The Guardian: Zyklus armseliger Berichterstattung

HonestReporting Media BackSpin, 22. August 2011

Die Berichterstattung des Guardian über den Terroranschlag nahe Eilat am Donnerstag, palästinensische Raketen auf Südisrael und Israels Reaktionen darauf reiht sich konsequent in die lange Tradition antiisraelischer Berichterstattung des Blattes ein.

Wie steht es mit den israelischen Opfern?

Die 8 toten Israelis und Dutzende andere, die beim Terroranschlag verletzt worden waren, scheinen unbemerkt geblieben zu sein. Dabei wird das Hauptaugenmerk dieses Artikels fest auf ägyptische Opfer gerichtet:

Israel machte schnell einen Rückzieher, um nach einem grenzüberschreitenden Angriff palästinensischer Militanter, in dessen Folge mindestens drei ägyptische Polizisten getötet worden waren, eine Krise mit seinem Verbündeten Ägypten zu vermeiden.

Nach Ansicht des Guardian ist der Terroranschlag als „grenzüberschreitender Angriff“ zu verstehen, während Israels Reaktion darauf Teil eines „Kreislaufs  zwischen Raketenbeschuss aus Gaza und israelischer Luftangriffe“ sei – ein klarer Fall moralischer Äquivalenz.

Moralische Gleichsetzung

Und tatsächlich beweisen Überschrift und erster Absatz in einem früheren Beitrag die gleiche Geschichte moralischer Gleichsetzung:

Infolge des Blutvergießens beschießen sich Israel und Gaza gegenseitig mit Raketen

Militante Palästinenser und israelische Streitkräfte beschossen sich am Freitag gegenseitig mit Raketen in einem Kreislauf von Angriff und Gegenangriff, während sowohl in Israel als auch in Gaza wegen des Blutvergießens am Tag zuvor Beerdigungen stattfanden.

„Verdächtigte Militante“

Ab wann können Terroristen, die bereits Anschläge auf zivile Ziele in Israel durchgeführt haben, als „Verdächtige“ bezeichnet werden? Dem Guardian zufolge geht das so:

Israel hat sich verpflichtet, die Todesfälle zu untersuchen, die ägyptischen Offiziellen zufolge während einer Schießerei zwischen israelischen Streitkräften und verdächtigten militanten Palästinensern zu verzeichnen waren….

Ägyptische Beamte gehen davon aus, das israelische Streitkräfte die verdächtigten Militanten über die Grenze verfolgt hätten und dabei mehrere Menschen getötet wurden seien – darunter die Polizisten.

Verzerrte Prioritäten

Am Tag nach dem Terroranschlag demonstrierte der Guardian mit der Veröffentlichung eines Online-Videos, wie er seine Prioritäten setzt: Gewaltsame Zusammenstöße zwischen israelischer Polizei und palästinensischen Jugendlichen in Jerusalem. Das kurze Video selbst, das die berittene israelische Polizei und einen Wasserwerfer dabei zeigt, wie palästinensische Jugendliche auseinandergetrieben werden, ist geradezu harmlos im Vergleich zu den Szenen, die vor wenigen Wochen in Großbritannien zu sehen waren.

Dennoch war der Guardian während der letzten Tage nicht in der Lage, von seiner konsequent antiisraelischen Agenda abzurücken.

Leserbriefe bitte [In Englisch] an den Guardian: letters@guardian.co.uk

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One Comment - “The Guardian: Zyklus armseliger Berichterstattung”


  1. […] verharmlosen. Medien-BackSpin hat ein neues Beispiel. Dazu ein weiteres, worauf das Hauptaugenmerk sonst noch gelenkt wird; keinesfalls aber auf israelische […]


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