Posted tagged ‘Al-Manar’

WikiLeaks: Umgang mit Medien, Hisbollah Style

5. September 2011

HonestReporting Media BackSpin, 5. September 2011

Wir wussten um den groben Umgang der Hisbollah mit westlichen Medien. Selbst Nic Robertson gab zu, während des Libanon-Krieges 2006 Werkzeug der Hisbollah gewesen zu sein.

WikiLeaks zeichnet nun ein noch düsteres Bild im Fall Taher Abbas, eines Journalisten, der das Pech hat, ausgerechnet im Beiruter Stadtteil Dahiya zu leben, wo die Hisbollah ihren Stützpunkt hat.

Einer vertraulichen Depesche zufolge, die im Jahr 2009 von Michele Sison, US-Botschafterin im Libanon, an das State Department gesendet worden war, drangsalierten Hisbollah-Leute wiederholt einen libanesischen Reporter, der wegen seiner Verachtung gegenüber der schiitischen Organisation bekannt war.

Sison berichtete, dass, nachdem Taher Abbas (er berichtet für die in London ansässige Zeitung Asharq Al-Awsat), aus den USA anlässlich der Berichterstattung über die letzte Präsidentschaftswahl zurückgekommen war, Besuch von drei Hisbollah-Funktionären bekommen hatte, die ihn zu seiner Arbeit und seiner Familie verhört hatten. Sie fragten ihn, welche Autos er und seine Frau führen, wo die Kinder zur Schule gingen und ob er über einen Internetanschluss verfüge. Sie befragten ihn sogar über die politischen Anschauungen seiner achtjährigen Tochter.

[…]

Die unheimliche Begegnung mit den Hisbollah-Agenten war mit dem Verhör nicht abgeschlossen: Abbas berichtete, dass man ihn bespitzelte und seine Telefone anzapfte. Abbas Freunde sagten ihm zudem, dass die schiitische Organisation Spione in Wohnhäusern seiner Nachbarschaft installiert hatte, die jede Auffälligkeit weitergaben.

Auch wenn es im Fall Abbas nicht so gewesen sein mag, wie oft praktiziert: Journalisten finden sich oft mit den Einschüchterungsversuchen seitens der Hisbollah ab, um ja nicht ihre [persönlichen (bd)] Kontakte zu verlieren. Ein klassisches Beispiel dafür ist CNN im Irak, wie selbst dessen ehemaliger Direktor Eason Jordan einräumte. Allerdings – so sagt Michael Totten – sei der Verlust des direkten Kontakts mit der Hisbollah „keine große Sache.“

So funktioniert eben der Umgang der Hisbollah mit westlichen Journalisten. Ich möchte sagen, dass ich überrascht bin, wenn nicht noch mehr Journalisten so etwas in ihren Artikeln ansprechen. Aber die meisten Journalisten schreiben keine Berichte, die aus erster Hand stammen. Brachenübliche Regeln ermöglichen es ihnen [deshalb (bd)] in der Regel nicht, über solche Vorfälle zu schreiben.

Auch wenn es schon Jahre her ist, dass die Hisbollah westliche Journalisten entführt oder körperlich misshandelt hat, dürften einige Angst haben, eine iranische Proxy-Miliz zu provozieren, die von der Regierung der Vereinigten Staaten als terroristische Organisation eingestuft wird. Die Hisbollah teilte mir mit, dass ich auf einer offiziell geführten schwarzen Liste stehe (d.h. sie werden mir keinerlei Interviews oder Referenzen mehr geben), weil ich über sie in der Vergangenheit geschrieben habe.

Einige Journalisten wollen die Brücken zu ihren eigenen Kontakten nicht abbrechen, damit die eigene Arbeit nicht erschwert wird. Darüber mache ich mir selbst keine Gedanken. Letztes Jahr habe ich ein Interview mit Mohammad Afif geführt, einem hochrangigen Hisbollah-Funktionär. Aber es war nutzlos und überhaupt nicht wert, veröffentlicht zu werden. Mein Übersetzer sagte mir, dass das, was Afif sagte, Wort für Wort exakt abgestimmt war mit dem, was die Hisbollah jeden Tag über ihre eigenen TV-Kanal Al Manar verbreitet. Der Abbruch von Kontakten zu diesen Leuten spielt [also] keine große Rolle.

Kleiner Trost für Taher Abbas. Er lebt in Dahiya.

Ich lade palästinensische Journalisten ein, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hamas oder Fatah leben, in der [unserer] Kommentarsektion ihr Mitleid zu bekunden.

