Posted tagged ‘Joe Stork’

Human Rights Watch genauer unter die Lupe genommen

29. März 2010

HonestReporting Media BackSpin, 29. März 2010

Noch vor wenigen Monaten wäre es undenkbar gewesen, dass eine große Tageszeitung wie die Sunday Times of London einen kritischen und umfassenden Bericht über Human Rights Watch (HRW) veröffentlichen würde.

Dies liegt nicht allein an Marc Garlasco (HRWs still und heimlich entlassener Militärexperte; Mere Rhetoric hatte über seine peinliche Kollektion von Nazi-Devotionalien berichtet) oder Joe Stork (stellvertretender HRW-Chef, der einmal das Blutbad von München in einem linksradikalen Blatt pries), Sarah Leah Whitson (mit einer umstrittenen Geldbeschaffungsvisite in Saudi-Arabien) oder Richter Richard Goldstone (ein Interessenkonflikt zwang ihn, aus dem Vorstand von HRW auszuscheiden).

An der Geschichte ist mehr dran als dieses Viererspiel:

Human Rights Watch leistet wertvolle Arbeit, aber seine Kritiker stellen beunruhigende Fragen, die über Garlascos Hobby oder Geldsammeln bei den Saudis hinausreichen. Warum wird so viel Aufwand in die Veröffentlichung vermuteter Menschenrechtsverletzungen in manchen Ländern investiert, in anderen aber nicht? Warum scheint HRW so leichtgläubig auf Aussagen von Zivilisten in Regionen wie Gaza oder Afghanistan zu hören und ist gleichzeitig so skeptisch, wenn Uniformierte sich äußern?

Durchaus möglich, dass Organisationen wie HRW, die auf die Medien angewiesen sind, um ihr Profil zu schärfen und damit ihr Spendeneinkommen zu sichern, sich zu sehr auf Gegenden konzentrieren, wo die Medien sowieso häufiger präsent sind.

Ja, HRW ist auf die Medien angewiesen, um das eigene Profil zu stärken. Und wenn’s um Israel-Bashing geht liefert HRW genau das, was die Nachrichtenagenturen am meisten bevorzugen, etwas, was NGO-Monitor als Halo-Effekt bezeichnet:

Der Beleg zeigt, dass viele Journalisten schlicht und einfach NGO-Berichte ohne Hinterfragung oder Nachprüfung übernehmen. Dies ist bekannt als „Halo-Effekt“ und verletzt sowohl die journalistische Ethik, die Skepsis und unabhängige Überprüfung erfordert, sowie den Standard bei der Verwendung von anderen Quellen, auch regierungsamtlichen. Aber wenn „hoch anerkannte Menschenrechts-Watchdogs“ wie Amnesty International oder HRW ein Statement herausgeben, neigen Journalisten dazu, Voreingenommenheiten zu ignorieren und sie als Fakt zu wiederholen.

Lesen Sie den Beitrag bitte vollständig.

Was geht bei Human Rights Watch ab?

9. September 2009

HonestReporting Media BackSpin, 9. September 2009

Mere Rhetoric sorgte für viel Aufregung mit der Enthüllung, dass Human Rights Watch-Rechercheur Marc Garlasco eifriger Sammler von Nazi-Devotionalien ist und ein 400 Seiten umfassendes Buch und mehr zum das Thema geschrieben hat.

Ich will Garlasco nicht persönlich angreifen – das Sammeln solcher Stücke ist im angelsächsischen Sprachraum nicht illegal. Aber ich bin doch sehr erstaunt über diese Unstimmigkeit: Garlasco arbeitet für eine Menschenrechtsorganisation, die mit einer Geschichte verzerrender Anschuldigungen gegen Israel aufwartet. Kürzlich trat zutage, dass Joe Stork, Garlascos Kollege bei HRW,  ein radikaler Marxist ist, der sein persönliches Hühnchen mit dem jüdischen Staat rupfen will. Was für eine Organisation ist das?

Die schlechte Publicity zwang HRW, mit einem Brief zu reagieren, den Sie bei Elder of Ziyon lesen können. Die Organisation möchte ihren Halo-Effekt um jeden Preis konservieren.

Menschenrechtsaktivist: Mord prima für die Moral

18. August 2009

HonestReporting Media BackSpin, 18. August 2009

Noah Pollak mit der Übersetzung eines Maariv-Beitrags zum letzten Bericht von Human Rights Watch (HRW), der Israel verunglimpft.

