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CNN hat Schwierigkeiten mit „Mörder“ und „Terrorist“

15. März 2016

Zahava Raymond, HonestReporting, 9. März 2016

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Vor einer Woche gab es eine Häufung palästinensischer Terroranschläge im ganzen Land, bei denen ein amerikanischer Tourist ermordet und rund 15 Menschen verletzt wurden, einige davon schwer. Drei palästinensische Terroristen wurden getötet, bevor sie Unschuldigen weiteren Schaden zufügen konnten.

Dies führte zu einigen irreführenden Schlagzeilen, über die wir berichtet haben.

CNN wollte sich nicht ausstechen lassen und spielte seine Rolle mit diesem Beitrag:

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Warum die Anführungszeichen? Was ist daran denn derart zweifelhaft, dass CNN einen Terroristen nicht Terrorist nennen kann? Warum das Zögern, wenn es darum geht, palästinensischen Terroristen die Verantwortung zu geben? Wenn so etwas in einem beliebigen anderen Land passiert, wird nicht gezögert, Terroristen und Terroranschläge als das zu bezeichnen, was sie sind. Aber wenn die Opfer israelische Juden sind, dann scheinen diese „geringere“ Opfer zu sein als die Bürger anderer Länder.

Die unpassenden Anführungszeichen sah man aber nicht nur in der Schlagzeile. Im Artikel selbst steht:

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CNN war also in der Lage, über die Tatsache zu berichten, dass zehn Menschen zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurden, aber das Wort „ermordet“ schien ihnen anscheinend zu stark oder subjektiv, so dass sie auf Anführungszeichen zurückgriffen. Warum war es nötig, Maßnahmen zu ergreifen, damit man nicht die unverleugbare Tatsache erwähnen musste, dass der amerikanische Tourist Taylor Force von einem palästinensischen Terroristen ermordet wurde?

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Erst später brachte CNN Rosenfelds Tweet in ganzer Länge und entfernte die Anführungszeichen aus der Schlagzeile — obwohl dort „israelischer Terroranschlag“ steht. Palästinensischer Terroranschlag wäre zutreffender.

CNN: Jerusalems Altstadt „kurz vor der Vernichtung“

11. Juli 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 5. Juli 2015

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Besuchen Sie sie jetzt, bevor es zu spät ist: Bedroht durch Vernachlässigung, den Elementen, neuen architektonischen Trends oder rücksichtslosen Stadtplanern, kämpfen diese herausragenden Gebäude alle einen schweren Kampf ums Überleben.

So drückt sich CNN bei seiner Foto-Slideshow mit „25 großartige Gebäude kurz vor der Vernichtung“ aus. Worum könnte es sich da handeln? Um unbezahlbare antike Gebäude etwa, die in Syrien von ISIS-Fanatikern zerstört werden, z. B. bei der Zerstörung von Artefakten in Palmyra?

Nein.

Das hier ist das erste Foto, das Leser auf CNNs Website begrüßt:

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Gemäß CNN ist die Altstadt Jerusalems „kurz vor der Vernichtung“. Dass die Altstadt auf der UNESCO-Liste des gefährdeten Erbes der Welt steht, ist keine Entschuldigung für ihren Miteinschluss in die CNN-Slideshow. Wie bei vielen UN-Körperschaften kann dieser Status antiisraelischer Politik zugeschrieben werden und nicht der Wirklichkeit.

CNN hatte keinen Grund, sich diesem haarsträubenden Nonsens anzuschließen, insbesondere weil die Altstadt die vielleicht am besten geschützte Welterbe-Stätte im Nahen Osten ist. Alle religiösen Stätten werden von Gesetz und Religionsfreiheit geschützt. Selbst die umstrittenste von ihnen, der Tempelberg, steht unter der Kontrolle der muslimischen Waqf im Rahmen einer Vereinbarung, den Status quo zu wahren.

Tatsächlich besteht die größte Bedrohung des Welterbes der Altstadt in den Palästinensern selbst, die unbeaufsichtigte Ausgrabungen auf dem Tempelberg vorgenommen haben und dabei viele unbezahlbare Antiquitäten zerstörten.

