Zwei radikale Varianten, mit der Israel-Apartheid-Woche umzugehen

HonestReporting Media BackSpin, 4. März 2010

Wie man die Bösartigkeit der Israel-Apartheid-Woche kontert.

1) In der Toronto Sun schreibt Lorrie Goldstein ironisierend:

Alles, was wir tun sollten, ist, jeglichen Universitätsrektoren mit Enthauptung zu drohen, die solch eine Beleidigung des jüdischen Staates, also folglich des Judentums und unseres Gottes, auf ihrem Campus zugelassen haben.

Unsere Rabbiner könnten über sie ein öffentliches Todesurteil verhängen und die Juden darin bestärken, dass die Tötung dieser Ungläubigen ein Segen wäre und ihnen einen Platz im Himmel sicherte, falls sie dabei ums Leben kämen.

2) Der palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh:

Es ist schwer vorstellbar, dass die Organisierung solcher Events wie der „Israel-Apartheid-Woche“ (IAW) an einer Universität der palästinensischen Sache dienen kann. Gibt es nicht bereits genug antiisraelische Hetze, die von arabischen und islamischen Medien ausgespuckt wird?….

Anstatt Geld und Anstrengungen in die Israel-Apartheid-Woche zu investieren könnten die selbsternannten „Pro-Palästinenser“ z.B. Lehrer in palästinensische Dörfer und Flüchtlingslager entsenden, um jungen Palästinensern Englisch beizubringen. Oder sie könnten eine andere Delegation in den Gazastreifen schicken, um die Menschenrechtsverletzungen der Hamas-Behörden zu dokumentieren und den palästinensischen Frauen dabei zu helfen, den muslimischen Fundamentalisten die Stirn zu bieten, die deren Rolle auf Küche, Kinder und Sorge für ihren Ehemann eingeschränkt sehen wollen.

Hier ein Vorschlag: Ersetzen wir die Israel-Apartheid-Woche durch eine Palästina-Demokratiewoche, in der die Palästinenser angehalten und ermutigt werden, das Ende finanzieller Korruption und miserabler Regierungsarbeit zu fordern.

Wie schlimm ist es mit der IAW geworden? Jetzt sind wir schon so weit, dass jüdischen Studenten an der University of Manitoba geraten wird, den Campus zu meiden, was Unterrichtsausfall zur Folge hat. Und ein ehemaliger jüdischer Absolvent der University of Toronto gab aus Protest seine akademischen Titel zurück.

Hat sonst jemand zündende Ideen?

UPDATE 4. März: Ehre, wem Ehre gebührt: Studentin Roberta Goldman von der Brown University liegt auf Toamehs Wellenlänge.

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One Comment - “Zwei radikale Varianten, mit der Israel-Apartheid-Woche umzugehen”


  1. […] der zielvereinbarung “50 pro semester” unterbricht, um bereits zum sechsten mal die “israeli apartheid week” zu begehen. augenscheinlich kritische intelligenz ruft zum boykott von jaffa-orangen und daraus […]


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