Welche Nachrichtenmedien nutzt Nasrallah?

29. Mai 2011

HonestReporting Media BackSpin, 29. Mai 2011


Letzte Woche kam Scheihk Nasrallah mit seiner ersten öffentlichen Unterstützungserklärung für Baschar al-Assad heraus. Nun verbrennen syrische Demonstranten Poster des Hisbollah-Bosses.

Was zum Henker hat sich Nasrallah dabei gedacht, als er öffentlich seine Unterstützung für ein Regime bekundete, dessen letzte Gräueltat vermutlich daran bestand, den 13-jährigen Hamza Al-Khatib gefoltert und ermordet sowie schrecklich zugerichtet seiner Familie zurückgeschickt zu haben?

Tariq Alhomayed geht davon aus, dass Nasrallah eine Kardinalregel missachtet hat: Glaube nicht alles was du im Fernsehen siehst. In diesem Fall sprechen wir über Al-Manar, den hauseigenen Hisbollah-Sender, der Nasrallah direkt untersteht:

Vielleicht glaubt Nasrallah der offiziellen syrischen Darstellung, auch wenn das undenkbar erscheint. Selbst wenn er das wirklich tat, dann gibt es dafür keine Ausrede, vor allem nachdem er sah, wie Poster mit seinem Konterfei von den Demonstranten verbrannt wurden. Vielmehr sollte Nasrallah dem syrischen Regime raten, seinen offiziellen Medienkurs zu ändern. Die andere Möglichkeit ist, dass Nasrallah nur den Al-Manar TV [von Hisbollah] sieht, wobei in diesem Fall die Hisbollah-Führung die Kanalwahl ändern müsste, so wie es die arabische TV-Zuseher taten, als die Hisbollah Beirut belagerte. Die Hisbollah Führung sollte nicht den iranischen [arabischsprachigen] Al-Alam TV-Sender bevorzugen, weil das bedeutete, dass sich gar nichts geändert hat; vielmehr sollten sie angesehene Fernsehsender einschalten und ebensolche Zeitungen lesen, die es ihnen ermöglichen, einen Überblick zu bekommen und den Verstand einzuschalten.

Hier Videomaterial von einer Gruppe Syrer, die Nasrallah-Poster verbrennt. Bei Al-Manar würden Sie so etwas nicht zu Gesicht bekommen.

Cash für Berichterstattung: Abgesetzter Diktator kaufte sich Al-Manars Unterstützung

27. Mai 2011

HonestReporting Media BackSpin, 27. Mai 2011

Die LA Times nimmt Bezug auf Berichte, die erwähnen, dass Tunesiens entthronter Diktator Zine El Abidine Ben Ali arabische Nachrichtensender – darunter Al-Manar von Hisbollah – große Summen dafür bezahlt hat, sich als „Förderer der Menschenrechte“ groß in Szene setzen zu lassen.

Berichten zufolge waren libanesische Fernsehstationen noch unersättlicher. Eine – NBN von Parlamentspräsident Nabih Berri – „verlangte für verstärkte mediale Unterstützung sogar eine Verdoppelung der finanziellen Zuwendungen“, so Sabah.

Die Zeitung erklärte, dass Al-Manar, das sonst 150.000 $ pro Jahr für die Unterstützung des Ben Ali-Regimes erhalten hatte, zusätzlich 50.000 $ per anno verlangt hatte, falls man wünsche, das Image des Machthabers, der nun mit seiner Frau in Jiddah lebt, aufzupolieren.

Ben Ali hatte sich verkalkuliert. Die Tunesier, die den säkularen Tyrannen gestürzt haben, gestalten jetzt ihre Aktivitäten nach dem Vorbild der Hisbollah.

WikiLeaks: Al-Manar-Anteilseignern drohen Sanktionen

8. Dezember 2010

HonestReporting Media BackSpin, 8. Dezember 2010

Die US-Botschaft in Beirut empfahl finanzielle Sanktionen gegen 38 Anteilseigner des Hisbollah-Senders Al-Manar. Dazu die Daily Star:

„Ihre Einstufung wird unsere Anstrengungen verstärken, die Hisbollah und deren Institutionen zu diskreditieren sowie ihren Unterstützern den Zugang über US-amerikanische Finanzinstitutionen zu verbauen“, so die Depesche. „Außerdem wird die Publizität, die damit einhergeht, andere Libanesen zweimal über Verwicklungen im Zusammenhang mit Hisbollah-nahen Institutionen nachdenken lassen. Aus Angst vor Ausweisung könnten sich zukünftig manche Leute vorsichtiger verhalten, was ihr Erscheinen in Al-Manar-Fernsehprogrammen betrifft.“

Schneidige Depesche, aber was ist mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung, das von Hisbollah-Apologeten ins Feld geführt wird?

