Ausspielen der Judenkarte für die Ziele der BDS

Verfasst 30. Juni 2016 von spotplenni
Kategorien: NGOs

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Zahava Raymond, HonestReporting, 27. Juni 2016

Im Gegensatz zu ihrem unschuldig klingenden Namen nimmt Jewish Voice for Peace in Wirklichkeit die gefährlichsten und radikalsten Positionen der BDS-Bewegung ein; die Gruppe unterstützt den palästinensischen Anspruch auf ein „Rückkehrrecht“ für Flüchtlinge, was das Ende Israels als jüdischer Staat bedeuten würde; sie hat die Lüge verbreitet, die Al-Aqsa-Moschee würde bedroht, und pries die zunehmende palästinensische Gewalt während der letzten acht Monate als „Widerstand“. Ihr angepinnter Tweet vom Oktober 2015 lobt MSNBC für deren „Mut“, eine Nebeneinanderstellung von Karten zu senden, die angeblich palästinensische Landverluste zeigen — wofür sich MSNBC später entschuldigt hat und zugab, dass die Karten „komplett falsch“ sind.

JVP schlachtet ihren jüdischen Charakter absichtlich aus, um die BDS-Bewegung vor Anschuldigungen des Antisemitismus abzuschirmen, was die Schlagzeile von Direktorin Rebecca Vilkomersons Artikel für die Washington Post erklärt: „Ich bin jüdisch und ich will, dass die Menschen Israel boykottieren“.

Impliziert wird, dass alle, die sich bei dem Gedanken unwohl fühlten, den weltweit einzigen jüdischen Staat für Boykotte und Dämonisierung auszusondern, jetzt ausdrücklich hierzu ermuntert werden, weil sie Rebecca Vilkomersons jüdische Erlaubnis haben. Aber ein genauerer Blick auf ihren Artikel zeigt, dass ihre Argumente zur Unterstützung von BDS derart schwach sind, dass ihre Religion die einzige Karte sein könnte, die sie überhaupt ausspielen kann.

Die von der Hamas begonnenen Kriege stellt sie als israelische „Angriffe auf Gaza“ dar. Sie nennt die Zahl der getöteten Palästinenser, verschweigt aber, dass die Mehrheit Hamas-Terroristen waren und dass die Hamas alles in ihrer Macht Stehende tat, um maximalen Kollateralschaden unter palästinensischen Zivilisten sicherzustellen — oder dass Israels Verhältnis aus getöteten palästinensischen Kämpfern zu getöteten Zivilisten besser ist als das Verhältnis anderer westlicher Armeen. Sie beschreibt die getöteten Palästinenserkinder, als habe Israel sie absichtlich erschossen, und erwähnt die Hamas mit keinem Wort, so als ob Israel völlig ohne jeden Grund in den Krieg gezogen sei.

Vilkomerson war entsetzt über Israels Selbstverteidigung und dass es seine Zivilisten gegen Raketenangriffe geschützt hat, also schloss sie sich der BDS an, „um Palästinensern Frieden und volle Rechte zu bringen“. Sie verschweigt, dass BDS dies durch die Ablehnung von Israels Existenzrecht erwirken will und die Zerstörung Israels als jüdischem Staat zum Ziel hat.

Sie lügt: „Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit leben in einem System ungleicher Rechte und Gesetze“. In Wirklichkeit haben Israels arabische Bürger gleiche Rechte, während die Palästinenser von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet werden.

Nach all den Unwahrheiten sieht ihr kläglicher Versuch einer Ausgewogenheit wie folgt aus: „Natürlich gab es zu dieser Zeit auch Angriffe auf israelische Zivilisten“, aber dann beschuldigt sie ausdrücklich die Opfer, indem sie Terroranschläge „ein schreckliches Symptom der anhaltenden Besatzung und Unterdrückung“ nennt. Sie ignoriert die Geschichte der arabischen Terroranschläge auf israelische Juden vor 1967 und selbst bevor Israel zum Staat ausgerufen wurde, sie ignoriert die Aufwiegelung durch palästinensische Medien und wäscht die Palästinenser von jeder Verantwortlichkeit für Terrorismus frei, so als seien sie nicht imstanden, ihre eigenen Entscheidungen zu fällen oder ihre Handlungen zu kontrollieren.

