Die Welle der Medienvoreingenommenheit geht weiter

Simon Plosker, HonestReporting, 13. Oktober 2015

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Hier einige der jüngsten Beispiele schlechten bzw. einseitigen Journalismus über die Welle aus palästinensischem Terror, der auf Israels Bürger losgelassen wird.

„ANGEBLICHE ANGREIFER“

Nicht nur das Wall Street Journal bezieht sich auf „angebliche“ palästinensische Angreifer. Hier eine Schlagzeile der Irish Times:

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DELEGITIMIERUNG DER ISRAELISCHEN SELBSTVERTEIDIGUNG

Egal ob Israelis mit Raketen, Bomben oder Messern angegriffen werden — einige Medien, im Verbund mit sogenannten „Menschenrechtsorganisationen“, werden stets versuchen, Israels Recht auf Selbstverteidigung zu delegitimieren. Schon wieder wird Israel einer „unverhältnismäßigen“ Antwort beschuldigt, und die höheren palästinensischen Opferzahlen werden zur Rechtfertigung dieses Vorwurfs benutzt.

Dass weniger Israelis bei palästinensischen Angriffen umgekommen sind, ist ein Ergebnis der schnellen israelischen Reaktionen vor Ort, der medizinischen Expertise und blankem Glück. Geben wir uns keinen Illusionen hin — palästinensische Angreifer wollen töten.

smhTrotzdem bringt Ruth Pollard eine Story im Sydney Morning Herald, in dem sie auf dem Punkt herumreitet, dass die Israelis unverhältnismäßig reagiert hätten, weil sie tödliche Gewalt gegen Terroranschläge verübende Palästinenser eingesetzt haben.

Und die antiisraelische Organisation Human Rights Watch wird häufig zitiert:

Das sich aus den Videos, den Augenzeugenberichten und der schieren Anzahl von Opfern ergebende Muster macht besorgt, speziell wenn man es den problematischen Aussagen der israelischen Führer gegenüberstellt“, sagte Frau Bashi Fairfax Media.

Internationales Recht — sowohl internationales Menschenrecht als auch die besonderen Regeln für Israels Besatzung — erfordern von israelischen Sicherheitskräften den Schutz von Zivilisten, selbst wenn sie demonstrieren oder als Täter einer Gewalttat vermutet werden, so Bashi.

„Schusswaffen sollten die letzte Zuflucht sein. Der absichtliche Gebrauch tödlicher Gewalt sollte nur vorkommen, wenn es zum Schutz von Leben absolut notwendig ist — und selbst dann sollte, wenn möglich, eine Warnung abgegeben werden.“

Israels Hauptanliegen zu dieser Zeit ist wenig überraschend der Schutz seiner Bürger, nicht der Schutz der Terroristen.

Pollard macht auf diese Weise weiter und zitiert eine weitere politisierende nichtstaatliche Organisation, Al-Haq, sowie den extremistischen israelischen Haaretz-Kommentator Gideon Levy und den inhaftierten palästinensischen Terrorführer Marwan Barghouti.

Eines ist klar — die Opferzahlen werden wahrscheinlich steigen, und angreifende Palästinenser werden von israelischen Sicherheitskräften, die den Schutz unschuldiger Männer, Frauen und Kinder zu verantworten haben, sehr wahrscheinlich getötet werden.

Also, Ruth Pollard, Human Rights Watch usw.: Wie viele israelische Opfer hätten Sie denn gerne, bevor Sie Israels Selbstverteidigung als legitim anzusehen bereit sind?

SYMPATHISIEREN MIT TERRORISTEN

independentlogoDas Blog Harry’s Place schreibt:

Letzten Mittwoch erstach ein 18jähriger Palästinenser einen Israeli in Jerusalems Altstadt und wurde danach angeschossen.

Am Samstag erstach ein 16jähriger Palästinenser einen Israel in Jerusalems Altstadt und wurde danach erschossen.

Heute brachte der Independent einen Artikel über letzteren Messerstecher, Ishaq Badran, und stellt in der Unterüberschrift die Frage: „Was trieb ihn dazu?“

Der einleitende Absatz:

Ishaq Badran wurde einfach als „Terrorist“ bezeichnet, nachdem er am Samstag einen Israeli in der Nähe des Damaskus-Tores im besetzten Ostjerusalem erstochen hat.

Wie soll man Badran denn sonst beschreiben?

Was dann folgt, ist noch schlimmer. So verbindet der Independent die beiden Messerstecher:

Herr Badran sagte, sein Sohn sei äußerst aufgebracht gewesen über Berichte, ein Siedler habe einer Muslima in der Altstadt Jerusalems letzten Mittwoch den Hijab heruntergerissen. Die Berichte, die nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden konnten, verbreiteten sich rasch in palästinensischen sozialen Medien. „Er redete mit seiner Mutter darüber und weinte“, sagte Herr Badran dem Independent. „Er weinte und sagte: ‚Niemand verteidigt diese Frauen‘. Die Frau wurde erschossen, als sie einen Israeli zu erstechen versuchte, sagte die israelische Polizei.

Dies ist schlichtweg und nachweisbar eine Lüge. Weitaus später im Artikel erfahren wir, dass diese Frau ihren Hijab überhaupt nicht heruntergerissen bekommen hat, aber erschossen wurde, weil sie einen Israeli erstochen hat (und nicht „zu erstechen versuchte“, wie der Artikel behauptet).

Es gibt noch mehr. Lesen Sie den Rest bei Harry’s Place.

FALSCHE MORALISCHE GLEICHWERTIGKEIT

Die eine Seite beginnt mit der Gewalt, die andere Seite verteidigt ihre Bürger. Wenn man CNN als Quelle hernimmt, erfährt man kein Wort davon.

Ist es wirklich „israelisch-palästinensische Gewalt“, oder wäre „palästinensische Gewalt“ nicht akkurater?

CNN hat zwischen beiden Seiten eine falsche moralische Gleichwertigkeit hergestellt.

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One Comment - “Die Welle der Medienvoreingenommenheit geht weiter”


  1. […] Medien-BackSpin: – 30.09.2000: Al-Dura und der Beginn von Pallywood – Terroranschlag in Jerusalem: BBC-Schlagzeilenschocker – Der Guardian verwechselt Täter und Opfer – Amerikanische und russische Luftanschläge rücken israelische Handlungen in die richtige Perspektive – Exklusiv: Bericht aus erster Hand, wie der Guardian seine Story verzerrt hat – Diktiert die PLO die Berichte der Associated Press? – Die verschwindende anhaltende Terrorwelle – Die Welle der Medienvoreingenommenheit geht weiter […]


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