Auf jeden Fall ist es niemandes „letzte Chance“, Jerusalems Altstadt zu sehen, und sie ist ganz gewiss nicht „kurz vor der Vernichtung“, und es steht CNN schlichtweg nicht zu, solches zu behaupten.

Bild: aus dem Film World War Z, © 2013 Paramount Pictures, ein fiktives Werk, das die Zerstörung von Jerusalems Altstadt beinhaltet – nicht weniger fiktiv wie CNNs Behauptungen.

Laufen die Siedler Amok?

14. Januar 2015

Yarden Frankl, HonestReporting, 4. Januar 2015 (übersetzt von Cora)

Das CNN Video beginnt vielversprechend. Israelis, die in den umstrittenen Gebieten leben, besuchen Selbstverteidigungskurse. CNN zeigt zwei Kurzfilme über palästinensische Terroristen, die Israelis angegriffen haben. Dann interviewt der Korrespondent Ian Lee einige der Leute, die gerade lernen, was zu tun ist, wenn sie sich einem Terroristen gegenüber sehen.

Laura Ben David, eine der Teilnehmerinnen, erzählt CNN:

„Es gibt einem wirklich Kraft, wenn man weiß, dass man die Situation wahrscheinlich beherrscht, wenn man nicht der Gnade desjenigen ausgeliefert ist, der mit einem Messer auftaucht.“

Zur Erinnerung, diese Kurse wurden eingerichtet, kurz nachdem es zu einer Reihe von Angriffen in diesem Gebiet kam. Es ist nur zu verständlich, wenn Menschen, die sich zunehmend terroristischen Angriffen gegenüber sehen, in der Lage sein wollen, sich selbst zu verteidigen. CNN erzählt seinen Zuschauern, dass es im letzten Jahr über 200 palästinensische Attacken gegeben hat.

Soweit, so gut. Wenn das Video hier enden würde.

Aber dann will CNN unbedingt seine verdrehte Auffassung von „Balance“ zeigen. Vielleicht hatten sie Angst, das Video würde zu viel Sympathie für die Position der Siedler hervorrufen. Also wird uns erzählt, dass es im letzten Jahr 300 Angriffe auf Palästinenser durch die Siedler gegeben habe und laut Lee:

„Diese Attacken können tödlich werden.“

Wirklich? Sehen sich die Palästinenser, die an Bushaltestellen warten oder im Supermarkt einkaufen, plötzlich einem Messer schwingenden Terroristen gegenüber? Impliziert CNN, dass die Palästinenser Selbstverteidigungskurse besuchen müssen? (Tatsächlich sagt Lee nirgends, dass die Palästinenser behaupten, sie bräuchten Selbstverteidigung.)

Tatsächlich muss Lee bis ins Jahr 2011 zurück gehen um einen „Siedlerangriff“ zu finden, der vielleicht diese Aussage rechtfertigen könnte. Es werden keinerlei Tote in „über 300 Anschlägen“ erwähnt, die letztes Jahr „tödlich“ endeten.

Aber nicht nur das, um an mehr Informationen über die Geschehnisse des Jahres 2011 zu bekommen, nutzt er die Eltern des angeblichen Opfers als Quelle. Der Mutter zufolge:

„Es gibt kein Recht in Israel. Palästinenser werden jeden Tag angegriffen und getötet!

Und in einem separaten Interview mit dem Vater wird uns erzählt, dass er und sein Sohn friedlich Pfirsichbäume gepflanzt hätten, als ein Siedlermob aufgetaucht sei und seinen Sohn getötet habe.

Wir kennen keine Details zu dem, was zum Tod Yousef Ikhlayyil geführt hat. Was wir aber wissen ist, dass CNN nicht in der Lage war, ein einziges Beispiel zu finden, das die Behauptung einer „tödlichen Attacke“ von Siedlern gegen Palästinenser unter den 300 Zwischenfällen im letzten Jahr untermauert hätte. Jetzt aber senden sie die Aussage, dass die Siedler jeden Tag Palästinenser töten.

