Haneen Zoabi: Israel angreifen ist meine ganz normale Tagesordnung

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 17. Februar 2016

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In einer aktuellen Newsweek-Kolumne veröffentlichte das israelische Knessetmitglied Haneen Zoabi eine Reihe irreführender Aussagen und glatter Lügen über Israel.

Dies reicht von erlogenen Behauptungen, israelische Soldaten hätten ein 15jähriges Mädchen ermordet, während es hilflos am Boden lag, bis hin zu vollkommen falschen Beschuldigungen über „Hinrichtungen“ oder zu der surrealen Leugnung, die Juden hätten keinerlei Vergangenheit im Land Israel: Zoabis Text ähnelte mehr einem Fantasyroman. Für Zoabi war das aber ganz normale Tagesordnung.

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Wer Israel nicht kennt, ist oft überrascht davon, dass die Bevölkerung des Landes auch 1,7 Millionen Araber umfasst, volle Staatsbürger mit vollen und gleichen Rechten, und dass die arabischen Israelis mehrere politische Parteien unterhalten und 17 Sitze in der Knesset haben, einschließlich Zoabis Sitz.

Aber Haneen Zoabis Amtszeit als Knessetmitglied hat nicht viel gebracht. Zu ihren zweifelhaften Leistungen zählt z. B., dass sie 2010 auf der „Flotille“ mitsegelte, die die israelische Seeblockade von Gaza durchbrechen wollte, welche das Schmuggeln von Waffen auf dem Seeweg in den Gazastreifen blockiert. Zoabis Versuch, diese Blockade zu durchbrechen, kann technisch als Kriegshandlung gegen ihr eigenes Land gesehen werden — oder anders gesagt: als Landesverrat. Allerwenigstens hat sie direkt versucht, ihre eigenen Mitbürger in Gefahr zu bringen.

Ebenso bemühte sie sich, die Menschen weltweit davon zu überzeugen, Israel sei ein „Apartheid-Staat“ — und dies trotz der Ironie, dass sie höchstpersönlich die volle Staatsbürgerschaft besitzt und Knessetmitglied ist. Am letzten Jahrestag der Reichskristallnacht besuchte Zoabi Amsterdam und hielt dort eine Rede, in welcher sie Israel einer „ethnischen Säuberung nach dem Vorbild des Nazitums“ beschuldigte.

Haneen Zoabi

Haneen Zoabi

Überdies rechtfertigte sie die Vorstellung, dass israelische Araber ISIS beitreten, obwohl sie die IDF als „schlimmer als ISIS“ bezeichnete, und sie traf sich provokanterweise mit den Familien von Terroristen, die Israelis ermordet hatten.

Zoabi hat den Israel hassenden Autor Ben White unterstützt, den Hassredner Scheich Raed Salah verteidigt und sich sogar mit der Terrororganisation Hamas verbündet. 2014 schrieb Zoabi einen Beitrag für eine Publikation der Hamas, in welcher sie Raketenangriffe rechtfertigte.

Haneen Zoabis Unglück ist nicht, dass sie ihrem eigenen Land Schaden zufügen will, und auch nicht, dass sie dafür permanent lügen muss. Ihr Unglück ist vielmehr, dass sie ihre einzigartig einflussreiche Stellung in der israelischen Regierung verspielt hat, um eine Kampagne diffamierender Propaganda zu fahren, statt dass sie sich um positive Veränderungen für die Menschen bemüht hätte, die sie gewählt haben.

Kurz gesagt — Zoabi hat ihre arabisch-israelischen Wähler zugunsten einer provokanten Selbstdarstellung im Stich gelassen. Und diese Woche für das vergängliche Rampenlicht einer Newsweek-Kolumne.

Bilder: CC BY Circuito Fora do Eixo; Zoabi via SocialTV

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One Comment - “Haneen Zoabi: Israel angreifen ist meine ganz normale Tagesordnung”


  1. […] Medien-BackSpin: – Israel ausgelöscht: Medical Journal und Science Channel – Selbstverteidigung nur legitim, wenn zuerst Israelis verletzt werden? – Ein Tag des Terrors, ein Tag der irreführenden Schlagzeilen – Nissans GPS-App kann Israel nicht finden – Haneen Zoabi: Israel angreifen ist meine ganz normale Tagesordnung […]


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