Australische Juden als Djihadisten

Simon Plosker, HonestReporting.com, 24. Juni 2014 (übersetzt von Cora)

Die Aussicht, dass junge Muslime in den Irak oder nach Syrien reisen, um dort mit den djihadistischen Gruppen wie ISIS zu kämpfen, bevor sie wieder in die Länder zurückzukehren, deren Staatsbürgerschaften sie haben, ist etwas, das vielen westlichen Regierungen immer mehr Sorge bereitet.

Im Brisbane Courier Mail schreibt Paul Syvret aber, dass „der Islam kein Monopol auf kompromisslose Unzufriedene hat und alle Religionen und Gesellschaften tendieren dazu ihre eigenen Markenzeichen extremistischer Unholde auszubrüten“. Damit hat er nicht Unrecht. Aber australische Juden, die in der IDF dienen, in einem Atemzug mit den Anhängern der Al Kaida zu nennen, ist völlig unangebracht.

Oder was sind in diesem Fall die jungen jüdischen Australier, die „Alyiah machen“, eine Rückkehr nach Israel, und dann im Militär dieses (fremden) Landes dienen – Streitmacht, die sehr gut in blutigem regionalem und religiösem Konflikt geschult ist?

Um diese Aussage noch zu unterstreichen, beinhaltet der Artikel, ungeachtet des fehlenden Bezugs zur Thematik, zwei neue Video-Berichte über die derzeitige IDF Operation, welche die drei entführten Jugendlichen wieder nach Hause zu bringen soll. Ein beigefügtes Foto trägt folgenden Beschreibung:

Jüdischen Australiern, die im israelischen Militär dienen und Aufgaben übernehmen könnten wie in der West-Bank zu patrouillieren, wie die Soldaten oben, wird die Kritik erspart, mit der muslimische Eiferer überzogen werden.“

Benji Rutland, ein australischer Einwanderer in Israel und ehemaliger IDF Offizier äußerte im Gespräch mit HonestReporting seinen Abscheu:

„Der Vergleich zwischen dem Dienst in der IDF und der ISIS basiert auf genau der Engstirnigkeit, die der Autor zu verabscheuen behauptet. Man kann über die israelische Politik uneins sein kann (was viele lautstark sind) – aber wie in jeder Demokratie erfüllt die Armee diese Politik, während sie an internationalen Normen festhält. Auf der anderen Seite ist ISIS, eine grausame, blutige Organisation, die darauf aus ist ihren extrem religiösen und ethnischen Ansichten allen aufzuzwingen, die unter ihre Kontrolle geraten. Der Dienst in der IDF ist für alle israelischen Bürger verpflichtend, die sehr wohl die Notwendigkeit verstehen, dass sich Israel verteidigen muss. Man muss doch nur fragen, wie viele Ex-IDF Soldaten in den Westen zurückgekehrt und in Terrorattacken verwickelt sind – keine! Und wir müssen nur auf den tödliche Anschlag auf die belgische Synagoge vor einigen Monaten schauen, um zu wissen, was Ex-ISIS Leute zu erreichen versuchen.“

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2 Kommentare - “Australische Juden als Djihadisten”

  1. heplev Says:

    Hat dies auf World-Media-Watch rebloggt und kommentierte:

    Eine unverschämt verlogene Gleichsetzung.

  2. caruso Says:

    Der australische Journalist kann schreiben, nur an Denkfähigkeit mangelt es ihm. Sonst würde er nicht einen solchen Blödsinn schreiben.
    lg
    caruso


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