Zum Anti-BDS-Gesetz des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo sagt Vilkomerson: „Es ist keine Diskriminierung, einen Staat für seine Völkerrechtsverletzungen und seinen Missbrauch von Menschenrechten zur Verantwortung zu ziehen.“ Nur dass das vollkommen an dem vorbeigeht, was BDS macht. Ist es Zufall, dass die eine, einzige Nation, die BDS verleumdet und dämonisiert und für Boykotte freigibt, der einzige jüdische Staat ist? BDS nimmt sich nicht die israelische Regierung und ihre Politik vor, sondern BDS zielt auf israelische Juden und ihre Geschäfte und diskriminiert sie einfach nur wegen ihrer Identität.

Wie Alan Dershowitz betont, ist Israel eine Demokratie mit…

inneren Mechanismen für die Adressierung seiner Unvollkommenheiten. Es gibt keinen legitimen Grund, Israel für die Art von externer Diskriminierung auszusondern, für die BDS steht.

Vilkomerson denkt, BDS sei das beste Werkzeug, Israel zur Änderung seiner Politik zu zwingen. Sie irrt sich. BDS mag Israel dämonisieren und delegitimieren, aber die Wahrheit ist auf Israels Seite und Israel lässt seine nationalen Sicherheitsentscheidungen nicht auf Druck fußen, der von irregeleiteten Artikeln und BDS-Lügen herrührt.

New York Times stellt Israels Sicherheitsbarriere falsch dar

Verfasst 27. Juni 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Israel, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Simon Plosker, HonestReporting, 21. Juni 2016

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Die New York Times publizierte einen Leitartikel mit dem Titel „Schmuggler im Westjordanland öffnen Tür für Jobs in Israel sowie für Gewalt„. Dieser untersucht, wie Palästinenser, die in Israel auf Arbeitssuche sind oder die Terrorakte durchführen möchten, Israels Sicherheitsbarriere überwinden können.

Im gesamten Bericht wird die Sicherheitsbarriere „Mauer“ genannt:

Die Mauer, die Israel vor mehr als einem Jahrzehnt baute, um die Selbstmordattentäter der zweiten Intifada abzuwehren, soll palästinensische Bewohner des besetzten Westjordanlands vom Betreten Israels hindern, mit Ausnahme militärischer Checkpoints, wo ihre Papiere überprüft werden können.

Aber der Palästinenser zwängte sich durch eine Lücke im Stacheldraht, der zuoberst des größten Teils der 650 km langen geschlängelten Mauer befestigt ist.

Die Leserschaft erhält den falschen Eindruck, die Barriere, [[400 Meilen]] davon, sei eine Mauer. In Wirklichkeit ist die Sicherheitsbarriere zu 90% ein Maschendrahtzaun, und Mauerabschnitte gibt es nur an ganz spezifischen Stellen.

Zwar sind jene Bereiche, auf die sich die New York Times konzentriert, Mauerabschnitte, aber das Blatt sollte dennoch klarstellen, dass dies nicht über die gesamte Länge der Barriere der Fall ist.

Weiter unten in der Story bezieht sich die New York Times auf einen Zaun. Trotzdem wiegt das den fehlenden Kontext und die fehlenden Informationen nicht auf.

Warum ist das wichtig? Israels Sicherheitsbarriere wird von antiisraelischen Aktivisten und den Medien regelmäßig als monströse Betonstruktur hingestellt, und es werden unzutreffende und ungerechte Vergleiche z. B. mit der Berliner Mauer mit all ihren negativen Konnotationen gezogen, und auch die New York Times hat hierzu ihren Beitrag geleistet.