Was wirklich unprofessionell und irreführend ist, ist der Versuch den verständlichen Wunsch der Israelis an Selbstverteidigungskursen mit alten, unbestätigten Anschuldigungen gleichzusetzen, nur um ausgewogen zu erscheinen.

Und so kann eine gute Geschichte ein schlechte werden.

Charlie Hebdo und der bizarre antiisraelische Twitter-Ausbruch eines CNN-Moderators

8. Januar 2015

Simon Plosker, HonestReporting, 8. Januar 2015

Jim Clancy ist für CNN-Zuschauer ein bekanntes Gesicht. Aber war hat er sich nur gedacht, als er sich zu einem bizarren antiisraelischen Twitter-Ausbruch aufmachte?

Es begann damit, dass Clancy in Bezug auf den entsetzlichen Terroranschlag in Paris auf das Büro des Satiremagazins Charlie Hebdo twitterte.

HR_CNNClancy1Die Karikaturen machten sich NIE über den Propheten lustig. Sie machten sich darüber lustig, wie die FEIGLING versuchten sein Wort zu verdrehen. Passt auf.

Als Clancy von Oren Kessler deswegen zur Rede gestellt wurde, war seine Antwort unangemessen zu implizieren, Kesser mache das aus Gründen der „Hasbara“.

HR_CNNClancy2Oren Kessler: Absolut unwahr. Das Magazin wurde in der Vergangenheit schon wegen einer Ausgabe angegriffen, in der Mohammed als Gastautor zitiert wurde.
Clancy: Hasbara?

Von da an ging es rasch bergab, weil Clancy jegliche legitime Kritik als Teil eines organisierten proisraelischen Angriffs auf sich auffasste, besonders als der respektierte Blogger Elder of Ziyon Fakten als Belege vorlegte, die Clancys ursprünglichen Tweet anfochten.

HR_CNNClancy3_EOZMan sollte sich die Karikaturen ansehen, bevor man darüber twittert. Ich habe eine Sammlung: http://t.co/QSvVFHKqwM

Das Team Hasbara (israelische Erklärung der Widersprüche der Menschenrechte) hat den Sieg über @ClancyCNN erklärt – als nächstes kommt der #ICC – Jim Clancy (@clancycnn) 8. Januar 2015

Der offen antisemitische Twitter-Account „Jews Making News“ (Juden machen Nachrichten) schaltete sich dann mit einem Angriff auf Elder ein, was Clancy veranlasste mit der bizarren Behauptung zu antworten, dass sowohl Elder als auch die antisemitische Jews Making News Teil einer antimuslimsichen und proisraelischen PR-Kampagne seien.

Inzwischen hat Clancy die folgenden zwei Tweets von seinem Account gelöscht – ich habe Screenshots gemacht – vermutlich, nachdem er erkannte, wie schädlich sie für seine Glaubwürdigkeit sind.

HR_CNNClancy4Jews Making News: Schaut mal, wer von Rassismus und Antisemitismus redet. Werde vor LACHEN über dich platzen. Der war gut, ZioNazi.
Jim Clancy: Hier liegt der Hase im Pfeffer: Jews Making News, Elder of Ziyon sind Konten mit rund 50 Folgenden… die auch Teil einer PR-Kampagne sind, die antimuslimisch ist.

HR_CNNClancy5Jews Making News: Schaut mal, wer von Rassismus und Antisemitismus redet. Werde vor LACHEN über dich platzen. Der war gut, ZioNazi.
Jim Clancy: Diese Konten sind Teil einer Kampagne für #Israel @JewsMakingNews @elderofziyon Nichts Illegales – aber PR, nicht HR: Menschenrechte

Was sagte es über Clancys Geisteszustand, dass er nicht zwischen einer authentischen, pro-israelischen Blogseite und einer anderen unterscheiden kann, die ausdrücklich für antisemitische Verschwörungstheorien wirbt? Als er mit seinen erlogenen Behauptungen konfrontiert wurde, diejenigen, die ihn auf Twitter kritisierten, seien Teil einer antimuslimischen Kampagne zugunsten Israels, hatte Clancy noch die Zeit seine bizarre Neurose mit einem Verweis auf ein „Team Hasbara“ zu demonstrieren.