Wie ein US-Beamter der Washington Times gegenüber 2006 erklärte:

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen tarnt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

Medienverteter der Hisbollah zu Gast bei World Editors Forum

16. April 2010

HonestReporting Media BackSpin, 16. April 2010

Zur diesmal (wie immer alljährlich) im Juni stattfindenden Versammlung des World Editors Forum ([kurz: WEF]; Hattip: Elder of Ziyon, via Forbes Biz Blog) gehört auch ein Mittagessen mit Hassan Fadlallah. Der Beiruter Parlamentsabgeordnete steht nicht nur dem Medienausschuss der Volksvertretung vor, sondern ist auch Nachrichtenchef beim Hisbollah-Sender Al-Manar.

Wie ist ein Forum zu bewerten, das einem Top-Propagandisten der Hisbollah einen Persilschein ausstellt? Fadlallahs Meinung zu Jihad-Journalismus ist weithin bekannt. Hier Ausschnitte eines Interviews, das Jeffrey Goldberg im Jahr 2002 mit Fadlallah geführt hatte:

Ich begann mit der Bitte an ihn, einen Vergleich zwischen Al Manar und Al Jazeera, dem bekanntesten arabischen Satellitenkanal, zu ziehen. „Neutralität wie die von Al Jazeera* ist für uns kein Thema“, sagte Fadlallah. „Wir berichten nur über das Opfer, nicht aber über den Aggressor. CNN ist das Nachrichtennetzwerk der Zionisten. Al Jazeera verhält sich neutral, Al Manar vertritt die Position der Palästinenser….“

Er sagte, Al Manars Gegenposition zur Neutralität bedeute, dass, anders als bei Al Jazeera, sein Sender niemals Interviews oder Stellungnahmen israelischer Offizieller ausstrahlen würde. „Wir haben kein Interesse an einem Interview mit Sharon“, sagte Fadlallah. „Wir möchten an ihn ran, um ihn zu töten.“

Erwarten Sie also nicht, dass Nachrichtenleute Erkundigungen über Fadlallahs Ansichten zu aktuellen Themen wie Stellenstreichungen in Nachrichtenredaktionen, Paywalls oder Programmausstrahlung für mobile Empfangsgeräte einholen.

Noch problematischer ist jedoch, dass Al-Manar zwar als Terrorgruppe eingestuft wird, aber vom WEF das Siegel der Legitimität verliehen bekommt.

Ein Leitartikel in der Washington Times verdeutlicht, warum die Ausstrahlungen von Al-Manar nicht durch das Recht auf Redefreiheit abgedeckt sind. Die gleiche Logik trifft auf das WEF-Meeting mit Fadlallah zu:

[Der Sender (bd)] Al Manar hatte damit spekuliert, der Einstufung als terroristische Entität zu entgehen, indem er seine Verbindung zur Hisbollah als Versuch hinstellte, ihn seiner Rechte bezüglich des ersten Zusatzartikels der Vereinigten Staaten (auch bekannt als First Amendment Rights [bd]) zu berauben. Wie aber das Finanzministerium klar herausstellte, geht es nicht um Al Manars Funktion als Fernsehsender, sondern um dessen Unterstützung der Hisbollah-Aktivitäten, also um die einer Organisation, die mehr Amerikaner getötet hat als jede andere Terrorgruppe außer Al-Qaida.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen tarnt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

Übrigens findet das Meeting des World Editors Forum diesmal in Beirut statt, was jegliche Chance ausschließt, dass ein israelisches Nachrichtenteam darüber berichten kann.

Noch Fragen?

————–
* Das halte ich für ein sehr merkwürdiges Gerücht (bd).

Hier ein Beispiel, wie großartig es mit der Neutralität von Al-Jazeera bestellt ist. Man könnte noch mehr aufzählen. Dank an Heplev für den Tipp zu Al-Qaradawi, der hier in Aktion zu sehen ist. Dies hier ist auch recht erhellend.

Al-Manar-Berichterstattung dient der Grenzausspähung durch die Hisbollah

7. Dezember 2009

HonestReporting Media BackSpin, 7. Dezember 2009

Die Hisbollah verwischte letztes Wochenende wieder einmal die Grenze zwischen ihrem so genannten „militärischen“ und dem „Medienflügel“ und setzte damit vermutlich westliche Korrespondenten vermehrtem Risiko aus.

