APs verworrene Mathematik

Verfasst 17. Juli 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Die Welt und Nahost, Islam+Islamisten, Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Yarden Frankl, HonestReporting, 7. Juli 2016

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KLARSTELLUNG

Eine Quelle bei AP hat bestätigt, dass die Urversion der Story folgenden Satz enthielt: „Etwa 200 Palästinenser, von denen Israel die meisten als Angreifer bezeichnete, wurden im selben Zeitraum getötet.“ Die fett gedruckten Wörter tauchen in der von Sky News Australia überarbeiteten Version nicht auf.

Während die AP-Story noch immer ernste Fragen aufwirft (siehe unten), ist Sky News Australia für das Herauslassen wesentlicher Zusammenhänge verantwortlich.

* * *

In einem Bericht über Israels Antwort auf kürzliche Anschläge setzt die Associated Press die palästinensischen Terroranschläge gewaltig herab. AP schreibt:

Palästinenser haben seit September Dutzende Anschläge verübt und dabei 34 Israelis und zwei auf Besuch befindliche Amerikaner getötet. Etwa 200 Palästinenser wurden im selben Zeitraum getötet.

Wie viele Anschläge haben die Palästinenser in dieser Zeit verübt? Das israelische Außenministerium sagt:

Es gab 155 Messerangriffe (darunter 76 Versuche), 96 mit Schusswaffe, 45 mit Fahrzeug (Ramm-Attacken) und eine Bus-Bombe.

terror-4monthsDas sind insgesamt 297 Anschläge. In der Sprache der AP wären das fast 25 Dutzend.

Zudem scheint AP die palästinensischen Opfer von diesen Anschlägen zu trennen. Der Nachrichtendienst sagt einfach nur, wie viele Palästinenser „im selben Zeitraum“ getötet wurden. Dadurch erweckt AP den Eindruck, Israel handele grob unverhältnismäßig gegenüber unschuldigen Palästinensern — und das ist weit von der Wahrheit entfernt.

Und ein weiterer Satz ohne jeden bedeutungsvollen Kontext scheint die palästinensischen Anschläge sogar zu rechtfertigen. Als Beschreibung der umstrittenen Territorien schreibt AP einfach:

Israel nahm im Krieg von 1967 das Westjordanland und Ostjerusalem ein.

Zwar trifft das im Grunde zu, aber wer sich in der Geschichte der Region nicht auskennt, könnte annehmen, Israel habe diese Gebiete aufgrund eigener Aggressionen eingenommen. Dan Diker vom Jerusalem Center for Public Affairs sagt in unserem jüngsten Red-Lines-Video:

Es ist eine Tatsache, dass sich Israel verteidigte. Die UN sagte 1967 in der UNSC-Resolution 242, dass Israel bei diesem Krieg (von 1967) Verteidiger war. Auslandsreportern obliegt es also, eine Zeile zu schreiben — vier Wörter –, dass Israel die Ostseite Jerusalems und das ehemals von Jordanien besetzte Westjordanland in einem Selbstverteidigungskrieg eroberte… „in einem Selbstverteidigungskrieg erobert“ — das würde einem Bericht eine ganze Menge Kontext geben.

Es hätte AP nicht viele Worte gekostet, akkurat darzustellen, wie viele palästinensische Anschläge es gab und dass die meisten Palästinenser bei ihren Terroranschlägen getötet wurden und dass Israel die umstrittenen Territorien erst einnahm, nachdem es angegriffen wurde. Statt dessen ließ man wesentlichen Kontext aus und führt die Leser in die Irre.

Die völlig verzerrte Meinung der LA Times zum Thema BDS

Verfasst 15. Juli 2016 von yvainedewinter
Kategorien: BDS, Israel, Medieneinseitigkeit, Weltmedien und Nahost

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Daniel Pomerantz, HonestReporting, 6. Juli 2016

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Von einem Redaktionsbeitrag wird gemeinhin angenommen, dass er die Ansicht des gesamten Blattes widerspiegelt. Aber in diesem speziellen Redaktionsbeitrag der LA Times erkennt man, dass eine Gruppe Journalisten rechtliche Schlüsse gezogen hat, ohne über echtes Rechtswissen zu verfügen.

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Es ist auch keine Frage einer persönlichen Meinung, sondern was die Verfassung wirklich sagt und wie das höchste Gericht der Vereinigten Staaten sie im Lauf der Jahre interpretiert hat.

