Palästinensische Journalisten: Zahl der Toten weit übertrieben

HonestReporting Media BackSpin, 22. Januar 2009

Während die meisten Medien über eine abschließende Totenliste des Gaza-Krieges berichteten, sagte ein italienischer Reporter, der viele Krankenhäuser im Gazastreifen besucht hatte, dass die Verlustrate weit niedriger war und die palästinensischen Journalisten das wüssten. Die Jerusalem Post führt aus:

Die Zahl der in der ‚Operation Bleigießen‘ getöteten Palästinenser überstieg nicht fünf- bis sechshundert, so Lorenzo Cremonesi, Korrespondent für die italienische Tageszeitung Corriere Della Sera am heutigen Donnerstag.

Cremonesi begründete seinen Bericht mit Besuchen von Krankenhäusern im Gazastreifen und Interviews mit Familienangehörigen der Toten. Er setzte auch die Zahl der Verletzten weit niedriger als 5.000 an – also im Widerspruch zu den Angaben der Hamas, die von der UNO sowie dem Internationalen Roten Kreuz in Gaza [unhinterfragt (bd)] übernommen worden waren.

„Es reicht völlig aus, einige Krankenhäuser [im Gazastreifen] zu besuchen, um festzustellen, dass die angegebenen Zahlen nicht stimmen“, schrieb er.

Im Europäischen Krankenhaus von Rafah, einer Einrichtung, die mit Verletzten wegen des „Tunnelkrieges“ überbelegt hätte sein müssen, waren viele Betten frei, wie Cremonesi berichtet. Ähnlich verhielt es sich im Nasser-Krankenhaus in Khan Younis, und aus dem privat geführten Amal-Krankenhaus berichtete Cremonesi, dass nur fünf von 150 Betten belegt waren.

YNet News merkt an, dass die palästinensischen Reporter von den aufgeblähten Zahlen wussten und dies Cremonesi gegenüber bestätigten:

Der Reporter des italienischen Blattes zitierte auch Reporter aus dem Gazastreifen, die die Hamas-Zahlen als völlig überzogen bezeichneten. „Wir haben es den Hamas-Kommandanten bereits gesagt: ’Warum besteht ihr darauf, die Opferzahlen nach oben zu schrauben?

Dieselben Reporter erwähnten, dass die Wahrheit, die letztendlich ans Tageslicht kommt, ähnlich der sein wird, die nach der Operation Defensive Shield in Jenin zu erkennen war. „Damals sprach man zuerst von 1.500 Toten. Doch dann stellte sich heraus, dass es 54 waren, davon 45 Bewaffnete“, erklärten die palästinensischen Reporter der italienischen Zeitung gegenüber.

Die IDF gibt an, dass während der Kampfhandlungen 500 Hamas-Kämpfer getötet worden seien. Dagegen behauptet die Hamas, „nur“ 48 Leute verloren zu haben.

Wie kommt es, dass dieselben palästinensischen Reporter, die der Welt 1.330 Tote präsentieren, eine andere Realität anerkennen und dann darauf warten, dass die Wahrheit „ans Licht kommt“ wie in Jenin?

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