Zusammenstöße auf dem Tempelberg: Zwei Medien-Mythen

HonestReporting Media Backspin, 26. Oktober 2009

Mythos: Der Rundgang Ariel Sharons verursachte die letzte Intifada, wie es die heutige Londoner Times nahe legt.

Fakt: Die Tour war ein Vorwand für einen gewalttätigen Aufstand, der im Vorhinein geplant wurde. Der Kommunikationsminister der PA, Imad Al-FAjuji, bestätigte das. MEMRI übersetzte Falujis Äußerungen, die er während eines Besuchs des Flüchtlingslagers Ain Al-Hilweh im Libanon tätigte:

Wer auch immer glaubt, dass die Intifada ausbrach, weil der verachtete Sharon die Al-Aqsa-Moschee besuchte, liegt falsch, selbst wenn dieser Besuch der Tropfen war, der für das palästinensische Volk das Fass zum Überlaufen brachte. Diese Intifada war im Vorhinein geplant worden, seit Präsident Arafats Rückkehr von den Verhandlungen in Camp David, wo er Präsident Clinton zeigte, wo es lang geht.

Mythos: Es ist überhaupt nicht klar, dass der Tempel am Ort des Tempelbergs stand. Wie der Daily Telegraph schreibt, handelt es sich um den Ort, wo „in der Antike zwei jüdische Tempel gebaut worden sein sollen“.

Fakt: Der Tempelberg ist der Ort, wo Salomon und Herodes jeweils den ersten und zweiten* Tempel bauten. Josephus gibt wieder, dass die Römer die Westmauer (eine Umfassungsmauer am Fuß des Tempelbergs) intakt ließen, damit zukünftige Generationen in der Lage sein würden zu sehen, wie beeindruckend geschützt der zweite Tempel war.

Die jüdischen Verbindungen zum Tempelberg auszulöschen ist politisch motivierter Geschichtsrevisionismus. Ein wütender Daniel Levin stellte vor kurzem heraus:

Der Oberste Gerichtshof Israels hat erklärt, dass die Waqf-Verwaltung die Archäologie-Gesetze in 35 Fällen verletzte, indem mehr als zwanzigtausend Tonnen archäologisch reichhaltigen Bodens entfernt und im angrenzenden Kidron-Tal ausgekippt wurden. Wegen der sensiblen internationalen Rechtsansichten zum Tempelberg können weder die UNESCO-Beamten noch israelische Archäologen eine archäologische Überwachung durchsetzen. Die Waqf reguliert sorgfältig den Zugang von Nichtmuslimen wie Manchu-Priester, die die Verbotene Stadt bewachen. Christen und Juden dürfen nur täglich vier Stunden hinauf und nicht muslimisches Gebet ist auf der heiligen Stätte verboten…

Traurigerweise besteht die Antwort der Medien auf diese Pandemie physischen Revisionismus auf dem Tempelberg in Schweigen. Das Komitee für das UNO-Welterbe hat die Waqf nicht unter Druck gesetzt die Überwachung des Baus von unterirdischen Moscheen unter dem Tempelberg zu verbieten.

Es ist keine Frage des Glaubens, dass zwei Tempel auf dem Tempelberg standen.

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* Anmerkung d.Ü.: Der zweite Tempel wurde nach dem Babylonischen Exil errichtet. Herodes der Große renovierte ihn und baute dabei die Umfassungsmauer für das Plateau, deren Reste wir heute als „Klagemauer“ besuchen können.

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