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The Washington Post: Gründliche Analyse

20. September 2010

HonestReporting Media BackSpin, 20. September 2010

Macht sich die Washington Post antiisraelischer Propaganda schuldig?

Lesen Sie dazu das neue Medien-Special von HonestReporting: The Washington Post: An In-Depth Analysis

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Falls Bedarf besteht übersetze ich….[bd].

Mainstream-Medien und palästinensische Gerüchteküche

11. November 2009

HonestReporting Media BackSpin, 10. November 2009

Ein Journalist beschreibt palästinensische Einschüchterungsversuche gegenüber der Presse während der neuerlichen Auseinandersetzungen in Ostjerusalem um den Tempelberg.

Die Einschüchterung war von Gerüchten begleitet, dass israelische Sicherheitsbeamte sich als Journalisten ausgeben und israelische sowie westliche und palästinensische Kollegen gefährden würden. Die Quelle der Gerüchte stammt von einem Palästinenser, der für die Betreuung der Fotoreporter verantwortlich ist. (Ich werde darauf zurückkommen).

Auf The Augean Stables beschreibt der anonym bleibende israelische Reporter die Szene in Ostjerusalem während der Auseinandersetzungen auf der Straße:

„Sie sind ein Undercover-Bulle!“ schrie er auf Arabisch, einen Steinbrocken in seiner rechten Hand haltend, während er mich mit seiner linken Hand nach mir grabschte.

„Nein, ich bin Journalist!“ entgegnete ich, überrascht durch den plötzlichen Zugriff.

„Nein, sind sie nicht. Sie sind ein Undercover-Bulle!“, schrie er wieder. „Beweisen Sie mir, dass Sie keiner sind!“

Ich kramte in meiner Tasche und zog meinen amtlich autorisierten Presseausweis heraus, gleichzeitig davon ausgehend, dass er die Ausstellungsidentität erkennen und feststellen würde, dass sie israelisch war, und dass meine Schwierigkeiten damit nur zunähmen.

Aber während er die Karte musterte, näherte sich ein anderer Journalist, ein arabischer Fotograf, kam auf uns beide zu und sagte dem jungen Mann in Arabisch, dass ich tatsächlich Journalist sei.

„Es reicht, lass ihn gehen“, sagte er ihm. Und der junge Mann tat wie geheißen….

Einige Tage später kam es wieder in und um die Altstadt zu Spannungen und Gewaltausbrüchen – diesmal auf dem Tempelberg selbst. Ich war dort und berichtete über weitere Unruhen, die im muslimischen Viertel der Altstadt ausgebrochen waren, und ich traf denselben arabischen Journalisten, der mich während der Sukkot-Unruhen in Ras Al-Amud unterstützt hatte.

„Danke Mann“, sagte ich ihm auf Hebräisch. „Sie haben mir an diesem Tag wirklich den Arsch gerettet – das war ganz schön knapp.“

„Sie haben ja keine Ahnung“, erwiderte er. „Meine Familie lebt in Ras Al-Amud, und ich musste nachts dorthin zurück und Stunden damit verbringen, sie zu überzeugen, dass ich nicht für die Israelis arbeite. Sie dachten, ich wäre irgendwie auch involviert, weil ich für Sie einstand.“

Der nicht genannte palästinensische Held beschuldigte Al-Jazeera, was der israelische Journalist nicht bestätigen konnte.

Eine Schlüsselrolle bei der Gerüchtestreuung spielt jedoch Awad Awad. Er ist Vorsitzender des Palestinian Photojournalists Committee. Letzten Monat teilte er seine Behauptungen mit Benjamin Joffe-Walt von The Media Line; der vollständige Bericht wurde in der Jerusalem Post neu veröffentlicht:

Palästinensische Fotografen behaupten, dass undercover agierende israelische Sicherheitsbeamte sich als Fotoreporter ausgegeben haben, um über die neuerlichen moslemischen Demonstrationen in Jerusalem zu berichten.

Awad Awad, Vorsitzender des Palestinian Photojournalists Committee, sagte, dass eine Gruppe örtlicher Anwohner die Anwesenheit von israelischen Polizeieinheiten bestätigt hatte, die bekannt dafür sind, arabische Zivilkleidung anzulegen, ebenso wie israelisches Sicherheitspersonal, das als Fotoreporter auftritt und dann Protestler inhaftiert.