HR_CNNClancy6Human Rights New: Äh, Jim Clancy, keine “pro-israelische Stimme” sagte das oder impliziert es auch nur. Haben Sie Leseverständnisprobleme?
Jim Clancy: Reiß dich am Riemen, Kleiner. Es ist mein Freitagabend. Du und das Team Hasbara müsst sich schon auf einem Krüppel am Rande der Herde herumhacken.

Eine detailliertere Zusammenstellung von Clancys Tweets und der verschiedenen Antworten sind auf der Internetseite Twitchy zu finden. Das Fazit ist jedoch, dass Jim Clancy sich nicht einfach selbst eine Grube grub. Er grub weiter, indem er ein eingebildetes Team proisraelischer Aktivisten hervorzauberte, die per Definition antimuslimische Fanatiker sind, um alternative Sichtweisen zu seinem ursprünglichen Tweet wegzuerklären, die überhaupt nichts mit Israel zu tun hatten. Verschlimmert wurde das noch durch die Werbung für ein antisemitisches Twitterkonto als Beweis für seine alberne Theorie.

Twitter entlarvt oft die wahren Gedanken prominenter User, einschließlich Persönlichkeiten der Medien. Jim Clancy hat uns ein Fenster in seine Weltsicht geboten und die ist nicht angenehm. Genauso wenig angemessen ist sie für einen Moderator von CNN.

——

Nachtrag von heplev: Elder of Ziyon schreibt, dass Clancy wohl erkannt hat, dass ihm seine Hasstiraden zu viel Ärger einhandeln und hat viel Tweets gelöscht. Außerdem blockiert er alle, die ihn auf seine Tweets ansprechen. Das veranlasst Elder ein kleines Poster zu erstellen (hier eingedeutscht):

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Terroranschlag in der Synagoge: die missglücktesten Schlagzeilen

18. November 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 18. November 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Zwei palästinensische Terroristen betraten am frühen Dienstagmorgen mit Äxten und Pistolen bewaffnet eine Synagoge in Jerusalems Stadtteil Har Nof, brachten vier Israelis um und verletzten sechs weitere. Was waren die anfänglichen Reaktionen einiger internationaler Medien? Für Kanadas CBC News drehte sich alles um die Täter:

Jerusalemer Polizei erschießt 2 nach mutmaßlichem Synagogenanschlag

Jerusalemer Polizei erschießt 2 nach mutmaßlichem Synagogenanschlag

Für die BBC waren nicht zwei palästinensische Terroristen für den Anschlag verantwortlich, sondern die „Jerusalemer Synagoge“:

Anschlag von Jerusalemer Synagoge tötet vier Israelis

Anschlag von Jerusalemer Synagoge tötet vier Israelis

In der Story selbst bezweifelt die BBC, ob die Tat zweier palästinensischer Mörder, die Juden in einer Synagoge ermorden, überhaupt als Terroranschlag bezeichnet werden kann:

Bei einem Vorfall in einer Jerusalemer Synagoge, den die Polizei einen „Terroranschlag“ nennt, wurden mindestens vier Israelis getötet und sieben verletzt.

Bei einem Vorfall in einer Jerusalemer Synagoge, den die Polizei einen „Terroranschlag“ nennt, wurden mindestens vier Israelis getötet und sieben verletzt.

Auch CNNs erste Schlagzeile ging daneben und erweckte im Leser den Eindruck, dass auch zwei Palästinenser Opfer des Terroranschlags wurden, was die Terroristen und die Opfer auf moralische Augenhöhe stellt:

4 Israelis, 2 Palästinenser bei Synagogenanschlag getötet, so die israelische Polizei

4 Israelis, 2 Palästinenser laut israelischer Polizei bei Synagogenanschlag getötet

Dieser Stil übertrug sich auch auf CNNs Fernsehberichterstattung, wie man hier sieht:

4 Israelis, 2 Palästinenser tot in Jerusalem

4 Israelis, 2 Palästinenser tot in Jerusalem

Während viele Medien ihre mangelhaften Schlagzeilen überarbeiteten, sobald weitere Informationen verfügbar waren, sprach Reuters auch Stunden nach dem Vorfall noch immer von einem „mutmaßlichen palästinensischen Anschlag“:

Vier Tote bei mutmaßlichem palästinensischem Anschlag auf Jerusalemer Synagoge

Vier Tote bei mutmaßlichem palästinensischem Anschlag auf Jerusalemer Synagoge

CNN: moralische Gleichwertigkeit bei toten Kindern

27. Oktober 2014

Simon Plosker, HonestReporting, 26. Oktober 2014
(Übersetzung: Yvaine de Winter)

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Der Tod eines jeden Kindes im israelisch-palästinensischen Konflikt ist unzweifelhaft eine Tragödie. Aber gibt es eine moralische Gleichwertigkeit zwischen einem drei Monate alten Baby, das von einem Terroristen ermordet wurde, und einem 14jährigen Palästinenser, der beim Werfen eines Molotow-Cocktails von der IDF getötet wird? Gibt es eine moralische Gleichwertigkeit zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Terroristen?

Laut der Berichterstattung von CNN gibt es sie.

Nun haben ein weiteres Mal Kinder auf beiden Seiten gewaltsam ihr Leben verloren, was die Herzen zerreißt und Feindseligkeiten schürt.

Eines der Getöteten war ein Kindergartenkind, ein anderes ein Baby, beide letzte Woche von Autofahrern überfahren.

Und am Sonntag betteten Palästinenser einen Teenager mit US-Wurzeln zur letzten Ruhe, den die IDF laut dem US-Außenministerium am Freitag in der Westbank erschossen hat.

Zwar wurden beide Kinder „von Autofahrern überfahren“, aber einer dieser Autofahrer war ein palästinensischer Terrorist, der mit voller Absicht Israelis umbringen wollte, als er sein Auto in eine Menschenmenge fuhr, die gerade aus der Jerusalemer Straßenbahn ausstieg. Der andere war laut CNN ein „israelischer Siedler“, und es handelte sich laut der palästinensischen WAFA-Nachrichtenagentur um eine absichtliche Tat.

Die israelische Polizei ist der Ansicht, es handele sich um einen Unfall. CNN verschweigt ebenfalls, dass der Israeli in der nächsten israelischen Gemeinde anhielt, den Fall zur Anzeige brachte und erklärte, er habe den Ort des Geschehens verlassen, um einer möglicherweise gefährlichen Ansammlung von Menschen zu entgehen, die sich dort versammelte.

Hört sich das nach jemandem an, der absichtlich palästinensische Kinder töten wollte?

Und wurde die Beschreibung des Israeli als „Siedler“ absichtlich gewählt, um eine Motivation für die Ermordung von Palästinensern anzudeuten?

Gleichermaßen stellt die Berichterstattung von CNN die israelischen Sicherheitskräfte so dar, als messe sie dem Leben der Palästinenser wenig Bedeutung bei. Natürlich war der Tod von Orwa Hammas vermeidbar gewesen, hätte er keinen Molotow-Cocktail geworfen. Aber Hammad wird als ebenso unschuldig beschrieben wie die drei Monate alte Chaya Zissel Braun, die im CNN-Bericht nicht einmal namentlich erwähnt wird.

Brauns Mörder Abdelrahman al-Shaludi wurde laut CNN von der Polizei beim Fluchtversuch „niedergeschossen“. Der Begriff „niederschießen“ bedeutet laut dem Macmillan Dictionary insbesondere im Journalisten-Jargon „jemanden beschießen und töten oder schwer verletzen, insbesondere jemand Unschuldigen oder jemand Unbewaffneten“.

Abdelrahman al-Shaludi wurde nicht kaltblütig von Israelis ermordet, auch nicht Orwa Hammad oder Einas Khalil, das fünf Jahre alte Opfer des Autounfalls mit Fahrerflucht.