Mehdi Kanso, Geheimdienstchef der Gruppe, der 2006 an der Verschleppung der IDF-Reservisten Ehud Goldwasser und Eldad Regev beteiligt gewesen war, wurde kürzlich dabei erwischt, wie er die israelisch-libanesische Grenze ausspionierte. Man geht allgemein nicht davon aus, dass die Hisbollah unmittelbar an der Grenze operiert – was also erzählte Kanso der UNIFIL-Patrouille? Dazu die Jerusalem Post:

Offensichtlich wurde Kanso gestattet, mit seinem Filmequipment  ins Grenzgebiet einzureisen, nachdem er der UNIFIL erzählt hatte, dass er für Al-Manar erbiete, den TV-Sender der Hisbollah.

Diese Tatsache konfrontiert das Committee to Protect Journalists (CPI) neuerlich mit einer Tatsache:  Es ist angemessen, vom CPJ zu erwarten, dass es Kanso zurechtweist, weil dessen Stunts andere Journalisten in Gefahr bringen. Aber 2006 prangerte die Gruppe idiotischerweise israelische Luftangriffe auf den Sendergebäudekomplex von Al-Manar an, als sie schrieb:

Auch wenn Al-Manar als  Propagandaplattform für die Hisbollah dienen dürfte, sieht es nach Beobachtung und Analyse seiner Berichterstattung durch das CPJ heute nicht danach aus, dass es irgendwie erkennbar einer militärischen Funktion dient.

Ein Kommentar in der Washington Times, auf den ich mehrmals verwiesen hatte, veranschaulicht die Fehler in der CPJ-Logik:

Wie aber das Finanzministerium klarstellte, geht es nicht um Al-Manars Rolle als Fernsehsender, sondern um seine unterstützende Rolle bei den Aktivitäten der Hisbollah, einer Organisation, die mehr Amerikaner ermordet hat als jede andere Terrorgruppe, Al Qaida ausgenommen.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen tarnt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

Dazu passend: Terrorist Television

Journalistenförderation schließt israelischen Verband aus

13. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 13. Juli 2009

Die International Federation of Journalists (IFJ) schloss den israelischen Verband aus.

Schon während des Zweiten Libanonkrieges, als die IFJ die IDF wegen des Angriffs auf den Hisbollah-Sender Al-Manar attackierte, war die Beziehung zwischen der Förderation und israelischen Journalisten abgeschmiert.

Der israelische Verband reagierte auf die IFJ, indem er vorübergehend seine Mitgliedschaft und damit die Beitragszahlungen aussetzte. Außerdem war die National Federation of Israeli Journalists wegen der IFL-Reaktion auf den Gazakrieg verärgert. Dazu die Jerusalem Post:

Im Januar begann die IFJ, eine Reihe von Schreiben zu veröffentlichen, in denen sie Israel wegen dessen Weigerung verurteilte, während der „Operation Gegossenes Blei“ ausländische Journalisten in den Gazastreifen zu lassen. Die ’International Federation’ veröffentlichte auch einen Bericht [pdf-Format], in dem sie Israels Vorgehen in Gaza kritisiere und andere Mitglieder der Organisation und Assoziierte dränge, gegen Israels Behandlung ausländischer Journalisten während des Krieges zu protestieren.

Shibis* Aussage zufolge war der Bericht der internationalen Dachorganisation über Gaza ohne jegliche israelische Hinzuziehung erstellt worden.

„Niemand rief uns an, um sich anzuhören, was wir dazu zu sagen hatten“, sagte er. Israelische Journalisten hatten einiges über Balance zwischen dem Recht der Journalisten auf freie Berichterstattung und dem Druck zu sagen, der seitens der Armee und des Staates aufgebaut worden war, aber der Bericht wurde ohne jeglichen Rückgriff auf nur eine einzige israelische Quelle erstellt, so Shibi.

Die größte Ironie aber ist, dass der israelische Verband in Nahost der einzige mit echter Pressefreiheit und ordentlichen Verfahrensweisen ist.

—————–
*Haim Shibi ist Mitglied sowohl des nationalen israelischen als auch des internationalen Verbandes.

Wird Ägypten Al-Manar den Stecker ziehen?

19. April 2009

HonestReporting Media BackSpin, 19. April 2009

Seit im Sinai eine Terrorzelle ausgehoben wurde, bestehen zwischen Ägypten und der Hisbollah ernsthafte Spannungen.

