Die verschwindende anhaltende Terrorwelle

Cherryl Smith, HonestReporting, 12. Oktober 2015

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Cherryl Smith, PhD ist Professor Emerita für Rhythmus und Rhetorik an der California State University in Sacramento. Sie schreibt für Framing Israel.

Eine Woche hält die Terrorwelle gegen israelische Juden nun schon an, und es ist außerhalb Israels fast unmöglich geworden, aus den großen Medien zu erfahren, was in Israel los ist.

Die Terrorwelle wird unsichtbar. Viele Berichte minimieren die vielen hundert Anschläge auf Israelis. Manche deuten an, der Versuch, einen Terroristen aufzuhalten, sollte auf derselben Stufe gesehen werden, als sei man selbst ein Terrorist, und man beschreibt defensive Maßnahmen Israels auf eine Art und Weise, dass sie als die Ursache für die Gewalt erscheinen.

In einem kürzlichen CNN-Bericht ist der Terror gegen Israel völlig verschwunden. Ein Video namens „Gewaltspirale ergreift den Nahen Osten“ beschreibt Palästinenser beim Werfen von „Steinen und Kieseln“ gegen „Panzer und Tränengas“. Der israelische Premierminister wird als „streitsüchtig und streng“ beschrieben, im Kontrast zum Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas, der „nicht will, dass die Situation eskaliert“.

Die Leser würden daraus niemals erfahren, dass Abbas und palästinensische Offizielle eine „nie vorher dagewesene Aufhetzungskampagne gegen Israel durchgeführt“ haben, die der palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh als „Aufrufe zum Mord“ bezeichnet.

Ein Bericht der Associated Press gibt vor, eine Zeitleiste der „jüngsten Entwicklungen in den anhaltenden Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis“ zu sein, aber diese Spannungen entpuppen sich für gewöhnlich als Vorfälle, wo ein Palästinenser während oder nach dem Mord bzw. Mordversuch an einem Israeli aufgehalten wurde. Wie so viele andere Berichte beginnt dieser mit dem „Beschießen und Verwunden“ eines Palästinensers und erwähnt erst später, dass der „Fahrer“ Menschen am Checkpoint überfahren wollte.

Auch die BBC schreibt: „Israelisch-palästinensische Gewalt überschreitet Grenze zu Gaza“, was für sich selbst gesehen schon unzutreffend ist, da die Gaza-Regierung die Verantwortung für einige der Anschläge in Israel übernommen hat. Diese umfassen das, was die Hamas als „heldenhaften Terroranschlag“ bezeichnet hat, nämlich den Mord am Tel Aviver Doktoranden Eitam Henkin und seiner Frau, der Grafikdesignerin Na’ama Henkin, die in ihrem Auto vor den Augen ihrer vier Kinder erschossen wurden.

Eine andere BBC-Schlagzeile behauptet, die „Gewalt“ bewege sich von Israel in den Gazastreifen. Es ist exakt umgekehrt. Raketen wurden von Gaza nach Israel geschossen und gewalttätige Aufständische aus Gaza versuchten, nach Israel zu gelangen. Die „Analyse“ der BBC spricht von „einer plötzlichen und intensiven Eskalation der Gewalt“ und setzt Anschläge auf Zivilisten mit dem Versuch der Verhinderung solcher Anschläge gleich.

Und während die Berichterstattung über die Terrorwelle gegen Israel verschwindet, erhalten die Terroristen eine weit sympathischere Behandlung als die israelischen Terroropfer.

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One Comment - “Die verschwindende anhaltende Terrorwelle”


  1. […] seine Story verzerrt hat – Diktiert die PLO die Berichte der Associated Press? – Die verschwindende anhaltende Terrorwelle – Die Welle der Medienvoreingenommenheit geht […]


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