Wir haben die New York Times um Korrektur oder Klarstellung gebeten.

„Wasser-Apartheid“ war nur eine geborstene Wasserleitung, aber den Medien ist das egal

Verfasst 25. Juni 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Antiisraelismus, Die Welt und Nahost, Europ. Medien und Nahost, Geistesgrößen, Islam+Islamisten, Israel, Medieneinseitigkeit, Medienwelt, Nahost allgemein, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 16. Juni 2016

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Angeblich hat Mark Twain gesagt: „Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, ehe sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.“ Und das ist genau das, was hier passiert ist.

Der Independent, die International Business Times, Radio New Zealand und die Times of London haben allesamt eine vollkommen falsche Al-Jazeera-Story übernommen.

Speziell der Independent tut sich als herausragendes Beispiel für Fiktion anstelle von Journalismus hervor und stellt Israel fälschlicherweise so dar, als verwehre es den Palästinensern im Westjordanland absichtlich das Wasser.

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Im Artikel steht:

Israel hat die Wasserversorgung für weiträumige Gebiete im Westjordanland unterbrochen, wie palästinensische Behörden behaupten.
Zehntausende Palästinenser stehen während des islamischen heiligen Monats Ramadan, einer Fastenperiode, ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser da — zu einer Zeit, zu der die Temperaturen 35°C überschreiten können.

Zwischenzeitlich hat die International Business Times israelische Handlungen zweimal als „Wasser-Apartheid“ bezeichnet und schreibt dieses beleidigende Zitat lediglich vagen und ungenannten „Israelkritikern“ zu, impliziert jedoch, es wäre ein allgemein anerkannter Begriff.

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Doch wie sich herausstellte, war die „Wasser-Unterbrechung“ nichts weiter als eine geborstene Wasserleitung, die israelische Arbeiter bereits gewissenhaft reparierten. COGAT, die israelische Behörde, die Aktivitäten in den Palästinensergebieten koordiniert, postete ein Video der geborstenen Leitung.

Diese Storys stammten ursprünglich von einem Al-Jazeera-Artikel, der anfangs keinerlei Aussagen aus Israel enthielt. Nachdem HonestReporting Al Jazeera kontaktierte, setzte sich die Zeitung endlich mit israelischen Quellen in Kontakt und überarbeitete seinen Text.

Nun sagt Al Jazeera, dass es eine starke Reduktion der Wasserversorgung für das Westjordanland gegeben hat, erwähnt jedoch Israels Aussage, dass dies am Rückgang der verfügbaren Wassermenge lag. Danach wird Israels nationales Wasserunternehmen zitiert:

Alle Anlagen sind aktiv, und die Versorgungsmenge unterschreitet den Verbrauch. Kürzlich genehmigte die Wasserbehörde einen Masterplan für den Wassersektor, und demgemäß bauen wir die Systeme, welche den Verbrauch des Westjordanlands decken.

2015 beschuldigte Al Jazeera Israel der absichtlichen Flutung Gazas durch das Öffnen von Dämmen. Wie sich herausstellte, existierten die fraglichen Dämme erst gar nicht, und die Flut rührte von Regenfällen her. Als dies herauskam, machte Al Jazeera einen Rückzieher.

Wie eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigte, ist das Wassermanagement im Westjordanland eine kontroverse und komplexe Angelegenheit, und viele der Probleme entstehen durch die Misswirtschaft der Palästinenserregierung und deren Weigerung, sich mit Israel zusammenzusetzen, um Aktivitäten rund um das Wassermanagement zu koordinieren.

Trotz der Widrigkeiten geht Israel weit über seine vertraglichen Verpflichtungen hinaus und bietet Palästinensern im Westjordanland Trinkwasser. Tatsächlich genießen Palästinenser im Westjordanland heute besseren Zugang zu Wasser als viele ihrer arabischen Nachbarn.