Jetzt erreicht der Fallout Al-Manar, den Fernsehsender der Hisbollah, der – zumindest bis zum heutigen Tag – Millionen arabischer Haushalte über Nilesat erreicht, Ägyptens staatlich geführte Satellitenstation. YNet News schreibt:

Der Antrag bleibt bei seiner Feststellung, dass der schiitisch geführte Sender vor kurzem damit begann, unwahre Berichte über Ägypten zu senden. Unter anderem soll Al-Manar Ägypten der Kollaboration mit den USA, Unterstützung jüdischer Interessen und des Versuchs der „Implementierung einer zionistischen Agenda“ bezichtigt haben.

Es geht allein um ägyptisches Eigeninteresse. Bis 2007 strahlte Nilesat auch Al-Qaidas Al-Zawraa TV aus, und die ägyptischen Behörden nahmen den Sender nur vom Netz, weil die USA Druck ausgeübt hatte. (Memri zufolge ist Al-Zawraa „nun in Syrien unter dem Namen von Al-Rai TV wieder aufgetaucht“).

Hisbollah-Apologeten werden sicher anführen, dass ein Ende der Al-Manar-Ausstrahlungen die Meinungsfreiheit verletze. Aber die Washington Times entlarvte das Argument schon 2006, nachdem das US-Finanzministerium den Sender als Unterstützer einer Terrororganisation einstufte:

Al-Manar hatte gehofft, der Einstufung als terroristische Vereinigung zu entgehen, wenn er den Vorwurf der Verbindung zur Hisbollah als Versuch formulieren konnte, dass er seiner verfassungsmäßig garantierten Rechte beraubt werden würde. Wie aber das Finanzministerium klarstellte, geht es nicht um Al-Manars Rolle als Fernsehsender, sondern um seine unterstützende Rolle bei den Aktivitäten der Hisbollah, einer Organisation, die mehr Amerikaner ermordet hat als jede andere Terrorgruppe, Al Qaida ausgenommen.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen tarnt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

Nilesat erreicht Millionen Haushalte in Nordafrika, Südeuropa und auf der arabischen Halbinsel.

Dazu passend: Terrorist Television

ShareThis

Al-Manar-Unterstützer bekennt sich schuldig

25. Dezember 2008

HonestReporting Media BackSpin, 25. Dezember 2008

Javed Iqbal, ein in Staten Island wohnhafter Geschäftsmann, bekannte sich schuldig, den Hisbollah-Sender Al-Manar mit satellitengestützter Fernsehtechnik versorgt zu haben. Die NY Times sagt, dass Meinungsfreiheit kein Thema war:

Aber Richter Richard M. Berman vom US-Bundesbezirksgericht wies diesen Standpunkt im letzten Jahr zurück und begründete sein Urteil damit, dass die strafrechtliche Verfolgung sich nicht auf den Inhalt der Aussage, sondern auf die Betreibung [des Senders] stützte – somit Beschuldigungen, dass die Männer einer ausländischen Terrorgruppe materielle Unterstützung zukommen ließen.

Im Gerichtssaal am Dienstag gab Herr Iqbal zu, dass seine Firma HDTV Ltd. Geld dafür erhalten hatte, dass sie Al-Manar (arabisch: „Das Leuchtfeuer“) mit fernsehtechnischem Knowhow unterstützt hatte. Das amerikanische Finanzministerium hat Al-Manar als terroristische Gruppierung eingestuft.

Die Staatsanwälte sagten, dass die Hisbollah den Sender Al-Manar im Libanon betrieb, um Gelder zu sammeln und Freiwillige für Anschläge anzuwerben.

„Wissen Sie von der Beziehung der Hisbollah zu Al-Manar?“, fragte Richter Berman.

„Ja“, sagte Iqbal.

Ein vorausahnender Kommentar im Jahr 2006 sprach aus, warum Fernsehsender wie Al-Manar letztendlich durch Meinungsfreiheit nicht geschützt sind. Iqbal bekommt sein Urteil im März. Der Mitangeklagte Saleh Elahwal wartet noch auf seinen Prozess.

ShareThis

Deutschland verbietet Al-Manar: Na und?

23. November 2008

HonestReporting Media BackSpin, 23. November 2008

Schön zu sehen, dass Deutschland Stellung gegen Al-Manar bezieht, indem es den Hisbollah-Sender verbietet. Aber die Deutsche Welle gibt Rätsel auf, wie das Verbot wirklich aussehen soll:

Das Verbot wird Al-Manar an jeglicher Werbung oder Geldbeschaffung hindern und den Empfang in deutschen Hotelzimmern unterbinden. Privathaushalte werden jedoch weiterhin in der Lage sein, den Sender zu empfangen.

