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Free Gazas permanentes Déjà Vu

8. Juli 2009

HonestReporting Media BackSpin, 8. Juli 2009

Lauren Booth war nicht die einzige Free Gaza-Aktivistin, die nach dem Törn letzten August in Gaza Wurzeln schlug.

Nun stellt sich heraus, dass Booths Schiffskameradin Jenny Linnell, die bei International Solidarity Movement zugange ist, nicht über Israel oder Ägypten ausreisen kann. Die Herald Express mit einer Erklärung:

Linnell fügte hinzu: “Die ägyptischen Grenzbeamten wollten wissen, wie wir in den Gazastreifen gelangt seien, und wir gaben an, dass wir mit dem Boot von Free Gaza Movement angekommen waren.

Sie erklärten uns: ‘Sie wissen schon warum Ihnen die Ausreise verweigert wird?’

Dies legt nahe, dass wir quasi in Form einer inoffiziellen Bestrafung wegen unseres humanitären Engagements in Gaza eingesperrt wurden.”

Aus Sicherheitsgründen verbietet das israelische Gesetz Ausländern, die illegal nach Gaza eingereist sind, über Israel wieder auszureisen. Ägypten hat Linnell gegenüber die Gründe für die Abweisung nicht mitgeteilt und auch niemals die Verzögerung für die Erlaubnis begründet, dass Booth im September gehen konnte, also nach gut einem Monat Aufenthalt in Gaza.

Oder wie Yogi Berra sagen würde: „Wie ein permanentes Déjà Vu.”

Theaterschiff erreicht Gaza. Was nun?

25. August 2008

honestreporting Media BackSpin, 25. August 2008

Das Hochgefühl der internationalen „Aktivisten“, die nun in Gaza angekommen sind, wird sich als flüchtig erweisen, wenn ihnen bewusst wird, dass die Rückkehr aus dem Gazastreifen schwieriger wird als die Anreise.

Die zwei Schiffe von International Solidarity Movement (ISM) erreichten Gaza am Samstag, nachdem Israel die Anreise genehmigt hatte, um einen Medienzirkus auf hoher See zu vermeiden.

Jerusalem Post zufolge wird man ISM nicht so selbstverständlich erlauben, über Israel auszureisen:

Nun, da sich die Gruppe in Gaza aufhält, geht man in Jerusalem davon aus, dass sie irgendwann Israel ersuchen werden, sie ins Land zu lassen, damit sie zurückfliegen können, da es unwahrscheinlich scheint, dass sie auf dem demselben Weg wieder zurückkehren, den sie gekommen sind. Bis jetzt ist aber noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob sie nach Israel einreisen dürfen.

Haaretz ergänzt, dass eine Rückreise übers Meer andere Kopfschmerzen bereitet:

In den nächsten Tagen wird man darüber diskutieren, ob die Schiffe nach dem Ablegen vor Gaza gestoppt und gefilzt werden. Israelische Offizielle sind besorgt, dass die Schiffe dazu benutzt werden könnten, gesuchte Palästinenser aus dem Küstenstreifen zu schmuggeln. „Sie stehen im Ruf, Terroristen zu schützen und als menschliche Schutzschilde zu agieren“, so die politische Quelle.

Ein echtes Zeichen von Solidarität wäre es, wenn die schippernden Wichtigtuer – darunter Reporterin Lauren Booth, Yvonne Ridley von Iranian Press TV und Ayash Daraj von Al-Jazeera – in Gaza geblieben wären. Solch’ mutiger Schritt bedeutete nicht nur Gefahr sondern würde auch das Ego herunterfahren. YNet News traf viele Palästinenser, die nach der Ankunft von ISM enttäuscht waren:

„Nachdem sich aber herausgestellt hatte, dass die Schiffe zu wenig Lebensmittel brachten und zu viele Aktivisten….verließen etliche Menschen enttäuscht den Strand.

Bleiben Sie dran. Das könnte noch wesentlich interessanter werden.

Dazu passend: In einen Werbegag hineinschippern.

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