Der LA Times geht es um einen Gesetzesvorschlag, der gerade den Weg durch die kalifornische Legislatur nimmt und der die diskriminierende Natur von Israelboykotten betrifft. Zwar wird der Gesetzesvorschlag im Redaktionsbeitrag nicht beim Namen genannt, aber es geht um AB-2844.

Vor kurzem untersuchte HonestReporting eine ähnliche Thematik, nämlich New Yorks Executive Order 157, wo Gouverneur Cuomo bestimmte: „Wenn Sie Israel boykottieren, boykottiert Sie New York.“

Um es klar zu sagen: Cuomos Verfügung beschränkt nicht die Redefreiheit, nicht einmal Boykotte, sondern bestimmt lediglich, dass der Staat New York keine Geschäfte mit Gruppen macht, die Israel boykottieren. Wie scheinheilig können Israelboykotteure eigentlich sein? Im Grunde sagen sie, ihr Boykott ist ein legitimes Ausdrucksmittel, aber für andere sei es illegal, sie umgekehrt zu boykottieren.

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Im Kontrast hierzu boykottiert AB-2844 nicht einmal die Boykotteure.

In Wirklichkeit hat der Gesetzesvorschlag in der gegenwärtigen Form keinen Durchsetzungsmechanismus, sondern ist vor allem symbolisch, was uns zu der Frage führt, warum die LA Times überhaupt die Notwendigkeit für einen solchen Beitrag sah.

Trotzdem gibt es hier eine tieferliegende Rechtsfrage, der Aufmerksamkeit gebührt: Ist ein Boykott tatsächlich von der Verfassung geschützte freie Rede?

Nein.

Diese Wahrheit mag manche überraschen, aber die wahre Natur eines „Boykotts“ zu verstehen erfordert mehr als eine reflexhafte Meinung. Dies erfordert eine robuste Rechtsanalyse.

Kurzform: Der erste Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten schützt Rede, aber nicht Verhalten, und ein Boykott beinhaltet Verhalten.

HonestReporting sah sich die Verfassung, die relevanten Gerichtsentscheidungen und die Rolle des Büros für Anti-Boykott-Einhaltung, das die zahlreichen Antiboykottgesetze der USA durchsetzt, genau an. Zwar ist diese Analyse ein wenig technisch, aber trotzdem für jeden empfehlenswert, der wirklich verstehen möchte, was ein Boykott ist und wie er von der Verfassung gesehen wird.

Der bekannte Rechtsgelehrte und Universitätsprofessor Eugene Kontorowitsch hat ebenfalls etwas zu dem Thema beizutragen: „Israelboykotte sind keine Redefreiheit.“

Der Redaktionsbeitrag der LA Times wurde nicht als Rechtsanalyse verfasst, sondern ist einfach nur eine persönliche Meinung über das Gesetz.

Und völlig falsch.

Bild: CC BY-NC Jim

NBC News: „Mutmaßlicher“ Terrorist ermordet israelischen Teenager

Verfasst 5. Juli 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Islam+Islamisten, Israel, Medienwelt, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

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Simon Plosker, HonestReporting, 30. Juni 2016

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Enttäuschenderweise wurde die Schlagzeile wieder geändert, diesmal um zu sagen, dass Hallel Yaffa Ariel auch amerikanische Staatsbürgerin war. Ihr Mörder ist für NBC News nicht länger ein palästinensischer Terrorist, sondern ein „palästinensischer Teenager“, womit die Sprache aufgeweicht und verwässert wird.

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UPDATE 2

Die Schlagzeile wurde angepasst und das Wort „mutmaßlicher“ entfernt. Der Eröffnungsabsatz, in dem bereits dasselbe Wort entfernt worden war (siehe Update 1), wurde noch stärker verändert. Das zutreffende Wort „Terrorist“ wurde leider unnötigerweise durch „Angreifer“ ersetzt.

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UPDATE 1

Einige Stunden nach dem Terrorakt entfernte NBC News das Wort „mutmaßlicher“ aus dem Eröffnungstext des Artikels. Dieser lautet nun: „Ein Teenager-Mädchen wurde im Westjordanland in ihrem Schlafzimmer von einem palästinensischen Terroristen erstochen, teilten israelische Beamte am Donnerstag mit.“

Die Schlagzeile blieb jedoch unverändert.

* * *

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Hallel Yaffa Ariel

Wie bestialisch muss die Tat eines Palästinensers sein, bevor die Medien sie als Terrorakt akzeptieren?