Dazu passend [In Englisch]: ‚So strafbar wie die Terrorgruppe selbst‘

ShareThis

Verleumdungen okay im „Kontext zionistischer Verbrechen“

25. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 25. August 2008

Roland Jabbour, der Vorsitzende des Australian Arabic Council, trat ins Fettnäpfchen, als er Al-Manar-Ausstrahlungen in Down Under rechtfertigte. Jabbour im Gespräch mit The Age:

Er sagte, dass er die Juden nicht als Abkömmlinge von Affen und Schweinen bezeichnen würde, aber im Kontext „der Verbrechen des Staates Israel“ war es angemessen von Al-Manar, so zu agieren und israelische Rabbis als Mörder christlicher Kinder zu porträtieren, die deren Blut für das Passah-Mahl verwenden.

Der Hisbollah-Sender Al-Manar hat kürzlich einen indonesischen Satelliten gemietet, um in Australien, China und Südostasien senden zu können. Australien will diese Aktivitäten verhindern.

ShareThis

Australien will Al-Manar blockieren

21. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 21. August 2008

Australien versucht, Al-Manar-Ausstrahlungen aus Indonesien zu blockieren. Exzellente und abgerundete Berichterstattung in The Age. Empfehlenswert auch Andrew Bolts Beitrag, der einige der gewalttätigen Videos aus dem Kinderprogramm (!) von Al-Manar postete.

Die Washington Times erklärt, warum hartes Durchgreifen gegen Al-Manar nicht dem Recht auf freie Meinungsäußerung widerspricht:

…es geht nicht um Al-Manars Rolle als Fernsehsender sondern um seine unterstützende Rolle bei den Aktivitäten der Hisbollah, einer Organisation, die mehr Amerikaner ermordet hat als jede andere Terrorgruppe, Al Qaida ausgenommen.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen ausgibt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

ShareThis

Sepah News bei Lichte besehen

14. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 14. Juli 2008

Ein umstrittener iranischer Raketentest sorgte für zusätzliches Aufsehen, als man entdeckte, dass ein von Sepah News stammendes und von AFP verbreitetes Foto manipuliert worden war:

Um Sepah News ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen hat BackSpin-Redakteur Pesach Benson mit Meir Javedanfur (Abbildung) gesprochen, einem Analytiker des Nahen und Mittleren Ostens. Javedanfur ist auch Direktor von Meepas.com (Middle East Economic and Political Analysis).

Was (Wer) ist Sepah News?

Es ist ein Arm der Revolutionsgarden. Eine von vielen Nachrichtenagenturen im Iran, die über Standpunkte und Aktivitäten der Revolutionsgarden berichtet. Ihr Publikum ist die iranische Öffentlichkeit, aktive und ehemalige Mitglieder der Garden und ausländische Leser weltweit.

Wie sieht die Beziehung zum iranischen Regime aus?

Zunächst einmal ist es das Medienunternehmen, ein sehr wichtiger Bestandteil der islamischen Regierung in Teheran. Sie will damit der Welt die Denkweisen und Aktivitäten der Revolutionsgarden näher bringen. Den Garden dient es dazu, in den Medien die Muskeln spielen zu lassen. Viele Menschen im Iran denken, dass die Sichtweise der Garden in den iranischen und ausländischen Medien unterrepräsentiert ist. Nicht alle iranischen Medien sind vorwiegend an Themen interessiert, die sich um die Revolutionsgarden drehen.

Kann Sepah als legitimer Nachrichtenservice betrachtet werden?

Ja. Es ist eine Quelle im Iran. Wenn Sie alles über die Revolutionsgarden wissen wollen ist Sepah News die richtige Webseite. Wenn Sie Allgemeines über den Iran erfahren wollen gibt es weit bessere Seiten.

Warum könnte Sepah News das Foto manipuliert haben?

Vielleicht um den Fehlstart zu vertuschen und das Leistungsvermögen des Iran überhöht darzustellen. Sie haben Angst vor einem möglichen Angriff des Westens und wollen nicht, dass der Westen seine militärische Power dazu nutzt, sie zu zwingen, westliche Bedingungen bezüglich das Nuklearprogramms zu akzeptieren.

Gibt es bei Sepah eine Tradition der Nachrichtenmanipulation oder kann diese retuschierte Abbildung des Raketentests als isolierter Vorgang bewertet werden?

Ich wüsste nicht, dass Sepah dies schon einmal versucht hat.

Wie sind die Beziehungen zwischen Sepah und westlichen Nachrichtenmedien?

