Warum BDS noch immer SodaStream bekämpft

Zahava Raymond, HonestReporting, 2. März 2016

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Als sich SodaStream im Oktober 2015 dem Druck durch BDS beugte und das Westjordanland verließ, verloren 500 palästinensische Angestellte ihre Arbeit. Weitere 74 waren in der Lage, am neuen Standort weiterzuarbeiten, der in der Nähe der südlich gelegenen Stadt Rahat liegt — aber nur per zeitweiliger Arbeitserlaubnis. Am Montag letzter Woche liefen diese aus, und SodaStream war gezwungen, auch seine letzten palästinensischen Angestellten vor die Tür zu setzen.

Dank der Handlungen der BDS-Bewegung haben 600 Palästinenser ihre Arbeit verloren.

Die BDS-Aktivisten haben keinen Zweifel übriggelassen, dass ihr einziges Ziel darin besteht, Israel Schaden zuzufügen. Dabei kümmert es sie nicht im Mindesten, ob dabei auch Palästinenser geschädigt werden. Mahmoud Nawajaa, der BDS-Koordinator in Ramallah, bezeichnete den Verlust palästinensischer Arbeitsplätze bei SodaStream als…

…Bestandteil des Preises, der im Kampf um die Beendigung der Besatzung bezahlt werden muss.

BDS verursachte unwiderruflichen Schaden, indem die Bewegung 600 Palästinensern ihren Lebensunterhalt nahm, aber die Bewegung selbst bekam genau das, was sie wollte. BDS-Anhänger behaupten, sie seien „gegen die Besatzung“, und SodaStream hat das Westjordanland verlassen. Also was kümmert sie die Firma dann noch, was bleibt für BDS denn noch zu tun?

Die Boykottbewegung greift SodaStream immer noch an, denn ihre Führer behaupten, von der Negev aus zu operieren „kommt einer Teilhabe an Israels Plänen gleich, wenigstens 40.000 palästinensische Beduinen in Gemeinden umzusiedeln“, und laut BDS-Führer Omar Barghouti „wirkt es heimlich mit der ethnischen Säuberung beduinisch-palästinensischer Bürger zusammen“. Nur dass Beduinen keine Palästinenser sind und BDS einfach ihre Identität vereinnahmt, um ihr Narrativ, Israel besetze palästinensisches Land, nicht verbiegen zu müssen.

Dies bezieht sich auf den umstrittenen Prawer-Begin-Plan, der fallengelassen wurde, als die Regierung eine neue Version formulieren wollte. Der Plan hätte die Angelegenheit mit den illegalen Beduinensiedlungen lösen und sie stärker in die israelische Gesellschaft integrieren sollen.

Die SodaStream-Fabrik wurde in einem neuen Industriegebiet in der Negev gebaut, das von der Beduinenstadt Rahat, der jüdischen Stadt Lahavim und dem Bnei-Shimon-Regionalkonzil verwaltet wird. Wenn das Industriegebiet voll entwickelt sein wird, werden zirka 40 Fabriken dort stehen und vielen hundert Arbeitnehmern Beschäftigung bieten, darunter auch vielen Beduinen aus nahegelegenen Städten. Auch eine Schule und ein Krankenhaus sollen dort entstehen. Die Negev befindet sich unbestritten unter israelischer Souveränität, aber für BDS ist sie einfach nur ein weiteres Gebiet, das zur Delegitimierung Israels missbraucht werden kann.

Genau wie die 600 Palästinenser, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, ist die Realität und das Leid der Beduinen der BDS-Bewegung völlig unwichtig. Die Bewegung nutzt jede Gelegenheit zur Dämonisierung Israels, selbst wenn dies zum Nachteil der Menschen ist, für die sie sich angeblich einsetzt.

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2 Kommentare - “Warum BDS noch immer SodaStream bekämpft”


  1. […] – Warum BDS noch immer SodaStream bekämpft – Israelische Selbstverteidigung ist “tödliche Vergeltung”? – AFP zelebriert Mord […]

  2. Jürgen Matoni Says:

    Hat SodaStream tatsächlich wegen dem schwachsinnigen BDS den Standort gewechselt oder war es nicht eher aus wirtschaftlichen, Kapazitätsgründen?


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