Die 13jährige Hallel Yaffa Ariel wurde von einem palästinensischen Terroristen in ihrem Schlafzimmer erstochen. Laut NBC News war der Mörder ein „mutmaßlicher Terrorist“:

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Es scheint kristallklar, dass dieser schreckliche Vorfall ein Terrorakt eines palästinensischen Terroristen war. Wie kann NBC News das Wort „mutmaßlich“ dem israelischen Militär oder israelischen Beamten zuschreiben, wenn im Artikel eingebettete Tweets vom IDF sowie vom IDF-Sprecher Peter Lerner klar feststellen, dass dies ein Terroranschlag war?

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Der leitende Redakteur von HonestReporting, Simon Plosker, sagte:

Selbst wenn NBC das Wort „Terror“ benutzt, können sie sich nicht dazu durchringen, es ohne Einschränkungen zu benutzen. Ein israelisches Teenagermädchen ist von einem palästinensischen Terroristen geschlachtet worden. Daran ist nichts „mutmaßlich“.

Wir haben NBC News um Korrektur gebeten.

Die International Business Times ist reichlich konfus beim Thema Al-Aqsa-Moschee

Verfasst 4. Juli 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Islam+Islamisten, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Simon Plosker, HonestReporting, 29. Juni 2016

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UPDATE

HRsuccess2Nach unserer Korrespondenz hat die IBT Unterüberschrift und Text vollständig geändert.

Jetzt lautet die Unterüberschrift: „Die Unruhen haben zu neuerlichen Rufen nach Friedensgesprächen geführt, die zuletzt vor über zwei Jahren gescheitert sind.“

Und der Eröffnungstext lautet nun: „Israelische Behörden haben Nichtmoslems das Betreten einer umstrittenen Jerusalemer heiligen Stätte verboten, nachdem es zu einer Reihe von Zusammenstößen zwischen palästinensischen Protestlern und der israelischen Polizei gekommen ist. Die Entscheidung fiel während des heiligen Monats Ramadan und wird bis Ende Juni aufrechterhalten, die heilige Stätte bleibt jedoch für muslimische Gebete geöffnet.“

* * *

Die International Business Times berichtet über die palästinensische Gewalt auf dem Tempelberg während der letzten zwei Tage.

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Die Unterüberschrift beschreibt die Al-Aqsa-Moschee fälschlicherweise, sie wäre „sowohl muslimischen als auch jüdischen Besuchern heilig“.

Das ist falsch.

Die Moschee selbst ist Juden, die für gewöhnlich in Synagogen beten, nicht heilig. Der Tempelberg jedoch ist die heiligste Stätte des Judentums überhaupt.

Zudem behaupten Unterüberschrift und Eröffnungsabsatz des Artikels, die Moschee sei von den israelischen Behörden bis zum Ende des Ramadan geschlossen worden. In Wirklichkeit steht die Moschee für muslimische Gebete offen. Es sind Nichtmoslems, insbesondere Juden, die aus Sicherheitsgründen den Tempelberg nicht betreten dürfen.

Abgesehen von den faktischen Fehlern impliziert der Artikel, Juden fürden die muslimische Glaubensfreiheit beschränken, wenn dies klar nicht der Fall ist.

Wir haben die IBT um Korrektur gebeten.

Israelhasserin schreibt antisemitische, zorngeifernde Gastkolumne

Verfasst 1. Juli 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Antiisraelismus, Antisemitismus, BDS, Geistesgrößen, Islam+Islamisten, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, Weltmedien und Nahost

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 27. Juni 2016

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Aayesha J. Soni, eine fanatische Israelhasserin, schrieb für den südafrikanischen Mail and Guardian einen Gastbeitrag, in dem sie Israel mit Hitler verglich.

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Warum jetzt?

Erstmals in der Geschichte wurde ein israelischer Botschafter dazu ernannt, einem ständigen UN-Ausschuss vorzusitzen: Danny Danon, der nun dem UN-Rechtsausschuss vorsitzt. Sonis Geschwafel gegen Israel ist als Kritik an Danons Ernennung getarnt.

Was sind die Kritikpunkte?

Soni beschuldigt Israel, „mehr UN-Resolutionen als jedes andere Land in der Geschichte der UN“ gebrochen zu haben. Des weiteren beschuldigt sie Israel „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und behauptet, dies mache das Land „derselben Verbrechen schuldig wie Hitler“.

