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Zersplitterte Objektive, Teil 2: Wie man Sport für Propaganda missbraucht

6. Dezember 2010

HonestReporting Media BackSpin, 6. Dezember 2010

Im zweiten Teil unserer Studie zur Methode von Reuters, AP und AFP/Getty, über den israelisch-palästinensischen Konflikt fälschendene Bildberichterstattung zu liefern, konzentrieren wir uns darauf, wie die Nachrichtenservices in zynischer Weise die Fußballweltmeisterschaft 2010 ausschlachteten, um negative Bilder über Israel zu produzieren [In Englisch]:

Shattered Lens: Part 2 – Abusing Sport for Propaganda

Zersplitterte Objektive – Fotofälschung bei Nachrichtenagenturen

3. Dezember 2010

HonestReporting Media BackSpin, 3. Dezember 2010

Bilder besitzen eine noch nie dagewesene Macht, was das Zustandekommen der „öffentlichen“ Meinung betrifft. Und die drei internationalen Nachrichtenagenturen AP, Reuters sowie AFP/ Getty Images nehmen bei der Berichterstattung aus Israel und den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde eine zentrale Rolle ein.

Bis heute jedoch hat aber niemand eine Studie in Auftrag gegeben, die Fotos von Nachrichtenagenturen dahingehend untersucht, ob sie nachweisbare Tendenzen entstellender und verfälschender Art beinhalten.

Um herauszufinden, ob und wie Israel von den Wire-Services fair oder unfair behandelt wird, hat HonestReporting nun mit einer Studie begonnen, die die Berichterstattung der oben genannten Nachrichtenagenturen genauer unter die Lupe nimmt.

Lesen Sie im ersten Teil, wie das am Beispiel der Gaza-Flotille geschah [In Englisch]*.

Shattered Lens – Photo Bias Exposed in the Wire Services

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P.S.: Hinweis für Skype-User:

Für die meisten Übersetzungen der HR-Dispatches reicht meine Zeit leider oft nicht. Deshalb biete ich hier an, dass man mich über Skype kontaktiert:

User: bernd.dahlenburg

Also nur Anfrage einreichen [muss ich natürlich freischalten!]. Ich bin meistens abends ab 18.00 Uhr erreichbar, manchmal auch eher, wie jetzt im Winter am Wochenende.

AP-Etikettierungen

4. Mai 2009

HonestReporting Media BackSpin, 4. Mai 2009

Ich habe die Schnauze voll von AP-Etikettierungen. Wenn Israels Außenminister Avigdor Lieberman ein „Ultranationalist“ ist, wie bezeichnet man dann einen iranischen Präsidentschaftsanwärter, der wegen seiner Verstrickung in den Bombenanschlag auf das Jüdische Zentrum in Buenos Aires gesucht wird?

Hier AP zu Lieberman:

Der Bemerkungen des Ultranationalisten Lieberman zu Arabern und dem Nahostfrieden haben internationale Besorgnis über die Absichten der neuen israelischen Regierung geweckt.

Und hier AP zu Mohsen Rezaei:

Ein iranischer Präsidentschaftsanwärter, der von Interpol wegen des Bombenanschlags 1994 auf das Jüdische Zentrum in Argentinien gesucht wird, erklärte am Sonntag, dass er sich bereiterklärt, mit den USA in regionalen Sicherheitsfragen zu kooperieren, falls er gewählt werden sollte.

Der konservative Präsidentschaftskandidat Mohsen Rezaei im Gespräch mit Reportern in der iranischen Hauptstadt….

Aus dem international gesuchten Flüchtigen einen „Konservativen“ zu machen muss auf irgendeine nicht nachvollziehbare Geschichte rekurrieren, der AP Glauben schenkt. Aber welche dämliche Geschichte ist gemeint?

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Journalisten kehren nach Gaza zurück

4. Dezember 2008

HonestReporting Media BackSpin, 4. Dezember 2008

Neueste Nachricht von AP: Israel öffnete die Grenzen wieder für Reporter.

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Der Letzte macht bitte das Licht aus

16. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 16. November 2008

Palästinensische Proteste gegen die Stromabschaltung durch Israel. Dumm nur für die Propaganda der Hamas, dass AP die helle Beleuchtung im Hintergrund nicht aussparte.

