Die Medienschlacht um Jerusalem – Bloggermeinungen, Teil 2

HonestReporting Media Backspin, 10. Mai 2010

Weitere Blogger antworteten auf meine Umfrage vor dem Jerusalem-Tag: „Gewinnt Israel den Medienkrieg um Jerusalem?“ (Im ersten Teil gaben Yisrael Medad, Elder of Ziyon und A Soldier’s Mother ihre Meinung weiter.)

Stephanie Gutmann

Viele kürzlich durchgeführte Umfragen zur amerikanischen Haltung zeigt, dass die Amerikaner in signifikanter Mehrheit fest hinter Israel stehen. Ich denke, das spiegelt eine Reihe Dinge: 1. Die amerikanische Mainstream-Medien sind Israel gegenüber fairer als es gewöhnlich der Fall war (wenn man sich die Berichterstattung zur zweiten Intifada als Höhepunkt der einseitigen Berichterstattung betrachtet.) 2. Das amerikanische Volk lehnt, aus Gründen, die nichts mit Israel zu tun haben, weiterhin Medienorgane wie CNN, die New York Times und NBC ab. Und 3. sind die Amerikaner sich nicht alle sicher, dass sie der Obama-Administration trauen können.

Kurz gesagt: Was die Bautätigkeit in Jerusalem angeht, haben Organe wie Associated Press ihr Bestes getan, um das alte Narrativ eines grapschenden, hegemonialen Israel zu präsentieren, das gegen hilflose Palästinenser vorgeht; aber insgesamt kaufen ihnen die Amerikaner das nicht ab. Die Ereignisse haben ebenfalls für unsere Seite gesprochen. Nachrichten zu Jerusalem wuden von einem Tsunami anderer Nachrichten überflutet, die für die Amerikaner unmittelbarer betrafen, so die Verabschiedung des Gesundheitsreform-Gesetzes, das wachsende Defizit und Terrorismus im Inland.

Soccer Dad:

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die bei der Betrachtung der Causa Festhalten an Jerusalem durch Israel einbezogen werden müssen. Gibt es historische Verbindungen zwischen den Palästinensern und Jerusalem? Daniel Pipes schreibt, dass es keine gibt, aber sie sind ein wichtiges politisches Thema. Muss Israel nach den Vorgaben der Resolution 242 „Ost“-Jerusalem abtreten? Dore Gold antwortet, dass 242 die Absicht hatte zeitlich begrenzte Waffenstillstandslinien festzulegen, nicht dauerhafte Grenzen. Ist eine Teilung der Stadt überhaupt machbar? Yaacov Lozowick zeigt anhand einer Reihe von Beispielen, dass frühere Versuche Städte zu teilen nicht erfolgreich waren oder mit der in Jerusalem vorherrschenden Lage nicht vergleichbar waren. Ist jüdische Bautätigkeit ein Versuch, die Fakten vor Ort zu verändern? Israel Matzav wendet ein, dass es die Palästinenser sind, ohne Einschränkungen ihrer Bautätigkeit in Jerusalem, die versuchen, den Charakter der Stadt zu verändern.

Lesen Sie bitte Janine Zacharias Bericht zur Bautätigkeit in Jerusalem in der Washington Post der letzten Woche. Spricht sie irgendeines dieser Themen an? Geht man viel Zeit zurück, dann haben die Regierungen Israels ganz klar darin versagt, ihre Argumente für Jerusalem effektiv darzulegen.

Mere Rhtoric

Unglücklicherweise hat es die Obama-Administration erfolgreich geschafft das Zentrum der Diskussion zu Israels Souveränität über Jerusalem zu verschieben. Nachdem Journalisten Monate lang antiisraelische Themen im Gewand objektiver Berichterstattung pushten – und mit Hilfe antiisraelischer außenpolitischer Experten, die die Spannungen zwischen den USA und Israel „evaluierten“ – ist die gängige Meinung inzwischen, dass Jerusalem einfach eine weitere Siedlung ist, von der erwartet wird, dass Israel über sie verhandelt. Gelegentlich war es eine subtile Dynamik, aber die Tausende Artikel, die ausdruckslos die Auseinandersetzungen über Ramat Schlomo als Streit um „Siedlungen“ beschrieben, veränderten das diplomatische Spielfeld in einer Art und Weise, die Israel enorm schädigte.

Die Unfähigkeit der israelischen Regierung, das Rahmenwerk der vom Weißen Hause fabrizierten Krise zu beeinflussen – um nicht nur die beträchtliche Zusammenhanglosigkeit einer Strategie zu betonen, die auf sich verhärtenden palästinensischen Positionen basiert, sondern auch deren maßgebliche Unredlichkeit – stellt ein weiteres Versagen der israelischen Öffentlichkeits-Diplomatie dar. Im Zusammenhang mit Jerusalem ist das ein Versagen, das die Sicherheit der israelischen Staatsbürger und die Identität des jüdischen Staates bedroht.

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