Highway 443

HonestReporting Media BackSpin, 8. Januar 2010

AP berichtigte seine Berichterstattung zum Urteilsspruch des Obersten Gerichtshofes bezüglich Highway 443. Reporterin Amy Teibel hatte geschrieben:

Israels Oberster Gerichtshof wies das Militär am Dienstag an, den Palästinensern die Fahrt auf dem Teil der Hauptverbindungsstraße zu  erlauben, der durch die West Bank führt; und er bescherte damit den Palästinensern ihren größten Sieg trotz Israels Praxis, einige Straßen allein für Juden zu reservieren.

Und hier die Korrektur:

Die Benutzung dieser Straßen ist frei für alle israelischen Staatsbürger, einschließlich Araber, Ausländer und Touristen, was aber für nahezu alle Palästinenser nicht gilt.

Unterdessen bringt die National Post einen wichtigen, unberücksichtigten Punkt ins Spiel:

Zweifellos wird es viele Kommentatoren geben, die zu dem übereilten Schluss gelangen, diese Gerichtsentscheidung erbringe den Nachweis, dass Israels Verfahrensweise mit den Palästinensern falsch sei. Bedenken Sie jedoch Folgendes: Der Fall wurde von einer israelischen Menschenrechtsgruppe vorgebracht – der ’Association for Civil Rights’ in Israel – finanziell unterstützt durch Spenden von Israelis,  verhandelt vor einem israelischen Gericht und von israelischen Richtern entschieden. Und wie das bei Institutionen in einer demokratischen Regierung üblich ist, wird der Richterspruch vom israelischen Kabinett und dem Militär befolgt.

Wenn man bedenkt, dass Juden allein schon deshalb erschossen werden könnten, weil sie sich auf einer palästinensischen Straße bewegen – und es gibt keine palästinensischen Menschenrechtsgruppen oder Gerichte, die man anrufen könnten -, sind israelische Bemühungen, die Palästinenser mit Respekt zu behandeln, beispielhaft, obwohl alljährlich Hunderte terroristische Anschlagsversuche aus der Westbank oder dem Gazastreifen gestartet werden.

Einstweilen gebührt LA Times-Korrespondent Edmund Sanders Anerkennung für die umfassendste Berichterstattung zu Highway 443.

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2 Kommentare - “Highway 443”

  1. Sebastian Klaus Says:

    „von einer israelischen Menschenrechtsgruppe vorgebracht – der ’Association for Civil Rights’ in Israel – finanziell unterstützt durch Spenden von Israelis“

    Bei allem Respekt, aber das palästinensische Volk verfügt ja nicht einmal über die nötigen Mittel, eine spendenfinanzierte Menschenrechtsorganisation ins Leben zu rufen. Zudem kann sich der Israeli sicher sein, im Ernstfall auf die Unterstützung seines großen Bruders zählen zu können. Davon ab sollte es nicht als ruhmreiche Neuerung dargestellt werden – vielmehr ist es ein gesellschaftlich Armutszeugnis, dass ein Staat, der nach außen die absolute Toleranz einfordert mittels Menschenrechtsgruppen zu Gleichberechtigung bewogen werden muss.


    • Bei allem Respekt, aber das palästinensische Volk verfügt ja nicht einmal über die nötigen Mittel, eine spendenfinanzierte Menschenrechtsorganisation ins Leben zu rufen.

      Soll ich jetzt lachen? Die PA ist die bestalimentierteste Gesellschaft aller Zeiten. Im Verhältnis dazu war der Marshall-Plan ein Witz, wenn man es auf Kopf und Nase umrechnet. Fragen Sie mal die Hamas, wo das Geld geblieben ist! Und übrigens: Schon bemerkt, was passieren kann, wenn, wie in der West Bank, einigermaßen guter Wille vorhanden ist?

      dass ein Staat, der nach außen die absolute Toleranz einfordert

      Israel fordert nicht mehr, aber auch nicht weniger „Toleranz“ ein als alle anderen Demokratien. Den Verweis auf den „Großen Bruder“ USA können Sie sich schenken, denn derselbe „große Bruder“ lässt Israel im Stich, wenn Teheran an der Bombe bastelt, und er hat kein Problem damit, dass die West Bank „judenrein“ gemacht werden soll.

      Guten Tag noch!


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