Zudem ist die Zahl der palästinensischen Häuser mit Zugang zur Wasserversorgung von 10% auf 95% gestiegen, seit Israel 1967 die Kontrolle über das Westjordanland errang, aber die Palästinenserbehörde verwaltet ihre Infrastruktur nur mangelhaft, was zu vielen Problemen führt wie zum Beispiel dem in diesem Artikel angeführten. All dies ist wichtiger Kontext, aber sämtliche Zeitungsberichte verschweigen ihn total.

HonestReporting hat Quellenmaterial zur Verfügung gestellt, welches die Vielzahl verbreiteter Mythen und tatsächlicher Fakten über das Wasser in den Palästinensergebieten erklärt.

Sowohl der Independent als auch die International Business Times widmen mehrere emotional suggestive Absätze der palästinensischen Perspektive über die Wassersituation im allgemeinen, aber ohne jegliche technischen Einzelheiten über die exakte Natur der angeblichen Versorgungsunterbrechung oder deren Ursachen.

Zum Ende des Artikels hin schafft es der Independent endlich, einige tatsächliche Fakten rund um die angebliche Versorgungsunterbrechung zu erwähnen:

Ein Sprecher der israelischen Regierung sagte dem Independent, in diesen Behauptungen läge „keine Wahrheit“, die Verknappung läge vielmehr an schadhaften Wasserleitungen.

Man sagte: „Vor einigen Stunden reparierte COGATs Zivilverwaltungsteam eine geborstene Wasserleitung, die die Wasserversorgung der Dörfer Marda, Biddya, Jamma’in, Salfit und Tapuach unterbrach. Der Wasserfluss wurde reguliert und funktioniert aktuell wieder.“

Wer war die Quelle für die Behauptung, Israel habe absichtlich die Wasserversorgung unterbrochen? Ein vager und nicht verifizierbarer Verweis auf eine Behauptung ungenannter „palästinensischer Behörden“.

Kurz: Der Independent kannte die Wahrheit, entschied sich aber trotzdem dafür, ein emotional aufgeladenes Stück verleumderischer Fiktion dahinzuschmieren und es dann zu veröffentlichen, als sei es Journalismus. Und die International Business Times scherte sich erst gar nicht um die Wahrheit.

Titelbild: enthält Elemente von Vectors by Vecteezy!

Des einen Terrorist ist des anderen Clown

Verfasst 23. Juni 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Antiisraelismus, Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Geistesgrößen, Islam+Islamisten, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 15. Juni 2016

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Eine in hohem Maße irreführende Newsweek-Story begann mit der absurden Schlagzeile „Israel weitet Haftzeit für palästinensischen Clown ohne Anklage aus“. Ja, das ist wirklich die Schlagzeile.

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Der fragliche Palästinenser, Mohammed Abu Saha, 24, tritt als Clown auf. Und es ist durchaus amüsant zu sehen, wie Newsweek die „palästinensische Zirkusschule“ als qualifizierte Quelle über Sicherheitsfragen präsentiert.

Menschen messen Schlagzeilen große Bedeutung zu und lesen oft nur die Schlagzeile und nicht den Artikel. Und wenn man auf Facebook oder Twitter die Schlagzeilen überfliegt, weiß man nicht, dass Saha festgenommen wurde, weil er ebenso ein Mitglied der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) ist, eine international als Terrororganisation eingestufte Gruppierung.

Und trotzdem konnte sich Newsweek nicht dazu durchringen, das Wort „Terrorist“ zu verwenden. Statt dessen nannten sie die PFLP eine „politische Gruppe“ und sagten: „Israel bezeichnet die PFLP als extremistische Organisation.“

Das ist eine grobe Falschdarstellung. Israel bezeichnet die PFLP nicht als „extremistische“ Organisation. Eine extremistische Organisation kann jede beliebige Gruppe am extremen Ende eines politischen Spektrums bedeuten, aber eine Terrororganisation nutzt Gewalt gegen Zivilisten als Mittel zum Zweck.

