Die Medienschlacht um Jerusalem – Bloggermeinungen, Teil 3

HonestReporting Media Backspin, 11. Mai 2010

Ich befrage Blogger zu der Frage: „Gewinnt Israel die Medienschlacht um Jerusalem?“. Hier finden Sie Teil 1 und Teil 2. Und was denke ich?

Die Schlacht um Jerusalem ebbt ab und nimmt zu. Busse fliegen nicht in die Luft. Aus Beit Jala schießen Bewaffnete nicht länger auf Gilo. Faisal Husseini, der in Sachen Verdrehungen zu Jerusalem der versierteste Palästinenser, ist tot. Und wie viel Zeit ist vergangen, seit Husseinis Villa auf der Abu Ubeida-Straße – das Orient-Haus – in den Nachrichten war?

Die nordamerikanischen Zeitungen, die seinerzeit über die Bus-Anschläge mit unzusammenhängender moralischer Mehrdeutigkeit berichteten, kämpfen inzwischen um ihre Zahlungsfähigkeit. Lokale Nachrichten, die Wirtschaft und die Gesundheitsvorsorge erhalten mehr Raum als Jerusalems derzeitige Themen: Ramat Schlomo, Scheik Jarrah, die Pläne für den Königsgarten-Nationalpark usw. Und das Credo des Herausgebers – „Wenn es blutet, steht es vorne“ – ist weiter gültig – nur, dass es jetzt Pakistan, der Irak und Afghanistan sind.

Ich habe mehr Sorgen wegen der britischen Presse. BBC-Reporter Fayad Abu Shamala ist Hamas-Mitglied. Lauren Booth und George Galloway preisen ein iranisches Regime, dessen Außenpolitik auf messianischen Atomfantasien gründet. Der viel gepriesene Comment is Free-Bereich des Guardian ist eine Jauchegrube gehässiger Bekundung des Antisemitismus. Channel 4 machte sogar meinen HonestReporting-Kollegen und Freund Simon Plosker in die Schlüsselfigur einer bedrohlichen britischen Israel-Lobby.

Die heutigen Studenten Großbritanniens wuchsen mit einer ständigen Fütterung von Mohammed al-Duras, Jeningrads und Karikaturen wie der des Babys fressenden Ariel Sharon auf. Ist es ein Wunder, dass das Vereinigte Königreich ein Zentrum von Boykott-, De-Investitions- und Sanktionskampagnen (BDS) gegen Israel ist?

Nicht zu vergessen: Die Advertising Standards Authority des Königreichs stürzte sich vor kurzem ins Getümmel und entschied, dass Tourismus-Werbung nicht sagen darf, die Westmauer des Tempelbergs liege in Israel. „Irreführend“, schnaubte die ASA.

Hat das Orient-Haus eine Zweigstelle in London eröffnet?

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