„Leute in Ostjerusalem behaupteten, dass sie das am Donnerstag gesehen haben, aber zunächst dachte ich, dass es nur Gerede sei“, so Awad gegenüber The Media Line. „Aber dann am Freitag sahen viele Leute drei Polizisten, immer noch wie Fotografen gekleidet, die plötzlich einen der Demonstranten festnahmen. Viele palästinensische Fotografen riefen mir zu und ein Anwohner nahm es mit seiner Mobilphone-Kamera auf, aber er wollte keine Schwierigkeiten bekommen und hat mir die Aufnahmen nicht ausgehändigt.“

Doch Awads Story deckt sich nicht mit der anderer Journalisten, die dort waren. Joffe-Walt weiter:

Es gab Uneinigkeit dahingehend unter den Fotografen, die bei den Zusammenstößen letzte Woche anwesend waren, ob die Vorfälle so abgelaufen seien, und die Foreign Press Association entschied, zum Geschehen kein Statement abzugeben. Während manche Fotoreporter dort die Anwesenheit von Polizeikräften in Zivil bestätigten, sagten viele andere, dass sie keine israelischen Beamten gesehen hätten, die sich als Medienleute verkleidet (ausgegeben [bd])hätten.

„Ich wäre einer der ersten, die auf dem Dach stünden und „das ist nicht koscher“ rufen würden, aber so weit ich weiß, ist das nicht geschehen  und ich denke, dass dies nur ein Gerücht ist“, sagte ein ausländischer Fotograf, der ungenannt bleiben wollte. „Wenn dies passiert sein sollte,  wäre es das erste Mal gewesen, aber ich war dort anwesend, auch wenn ich Undercover-Polizei gesehen hätte – und ich sah keine -, weder ausländische Fotografen oder einheimische, die ich fragte, haben etwas gesehen.“

„Das Problem: Obwohl nichts passierte, ist die Tatsache, dass Leute glauben könnten, es hätte etwas stattgefunden, es zunehmend schwieriger für die Presse wird, ihrer Arbeit nachzugehen, weil die Leute ihr nicht über den Weg trauen“, erklärte der Fotograf gegenüber The Media Line. „Also denke ich, dass es besser ist, sich so schnell wie möglich da herauszuhalten.“

Ich würde nicht davon ausgehen, dass israelische Sicherheitskräfte sich als Journalisten ausgeben, und ich hoffe, dass sich die Vorwürfe als haltlos erweisen.

Abgesehen davon finde ich es verrückt, dass Awad Awad, dessen Aufgabe es ist, die Interessen palästinensischer Journalisten zu schützen, sie in Gefahr gebracht hat (und ihre israelischen und westlichen Kollegen), ohne irgendeinen Nachweis zu erbringen.

Gefahren der Internet-Apathie

15. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 16. April 2008

Das American Jewish Committee richtet einen Videowettbewerb namens MyIsrael aus. Mit ähnlichen Gruppen bei Facebook und YouTube lernte Avigail Sugarman auf die harte Tour, dass Hass auf Israel auf diesen Seiten nicht ignoriert werden kann. Ich komme nun zum Kern der Sache:

YouTube ist ein bevorzugtes Instrument für die öffentliche Meinungsbildung und den Austausch von Ideen geworden. In diesem Fall jedoch wurde seine Macht – ausgestattet mit Tentakeln großer Reichweite und atemberaubender Geschwindigkeit – eingesetzt, um hasserfüllte antiisraelische Botschaften zu verbreiten…

Vor dieser Begebenheit glaubte ich, dass die inhaltliche Auseinandersetzung bei YouTube zweitrangig wäre; wir könnten bei antiisraelischen Äußerungen im Internet ein Auge zudrücken, aber hüten Sie sich davor, wenn diese die Bildungseinrichtung oder die New York Times erreichen. Ich lernte letzte Woche, dass das Aussitzen dieser Debatte in diesem Fall bedeuten wird, dass jene, die Israel hassen, für jedermann, der das Wort „Israel“ in eine Suchmaschine eintippt, die Denkrichtung vorgeben. Wenn wir zu träge sind, diese neue Front zu erkennen, werden wir die Chance verlieren, Einfluss auf die Diskussion zu nehmen und das Blatt zu wenden.

Zum vollständigen Artikel…

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