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Mauer vortäuschen

12. Juni 2012

HonestReporting Media BackSpin, 12. Juni 2012

Schier unglaublich, wie die gegen Israel eingesetzte verdrehte Sprache ein so akzeptiertes Narrativ werden konnte, dass selbst etwas so Offensichtliches und Widersprüchliches schlicht ignoriert werden konnte.

Lesen Sie den (Capture-) Text zum Bild unten, das vom Guardian dazu verwendet wurde, einen antisemitisch intendierten Artikel Ben Whites zu illustrieren.


Welchen Teil des Stacheldrahtzauns auf dem Foto würden Sie als Mauer bezeichnen?

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Bildunterschrift (Capture):

Ein Palästinenser schwenkt seine Nationalflagge an der Trennungsmauer zwischen Israel und Palästina.

Israels Schuld?

11. August 2009

HonestReporting Media BackSpin, 11. August 2009

Im Guardian zeigt sich Ben White verstört wegen der Hamas und deren Keuschheitsfeldzug. Er dokumentiert einen eindrucksvollen Waschzettel, darunter die Schikanierung von Ladenbesitzern, die weibliche Schaufensterpuppen in der Auslage stehen haben, Zwangsanweisungen für Frauen, ihr Haar zu bedecken und die Gesetzesvorschrift, dass weibliche Anwälte Hijabs tragen müssen.

Man sollte jetzt eigentlich annehmen, White beschreibe eine Gruppe verbohrter islamischer Frauenfeinde. Aber er attackiert Israel:

Aber warum geschieht dies jetzt? Eine Antwort darauf ist, dass diese Entwicklung in Gaza Folge des Belagerungszustandes ist, unter dem dieses kleine Territorium leidet – eine eingepferchte Gesellschaft, hungernd und aufgrund von Arbeitslosigkeit und mutwilliger  militärischer Zerstörung ihrer ursprünglichen Strukturen beraubt. Wie Menschenrechtaktivisten in Gaza sagen, erzeugt die Isolation „Extremismus und düstere Gedanken“.

Eyad Sarraj, Psychiater und bekannter Gesundheitsexperte in Gaza, merkte an, dass die Hamas den Schwerpunkt auf die Anpassung der „Damenbekleidung“ und die „Trennung der Geschlechter“ legt, „besonders in der Öffentlichkeit und in Schulen“. Statt  „Ehrlichkeit oder wirtschaftlicher Seriosität“ den Vorzug zu geben gilt ihre Besessenheit dem „Sex“, da „diese Dinge auffallen und die Leute leicht eingeschüchtert sind, weil solche Themen ihre überkommenen Ängste ansprechen“.

Die Palästinenser wussten, für was die Hamas stand, als sie 2005 die Islamisten wählten: Kein Tanz und keine Schwulen, wenn die Hamas das Sagen hat.