Daher stuft Israel die PFLP als „Terror“-Organisation ein, ebenso wie Kanada, die EU und die USA. Und Großbritannien stuft das „Generalkommando“ der PFLP als solche ein.

Kurz: Fast die gesamte westliche Welt führt die PFLP als „Terrororganisation“ und nennt seine Mitglieder „Terroristen“. Aber Newsweek war so erpicht, das T-Wort zu vermeiden, dass das Blatt klare journalistische Voreingenommenheit an den Tag legt und irreführende Terminologie verwendet.

Warum verbiegt sich Newsweek derart, um Terrorismus nicht beim Namen zu nennen? Warum wird der Eindruck erweckt, Israel habe einfach irgendeinen zufälligen Clown festgenommen? Fast scheint es, als habe Newsweek den Plan, Mohammed Abu Saha zu verteidigen, und zwar auf Kosten der Fakten. So können die Newsweek-Leser jedoch nicht zu einer informierten Schlussfolgerung kommen.

Saha ist nicht der einzige Clown bei dieser Story — aber Newsweeks Possen sind leider nicht lustig.

Hier unser Video über irreführende Terminologie:

Das Titelbild beinhaltet die „Illustrated circus magician“-Vektorgrafik von Freepik

AFP/Getty Images macht Israel zum Vorwurf, dass es den Sechstagekrieg überlebt hat

Verfasst 17. Juni 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Israel, Sonstiges, Weltmedien und Nahost

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Daniel Pomerantz, HonestReporting, 14. Juni 2016

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In einem atemberaubenden Beispiel totaler Ignoranz grundlegender Geschichte veröffentlichte AFP/Getty, eine der weltgrößten Bilderbanken für Nachrichtenfotos, die folgende Bildbeschreibung, die von Zeitungen weltweit übernommen wurde:

Ein israelischer Soldat betet sonntags an der Westmauer in der Altstadt während der Jerusalem-Tages, der Israels Einnahme der palästinensisch dominierten Osthälfte der Stadt im Jahre 1967 markiert. Israel besetzte Ostjerusalem im Sechstagekrieg und annektierte es später, was von der Weltgemeinschaft nie anerkannt wurde.

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Hier ist, was AFP/Getty vor dem Nachrichtenpublikum verbirgt:

  1. Der Sechstagekrieg war ein Verteidigungskrieg, in dem Israel gegen mehrere Armeen ums Überleben kämpfte. Jene Armeen hatten ihre Absicht erklärt, „Israel von der Weltkarte zu fegen„.
  2. Juden lebten lange vor 1967 in Ostjerusalem, bis Jordanien einfiel und es 1948 besetzte. Jordaniens Besatzung umfasste das historische „jüdische Viertel“ und jüdische heilige Stätten wie die Westmauer.
  3. Jordanien ignorierte die israelischen Bitten, sich aus dem Krieg herauszuhalten, und nutzte seine Besatzung Ostjerusalems statt dessen als Basis für die Geißelung Israels mit Raketenbeschuss und Bodentruppen. Hätte Jordanien Israel nicht gezwungen, ums blanke Überleben zu kämpfen, wäre Jordanien sehr wahrscheinlich noch heute im Besitz Ostjerusalems.

Zudem warf Jordanien Tausende jüdischer Bewohner hinaus, als es 1948 Ostjerusalem eroberte, und viele von ihnen wurden zu obdachlosen Flüchtlingen. In dieser fünfminütigen Mini-Doku erzählt HonestReporting die Geschichte einer Familie:

AFP/Getty jedoch hat diese Geschehnisse absurderweise in nichts weiter als eine israelische „Einnahme palästinensisch dominierten“ Landes verwandelt. Das ist, als spräche man über die Invasion der Alliierten im 2. Weltkrieg in Deutschland, ohne die Nazis zu erwähnen oder den Krieg, den sie begonnen haben. Oder in zeitgemäßeren Begriffen wäre das so, als würde man über die Angriffe der USA und der Weltgemeinschaft in Syrien reden, ohne ISIS und deren Krieg zur Eroberung des Nahen Ostens zu erwähnen.

