Der Guardian beschuldigt Israel mit dem Krieg begonnen zu haben

Simon Plosker, HonestReporting, 26. September 2014 (übersetzt von Cora)

In einem Editorial „Der Blick des Guardian auf die menschlichen, ökonomischen und die wirtschaftlichen Kosten des Gaza-Krieges“, stellt die Zeitung die Richtigkeit der israelischen Betrachtungsweise der Geschehnisse in Frage, die zu dem Tod der zwei Palästinenser geführt hat, die für die Entführung und Ermordung der drei israelischen Jugendlichen anfang des Sommers verantwortliche waren.

„In der folgenden Schießerei wurden die zwei Männer in dem Haus getötet. Das haben sie verdient, könnte man sagen, wenn man annimmt, dass die beiden schuldig waren und die Polizei keine Alternative hatte, als zurückzuschießen als sie unter Feuer kamen.“

Das Editorial fährt fort:

„Den vollständigen Hintergrund des Verbrechens werden wir nie erfahren, weil die angeblichen Täter jetzt tot sind. Doch die Beweise lassen stark vermuten, dass die Behauptung der israelischen Regierung, sie hätte „eindeutige Nachweise“, dass die Hamas als Organisatoren dafür verantwortlich ist, unberechtigt sind.“

Welche Beweise besitzt der Guardian genau, die die Hamas von der Verantwortung für die Entführung und Ermordung der drei israelischen Jugendlichen frei spricht? Kein einziger wird genannt. Stattdessen verbreitet der Guardian seine Interpretation der Geschehnisse, wobei er sicher stellt, dass die Beweislast für die Verantwortung des Konflikts nicht bei der Hamas, sondern bei der Regierung Benjamin Netanyahus liegt.

„Durch den Beschluss die Hamas zu beschuldigen scheint Benjamin Netanyahu, der Premierminister Israels, eine Möglichkeit gesehen zu haben, die gerade geschaffene Einheitsregierung der Palästinenser, die Hamas und Fatah zusammen gebracht hatte, zu destabilisieren und M. Abbas, den Präsidenten der palästinensischen Selbsverwaltung zugrunde zu richten. Die Israelis stürmten durch die Westbank und verhafteten hunderte Mitglieder der Hamas.

Provoziert und darin eine Möglichkeit sehend, die schwindenden Sympathien zurück zu holen, antwortete die Hamas in Gaza mit Raketen. Erzürnt verlangte die israelische Öffentlichkeit, in Unkenntnis aller Fakten, nach Taten gegen Raketen und die neu entdeckten Tunnel. In die Enge getrieben, schickte Netanyahu Truppen los.“

In den Augen des Guardian war die Operation Protective Edge also nicht dazu da, Israelis vor den Hamas Raketen zu beschützen, sondern ein zynisches Manöver Israels.

So ist es kein Wunder beim Guardian, dass er wie üblich die Schuld bei Israel statt bei den Terroristen sieht.

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