Amanpour und die Buddha-Märtyrer

honestreporting Media Backspin, 3. August 2008

Während ihres Besuchs beim Dalai Lama anlässlich ihrer neuesten Dokumentation „Buddhas Krieger,“ vergleicht CNN-Reporterin Christiane Amanpour beiläufig tibetisches und palästinensisches Streben nach einem eigenen Staat:

Unser Besuch fiel mit den Ereignissen zusammen, denen an jedem 10. März gedacht wird, dem Tag im Jahr 1959, als der Dalai Lama auf einem Pferderücken aus Tibet fliehen musste. Er konnte den chinesischen kommunistischen Streitkräften als Soldat verkleidet bei Nacht entkommen. Das traurige Gedenken erinnert ein wenig an das, was die Palästinenser jedes Jahr machen. Sie nennen es Al-Naqba, oder „Katastrophe“, die das Jahr 1948 markiert, als sie viel von ihrem Land verloren hatten, da der Staat Israel gegründet wurde.

Will Amanpour eine Gleichwertigkeit zwischen tibetischen und palästinensischen Bewegungen suggerieren? Hier vier Gründe, warum dieser Vergleich scheitert.

1) Die Tibeter trachten nicht nach Chinas Zerstörung oder bedrohen westliche Interessen.

2) Sie haben keine Selbstmordanschläge initiiert, Raketen abgeschossen oder Entführungen begangen.

3) Die tibetische Unabhängigkeitsbewegung wird von Außenstehenden wie dem Iran, der Al-Qaida, Syrien, Hisbollah oder der Muslimbruderschaft weder unterstützt noch benutzt.

4) Aufgrund der chinesischen Pressezensur wird Tibet nicht ein Bruchteil der Medienberichterstattung gewidmet wie den Palästinensern.

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