Der Journalismus liegt blutend in den Straßen

Yarden Frankl, HonestReporting, 28. Oktober 2015

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Man kann sehen, was die New York Times mit dieser Schlagzeile bezweckt.

„Das widerstreitende Narrativ im israelisch-palästinensischen Konflikt“ ist ein Versuch, bei einer Story, wo keines existiert, journalistisches „Gleichgewicht“ herzustellen.

Zu dem Artikel mit seinem einseitigen Verlass auf palästinensische Quellen und seiner Erwähnung von Hanan Ashrawis Anschuldigung, die Polizei habe unschuldigen Palästinensern Messer zugesteckt, um diese überführen zu können, könnten wir eine Menge sagen. Übrigens hat Ashrawi bereits zugegeben, dass sie für ihre Anschuldigung keinerlei Belege hat.

Aber das schlimmste Beispiel für die Voreingenommenheit des Artikels ist folgender Absatz.

Unter den von Israelis geteilten Videos ist auch ein Film über einen palästinensischen Angestellten der israelischen Telefongesellschaft, der mit dem Auto in einen orthodoxen Juden fuhr und ihn danach mit einer Fleischhacke zerhackte. Palästinenser teilen Videos nicht von den Attacken, sondern von deren Nachwirkung, z. B. von einem Jungen, der blutend auf der Straße liegt, während Juden ihn beschimpfen und israelische Polizisten tatenlos herumstehen.

Im Artikel sind die Worte „Junge, der blutend auf der Straße liegt“ mit einem YouTube-Video verlinkt, das vom Palästinensischen Informationsministerium hochgeladen worden ist. Ich verlinke das Video nicht, da ich dann völlig falsche palästinensische Propaganda verbreiten wurde — etwas, womit die Times überhaupt kein Problem hat.

Es gibt einige Punkte, die weder der Artikel noch das Video erwähnen.

1) Der Junge hatte soeben ein 13jähriges israelisches Kind niedergestochen.

2) Er lag auf der Straße, weil er nach seinem Messerangriff auf die Straße rannte und von einem Auto erfasst wurde.

3) Tatsächlich schimpft ein wütender Jude mit dem jungen verletzten Terroristen. Das Video zeigt nicht, dass da nicht nur dieser eine Mann war.

4) Die Polizei stand nicht tatenlos herum. Sie hielten den wütenden Mann vom verletzten Terroristen fern und stellten sicher, dass israelische Sanitäter ihn behandeln konnten.

5) Der verletzte Terrorist wurde vor Ort behandelt und danach zur Weiterbehandlung in ein israelisches Krankenhaus überführt.

Die New York Times verschwieg diese fünf Punkte, weil sie nicht Teil des palästinensischen „Narrativs“ sind. Das können sie machen, wenn sie einfach zeigen wollen, dass Israelis und Palästinenser „widerstreitende Narrative“ zum Geschehen haben.

Aber es bedeutet auch, dass es für die Times von oberster Wichtigkeit wäre, ihren Lesern zu erklären, dass das palästinensische Narrativ in Fällen wie diesem hier einfach nicht stimmt. Statt sich an „Gleichgewicht“ zu versuchen, muss die Times klarstellen, dass das palästinensische „Narrativ“ auf Lügen und Halbwahrheiten beruht.

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2 Kommentare - “Der Journalismus liegt blutend in den Straßen”


  1. […] – Israel-“Freunde” machen BDS-Werbung in der Washington Post – Der Journalismus liegt blutend in den Straßen – Jahrestag der Balfour-Deklaration löscht die jüdische Verbindung zum […]


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