Vergleiche aktueller israelischer Politik mit jener der Nazis zu ziehen, passt exakt auf die internationale Definition für Antisemitismus, wie von vielen Regierungen bestätigt (leider nicht der südafrikanischen). Nicht nur ist der Vergleich unwahr, aber er beleidigt Israelis, Holocaustüberlebende und alle Menschen mit gutem Gewissen.

Was verschwieg die Autorin?

Die meisten der fraglichen UN-Resolutionen sind lediglich konsultativ und haben keine rechtliche oder bindende Wirkung, was bedeutet, Israel muss ihnen gemäß den UN-Regulierungen oder dem Völkerrecht nicht Folge leisten. Zudem verschwieg Soni wesentliche Informationen:

1. Die Vereinten Nationen haben eine markante Voreingenommenheit gegenüber Israel. Und das ist nicht einfach nur eine „Meinung“:

  • UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte, es gebe „eine voreingenommene Haltung gegenüber dem israelischen Volk und der israelischen Regierung“, und dies sei „eine unglückliche Situation“.
  • Der ehemalige Generalsekretär Kofi Annan sagte, er sei „besorgt über die unverhältnismäßige Fixierung [des UN-Menschenrechtsrats] auf Verletzungen durch Israel.“
  • Die UN-Botschafterin der USA, Samantha Powers, sagte: „Israel wird nicht wie andere Länder behandelt“, und „die Voreingenommenheit erstreckt sich weit über Israel als Staat hinaus und geht bis hin zu Israel als Idee.“

2. Die von Soni angesprochenen Resolutionen wurden mit Hilfe einiger der judenfeindlichsten Staaten und grässlichsten Menschenrechtsverletzer der Welt verabschiedet, zum Beispiel:

  • Saudi-Arabien, deren UN-Delegierter Marouf al-Dawalibi sagte: „Der Talmud sagt, wenn ein Jude nicht jedes Jahr das Blut eines Nichtjuden trinkt, wird er auf alle Ewigkeit verdammt sein.“ (Der Talmud sagt so etwas nicht.)
  • Libyen, deren US-Vertreter Ali Treiki sagte: „Sind es nicht die Juden, die das amerikanische Volk ausbeuten und sie zu entwürdigen versuchen?“ (Juden tun das nicht.)
  • Der syrische UN-Botschafter, der darauf bestand, Juden würden Christenkinder töten und aus ihrem Blut Matzen machen. (Juden tun das nicht. Aber solche Ritualmordlegenden wurden als Rechtfertigung für das Abschlachten von Juden seit wenigstens dem 12. Jahrhundert herangezogen.)

3. Der UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) hat eine unheilige Besessenheit mit Israel, was wir in diesem HonestReporting-Video diskutieren:

Neben anderen Defiziten hat der UNHRC mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet als gegen den gesamten Rest der Welt zusammengenommen.

Geben wir dem eine Perspektive: Gegenwärtig existieren 40 bewaffnete Konflikte in der Welt, darunter Völkermorde, Folter und Sexsklaverei durch ISIS in Irak und Syrien, der syrische Bürgerkrieg mit Hunderttausenden Toten, der vernichtende Krieg im Jemen, massive Exekutionen im Iran und in Saudi-Arabien, die Liste ist lang.

Und dennoch gewinnen alle diese desaströsen Situationen beim UNHRC weniger Aufmerksamkeit als Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten. Tatsächlich sind die durchschnittlichen jährlichen Todeszahlen in Syrien höher als die Gesamtzahl der Menschen, die seit 1948 in Konflikten mit Israel jemals zu Tode kamen. Aber das ist dem UNHRC völlig egal.

4. Aayesha J. Soni ist auf individueller Ebene besonders hasserfüllt gegenüber Israel, und sie schert sich nicht um die Wirklichkeit oder die Wahrheit. Hier nur ein paar Beispiele von Sonis Twitteraccount:

Ich bin mit dem Lesen von Mein Kampf beschäftigt (Hitlers Buch).. die Schriftgröße ist zweieinhalb:/
Aayesha (@AayeshaJ) November 19, 2010

Dieses HonestReporting-Video bietet weitere Einzelheiten über die Lüge, Israel habe den Palästinensern das Wasser abgedreht:

Aus der Geschichte und von den Aussagen wichtiger UN-Angehörigen und Generalsekretäre geht klar hervor, dass UN-Resolutionen kein verlässlicher Weg sind, die Natur Israels als Staat zu beurteilen. Dennoch engagiert sich Israel weiterhin mit der UN und der internationalen Staatengemeinschaft und dient weiterhin in UN-Ausschüssen.

