Welche jüdischen Flüchtlinge?

30. Juni 2008

honestreporting Media Backspin, 30. Juni 2008

Vor ein paar Tagen war ich angenehm überrascht, als der Guardian einen sehr guten Kommentar von Lyn Julius über jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern veröffentlichte. Angesichts des üblichen Israels-Bashings auf der Comment Is Free (CiF)-Seite des Blattes stellte das schon eine Rarität dar.

Gut, bei CiF bleibt keine Wohltat ungestraft: Heute antwortet Rachel Shabi auf Julius.

Spoiler alert: Sie geht auf die Juden los.

Mehr über das gefiskte* Zeug bei Judeopundit (via Point of No Return)

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*abgeleitet von Robert Fisk, der uns seit langer Zeit besonders „am Herzen“ liegt.