Followup zum schwedischen Ritualmordvorwurf

HonestReporting Media Backspin, 20. August 2009

Donald Boström verteidigt weiterhin seinen Ritualmordvorwurf. Der schwedische Journalist wurde in der Jerusalem Post zitiert:

„Entschuldigen? Wofür?“, sagte er. „Ich berichte nur, was andere mir erzählen.“

„Was andere mir erzählen“ ist unbestätigter Klatsch; es ist nicht das, was man als „Nachrichten“ bezeichnet und sicherlich nicht die Grundlage für den zweispaltigen Schwall, den Aftonbladet Bosträms Tirade einräumte.

Inzwischen fasst Tundra Tabloids (TT) die aufgebrachten Reaktionen der schwedischen Medien und Blogger auf Aftonbladet zusammen. Zu den aufgeführten Posten gehört:

TTs Hauptquelle Reinhard führt an: „Sowohl die MSM als auch die Blogosphäre stellen sich dem heftig entgegen. Einmal mehr nehmen sich die Liberalen und Rechten die Linke wegen deren Antisemitismus zur Brust. Auch Dagens Nyheter, die zweite schwedische Tageszeitung, hält fest, dass Boström (der Aftonbladet-Journalist) früher schon die israelische Armee mit denselben Vorwürfen angriff, aber niemals in der Lage war, irgendetwas zu belegen. Er ist Herausgeber des Friedensbuchs „Salam. On War, Peace and Islam“ (Salam: Zu Krieg, Frieden und Islam; Arena, 2007). Die schwedisch-muslimische „Friedensbewegung“ lässt also einen passionierten Antisemiten ihre Anthologie zur islamischen Friedensbotschaft überarbeiten.

Mats Skogkär, der den Text in Sydsvenskan schrieb, schrieb 2005, dass Boströms frühere Vorwürfe sich auf das stützten, was Verwandte getöteter Palästinenser ihm erzählt hatten. Er gab das in einem Telefongespräch mit Skogkär zu und stimmte zu, dass es merkwürdig war, dass die Palästinenser keinerlei Interesse daran zeigten, das weiter zu verfolgen.“

TT verlinkt auch andere Schweden, die zu den Auswirkungen bloggen.

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One Comment - “Followup zum schwedischen Ritualmordvorwurf”


  1. Auf Deutsch heißt es Ritualmordvorwurf, sonst wäre es ja ein Mordvorwurf der rituell vorgebracht wird (was allerdings auch zutrifft).


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