Der Guardian wird garstig gegenüber Netanyahu

Simon Plosker, HonestReporting, 10. Februar 2016

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Am Dienstag besichtigte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu den Sicherheitszaun im Osten, der soeben entlang der Grenze zu Jordanien errichtet wird. Er nutzte die Gelegenheit zum Verkünden von Plänen, Israel mit noch mehr Zäunen zu umgeben, um seine Sicherheit zu gewährleisten — insbesondere zu einer Zeit des verstärkten Hamas-Terrorismus sowie dem Näherrücken von ISIS an Israels Grenzen.

Peter Beaumont vom Guardian begann seinen Bericht mit folgender Aussage:

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat seine Absicht kundgetan, „ganz Israel mit einem Zaun zu umgeben“, um das Land vor der Infiltration von Palästinensern sowie den Einwohnern umgebender arabischer Staaten, die er als „wilde Raubtiere“ beschrieb, zu schützen.

Später schreibt er:

Netanyahus Gebrauch des Begriffs „wilde Raubtiere“ erinnert an seinen Einsatz ähnlich brandstiftender Wörter über israelische Araber am Vorabend der letztjährigen Wahl, die er mit „sie kommen in Scharen heraus“ beschrieb.

Es gibt nichts, was nahelegt, Netanyahu habe Palästinenser oder die Einwohner umgebender arabischer Staaten als „wilde Raubtiere“ oder irgend einen anderen aus dem ursprünglichen Hebräisch übersetzten Begriff bezeichnet. In einem den Atem verschlagenden Beispiel für Meinungsmache hat Beaumont Netanyahus Aussagen genommen und sie in sein eigenes äußerst begrenztes Konzept des israelischen Premierministers als „Rassist“ gepresst.

Ynet News hat Netanyahu zitiert. Er sagte:

„Letzten Endes wird der Staat Israel, wie ich das sehe, einen Zaun haben, der ihn vollständig umgibt“, fügte Netanyahu bezüglich der Kritik an der Weiterführung der vielen Befestigungen und Barrieren hinzu. „Man wird mich fragen: ‚Das wollen Sie machen, die Villa schützen?‘ Die Antwort ist Ja. Wir umgeben den ganzen Staat Israel mit einem Zaun und mit Hindernissen? Die Antwort ist Ja. In der Umgebung, in der wir leben, müssen wir uns vor den Raubtieren schützen.“

Haaretz übersetzte auf ähnliche Weise: „Wir müssen uns vor den wilden Raubtieren schützen“. Die Jerusalem Post hingegen übersetzte nur „wilde Tiere“.

Die Times of Israel schrieb:

„In unserer Nachbarschaft müssen wir uns vor den fleischfressenden Tieren schützen“, sagte Netanyahu augenscheinlich als Hinweis auf die extremistisch-islamistischen Bewegungen.

Im Zusammenhang mit dem Bau von Sicherheitszäunen ist die Bedrohung an Israels Grenzen durch ISIS sowie durch Hamas-Terroristen beträchtlich.

Beaumont hat seine Vorurteile gegen Netanyahu sprechen lassen und darüber die akkurate Berichterstattung vergessen.

Wieder ein Beispiel für die Voreingenommenheit des Guardian und seiner Journalisten, die Israel, seine Regierung und seine Einwohner permanent falsch darstellen.

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  1. […] Medien-BackSpin: – New-York-Times-Korrespondentin (erneut) von Redaktion korrigiert – Doppelter Standard? – Geschichtsklitterung à la Robert Fisk – Ein giftiger Echo-Raum – Einblick in ein verzerrtes Weltbild – CBS News verpasst Israel ein blaues Auge – Ist das Ermorden von Israelis einfach “menschliche Natur”? – Terror, Israel und was die Nachrichten verschweigen – Der Guardian wird garstig gegenüber Netanyahu […]


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