Amnesty und die Mainstream-Medien als Wasserverschmutzer

HonestReporting Media BackSpin, 27. September 2009

Amnesty International veröffentlichte einen Bericht, der Israel beschuldigt, den Palästinensern illegal Wasser vorzuenthalten. Wieder einmal profitiert die Nichtregierungsorganisation vom Halo-Effekt, wenn Journalisten über Vorwürfe berichten, ohne kritisch nachzufragen.

Doch wirft der Report seinerseits Fragen zu Amnesty auf:

Beamte der israelischen Wasserbehörde erklärten der Jerusalem Post gegenüber, dass ihnen weder die Gelegenheit gegeben worden sei, die Amnesty-Nachforscher mit Informationen zu versorgen, noch auf die palästinensischen Vorwürfe zu reagieren. Sie sagen auch, dass die im Bericht angeführten Zahlen vollkommen falsch seien.

NGO-Monitor geht davon aus, dass der Amnesty-Report zeitlich so angesetzt war, dass er eine Boykottkampagne gegen Israel pushen sollte. Und tatsächlich startet nächste Woche in den USA eine Vortragsreise mit Omar Barghouti an der juristischen Fakultät (Loyola Law School) in Los Angeles mit dem Aufmacher „Palästina: Dursten nach Gerechtigkeit. Israels Kontrolle über das Wasser als Mittel der Apartheid und etnischen Säuberung.“

Zusätzlich zur weit verbreiteten Öffntlichkeitswirksamkeit, die durch AP, Reuters und die BBC erzielt wurde, schafften Amnesty und die Boykottbewegung einen Extrabonus zusammen mit der Times of London dank dieser alles übertreffenden Schlagzeile:

World Agenda: Palästinenser leiden unter israelischer Wasserfolter

Robin Shepherd nimmt das Thema auch auf. Lesen Sie dazu bitte The Issue of of Water Between and the Palestinians (pdf-Format), ein im März von der israelischen Wasserbehörde veröffentlichtes Dokument.

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2 Kommentare - “Amnesty und die Mainstream-Medien als Wasserverschmutzer”


  1. […] zum Thema: – nach Ritualmord mal wieder Brunnenvergiftung – Amnesty und die Mainstream-Medien als Wasserverschmutzer – Israel protestiert gegen Vorwürfe von Amnesty International (derselbe Text steht auch bei […]


  2. […] zu erwähnen) kann man die „ewigen Brunnenvergifter“ nicht anklagen – Weder Amnesty International selbst noch die  „Qualitätsmedien“ die hätten dies besser […]


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