Aber CNN schert das nicht. Bringen Palästinenser absichtlich israelische Kinder um, dann versucht sich CNN an einer falschen moralischen Gleichwertigkeit und stellt Israelis als kaltblütige Mörder palästinensischer Kinder hin. Nur so kann ein hilfloses drei Monate altes Baby in einem Kinderwagen mit einem Palästinenser gleichgesetzt werden, der Molotow-Cocktails schmeißt.

Bild: CC BY-NC flicks/Mitchell Joyce

Terroranschlag in Israel: CNN-Sondermeldungen kann man gleich wieder vergessen

18. August 2011

HonestReporting Media BackSpin, 18. August 2011

Unmittelbar nach einem multiplen Terroranschlag im Norden von Eilat, der südlichst gelegenen Stadt Israels, müssen alle Details über den Horror noch ausgewertet werden. Wenn Eil-/Sondermeldungen eintreffen, kann man gut erkennen, wie sich die Geschichte bei den großen Medien weiterentwickelt.

Zum Beispiel bei CNN, dessen neueste Nachrichten von einem HonestReporting-Redaktionsmitglied auf einem Mobiltelefon verfolgt wurden:

Achten Sie auf den letzten Absatz und die Verwendung des Wortes Terroristen in An- und Abführungszeichen.

Und jetzt sehen Sie mal, was [verschämt platziert] in einer aktualisierten Geschichte links unter dem Video-Screenshot zu lesen ist:


Ist das eine eindeutige Verwendung des „T“-Wortes durch CNN oder hatte jemand dort in der Redaktion nur zufällig einen klaren Moment?

Man muss das Bild aber ganz schön groß aufziehen, damit man liest, was da unten steht.

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Der SPARGEL bezeichnete den Terroranschlag übrigens als Schießerei (so, als handele sich um zwei Banden, die sich bekriegen) und setzte das „T“-Wort klein drüber.  [bd]

Einblick in Hetzkampagnen der West Bank-Moscheen

18. Januar 2011

HonestReporting Media BackSpin, 18. Januar 2011

CNN mit einem Bericht zu den Bestrebungen der PA, die Beschimpfungen und Hasspredigten der palästinensischen Imame zu zügeln. Ich schreibe dem Berichterstatter Kevin Flowers gut, dass er das Problem anspricht, aber es gibt da einen Aspekt, den er nicht deutlich genug anspricht.

Wie schon die Washington Post vor einem Monat berichtete, geht es den PA-Behörden mehr um die Eindämmung des Einflusses der Hamas auf Moscheen in der West Bank als um Botschaften wie Zerstört israel in Allahs Namen. Sehen Sie sich das Video an und urteilen Sie selbst. Bitte hier (der englischen Ausgabe von BackSpin) oder auf die Abbildung* klicken.

Sheikh Hamed Bitawi, der mittlerweile Predigtverbot hat, erklärte im Gespräch mit Flowers: „Ich und die anderen Imame rufen zum Kampf gegen die israelische Besatzung auf.“

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*Ihnen wird sicher aufgefallen sein, dass CNN bei der Untertitelung seines Videos das Wort „Incitement“ (Aufstachelung, Hetze) in An- und Abführungszeichen verwendet. Das sagt doch alles, oder etwa nicht? [bd].

Kontrollieren die Juden tatsächlich die Nachrichtenmedien?

6. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 6. Oktober 2010

Nun, da Rick Sanchez das Thema zur Diskussion gestellt hat, gibt Brian Palmer etwaigen Gerüchten den Rest:

Abgesehen von Sanchez’ angeblicher Korrektheit, was seine Behauptungen betrifft: Ist er im Recht? Werden die Medien von Juden kontrolliert?

Vielleicht, was die Filmindustrie* betrifft, sicher aber nicht die Nachrichten. Wenn Sanchez sich auf Leute im TV-Nachrichtengeschäft bezieht liegt er sicher falsch. Keiner der großen TV-Nachrichtensender, ob Fox News, CNN, MSNBC, ABC News, CBS News oder NBC News, wird von einem jüdischen Chef geleitet. (das betrifft auch Ken Jautz, der Sanchez. gefeuert hatte). Keiner dieser Direktoren hat auch jemals in einem öffentlichen Forum davon berichtet, dass er jüdischen Glaubens sei. Das Internet wird mit Gerüchten vollgemüllt über diverse Medienmogule, die angeblich jüdischen Glaubens seien, aber die wenigsten dieser Behauptungen sind nachweislich abgesichert.