Palästinenser am Donnerstag, den 13. November 2008 auf der Hauptstraße in Gaza-Stadt, mit Kerzen und Plakaten während einer Protestaktion gegen israelische Sanktionen. Gaza-Funktionäre schalteten ihr einziges Kraftwerk ab und damit die Elektrizitätsversorgung für nahezu alle der 300.000 Einwohner der Stadt, nachdem Israel Pläne fallen gelassen hatte, Dieselbrennstoff für das Kraftwerk sowie 30 Lastwagen mit humanitärer Hilfe nach Gaza zu schicken. Der israelische Schritt erfolgte, nachdem Gaza-Militante am Donnerstag mindestens 8 Raketen und etliche Granaten auf israelisches Territorium abgefeuert hatte, wie die IDF bekannt gab.( AP Photo-/Adel Hana)

An der AP-Bildunterschrift gibt es nichts auszusetzen. Anmerkung für die Hamas: Wird die letzte wachhabende Person bitte die Lichter löschen?

(Hat tip: Snapped Shot)

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Aufgemuckt

8. September 2008

honestreporting.com Media BackSpin, 8. Setpember 2008

Was für eine Schande, dass die AP dies nicht im Umfeld der Waffentransfers an die Palästinenser berichtete, währen die Intifada in vollem Gang war:

Lieferungen dieser Art bleiben für Israel heikel, denn während der Friedensverhandlungen in den 1990-er Jahren an die palästinensischen Sicherheitskräfte gelieferte Waffen wurden gegen die Israelis genutzt, als diese Gespräche im Jahr 2000 in Gewalt zusammenbrachen.

Aber besser spät als nie.

AP’s Nazi-„Geste“

17. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 17. Juli 2008

Israel Matzav und ich fragen uns, wie AP Samir Kuntars Hitlergruß als „Geste“ darstellen kann.

Der entlassene Häftling Samir Kantar (Links im Bild), mit anderen Haftentlassenen, wie sie während der Feiern in Beirut am Mittwoch, den 16. Juli 2008 zu ihrer Entlassung aus israelischer Haft symbolisch ein Gefängnisgitter durchbrechen. Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah begrüßte die fünf libanesischen Kämpfer, die von Israel freigelassen worden waren, während einer großen Kundgebung in Südbeirut. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit Januar (AP Foto)

Den Stinkefinger zu zeigen ist offensichtlich zu unverschämt und Kuntar hat wohl einige Pfunde zuviel, um einen chest bump zu zeigen.

Aber denken Sie nicht, dass er einen neuen Trend zeigt.

Hisbollah zeigt die Nazi-„Geste“ schon seit Jahren.

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Irans verpfuschte Fotomanipulation

11. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 10. Juli 2008

Wahrscheinlich haben Sie die vier Raketen gesehen, die in großen Zeitungen oder Webseiten wie BBC und NY Times abgebildet waren, um nur wenige zu nennen. Sehen Sie zweimal hin. Der Iran arbeitet an einer kleinen Fauxtografie.

Das manipulierte Foto:

Das Originalfoto:

Hier nun, was bisher bekannt ist: Das Foto erschien erstmals auf der Webseite von Sepah News, der PR-Seite der iranischen Revolutionsgarden. The Lede, Medienblog der NY Times, erklärt, was sich weiter abspielte:

AFP sagte, dass es das Bild von Sepah News am Mittwoch erhalten habe. Aber es gab später im Laufe des Tages keinen Hinweis darauf. Heute gab Associated Press (AP) ein Foto in Umlauf, das identisch mit dem der Quelle schien – aber ohne die vierte Rakete….

Bislang kann aber nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, dass in diesem Fall offizielle iranische Stellen beteiligt waren. Sepah hat die Version mit den drei Raketen heute offensichtlich ohne weitere Erklärung herausgegeben.

AFP hatte das Foto zurückgezogen,

weil wohl die zweite Rakete von rechts offensichtlich digital hinzugefügt worden war, um eine am Boden befindliche Rakete zu retuschieren, die wegen technischer Defekte nicht aufstieg.

Die Agentur ging der Sache nach und zeigte das Foto mehreren Experten, die darin übereinstimmten, dass das Foto manipuliert worden war.

Wie kommt es, dass AP ein Foto mit drei Raketen bekam, AFP aber vier? Joe Strupp von Editor & Publisher (E&P) stellte AP genau diese Frage:

Kathleen Carroll, leitende Redakteurin bei AP, gab die E&P-Anfrage an Sprecher Paul Colford weiter. Er gab lediglich an, dass AP sein Foto von der derselben Sepah News-Seite erhalten hatte wie andere Medienunternehmen.

Colford zitierte die AP-Bildunterschrift des gesendeten Fotos: „Auf diesem Bild (Donnerstag, 10. Juli 2008) der Sepah-Webseite der iranischen Revolutionsgarden, das iranische Shahab 3-Raketen zeigt, die von einem ungenannten Ort am Mittwoch, den 9. Juli 2008 abgefeuert wurden, nach Auskunft von Offiziellen einen konventionellen Gefechtskopf von einer Tonne Gewicht über eine Reichweite von 2011 Kilometern befördern können…“ Bildunterschrift: AP Photo/Sepah News“.

