Alan Parsons zu Roger Waters: Misch dich nicht ein!

Alex Margolin, HonestReporting, 11. Februar 2015 / Übs: YdW

roger-waters-shutUp

Der Musiker Alan Parsons gab seinem früheren Kollegen Roger Waters diese Woche eine schallende Ohrfeige zum Thema BDS, als er Waters wissen ließ, er würde seine Musik mit jedem teilen, der sie hören will.

Dabei machte Parsons auch auf die unmoralische Natur der BDS aufmerksam, welche das israelische Volk bestrafen will und nicht die Regierung, gegen deren Politik Waters angeblich steht.

Waters, dessen Leidenschaft für BDS an religiösen Extremismus erinnert, hat sich oft persönlich eingemischt, wenn Künstler wie z. B. Neil Young Auftritte in Israel eingeplant hatten. Letzte Woche stellte er einen Brief auf seine Facebookseite, in dem er auf Parsons einredete, sein Tel-Aviv-Konzert vom 10. Februar abzusagen:

Ich kenne dich als talentierten und bedachtsamen Mann, also glaube ich, du kennst die Misere der Palästinenser und dass es eine wachsende gewaltlose Boykott-, Deinvestitions– und Sanktionsbewegung (BDS) gibt, die gegen die schmähliche Politik der israelischen Regierung protestiert.

Parsons‘ Antwort jedoch traf ins Mark dessen, was bei BDS falsch läuft:

Das ist eine politische Angelegenheit, und ich bin einfach nur ein Künstler. Ich mache Musik, sie ist mein Lebensinhalt. Jeder – egal wo er lebt, welche Religion er hat oder welcher Ideologie er nachstrebt – verdient sie zu hören, wenn er will.

Musik kennt keine Grenzen, und ich ebenfalls nicht.

Anders gesagt, eine Absage des Konzerts würde diejenigen treffen, die die Musik hören wollen, und nicht die Regierung. Und das läuft falsch mit BDS und deren Kulturboykott. Es ist eine Form der Kollektivbestrafung und der kollektiven Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nation.

Und es trägt gewiss nicht zur Glaubwürdigkeit der Bewegung bei, wenn Menschen wie Waters, der die Kollektivbestrafung der Palästinenser in Gaza öffentlich angeprangert hat (er nannte Gaza 2012 ein „Freiluftgefängnis“), aktiv eine Kollektivbestrafung der Israelis betreibt.

In seinem Brief an Parsons gab Waters sogar zu, das wahre Ziel der BDS sei das Abschicken einer „kraftvollen Botschaft“ an das Volk. „Zwar weiß ich, dass du deine Fans durch eine Absage nicht enttäuschen willst, aber damit würdest du ihnen und auch der Welt eine kraftvolle Botschaft schicken“, schrieb Waters.

Während Roger Waters und die BDS-Bewegung also angeben, dass sie einfach nur gegen die Politik der israelischen Regierung sind, blasen sie absichtlich, offen und auf unmoralische Weise zum Angriff direkt auf das israelische Volk.

Und Alan Parsons schloss sich dem nicht an. Er hielt fest an seinem Entschluss fest, für sein Publikum zu spielen, und er zeigte, dass sich Politik und Kunst nicht vermischen.

Hoffentlich half die zusätzliche ‘Reklame’ durch Roger Waters’ Brief, dass Parsons damit sogar noch mehr Leute erreicht.

Advertisements
Explore posts in the same categories: Antisemitismus, BDS

Schlagwörter:

You can comment below, or link to this permanent URL from your own site.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: