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Avatar-Fotosession in Bilin

14. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 14. Februar 2010

Diesen neuesten Photo-Stunt, der Bilin in den News halten soll, muss man einfach mögen: Demonstranten, die als Darsteller aus dem Film Avatar verkleidet sind:


Ein Demonstrant, gekleidet wie eine Figur aus dem Film ’Avatar‘, schreit Parolen gegen Israels Grenzbarriere in Bilin, einem Dorf nahe Ramallah, Freitag, 12. Februar 2010. Israel sagt, dass die Barriere für die Sicherheit erforderlich ist, die Palästinenser betrachten sie aber als Mittel zum Landraub. Gegner von Israels Trennbarriere in der West Bank erzielten am Dienstag einen lang ersehnten Sieg, als die Regierung damit begann, die Umzäunung neu festzulegen, um weniger von einem palästinensischen Dorf zu verschlingen, das zum Symbol der Proteste gegen die Mauer und zum Ort häufiger gewaltsamer Zusammenstöße geworden ist. (
AP Photo/Bernat Armangue).

Der Weihnachtsmann wurde irgendwie langweilig. Was wäre mit anderen Laiendarstellern wie Blue, Blue Devil oder Blue Beetle?

Die Kamera lügt nicht, aber wie sieht es mit der Bildunterschrift aus?

11. Februar 2010

HonestReporting Media BackSpin, 11. Februar 2010

Ein Israeli und ein Palästinenser im Handgemenge bei Ausschreitungen – direkt vor den Objektiven von AP– und Reuters-Fotografen. Wie aber Elder of Ziyon herausstellt, unterscheiden sich die Bildunterschriften erheblich. Der Israeli hat den Palästinenser im Schwitzkasten.

Reuters:


Ein israelischer Undercover-Polizist (rechts) ringt mit einem palästinensischen Jugendlichen, der des Steinewerfens verdächtigt wird; er versucht, ihn während der Unruhen am 9. Februar 2010 im Flüchtlingslager Shuafat nahe Jerusalem festzunehmen. Zwischen palästinensischen Steinewerfern und der israelischen Polizei kam es zu Zusammenstößen, als diese ins Flüchtlingslager eindrang, wie ein Reuters-Mitarbeiter am Dienstag angab. (REUTERS/Ammar Awad)

Und hier AP:


Ein palästinensischer Aufrührer versucht, bei Unruhen im Flüchtlingslager Shuafat am 9. Februar 2010 in Ostjerusalem, einem israelischen Polizeibeamten in Zivil die Waffe zu entwenden.
Zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften war es zu Zusammenstößen gekommen, nachdem eine Festnahmeaktion am Tag zuvor Unruhen ausgelöst hatte. (AP-Foto/Bernat Armangue)

Die Bildunterschriften bei Daylife enthielten keine Fotografennamen. Ich nahm sie von Yahoo-Links (1 und 2).

Genau genommen widersprechen sich die beiden Untertitel nicht. Kompliment diesmal aber an Bernat Armangue, der sich die Mühe machte, den Kontext näher zu beschreiben.

Elder of Ziyon zeigt mit seinen Bildern aus Shuafat, warum Steinewerfen alles andere als harmlos ist.

No Business Like Show Business

18. Mai 2009

HonestReporting Media BackSpin, 18. Mai 2009

Mehr noch als der Broadway ist Bilin in der West Bank Schauplatz eines Theaterstücks manipulierter Kontroversen und Posen für die Kameras.

Keine Überraschung also, wenn Associated Press uns glauben machen will, dass dieser Mann, der mit ausgestrecktem Arm einen Schlüssel direkt vor Bernat Armangues Kamera hält, so mir nichts dir nichts „in Ohnmacht fiel“, weil bei der Nakba-Demonstration letzte Woche Tränengas eingesetzt worden war.

Zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken*.

Eine denkwürdiger Zusammenstoß im Jahr 2006 sorgte jedoch für öffentliches Aufsehen –  Reuters-Fotograf Imad Muhammad Intisar Boghnat war festgenommen worden, nachdem er dabei gefilmt worden war, wie er Krawallmacher aufforderte, große Felsbrocken auf israelische Fahrzeuge zu werfen.

(Hat tip: IsraellyCool)

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*Der Bildtext dürfte leicht zu verstehen sein. “passed out from tear gas“ bedeutet so viel wie „durch Tränengaseinsatz Bewusstsein verloren (oder ohnmächtig geworden)“.