Posted tagged ‘IsraellyCool’

BBC, Israel und andere olympische Anmerkungen

31. Juli 2012

HonestReporting Media BackSpin, 31. Juli 2012

Die Olympia-Länderseite der BCC zu Israel wird immer bescheuerter. Nun geht es um die Fläche des Landes.

So wird sie gewöhnlich angegeben:

Aber jetzt auf einmal so:

Wenn Beeb doch nur ebenso energisch vorginge, wenn man „Fakten“ aus palästinensischen Quellen auflistete!

Und das nach diesem Mordsgestank zum Handling der BBC, was den Hauptstadt-Status von Jerusalem betrifft. Ich kann kaum erwarten, welch’ weitere Änderungen auf  Kosten der britischen Steuerzahler noch vorgenommen werden.

(Hattip: IsraellyCool)

Medien-Spickzettel vom 23.10.2011

24. Oktober 2011

HonestReporting Media BackSpin, 24. Oktober 2011

Alles, was Sie über die Medienberichterstattung zu Israel wissen sollten

• Diese Karikatur Patrick Chappattes fasst Faisal Al Qasims Kommentar in Gulf News zusammen (via IsraellyCool), der den nach Ansicht der Araber einseitig verlaufenen Deal anspricht. Qasims wichtigster Textschnipsel entspricht der Aussage des Cartoons.


Es ist überhaupt kein Geheimnis, dass der Wert einer arabischen Person an der Wechselbörse arabischer Regimes gegen Null tendiert. Er ist genauso wertlos wie eine Zwiebelschale. Man sollte von Regimes, die ihre unterdrückten Menschen wie den letzten Dreck behandeln, indem sie diese foltern und verhungern lassen, nicht erwarten, dass sie sich um einen arabischen Gefangenen in israelischen oder anderen Gefängnissen im Ausland kümmern.

Tausende arabische Gefangene werden weltweit seit Jahrzehnten zu Recht oder aus anderen Gründen festgehalten, und etliche starben im Ausland unbemerkt. Hunderte von Arabern könnten an einem Ort außerhalb ihrer Heimatländer verschwinden, und kein Hahn würde nach ihnen krähen.

Der schweizerisch-libanesische Karikaturist ergreift beileibe nicht Partei für Bibi, dafür bezeichnet aber ein hässlicher Kommentar Deborah Orrs in der Printausgabe des Guardian selbst ihn (!) als Zionisten.

Lesen Sie mehr dazu und zu anderen Beiträgen in der internationalen Presse [In Englisch].

———————-
Sprechblase (Abbildung oben):
Ich habe 1 und 1 zusammengezählt!  70 Gramm eines israelischen Soldaten bin ich wert.

AP schert sich nicht um Fakten

10. März 2011

HonestReporting Media BackSpin, 10. März 2011

Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen sagt. Immer abchecken. Die wichtigste Regel des Journalismus-Einmaleins ist in einer Redensart allen Reportern geläufig:

Wenn deine Mutter sagt, dass sie dich liebt, prüfe es nach.

Lernen News-Fotografen die gleiche Lektion? Oder glauben sie alles, was ihnen gesagt wird – Mutters Liebe und das alles?

Womit wir bei AP wären.

Junge Menschen protestieren schweigend vor der israelischen Botschaft in Warschau, Polen, am Dienstag, 8 März 2011 bei einem internationalen Protest gegen die Inhaftierung von 37 palästinensischen Frauen in israelischen Gefängnissen aus politischen Motiven. (AP Photo/Czarek Sokolowski)

Weder Sokolowski noch einer in der Redaktionsriege von AP machte sich die Mühe, ähnlich wie IsraellyCool herauszufinden, dass es sich bei der auf dem Plakat abgebildeten Frau um Sana Muhammad Hussein Shehada handelt, die dreimal lebenslänglich absitzt, weil sie einen Selbstmordattentäter nach Jerusalem eingeschleust hatte.

Beim Anschlag im März 2002, den Shehada mit ausgeführt hatte, waren drei Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden.

Shehada ist keine politische Gefangene. Sie hat Beihilfe zum Mord geleistet.

Die Ignoranz der Demonstranten überrascht mich nicht, die von AP übrigens auch nicht.

Reuters-Fotografen und der Ärger mit dem Schutt

27. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 27. Oktober 2010

Gaza-Bewohner vor Trümmern abzulichten gehörte bei palästinensischen Fotografen in der Vergangenheit zu deren Lieblingsbeschäftigung. Dummerweise ist REUTERS-Fotograf Mohamed Salem dabei eine Panne unterlaufen.

Hier die Original-Bildunterschrift:

Eine palästinensische Frau blickt aus ihrem zerstörten Haus in Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen, 25. Oktober 2010 (Reuters/Mohamed Salem).

Und nun sehen Sie sich die korrigierte Bildunterschrift an.

ZUSATZINFORMATION ZUR BILDUNTERSCHRIFT – Eine palästinensische Frau blickt aus ihrem zerstörten Haus in Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen, das während der israelischen Offensive im letzten Jahr zerstört worden war; 25. Oktober 2010 (Reuters/Mohamed Salem).

