Ein Schlag für die BDS-Rabauken

Alexander Margolin, HonestReporting.com, 7. Mai 2014

Eines der hinterhältigsten Elemente des BDS-Angriffs auf Israels Legitimität besteht im hoch öffentlichen Schießen auf Kulturschaffende, die in Israel auftreten wollen oder positiv über Israel reden.

Jedes Mal, wenn sie versuchen Prominente so zu tyrannisieren, dass sie auf den Besuch in Israel verzichten, erlangt die Gruppe unverdiente Schlagzeilen. In letzter Zeit hat die Gruppe allerdings Öffentlichkeit bekommen, die ihr wohl nicht gefallen wird – Kulturschaffende, die sich der Herausforderung stellen und ihre Unterstützung für Israel erklären.

Genau das passierte diese Woche, als der „Telegraph“-Journalist Jake Wallis Simons dafür, dass er seine Teilnahme an einer Literaturveranstaltung in Jerusalem zugesagt hatte, zum Ziel einer Verleumdungskampagne wurde.

Ende des Monats werde ich nach Israel reisen um am Jerusalemer Literatur-Festival teilzunehmen. Und so wie die Nacht dem Tag folgt, erhielt ich einen „offenen Brief“ von einer Gruppe von 71 Aktivisten, die sich British Writers in Support of Palestine (Englische Schriftsteller unterstützen Palästina – BWIP) nennen und die von einem Dichter und „professionellen Tarotleger“ angeführt wird. Sie waren, so teilten sie mir mit, extrem enttäuscht von meiner Entscheidung und forderten mich „respektvoll“ auf, dieser Veranstaltung fern zu bleiben.

Simons erklärte, warum er den Boykott ablehnt; er wies auf die vielen Widersprüche im Umgang mit Israel im Gegensatz zu anderen Ländern durch die Boykotteure hin.

Er zeigt zudem die Heuchelei auf, die diesen Boykott eigentlich ausmacht.

Sollten nach den Standards der Boykottaktivisten nicht auch die Palästinenser boykottiert werden? Ihre Gesellschaft ist Homosexuellen gegenüber massiv intolerant; viele leben lieber in Israel statt sich der Unterdrückung zu Hause auszusetzen. Die palästinensische Regierung hat eben einen Aussöhnungsvertrag mit einer Terrororganisation unterschrieben und in wenigen Wochen werden sie eine Einheitsregierung bilden. Wie ich letzte Woche im Telegraph berichtet habe, zahlt die palästinensische Führung große Summen finanzieller Belohnung an jene, die terroristische Anschläge verüben und kaltblütige Kindermörder werden als Helden gefeiert, wenn sie aus dem Gefängnis entlassen werden.

Und wo wir schon mal dabei sind, sollte die BWIP nicht heißen Britische Schriftsteller unterstützen Palästina und Israel heißen? Und wenn nicht – warum nicht?

Als Journalist, schreibt Simons, „steht Objektivität für mich über allem und ich habe kein Interesse daran, meine Ohren vor einer Seite irgendeiner Geschichte zu verschließen – vor allem nicht in einer so komplexen Sache wie dieser.

Wenn mehr Berühmtheiten dem BDS-Terror damit antworten würden, dass sie die Freiheit Israels loben, die Palästinenser für ihre Unterdrückung zur Verantwortung ziehen und auf die Scheinheiligkeit im Kern des BDS aufmerksam machen, dann würden sich diese Rabauken ihre Taktiken vielleicht zwei Mal überlegen.

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2 Kommentare - “Ein Schlag für die BDS-Rabauken”

  1. anti3anti Says:

    BDS ist nur eine weitere Variante des Antisemitismus, der mit Logik nicht beizukommen ist. Selbst aufgeklärte gefolterte und aus Syrien geflüchtete Araber bekennen sich weiterhin offen zu ihrem Judenhass.
    Antisemitismus lässt sich nicht mit Fakten bekämpfen!


  2. Leider lassen gewisse jüdische Kreise, zB die schweizerischen Juden und sogar israelische Behörden anti-israelische und anti-zionistische NGOs gewähren, infolge falsch verstandener Meinungsäusserungsfreiheit. Die gibt’s nämlich in Israel! Diese NGOs sind zB besonders der globale NIF, Btselem, Breaking the Silence, die bigotten RHR, JVJP und weitere links-sekulare Israelverleumder. Sie alle unterstützen aktiv und passiv den BDS und tragen dazu bei, dass sich die üble BDS-Bewegung wie eine politische Pest verbreitet.


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