Darin entpuppt sich Joe Stork, der Autor des HRW-Berichts, als radikaler Marxist, der das Massaker von München guthieß und wenig Interesse an sachlich begründeten Tatsachen zeigt, wenn es um die verzerrte Darstellung Israels geht:

Mehrmals in der Vergangenheit hat Stork zur Vernichtung Israels aufgerufen. Er ist ein altgedienter Verfechter des palästinensischen Terrorismus. Schon als Student war Stork Mitbegründer einer linksradikalen Gruppierung, die ihr Selbstverständnis daher ableitete, dass andere linksorientierte Gruppen Israel gegenüber und seiner Unterstützung durch die Vereinigten Staaten nicht kritisch genug eingestellt waren. Bereits im Jahr 1976 nahm Stork an einer von Saddam Hussein organisierten Konferenz teil, die den ersten Jahrestag der UNO-Resolution, Zionismus sei mit Rassismus gleichzusetzen, feierte.

Wo steht Stork, was Objektivität und Neutralität betrifft? Er kritisierte Professor Ibrahim Abu-Lughod, einen PLO-Vertreter, weil dieser eine Anthologie verfasste, die wenigstens scheinbar versuchte, eine ausgeglichene Darstellung herzustellen. „Akademische Neutralität ist doppelzüngig und betrügerisch“, schrieb Stork dazu. Und wie verhält es sich mit sachlich und sorgfältig begründeten Tatsachen? Stork behauptete, dass Menachem Begin gesagt hätte, „die Palästinenser [seien] Tiere auf zwei Beinen“. Tatsächlich aber sagte Begin, dass jene, die Kinder morden wollen, „zweibeinige Tiere“ sind. Das ist ein Riesenunterschied. Stork bestätigt immer wieder seine herausragende Stellung in der gegen Israel gerichteten Hass- und Lügenindustrie.

Auf die Spitze trieb es Stork mit einer Äußerung, die im Middle East Research and Information Project [MERIP] veröffentlicht wurde, wo es um die Erfassung von Informationen zum Nahostkonflikt ging. Stork spielte dabei eine führende Rolle und sein Statement enthielt  eine ausdrückliche Befürwortung des Mordes an 11 israelischen Athleten bei den Olympischen Spielen von München 1972:

„München und ähnliche Aktion können eine massenrevolutionäre Bewegung nicht schaffen oder ersetzen“, so Stork. „aber wir sollten das Erreichte in München verstehen….es hat den Palästinensern in den Lagern einen wichtigen moralischen Schub gegeben.“

Mord und Terrorismus entspringen also einem moralischen Anliegen.

So tickt dieser Mann. Ein radikaler Marxist, dessen Haltung sich in den vergangenen Jahren nicht geändert hat. Im Gegenteil. Objektivität, Neutralität oder Berücksichtigung von Tatsachen gehören nicht zu Storks guten Eigenschaften. Er schreit sogar laut, dass es für Neutralität keinen Bedarf gebe.

Ich kann das nicht nachvollziehen.

* Eine Menschenrechtsorganisation beschäftigt einen Mann, der Mord für moralisch gerechtfertigt hält.

* Stork, der intellektuelle und auf Tatsachen ignorierende Unehrlichkeit in Ordnung fndet, wird mit der Erstellung eines Berichts beauftragt, der intellektuelle und auf Tatsachen beruhende Ehrlichkeit erfordert – über ein Land, mit dem ein noch ein Hühnchen rupfen will.

Was für eine Organisation ist HRW?

NGO-Monitor erklärt dieses Phänomen:

Der Beweis zeigt, dass viele Journalisten einfach nur NGO-Berichte nachdrucken, ohne sie zu hinterfragen oder zu überprüfen. Dies wird als „Haloeffekt“ bezeichnet und verletzt sowohl journalistische Ethik, die Skepsis und unabhängige Überprüfung erforderlich macht, als auch die Norm, wenn aus anderen Quellen einschließlich Regierungsstellen berichtet wird. Wenn aber „hoch respektierte Menschenrechts-Watchdogs“ wie Amnesty International oder HRW Erklärungen abgeben, neigen Journalisten dazu, die Verfälschung zu ignorieren und als Tatsache zu wiederholen.

Die IDF wies den HRW-Report mit der Begründung zurück, dass er auf nicht vertrauenswürdigen Zeugenaussagen basierte. Besser wäre es vielleicht gewesen, wenn man gesagt hätte, dass die Informationen von einer nicht vertrauenswürdigen Organisation stammen.

Lesen Sie bitte Pollaks Beitrag vollständig [Englisch].


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