Genau genommen (und auch wenn es hart klingen mag [bd]), hat deshalb ein Foto der Frau, die in den Trümmern ihres Hauses steht, das in einem vor nahezu zwei Jahren stattgefundenen Krieges zerstört wurde, keinen aktuellen Nachrichtenwert*

Aber das Bild wird über die Nachrichtenmedien verbreitet, weil es der Sichtweise palästinensischer Fotografen wie Salem entspricht, den Bildredakteuren bei REUTERS und den Hamas-Führern, die null Pressefreiheit anbieten.

Kompliment an IsraellyCool für den Hinweis.

————–
*Übrigens könnten deutsche Nachrichtenagenturen genauso ein Foto von Dresden einbauen, wenn sie mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wären wie die dargestellte Frau im Bericht (bd). Das wäre auch ziemlich daneben.

AFP/Getty recyceln fieses Foto

11. Oktober 2010

HonestReporting Media BackSpin, 11. Oktober 2010

Dieses hinterhältig inszenierte Foto heute in den Nachrichtenagenturen.

Ein palästinensischer Junge angesichts einer israelischen Armeepatrouille in der Stadt Hebron in der besetzten West Bank. Israel widersetzte sich palästinensischen und internationalen Forderungen bezüglich der Verlängerung eines auf 10 Monate angesetzten Moratoriums zum Baustopp neuer Siedlungen, obwohl Palästinenserführer Mahmud Abbas beschwor, dass es keine weiteren Gespräche geben würde, bevor die Siedlungsaktivitäten nicht eingestellt werden würden. (AFP/Getty Images, Hazem Bader)

Hier handelt es sich um ein recyceltes Bild aus dem letzten Jahr, das überhaupt nichts mit einem Einfrieren von Siedlungen zu tun hat. Und wenn Sie weiterlesen, werden Sie bestätigt finden, dass der Soldat überhaupt nicht mit seiner Schusswaffe auf das Kind zielte, obwohl die Bildperspektive dies suggeriert.

Ich konnte das Foto nirgendwo mit seiner Original-Bildunterschrift finden, aber es wurde mir eben zugemailt.

Ein palästinensischer Junge leistet Widerstand, als eine israelische Armeepatrouille nach einer Messerattacke eines Palästinensers gegen einen israelischen Soldaten am Checkpoint nahe der Stadt Hebron Streife lief. 26. August 2009 (Hazem Bader/AFP/Getty)

AP-Fotograf Nasser Shiyoukhi (via IsraellyCool) stand in unmittelbarer Nähe zu Bader und schoss das gleiche Foto. Und Shiyoukis Bilduntertitelung ist um einiges ehrlicher.

Der Soldat “benutzt seinen Gewehrlauf, um die Richtung anzuzeigen, während er einen palästinensischen Jungen darauf hinweist, den Ort zu verlassen….“

Die Wiederaufbereitung von Fotos ist nichts anderes als mieser und unmoralischer Journalismus. Als wir die London Times beim Recycling eines Fotos zu Jenin ertappten, entschuldigte sie sich kurze Zeit später. Sally Bakers Entgegnung wäre hier wohl ebenso angemessen, wenn AFP das geschrieben hätte:

Es ist eine stetig wiederkehrende schlechte Praxis, alte Fotographien zu veröffentlichen und Lesern den Eindruck zu vermitteln, es handele sich um aktuelle; vor dem Hintergrund des [Geschehens im…bd] Nahen Ostens gilt das doppelt und wir lagen falsch. Während des Montagnachmittags bekamen wir fast 500 E-Mails pro Stunde, was verhindert, dass irgendetwas anderes durchkam; damit hatten wir also unsere wohlverdiente Strafe bekommen.

Leseempfehlungen

13. März 2009

HonestReporting Media BackSpin, 13. März 2009

Syriens Rabattmarke für Legitimität. Wenn es über die vermissten israelischen Soldaten Auskunft gäbe, wäre das eine vertrauensbildende Maßnahme.

Geld wie Heu? Clifford May zur kürzlich abgehaltenen Geberkonferenz für Gaza. Wann sehen wir eine für Darfur?

Sieg bei Facebook? Überlässt Facebook den Jihad-Hackern das letzte Wort?

Aus Äthiopien in Israels Knesset. Wie sich die Knesset-Abgeordnete Shlomo Molla im „rassistischen“ Israel durchsetzte. (via IsraellyCool).

Zeiten ändern sich. Israelische Medienkenner diskutieren die Beziehungen zwischen Presse, Politikern und Militärbefehlshabern.

10 große Zeitungen, die demnächst aussteigen oder auf Digital umsteigen. Werden einige große Städte dann ohne Tageszeitung dastehen?

ShareThis

Neue Interpretation zu Human Shields

28. Januar 2009

HonestReporting Media BackSpin, 28. Januar 2009

Lasst Bilder sprechen…

…oder braucht jemand für diese Werbeanzeige dringend eine Übersetzung?

Via IsraellyCool

ShareThis


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 374 Followern an