Die vielleicht beste Einschätzung der verpfuschten Sepah-Fälschung kommt von Leuten, die Photoshop mindestens ebenso gut beherrschen wie viele Anwender -; Notiz eines Redakteurs bei Photoshop News:

Selbst bei den kleinen Fotos oben ist jedem, der von digitaler Bildbearbeitung etwas versteht, klar, dass das Bild manipuliert worden ist. Abgesehen von den geklonten Rauchwolken am Boden gehen die Farben am Himmel, die die vierte Rakete umgeben, nicht natürlich ineinander über. Mit Sicherheit beschäftigt Sepah News nicht die begabtesten Photoshop-Künstler….legen Sie es unter OOOPS ab!

Als positive Entwicklung kann man die genauere Untersuchung des so genannten „Medienarms“ der Revolutionsgarden werten. Das hat ihnen bereits einen Platz in der Terrorliste des amerikanischen Außenministeriums eingebracht. Es gibt also keinen Grund zu der Annahme, warum Sepah-News nicht ebenso für eine Eintragung vorgesehen sein sollte.

Die von der Washington Times angewandte Logik im Fall des Hisbollah-Senders Al Manar gilt auch für Sepah News:

Der Sender Al Manar hatte gehofft, die Einstufung als Terrororganisation zu verhindern, indem er die Kritik an seiner Verbindung zur Hisbollah als Versuch darstellte, ihn seiner Redefreiheit [First Amendment in der amerikanischen. Verfassung] zu berauben. Aber wie das Finanzministerium klargestellt hatte geht es nicht um Al Manars Rolle als Fernsehstation, sondern um seine Unterstützung der Hisbollah-Aktivitäten – einer Organisation, die nach Al Qaida mehr Amerikaner ermordet hat als jede andere Terrorgruppe.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen ausgibt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

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AP hält bei Bloggern die Hand auf

18. Juni 2008

honestreporting Media BackSpin, 18. Juni 2008

AP will Blogger, die [direkt] aus Artikeln zitieren, nach der Zahl der verwendeten Wörter zur Kasse bitten. Die Nachrichtenagentur hat bereits eine Seite eingerichtet, auf der die Preise angegeben werden. Los geht’s mit 12,50 $ für einen Textauszug von 5 bis 25 Wörtern.

Nachrichtenagenturen sind berechtigt, sich vor unbefugtem Gebrauch ihres Materials zu schützen. Vielleicht wird dies einige Blogger dazu bringen, nicht wieder unangemessene Versuche zu unternehmen, wenn sie von Fair Use Gebrauch machen und Artikel zitieren.

Andererseits kann ich mir niemanden vorstellen, der so viel Geld berappt, wie AP es von ihm erwartet. Bedenken Sie Folgendes:

• Viele Zitate und Fakten, die von AP stammen, erscheinen auch bei anderen Nachrichtenagenturen.

• Jeder Blogger, der sein Geld wert ist, kann die Schlüsselinformation mit passender Zitation und Link umformulieren oder einfach einen Link einbauen, der weniger Hinweise [auf AP] enthält.

BetaNews greift im Zusammenhang mit APs „Mauthäuschen für Blogger“ eine weitere interessante Frage auf.

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AP erstellt Richtlinien für Blogger

17. Juni 2008

honestreporting Media BackSpin, 17. Juni 2008

Nimmt AP von seinen kürzlich unternommenen Schritten gegen die Blogosphäre und „Fair Use“ Abstand?

(Hat tip: Romenesko)

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Blogger boykottieren AP

15. Juni 2008

honestreporting Media BackSpin, 15. Juni 2008

Newshoggers schreibt, dass die Nachrichtenagentur ganz wild darauf ist, rechtliche Schritte wegen angemessener Copyright-Verwendung einzuleiten. Wieder einmal.

Aber diesmal schlagen die Blogger zurück.

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Wie geht man angemessen mit Urheberrechten um?

11. März 2008

honestreporting Media BackSpin, 11. März 2008

Confederate Yankee besitzt eine Stellungnahme von Associated Press, was ihr Verständnis von Fair Use* im Zusammenhang mit Entwicklungen auf SnappedShot** betrifft.

Dazu auch Gabriel Malors Ratschlag für Blogger.

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*Angemessener Umgang mit Urheberrechten

**Erläuterung: Snapped Shot hatte ein AP-Foto gefunden, das in seiner Beschreibung den Eindruck vermittelt, die israelische Polizei wolle den Leichnam Abu Dheims, des Mörders von 8 Talmud-Schülern vergangenen Donnerstag in Jerusalem, nicht an die Angehörigen herausrücken…