Interessenkonflikt

honestreporting.com Media BackSpin, 27. Mai 2008

Reporter ohne Grenzen ist wütend, weil die Hamas vor kurzem palästinensische Journalisten festnahm, die für die deutsche ARD arbeiten. Die besser unter ihrem französischen Akronym RSF bekannte Organisation für die Rechte von Journalisten schreibt:

Sie wurden verdächtigt für die staatseigene Palestine Broadcasting Corporation zu arbeiten, die von der palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert wird und im Gazastreifen seit Juni 2007 verboten ist. Khalifa arbeitete früher für die PBC, hatte aber alle Kontakte zu dem Sender kappen müssen, der jetzt von Ramallah in der Westbank aus arbeitet.

Das Problem dabei: Eine ganze Reihe palästinensischer Journalisten in der Westbank und dem Gazastreifen arbeitet für Nachrichten-Agenturen, die mit der PA in Verbindung stehen oder für Fraktionen wie die Fatah, die Hamas usw. Dieselben Journalisten arbeiten nebenher für westliche Nachrichtensender, während sie anscheinend von Organisationen unter der Decke gehalten werden, die ihre Hauptlohngeber sind. Das riecht nach Interessenkonflikt.

Die Hamas hat einen Schlag gegen die Pressefreiheit geführt. Aber machen Sie sich nichts vor. Die Hamas weiß auch, dass einige dieser Journalisten sich auf ethisch sehr dünnem Eis bewegen. Wissen das auch die Zuschauer der ARD?

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