Selbst eine kurze Bildunterschrift wäre lang genug, um den absolut grundlegenden Kontext zu liefern: nämlich dass Israel 1967 einen verzweifelten Überlebenskampf kämpfte und den Ostteil Jerusalems Invasionsarmeen abnahm, die es in eine Kriegszone verwandelt hatten.

Von professionellen Journalisten erwarten wir Besseres. Falls auch Sie dieser Ansicht sind, klicken Sie bitte auf diesen Link, um AFP eine Mitteilung zu machen, und auf diesen Link für Getty. Beziehen Sie sich dabei auf Getty-Foto #538272816.

Bild „The Jordan Salient“ via Wikimedia Commons

Scheinheiligkeit: Robert Fisk beklagt Berichterstattung über „gefälschte Gräueltaten“

Verfasst 16. Juni 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Antisemitismus, Europ. Medien und Nahost, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser

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Simon Plosker, HonestReporting, 9. Juni 2016

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Der berüchtigte antiisraelische Polemiker Robert Fisk ist schon sehr lange dafür bekannt, dass er israelische Militäreinsätze als Gräueltaten und Kriegsverbrechen beschreibt, also lohnt sich ein genauerer Blick auf seine Aussagen über die Berichterstattung über „gefälschte Gräueltaten“ in seinem letzten Meinungsbeitrag für den Independent, wo er folgende Frage stellt:

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Unter Bezugnahme auf „gefälschte Gräueltaten“ schreibt er:

1982 behaupteten israelische Journalisten zum Beispiel, sie hätten Beweise dafür gefunden, dass palästinensische Guerillas im Südlibanon eine Klinik eingerichtet hätten, in welcher Zivilisten getötet wurden, damit ihr Blut entnommen werden konnte — und zwar um verwundeten palästinensischen Guerillas Bluttransfusionen geben zu können.

Die Story kollabierte innerhalb weniger Tage. Sie taucht aber immer noch von Zeit zu Zeit unter den Mythen des Libanonkriegs von 1975-1990 auf und vernebelt die grässlichen Wahrheiten echter Gräueltaten wie z. B. dem Massaker von Sabra und Schatila im Jahr 1982, bei dem 1.700 palästinensische Zivilisten von Israels libanesischen Verbündeten ermordet wurden. Jede gefälschte Gräueltat färbt auf den Beweiskörper anderer, echter Verbrechen ab und beschmutzt die Wahrheit auf Jahrzehnte hinaus.

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Robert Fisk

Eine Story über eine angebliche Gräueltat, die innerhalb weniger Tage widerlegt wurde, erscheint weiterhin als Tatsache? Das vielleicht beste Beispiel für einen solch ernsthaften Bruch journalistischer Ethik in jüngster Zeit wurde verfasst von… Robert Fisk. Und ganz klar erkennt Robert Fisk nicht die Ironie in seinem jüngsten Meinungsbeitrag.

Im Oktober 2006 bekam Fisk die Titelseite des Independent zur Verbreitung der Verleumdung, Israel habe im Südlibanon Waffen auf Uranbasis eingesetzt. Diese Anklage wurde direkt widerlegt, aber Fisk hat seine Verleumdung niemals zurückgenommen, und sie taucht online immer und immer wieder auf, wegen antiisraelischen Aktivisten.