Sepah hofft, dass so viel wie möglich Farsi sprechende Menschen im Westen ihren Inhalt lesen. Mehr kann man dazu nicht sagen. Sie hat keine wirkliche Beziehung zu westlichen Medien. AFP hatte geglaubt, die Bilder stammten von einer legitimen Quelle. Die ausländische Presse wurde beim Raketentest nicht eingeladen. Und wenn man Fotos will, dann ist Sepah die Adresse, an die man sich wenden muss. Als sie [AFP] erkannt hatten, dass das Foto manipuliert worden war, haben sie es wieder zurückgenommen.

Inwiefern unterscheidet sich die Beziehung von Sepah zu den Revolutionsgarden von denen der Hisbollah zu Al-Manar oder Al-Qaida zu As-Sahab?

Da gibt es kaum einen Unterschied. Sie ist der Medienarm der Revolutionsgarden. Wobei Al-Manar finanziell wohl stärker unterstützt wird. Sie haben ihren eigenen Fernsehsender, Sepah nicht.

Das amerikanische Außenministerium hat die Revolutionsgarden bereits als Terrororganisation eingestuft. Sollte man mit Sepah ebenso verfahren?

Nein. Sie versprüht keinen Hass. Sie berichtet im Grunde nur darüber, an was die Garden glauben. Eher armselig, wenn man die Analyse iranischer Nachrichten heranzieht. Sicher zielt sie auch auf die westlichen Nachrichtenagenturen als Publikum ab. Ich denke, dass die Revolutionsgarden Sepah einsetzen, um Stärke und Ideologie zu demonstrieren, darüber hinaus vielleicht noch aus Gründen der psychologischen Kriegsführung.

ShareThis

Leseempfehlungen

14. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 13. Juli 2008

Kein zweites Osirak. Trotz erfolgreichen Verlaufs war der Schlag gegen Saddam Husseins Reaktor keine leichte Operation.

Fachleute beschreiben israelischen High-Tech-Angriff. Eine Vorschau zu Flugabwehrwaffen, intelligenten Bomben, Radarstörsystemen und Kampfeinheiten, über die wir vielleicht noch mehr hören werden.

Hisbollah im Äther-Krieg gegen die USA. Al-Manar lernt dazu.

ShareThis

Irans verpfuschte Fotomanipulation

11. Juli 2008

honestreporting Media Backspin, 10. Juli 2008

Wahrscheinlich haben Sie die vier Raketen gesehen, die in großen Zeitungen oder Webseiten wie BBC und NY Times abgebildet waren, um nur wenige zu nennen. Sehen Sie zweimal hin. Der Iran arbeitet an einer kleinen Fauxtografie.

Das manipulierte Foto:

Das Originalfoto:

Hier nun, was bisher bekannt ist: Das Foto erschien erstmals auf der Webseite von Sepah News, der PR-Seite der iranischen Revolutionsgarden. The Lede, Medienblog der NY Times, erklärt, was sich weiter abspielte:

AFP sagte, dass es das Bild von Sepah News am Mittwoch erhalten habe. Aber es gab später im Laufe des Tages keinen Hinweis darauf. Heute gab Associated Press (AP) ein Foto in Umlauf, das identisch mit dem der Quelle schien – aber ohne die vierte Rakete….

Bislang kann aber nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, dass in diesem Fall offizielle iranische Stellen beteiligt waren. Sepah hat die Version mit den drei Raketen heute offensichtlich ohne weitere Erklärung herausgegeben.

AFP hatte das Foto zurückgezogen,

weil wohl die zweite Rakete von rechts offensichtlich digital hinzugefügt worden war, um eine am Boden befindliche Rakete zu retuschieren, die wegen technischer Defekte nicht aufstieg.

Die Agentur ging der Sache nach und zeigte das Foto mehreren Experten, die darin übereinstimmten, dass das Foto manipuliert worden war.

Wie kommt es, dass AP ein Foto mit drei Raketen bekam, AFP aber vier? Joe Strupp von Editor & Publisher (E&P) stellte AP genau diese Frage:

Kathleen Carroll, leitende Redakteurin bei AP, gab die E&P-Anfrage an Sprecher Paul Colford weiter. Er gab lediglich an, dass AP sein Foto von der derselben Sepah News-Seite erhalten hatte wie andere Medienunternehmen.