Die Ernennung von Botschafter Danon zum Vorsitzenden des Rechtsausschusses ist eine signifikante Leistung für den jungen jüdischen Staat und ein Zeichen für Israels Hingabe an positives internationales Engagement.

Statt Israels positiven Beitrag anzuerkennen, schreit Aayesha J. Soni eine Ansammlung von Halbwahrheiten, glatten Lügen und aggressivem Antisemitismus in die Welt hinaus. Tatsächlich besteht die einzige Ähnlichkeit zwischen ihrer Story und Hitler in Sonis ungeheurem Einsatz von Lügen und Propaganda und natürlich in ihrem tief verwurzelten Hass.

Der Mail and Guardian sollte es besser wissen, als Sonis hasstriefende Fiktionen völlig widerspruchslos zu publizieren.

Ausspielen der Judenkarte für die Ziele der BDS

Verfasst 30. Juni 2016 von spotplenni
Kategorien: NGOs

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Zahava Raymond, HonestReporting, 27. Juni 2016

Im Gegensatz zu ihrem unschuldig klingenden Namen nimmt Jewish Voice for Peace in Wirklichkeit die gefährlichsten und radikalsten Positionen der BDS-Bewegung ein; die Gruppe unterstützt den palästinensischen Anspruch auf ein „Rückkehrrecht“ für Flüchtlinge, was das Ende Israels als jüdischer Staat bedeuten würde; sie hat die Lüge verbreitet, die Al-Aqsa-Moschee würde bedroht, und pries die zunehmende palästinensische Gewalt während der letzten acht Monate als „Widerstand“. Ihr angepinnter Tweet vom Oktober 2015 lobt MSNBC für deren „Mut“, eine Nebeneinanderstellung von Karten zu senden, die angeblich palästinensische Landverluste zeigen — wofür sich MSNBC später entschuldigt hat und zugab, dass die Karten „komplett falsch“ sind.

JVP schlachtet ihren jüdischen Charakter absichtlich aus, um die BDS-Bewegung vor Anschuldigungen des Antisemitismus abzuschirmen, was die Schlagzeile von Direktorin Rebecca Vilkomersons Artikel für die Washington Post erklärt: „Ich bin jüdisch und ich will, dass die Menschen Israel boykottieren“.

Impliziert wird, dass alle, die sich bei dem Gedanken unwohl fühlten, den weltweit einzigen jüdischen Staat für Boykotte und Dämonisierung auszusondern, jetzt ausdrücklich hierzu ermuntert werden, weil sie Rebecca Vilkomersons jüdische Erlaubnis haben. Aber ein genauerer Blick auf ihren Artikel zeigt, dass ihre Argumente zur Unterstützung von BDS derart schwach sind, dass ihre Religion die einzige Karte sein könnte, die sie überhaupt ausspielen kann.

Die von der Hamas begonnenen Kriege stellt sie als israelische „Angriffe auf Gaza“ dar. Sie nennt die Zahl der getöteten Palästinenser, verschweigt aber, dass die Mehrheit Hamas-Terroristen waren und dass die Hamas alles in ihrer Macht Stehende tat, um maximalen Kollateralschaden unter palästinensischen Zivilisten sicherzustellen — oder dass Israels Verhältnis aus getöteten palästinensischen Kämpfern zu getöteten Zivilisten besser ist als das Verhältnis anderer westlicher Armeen. Sie beschreibt die getöteten Palästinenserkinder, als habe Israel sie absichtlich erschossen, und erwähnt die Hamas mit keinem Wort, so als ob Israel völlig ohne jeden Grund in den Krieg gezogen sei.

Vilkomerson war entsetzt über Israels Selbstverteidigung und dass es seine Zivilisten gegen Raketenangriffe geschützt hat, also schloss sie sich der BDS an, „um Palästinensern Frieden und volle Rechte zu bringen“. Sie verschweigt, dass BDS dies durch die Ablehnung von Israels Existenzrecht erwirken will und die Zerstörung Israels als jüdischem Staat zum Ziel hat.

Sie lügt: „Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit leben in einem System ungleicher Rechte und Gesetze“. In Wirklichkeit haben Israels arabische Bürger gleiche Rechte, während die Palästinenser von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet werden.