Es gibt einige Juden an der Spitze einheimischer [amerikanischer; bd] Zeitungen, aber es bleibt schlicht eine Übertreibung, wenn man sagt, dass ihre Publikationen durch sie kontrolliert werden.

Hätte Sanchez stattdessen über arabisch kontrollierte Medien gesprochen, wären seine Bemerkungen wohl unter jedermanns Radar durchgeflogen**.

———–
*
da bin ich mir nicht so sicher (bd)

**
Über diesen Satz sollte man auch in den deutschen Medien besonders intensiv nachdenken (bd), oder etwa nicht?

Nasrallah speist Flüchtlinge ab

2. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 2. Dezember 2009

Vorgestern stellte die Hisbollah ihre neue IT-Plattform vor. Und interessanterweise schreibt selbst CNN darüber, wie mies der Libanon palästinensische Flüchtlinge behandelt:

Nasrallah forderte für die Palästinenser im Libanon „grundlegende Menschenrechte, die gleichzeitig ihre Identität und ihr Anliegen schützen.“

Nach libanesischem Gesetz haben palästinensische Flüchtlinge keinerlei  Sozial- und Zivilrechte, nur beschränkten Zugang zu öffentlichen Gesundheits- oder Bildungseinrichtungen, darüber hinaus keinen Zugang zu den allgemeinen Sozialeinrichtungen, folgt man den Angaben der ’United Nations Relief and Works Agency’ (UNRWA).

„Die Mehrheit baut allein auf die UNRWA als einzigen Garanten von Ausbildung sowie Gesundheits- und Sozialfürsorge“, so die Agentur auf ihrer Webseite. „Da sie als Ausländer betrachtet werden, sind den palästinensischen Flüchtlingen unter Strafandrohung mehr als 70 verschiedene Formen der Selbständigkeit und Berufsausübung verboten. Dies hat zu einer sehr hohen Arbeitslosenquote unter der Flüchtlingsbevölkerung geführt.“

Die Agentur gibt an, dass im Libanon mehr als 422.000 palästinensische Flüchtlinge registriert sind.

Wenn doch wenigstens diesem Punkt genügend Aufmerksamkeit seitens der pro-palästinensischen Aktivisten gewidmet werden würde. Die grausame Ironie besteht darin, dass Nasrallah nur heiße Luft ablässt. Es liegt nicht im Interesse der Hisbollah, dass die palästinensischen Flüchtlinge in die libanesische Gesellschaft integriert werden oder in die West Bank zurückkehren.

Leider haben auch die arabischen Regime – Die Hisbollah ist Teil des “Systems”die Flüchtlinge verraten.

CNN verwässert israelische Antwort

30. Oktober 2009

HonestReporting Media BackSpin, 30. Oktober 2009

Lesen Sie die neueste Medienkritik von HonestReporting:

Warum unterschlägt CNN die israelische Reaktion auf einen mangelhaften Amnesty-Report?
CNN Waters Down the Israeli Response

Und weshalb erscheint das Wort “Hamas” kaum im Text des Goldstone-Reports?
Goldstone Report in the Clouds

Offener Brief an Bashar Assad

23. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 23. September 2009

An: Seine Exzellenz, Präsident Bashar Assad
Von
: Pesach Benson, HonestReporting
Thema
: Danke, Präsident Assad

Sehr geehrter Präsident Assad,

Danke, Ihre Exzellenz, für die Überreaktion auf HonestReportings erfolgreiche Kampagne, die es den Golan-Facebookers ermöglicht, sich als Israelis registrieren zu lassen.

Facebook nahm ohne großes Aufhebens einige vernünftige Änderungen vor, aber die Medien nahmen ausschließlich Notiz davon, dass Sie beschlossen, Facebook wegen dieses Themas zu boykottieren. HonestReporting wird nun in Zeitungen wie der Daily Telegraph, der LA Times und sogar beim Sender CNN zitiert, der dieses Video einstellte.

