Der Rudoren-Test

Yarden Frankl, HonestReporting, 12. November 2015

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Bei unserem Facebookaustausch vor einigen Tagen machte Jodi Rudoren, Chefin des Jerusalem-Büros der New York Times, die folgende Behauptung:

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Das ist ein großer Schritt nach vorne. Wir haben eine starke Zunahme von Medienberichterstattung beobachtet, die einfach die Opferzahlen auf beiden Seiten nennen, ohne den Lesern die „Absichten“ beider Seiten zu erklären — nämlich dass palästinensische Terroristen so viele Israelis wie möglich ermorden wollen, wohingegen Israelis sich zu verteidigen versuchen. Wenn nicht klar gesagt wird, dass der Palästinenser beim Mordversuch an Juden getötet wurde, dann stellen die Medien das Geschehen falsch dar.

Dass bekannte Journalisten wie Rudoren Wortwahl wie „palästinensische Angreifer“ befürworten, ist eine willkommene Veränderung. (Obwohl wir idealerweise natürlich den Begriff „Terroristen“ bevorzugen würden.)

Wir werden also sehen, ob die Times den „Rudoren-Test“ bestehen wird. Und das gilt auch für andere Medien. Worte wie die oben erwähnten würden den Lesern den Unterschied zwischen israelischen und palästinensischen Opfern klarmachen, und das wäre ein großer Schritt weg vom „Sportergebnis-Journalismus“.

Selbstverständlich führen wir unsere Medienanalysen weiter und beobachten, wer den Rudoren-Test besteht.

Bild: CC BY-SA HonestReporting, Darko Stojanovic via pixabay

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2 Kommentare - “Der Rudoren-Test”


  1. […] — korrekt? – “Schwächliche moralische Gemüter”: Prager hinterfragt Oxford – Der Rudoren-Test – Herausgeber schweigen zu einem […]


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