Nach all den Unwahrheiten sieht ihr kläglicher Versuch einer Ausgewogenheit wie folgt aus: „Natürlich gab es zu dieser Zeit auch Angriffe auf israelische Zivilisten“, aber dann beschuldigt sie ausdrücklich die Opfer, indem sie Terroranschläge „ein schreckliches Symptom der anhaltenden Besatzung und Unterdrückung“ nennt. Sie ignoriert die Geschichte der arabischen Terroranschläge auf israelische Juden vor 1967 und selbst bevor Israel zum Staat ausgerufen wurde, sie ignoriert die Aufwiegelung durch palästinensische Medien und wäscht die Palästinenser von jeder Verantwortlichkeit für Terrorismus frei, so als seien sie nicht imstanden, ihre eigenen Entscheidungen zu fällen oder ihre Handlungen zu kontrollieren.

Zum Anti-BDS-Gesetz des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo sagt Vilkomerson: „Es ist keine Diskriminierung, einen Staat für seine Völkerrechtsverletzungen und seinen Missbrauch von Menschenrechten zur Verantwortung zu ziehen.“ Nur dass das vollkommen an dem vorbeigeht, was BDS macht. Ist es Zufall, dass die eine, einzige Nation, die BDS verleumdet und dämonisiert und für Boykotte freigibt, der einzige jüdische Staat ist? BDS nimmt sich nicht die israelische Regierung und ihre Politik vor, sondern BDS zielt auf israelische Juden und ihre Geschäfte und diskriminiert sie einfach nur wegen ihrer Identität.

Wie Alan Dershowitz betont, ist Israel eine Demokratie mit…

inneren Mechanismen für die Adressierung seiner Unvollkommenheiten. Es gibt keinen legitimen Grund, Israel für die Art von externer Diskriminierung auszusondern, für die BDS steht.

Vilkomerson denkt, BDS sei das beste Werkzeug, Israel zur Änderung seiner Politik zu zwingen. Sie irrt sich. BDS mag Israel dämonisieren und delegitimieren, aber die Wahrheit ist auf Israels Seite und Israel lässt seine nationalen Sicherheitsentscheidungen nicht auf Druck fußen, der von irregeleiteten Artikeln und BDS-Lügen herrührt.

New York Times stellt Israels Sicherheitsbarriere falsch dar

Verfasst 27. Juni 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Israel, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Simon Plosker, HonestReporting, 21. Juni 2016

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Die New York Times publizierte einen Leitartikel mit dem Titel „Schmuggler im Westjordanland öffnen Tür für Jobs in Israel sowie für Gewalt„. Dieser untersucht, wie Palästinenser, die in Israel auf Arbeitssuche sind oder die Terrorakte durchführen möchten, Israels Sicherheitsbarriere überwinden können.

Im gesamten Bericht wird die Sicherheitsbarriere „Mauer“ genannt:

Die Mauer, die Israel vor mehr als einem Jahrzehnt baute, um die Selbstmordattentäter der zweiten Intifada abzuwehren, soll palästinensische Bewohner des besetzten Westjordanlands vom Betreten Israels hindern, mit Ausnahme militärischer Checkpoints, wo ihre Papiere überprüft werden können.

Aber der Palästinenser zwängte sich durch eine Lücke im Stacheldraht, der zuoberst des größten Teils der 650 km langen geschlängelten Mauer befestigt ist.

Die Leserschaft erhält den falschen Eindruck, die Barriere, [[400 Meilen]] davon, sei eine Mauer. In Wirklichkeit ist die Sicherheitsbarriere zu 90% ein Maschendrahtzaun, und Mauerabschnitte gibt es nur an ganz spezifischen Stellen.

Zwar sind jene Bereiche, auf die sich die New York Times konzentriert, Mauerabschnitte, aber das Blatt sollte dennoch klarstellen, dass dies nicht über die gesamte Länge der Barriere der Fall ist.

Weiter unten in der Story bezieht sich die New York Times auf einen Zaun. Trotzdem wiegt das den fehlenden Kontext und die fehlenden Informationen nicht auf.

Warum ist das wichtig? Israels Sicherheitsbarriere wird von antiisraelischen Aktivisten und den Medien regelmäßig als monströse Betonstruktur hingestellt, und es werden unzutreffende und ungerechte Vergleiche z. B. mit der Berliner Mauer mit all ihren negativen Konnotationen gezogen, und auch die New York Times hat hierzu ihren Beitrag geleistet.

Wir haben die New York Times um Korrektur oder Klarstellung gebeten.


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