Auch wenn das Regime Ihrer Exzellenz in Wirklichkeit Facebook seit 2007 boykottiert, weil Syrer mit Israelis zusammenarbeiten könnten, sehe ich dennoch, dass Ihre Frau das öffentliche Gesicht Ihrer Regierung auf der internationalen sozialen Medienplattform bleibt.

Ich lade deshalb Ihre verehrte Gattin Asma al Assad ein, sich bei der Konversation in unserer Gruppe Facebook, Golan Residents Live in Israel, not Syria zu beteiligen, dazu auch auf der Facebook-Seite von HonestReporting, und mit Teilnehmern jeglicher Nation und Religion zu kommunizieren, wie es der First Lady genehm ist.

Wenn außerdem Ihre Exzellenz es für richtig hält, können Syrer auf Twitter mit @MediaBackspin und @HonestReporting in Kontakt treten. Mein Kollege Alex Margolin und ich, die von diesen beiden Zugängen aus kommunizieren, sind sowohl israelische als auch amerikanische Staatsbürger.

Pesach Benson

Redakteur
MediaBackspin

Weiterer schockierender Beleg für die fahrlässige Einstellungspolitik von CNN

6. April 2009

HonestReporting Media BackSpin, 6. April 2009

Wie konnte CNN die Gefahren übersehen, als ein Fatah-Aktivist eingestellt wurde?

Mehr dazu im neuen Kommuniqué [In Englisch] von HonestReporting: More Shocking Evidence of CNN’s Faulty Hiring Policy

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Aufgedeckt: Wie palästinensische „Fixer“ ihre Medienbosse manipulieren

18. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 18. März 2009

Sehen Sie sich dieses Video an, in dem ein ehemaliger CNN-Mitarbeiter eine Hasstirade gegen ein Mitglied der Knesset startet (falls es mit dem Button nicht funktioniert dann bitte hier):

Zusätzlich ein ausführlicher Special Report [in Englisch] bei HonestReporting: Exposed: How Palestinian Fixers Manipulate their Media Bosses

 

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CNN: Einjahresanalyse

18. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 18. November 2008

Bei CNN schleicht sich wieder Voreingenommenheit ein, wie HonestReporting anhand einer Einjahresanalyse feststellt.

Lesen Sie die neueste gründliche Untersuchung dazu von HonestReporting [In Englisch]: CNN: Einjahresanalyse:

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Auslandsberichterstattung outsourcen

9. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 9. April 2008

Während wir über verschwindende Auslandsbüros sprechen und einen kleineren Pool von Korrespondenten, die aus aller Welt berichten, diskutiert CBS News darüber, ob es einen Teil seiner Berichterstattung auf CNN auslagern soll. Dazu die NY Times:

Ganz allgemein gesagt sprachen die Verantwortlichen darüber, die CBS-Nachrichtenkapazitäten zu reduzieren, während sie hervorstehende Persönlichkeiten wie Katie Couric, die CBS-Nachrichtensprecherin, behalten, und an CNN eine Lizenzgebühr entrichten, um die Nachrichten des Kabelsenders zu erwerben.

Eine andere Möglichkeit, so dies Leute, bestehe für CBS darin, ihre Korrespondenten in verschiedenen Regionen zu halten, aber sie mit den CNN-Teams zusammenzubringen.

Diese Leute wiesen jedoch darauf hin, dass dieser Deal nicht unmittelbar bevorstehe.

Man könnte eine Menge über gemeinsame Anstrengungen sagen. Die Zusammenführung der Ressourcen kann die Effizienz erhöhen und den Journalisten die Möglichkeit geben, voneinander zu lernen. Der Haken an der Sache: Verstärktes Gruppendenken unter dem Pressekorps.

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Flaschenpost

2. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 1. April 2008

Die 9-jährige Tochter des inhaftierten saudischen Bloggers Fuad Al-Farhan nutzt You Tube, um Flachenpost zu verschicken. Mehr dazu bei CNN.