Colford zitierte die AP-Bildunterschrift des gesendeten Fotos: „Auf diesem Bild (Donnerstag, 10. Juli 2008) der Sepah-Webseite der iranischen Revolutionsgarden, das iranische Shahab 3-Raketen zeigt, die von einem ungenannten Ort am Mittwoch, den 9. Juli 2008 abgefeuert wurden, nach Auskunft von Offiziellen einen konventionellen Gefechtskopf von einer Tonne Gewicht über eine Reichweite von 2011 Kilometern befördern können…“ Bildunterschrift: AP Photo/Sepah News“.

Die vielleicht beste Einschätzung der verpfuschten Sepah-Fälschung kommt von Leuten, die Photoshop mindestens ebenso gut beherrschen wie viele Anwender -; Notiz eines Redakteurs bei Photoshop News:

Selbst bei den kleinen Fotos oben ist jedem, der von digitaler Bildbearbeitung etwas versteht, klar, dass das Bild manipuliert worden ist. Abgesehen von den geklonten Rauchwolken am Boden gehen die Farben am Himmel, die die vierte Rakete umgeben, nicht natürlich ineinander über. Mit Sicherheit beschäftigt Sepah News nicht die begabtesten Photoshop-Künstler….legen Sie es unter OOOPS ab!

Als positive Entwicklung kann man die genauere Untersuchung des so genannten „Medienarms“ der Revolutionsgarden werten. Das hat ihnen bereits einen Platz in der Terrorliste des amerikanischen Außenministeriums eingebracht. Es gibt also keinen Grund zu der Annahme, warum Sepah-News nicht ebenso für eine Eintragung vorgesehen sein sollte.

Die von der Washington Times angewandte Logik im Fall des Hisbollah-Senders Al Manar gilt auch für Sepah News:

Der Sender Al Manar hatte gehofft, die Einstufung als Terrororganisation zu verhindern, indem er die Kritik an seiner Verbindung zur Hisbollah als Versuch darstellte, ihn seiner Redefreiheit [First Amendment in der amerikanischen. Verfassung] zu berauben. Aber wie das Finanzministerium klargestellt hatte geht es nicht um Al Manars Rolle als Fernsehstation, sondern um seine Unterstützung der Hisbollah-Aktivitäten – einer Organisation, die nach Al Qaida mehr Amerikaner ermordet hat als jede andere Terrorgruppe.

„Jede Organisation, die von einer Terrorgruppe geführt wird – ob sie sich als Wohltätigkeitseinrichtung, Wirtschafts- oder Medienunternehmen ausgibt – ist ebenso schuldig wie die Terrorgruppe selbst“, sagte Stuart Levey, Unterstaatssekretär im Finanzministerium und zuständig für die Verfolgung der Geldwäsche von Terrororganisationen.

ShareThis

Gewalt im Libanon eskaliert

7. Mai 2008

honestreporting Media BackSpin, 7. Mai 2008

Bewaffnete der libanesischen Regierung und der Hisbollah beschossen sich in Beirut mit Gewehren und Granaten. AP erwähnt, dass ein Steinewerfer vermutlich den ersten Treffer bei Al-Manar TV landete:

Ein Kameramann des Hisbollah-Senders Al-Manar wurde von einem Stein an der Stirn getroffen, so der Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur.

Kein Mitleid für den Kameramann; Al-Manar macht Propaganda, nicht Journalismus – eine Unterscheidung, die die Washington Times ganz klar vornimmt. Ich frage mich, wann der Auslandspresseverband sich wieder in die prekäre Lage begibt, sich für Al-Manar zu exponieren.

ShareThis

Hetze in Medien und Moscheen

2. April 2008

honestreporting Media BackSpin, 1. April 2008

Die New York Times zur antisemitischen Hetze der Hamas in Moscheen und Medien.

Solche Hetzkampagnen gegen Israel und die Juden sollten eigentlich nach den Bestimmungen der Osloer Übereinkunft von 1993 und der 2003 verabschiedeten „Roadmap“ verboten werden. Während die PA unter der Herrschaft der Fatah signifikante, aber mangelhafte Anstrengungen unternahm, die Hetzkampagnen zu beenden, erlegt sich die damals bei den Verhandlungen nicht beteiligte Hamas keinerlei Zurückhaltung auf.

Seit die Hamas letzten Juni die Macht im Gazastreifen übernahm und die Fatah vertrieb, wurden die Hasspredigten und Medienberichte, die Gewalt und Hass verbreiteten, noch intensiver, extremer und ausgeklügelter – dem Vorbild der Hisbollah und seines Fernsehsenders Al-Manar im Libanon nachgeahmt.

Ein freundliches Ade von Steve Erlanger, der kürzlich Israel verlassen hat. Ethan Bronner ersetzt Erlanger als Büroleiter der Gray Lady.