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Das ist derselbe Robert Fisk, der 2002 fröhlich die Lüge des Jenin-„Massakers“ verbreitet hatte. Und vergessen wir nicht, dass der Independent im August 2011 zu Schadenersatzzahlungen an den saudischen Innenminister gezwungen war, nachdem eine Fisk-Story als falsch widerlegt wurde.

Fisk beendet seinen Meinungsbeitrag mit den Worten: „Somit müssen wir Journalisten jede Gräueltat mit semantischen Skalpellen unter die Lupe nehmen, die unseren Weg kreuzt, für gewöhnlich im Nahen Osten.“

Simon Plosker, der leitende Redakteur von HonestReporting, antwortet:

Robert Fisk ist der letzte, der über ethische und professionelle Berichterstattung über vorgebliche Gräueltaten predigen sollte. Die wahre Gräueltat ist die andauernde Bühne, die der Independent einem Polemiker mit Hang zur Beschmutzung der Wahrheit bietet. Fisks Scheinheiligkeit ist wahrlich atemberaubend.

MSNBC schiebt Israel die Schuld für Terroranschlag zu

Verfasst 15. Juni 2016 von yvainedewinter
Kategorien: Antiisraelismus, Antisemitismus, Die Welt und Nahost, Geistesgrößen, Islam+Islamisten, Israel, Medieneinseitigkeit, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Weltmedien und Nahost

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 9. Juni 2016

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In einer wie wahnsinnig anmutenden Tirade entschuldigten Ayman Mohyeldin und Martin Fletcher von MSNBC die palästinensischen Terroristen, die vier Israelis in einer Einkaufsmeile ermordet haben, und beschuldigten statt dessen Israel.

Hier das Video (klick mich!).

Newsbusters ging sehr schnell auf diesen Vorfall ein und bemerkte, dass sowohl Mohyeldin als auch Fletcher über Israels „rechte Regierung“ und „palästinensische Frustration“ wetterten, selbst als die palästinensische Terrororganisation Hamas weitere Anschläge ankündigte und Palästinenser die Morde mit Jubelgeschrei, Feuerwerk und offenbar sogar Süßigkeiten feierten.

In Wirklichkeit sind Mohyeldins und Fletchers Behauptungen simplistisch und inkorrekt: die Zusammensetzung einer demokratisch gewählten Regierung rechtfertigt keinen Terrorismus gegen die Bevölkerung, und die Hamas hat mittlerweile klar gesagt, dieser Anschlag rühre von falschen Behauptungen israelischer Verletzungen der Al-Aqsa-Moschee her und nicht von „Frustration“ oder der Zusammensetzung der israelischen Regierung. Hamas hat diese Ausrede für Terrorismus in der Vergangenheit häufig benutzt.

Aber was wichtiger ist: Wo auf dieser Welt ist es akzeptabel, Terroropfer dafür verantwortlich zu machen, dass sie angegriffen wurden? Und warum wird der palästinensische Jubel über die erfolgreichen Ermordungen verschleiert? Ist MSNBC wirklich so versessen darauf, Israel die Schuld zuzuschieben?

Ayman Mohyeldin ist bekannt für seine falschen Aussagen über Israel und für seine Rechtfertigungen terroristischer Akte: letzten Oktober erklärte er mehrere Minuten lang live im Fernsehen, ein palästinensischer Attentäter sei „unbewaffnet“ gewesen, als die israelischen Sicherheitskräfte ihn erschossen, aber die neben Mohyeldin eingeblendeten Videoaufnahmen zeigten den Mann, wie er mit hoch erhobenem Messer rannte. Hier in diesem Video können Sie miterleben, wie Mohyeldins eigener Moderator ihn live korrigieren muss.

Nur kurze Zeit nach diesem Bericht vom letzten Oktober forderte eine Onlinepetition Moyheldins Entlassung. Die Petition erhielt über 30.000 Unterschriften, aber es scheint, als arbeite er immer noch für MSNBC und verhalte sich so unprofessionell wie eh und je.

Bild: Moti Karlelitz/Flash90


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